Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
online

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2025

Leider eher anstrengend zu lesen

Spinne und Glühwürmchen: Romantische und zerreißende Dystopie
0

Worum geht’s?
Eigentlich lebt Juriana schon lange nicht mehr. In ihrer Traumwelt gefangen existiert sie jedoch weiter, um bei der Rettung der immer stärker bedrohten Erde zu helfen. Als dann jedoch ihre ...

Worum geht’s?
Eigentlich lebt Juriana schon lange nicht mehr. In ihrer Traumwelt gefangen existiert sie jedoch weiter, um bei der Rettung der immer stärker bedrohten Erde zu helfen. Als dann jedoch ihre Simulation zusammenbricht und sie sich auf der bereits zerstörten Erde wiederfindet, steht sie plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen – denn alles, woran sie bisher geglaubt hat, muss sie plötzlich in Frage stellen.


Meine Meinung
Eigentlich hatte ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut, da ich insgesamt sehr gespannt darauf war, wie diese Parallelwelt aufgebaut sein würde. Die Idee klang zu Beginn auch noch wirklich interessant, mit der Zeit konnte mich die Umsetzung dann allerdings leider nicht mehr überzeugen.

So leid wie es mir auch tut, aber durch dieses Buch musste ich mich leider mehr schlecht als recht durchquälen. Der Schreibstil war durch die vielen Gedankenfetzen, durchgestrichenen Sätze und obskur formatierten Ausdrücke sehr sperrig zu lesen und hat es mir schwer gemacht, überhaupt in einen Lesefluss zu kommen.

Mit Protagonistin Juriana konnte ich ehrlich gesagt auch nur sehr wenig anfangen, da sie als Erzählerin bei mir eher für Verwirrung als Aufklärung gesorgt hat. Ihre Gedankengänge waren durch die Gestaltung in Fetzen nur schwer nachzuvollziehen, und darüber hinaus war es mir auch nicht wirklich möglich, ein Gefühl für ihre Emotionen oder ihre Entwicklung zu bekommen. Als mehr oder weniger unzuverlässige Erzählerin war sie mitten im Geschehen allerdings durchaus interessant, was mich definitiv davon abhalten konnte, die Geschichte abzubrechen.

Was den Spannungsbogen angeht, bin ich leider auch ein wenig hin und her gerissen. Grundsätzlich gab es einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte, was mich beim Lesen sehr positiv überrascht hat. Gleichzeitig habe ich mich manchmal aber auch etwas orientierungslos in der Handlung gefühlt, was zwar grundsätzlich keine Langeweile hat aufkommen lassen, mich aber trotzdem nicht so packen konnte, dass ich die Reihe weiter verfolgen wollen würde.


Fazit
Auch wenn ich die Idee zu dieser Geschichte grundsätzlich spannend fand, konnte mich die Umsetzung nicht besonders begeistern. Durch die teils verwirrende Gestaltung hat man zwar visuell zusätzlich eine Menge zu verarbeiten, wesentlich packender zu lesen fand ich das Buch dadurch aber leider eher nicht.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2025

Spannende Idee mit schwacher Umsetzung

Blood Moon Rising. Kampf um die Krone (Blood Moon Rising 1)
0

Worum geht’s?
Dass Melinoé eine Mondkämpferin ist, verstößt so ziemlich gegen jedes Gesetz, das es auf Islá Lûna gibt, denn eigentlich sollten nur weibliche Mitglieder der Königsfamilie in der Lage dazu ...

Worum geht’s?
Dass Melinoé eine Mondkämpferin ist, verstößt so ziemlich gegen jedes Gesetz, das es auf Islá Lûna gibt, denn eigentlich sollten nur weibliche Mitglieder der Königsfamilie in der Lage dazu sein, Magie zu wirken, was Melinoé zur Staatsfeindin Nummer eins macht. Um ihr Leben zu schützen, soll sie den Kronprinzen töten – ohne allerdings zu ahnen, welche Gefühle dieser in ihr auslösen kann.


Meine Meinung
Die Idee zu dieser Geschichte fand ich auf jeden Fall unglaublich spannend, denn auch wenn Magie in letzter Zeit eigentlich nicht zu meinen favorisierten Tropes gehört, klang das Konzept des Blutmondes doch zu interessant für mich, um das Buch links liegen zu lassen.

Mit dem Einstieg hatte ich dann aber leider schon ein wenig zu kämpfen, auch wenn ich den Schreibstil an sich sehr angenehm und durchaus flüssig zu lesen fand. Hinsichtlich des Worldbuildings hätte ich mir durchaus noch die ein oder andere Erläuterung gewünscht, denn trotz der teils sehr ausufernden Kapitel hatte ich manchmal das Gefühl, nur eher schleppend voran zu kommen und dabei kaum etwas neues oder spannendes erfahren zu haben.

In Bezug auf den Spannungsbogen war ich ehrlich gesagt auch ein wenig überrumpelt, wie schnell die Gewalt ausgeartet ist und dabei zeitweise auch wirklich überhand genommen hat. Brutalität als Stilmittel sehe ich ohnehin schon eher kritisch, in diesem Fall hatte ich aber den Eindruck, dass dieser Einsatz vor allem Entsetzen hervorrufen sollte und weder einen übergeordneten Sinn hatte, noch als Stilmittel fungieren sollte.

Auch mit den Figuren bin ich ehrlich gesagt nicht so wirklich warm geworden, was meiner Meinung nach vor allem an den extrem langen Kapiteln und den eher schleppenden Beschreibungen lag. Die Gespräche zwischen den Protagonisten kamen zwar definitiv nicht zu kurz, der Funken wollte bei mir aber leider irgendwie nicht so wirklich überspringen. Vom Konzept her fand ich die Konstellation der beiden aber durchaus interessant, da hier zumindest eine solide Erklärung für den Trope Enemies to Lovers geliefert wird und ich daher immerhin auf rein logischer Ebene eine gewisse Authentizität wahrgenommen habe. Hätte das dann auch für die Beziehung zwischen den beiden gegolten, wäre ich sicherlich etwas begeisterter von diesem Buch gewesen, so musste ich mich aber leider eher ein wenig bis zum Ende durchkämpfen.

Trotz meiner Probleme mit der Geschichte fand ich die Idee an sich allerdings unglaublich spannend und habe Potenzial gesehen, was mich durchaus optimistisch stimmt. Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Blick behalten, diese Reihe war für mich aber leider eher ein Fehlgriff, weshalb ich Band zwei eher nicht auf meine Leseliste setzen werde.


Fazit
Auch wenn die Idee der Geschichte an sich wirklich spannend klang, hat mich die Umsetzung leider eher nicht überzeugen können. Figuren und Spannungsbogen hatten dabei definitiv Potenzial, welches in meinen Augen dann aber nicht zur Gänze ausgeschöpft wurde und meinem Lesespaß daher trotz aller Bemühungen einfach nicht zuträglich war.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2025

Nette Idee mit eher schwacher Umsetzung

Koch mich! Bergstraße - Mit dem Lieblingsrezept von Ingrid Noll - Kochbuch
0

Meine Meinung
Auch wenn ich zugegebenermaßen keine Expertin für südhessische oder nordbadische Küche bin, fand ich die Idee zu diesem Kochbuch auf jeden Fall ziemlich interessant. Die Kombination aus Rezepten ...

Meine Meinung
Auch wenn ich zugegebenermaßen keine Expertin für südhessische oder nordbadische Küche bin, fand ich die Idee zu diesem Kochbuch auf jeden Fall ziemlich interessant. Die Kombination aus Rezepten und Lokalbezug hat mich dabei definitiv neugierig gemacht, da ich mir das Konzept an sich durchaus auch für andere Regionen hätte anschauen wollen, um ein wenig mehr Abwechslung in meine Küche zu bringen.

So richtig überzeugen konnte mich dieses Kochbuch dann allerdings nicht, was für mich einfach vor allem an der Ansammlung vieler Kleinigkeiten lag, die meinen Gesamteindruck schlussendlich gedrückt haben.

Was Anekdoten und Bilder aus der Region angeht, hat das Buch auf jeden Fall meine Erwartungen erfüllt. Man erfährt einiges über die lokalen Besonderheiten, gewinnt Impressionen der Region (auch wenn diese in schwarz-weiß gehalten sind) und hat darüber hinaus die Möglichkeit, die Rezepte individuell zu bewerten bzw. nach Belieben eigene Rezepte und Notizen festzuhalten. Als Konzept hat mir das an sich gut gefallen, da man das Kochbuch so nicht nur zum stumpfen Kochen benutzen kann.

In Hinblick auf die Rezepte war ich dann aber ganz ehrlich eher enttäuscht, da man als Leser in diesem Punkt nicht nur vollkommen auf Bilder verzichten muss, sondern auch bei den Erklärungen zu den jeweiligen Lokalbezügen nicht immer abgeholt wird. Die ein oder andere Geschichte zu den Gerichten fand ich schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen, und auch unter den Namen konnte ich mir nicht immer etwas vorstellen. Mit einigen Bildern hätte ich das Gesamtkonzept vielleicht ein wenig besser gefunden, so hatte ich aber das Gefühl, beim Lesen und Nachkochen immer ein Stück weit raten zu müssen, was mir die kulinarische Reise ehrlich gesagt etwas vermiest hat.


Fazit
Die Idee zu diesem Kochbuch fand ich auf jeden Fall interessant, die Umsetzung hat meine Erwartungen aber ehrlich gesagt nicht erfüllen können. Statt einem Malen-nach-Zahlen hätte ich mir definitiv eher ein paar Bilder der fertigen Gerichte zur Orientierung gewünscht, da ich so ganz ehrlich lieber in den Urlaub fahren würde, um die lokale Küche zu entdecken und eher nicht noch einmal zu diesem Kochbuch greifen würde.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 10.02.2025

Eine wirklich enttäuschende Auflösung

4 Nächte - Fürchte die Dunkelheit
0

Worum geht’s?
Anwalt Marc ist mehr als nur überrascht, als er gemeinsam mit seinem älteren Bruder und einigen Kollegen zu einem Survival-Camp mitten im Wald geschickt wird. Zwischen Teambuilding und Burn-Out-Prävention ...

Worum geht’s?
Anwalt Marc ist mehr als nur überrascht, als er gemeinsam mit seinem älteren Bruder und einigen Kollegen zu einem Survival-Camp mitten im Wald geschickt wird. Zwischen Teambuilding und Burn-Out-Prävention kommt es jedoch schnell zu mysteriösen Vorfällen – und als die erste Leiche gefunden wird, muss sich nicht nur Marc fragen, wer da eventuell noch so alles im Wald unterwegs ist.


Meine Meinung
An dieses Buch hatte ich tatsächlich relativ hohe Erwartungen, was nicht nur daran lag, dass die Geschichte sehr spannend klang, sondern auch daran, dass meine von Büchern nur eher schwer zu begeisternde Schwester den Autor wirklich gut fand. Die Umsetzung hat mich dann aber leider enttäuscht, auch wenn ich beim Lesen definitiv keine Langeweile hatte.

Das Setting an sich fand ich zunächst sehr spannend, da ich Geschichten mit „zivilisationsfernen“ Handlungsorten und den damit einhergehenden besonderen Gegebenheiten in letzter Zeit unglaublich gerne lese.

Bereits von den Figuren war ich dann leider schon nicht mehr überzeugt, was ich allerdings beim Lesen tatsächlich überraschend gut ausblenden konnte. Leider waren weder Protagonist Marc, noch sein Bruder Jens für mich irgendwie greifbar, da ihnen meiner Meinung nach konkrete Charaktereigenschaften gefehlt haben und ich ihr Handeln auch vor den Hintergründen der Geschichte mitunter einfach nicht nachvollziehen konnte. Darüber hinaus haben beide dezent manisch auf mich gewirkt, was man bei Marc ja noch halbwegs nachvollziehen konnte, das Verhalten von Jens konnte ich aber bis zum Schluss einfach nicht logisch erklären.

Der Spannungsbogen und die eingesetzten Effekte haben bei mir interessanterweise trotzdem ihr Ziel erreicht, denn beim Lesen kam bei mir trotz der teils unlogisch handelnden und seltsam wirkenden Figuren keine Langeweile auf und ich hatte auch nicht das Bedürfnis, das Buch abzubrechen. Insbesondere vor diesem Hintergrund kann ich daher über das Ende leider nur den Kopf schütteln, da ich die Zusammenhänge als ziemlich an den Haaren herbeigezogen empfunden habe und definitiv nicht den Eindruck hatte, dass diese Auflösung der aufgebauten Spannung gerecht werden konnte.


Fazit
Meine Erwartungen an diese Geschichte konnten leider nicht erfüllt werden, wobei mir das Ende als besonders enttäuschend in Erinnerung geblieben ist. Während des Lesens wollte ich zwar immer wissen, wer oder was hinter den Ereignissen im Wald steckt, da ich über die Auflösung dann allerdings nur den Kopf schütteln konnte, wende ich mich in Zukunft lieber anderen Büchern zu.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2025

Eine spannende Idee mit verschenktem Potenzial

Anna O.
0

Worum geht’s?
Dr. Benedict Prince steht vor dem spannendsten Fall seiner Karriere, als er mit der Betreuung der Komapatientin Anna Ogilvy beauftragt wird. Anna befindet sich seit vier Jahren in einem komatösen ...

Worum geht’s?
Dr. Benedict Prince steht vor dem spannendsten Fall seiner Karriere, als er mit der Betreuung der Komapatientin Anna Ogilvy beauftragt wird. Anna befindet sich seit vier Jahren in einem komatösen Zustand, seit genau der Nacht, in der sie blutüberströmt neben zwei Leichen gefunden wurde. Als Hauptverdächtige in diesem Mordfall wäre ihre Aussage von extremer Wichtigkeit, doch abgesehen von Benedict glaubt niemand daran, dass Anna aufwachen könnte – und dass sie vielleicht doch nicht die einzige Verdächtige ist, wie Polizei und Öffentlichkeit so gerne glauben wollen.


Meine Meinung
Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, war ich mir selbst als eingefleischter Krimi- und Thrillerfan nicht ganz sicher, was ich von diesem Buch eigentlich halten soll. Die Idee und insbesondere das Schlafthema fand ich aber trotzdem sehr spannend, weshalb die Geschichte dann doch recht schnell auf meiner Wunschliste gelandet ist.

Das Hörbuch an sich hat mir dann auch recht gut gefallen, ich bin schnell in die Handlung reingekommen und hatte beim Zuhören keine Probleme damit, der Geschichte zu folgen. Was ich dann allerdings bei aller Spannung durchaus ein wenig schade fand, war die Oberflächlichkeit, mit der die Geschichte erzählt wurde. Obwohl die Zeitspanne eigentlich recht lang ist, hatte ich nicht das Gefühl, die Figuren wirklich kennenzulernen, da es immer wieder relativ große Sprünge gab, deren Inhalt allerdings völlig unerwähnt geblieben ist.

Insbesondere während der Rückblenden wurde meiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt, da ja eigentlich genau diese das wirklich Spannende an der Geschichte waren. Trotz der kurzen Episoden aus der Tatnacht konnte sich der Spannungsbogen in meinen Augen aber einfach nicht konstant auf einem hohen Niveau halten, was für mich beim Zuhören leider eine ziemliche Berg-und-Tal-Fahrt ergeben hat.

Was ich schlussendlich dann allerdings richtig seltsam fand, war die Auflösung der Geschichte. Einerseits ist es ja eigentlich ein ziemlich gutes Zeichen, wenn man als Leser bzw. Hörer erst zum Schluss darauf kommt, wer denn nun tatsächlich ein Antagonist, ein Täter oder ein Lügner ist. In diesem Fall kam mir die Auflösung aber sehr an den Haaren herbeigezogen vor, zumal die Figur vorher eigentlich keine Rolle für die Geschichte gespielt hat und daher bei mir den Eindruck erweckt hat, als wäre diese schlussendliche Wendung aus der Not heraus geboren worden und nicht das Ergebnis eines sorgfältig ausgearbeiteten Spannungsbogens.


Fazit
Ich persönlich fand die Geschichte an sich durchaus spannend erzählt und hatte beim Zuhören definitiv keine Langeweile. Die Auflösung kam mir dann aber fast schon absurd vor, was sicherlich nicht der Fall gewesen wäre, wenn die Antagonistenfigur nicht praktisch aus dem Nichts heraus als Antagonist offenbart worden wäre.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere