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Veröffentlicht am 23.02.2025

Spannende Unterhaltung.

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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„Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.“ ist ein Young-Adult-Crime mit Mystery-Charme, True-Crime-Vibes und dem Setting eines Horrorhotels.

Aus gesundheitlichen Gründen ist Robyn Jackson an ihre Wohnung ...

„Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.“ ist ein Young-Adult-Crime mit Mystery-Charme, True-Crime-Vibes und dem Setting eines Horrorhotels.

Aus gesundheitlichen Gründen ist Robyn Jackson an ihre Wohnung gefesselt, die gegenüber des berüchtigten Hotel Ambrosias liegt. Als Fan von True-Crime und mit dem Wunsch, eines Tages selbst einen Cold-Case zu lüften, zieht das Gebäude auf der anderen Seite sie in ihren Bann. Als sie einer Podcasterin versichert, dass im Ambrosia echte Verbrechen vor sich gehen und sich diesen persönlich annehmen möchte, ist sie auf Hilfe angewiesen. Und diese bekommt sie durch einen Straßenjungen. Denn die 17-Jährige ist überzeugt davon , tatsächlich eine Entführung mit angesehen zu haben. Und das Opfer war keine Fremde …

Zwar wird die Story aus der Sicht von Robyn geschildert, die aufgrund von Medikamenten mal mehr, mal weniger vertrauensvoll ist, jedoch nutzt Katie Kento E-Mails, Skizzen und Chat-Ausschnitte sowie Telefon- und Gedächtnisprotokolle, um ihrer Geschichte noch mehr Griffigkeit und Authentizität zu verleihen.
Zu Beginn lernen wir erstmal die Teenagerin, ihre Lebensumstände und die Erkrankung, die sie offensichtlich nicht nur körperlich sondern auch psychisch beeinträchtigt, kennen. Robyns Kampf wurde mit viel Gefühl beschrieben, Spurensuche und Recherche lassen öfter die Frage aufkommen, was real ist, was Fiktion. Kento baut langsam eine einnehmende Spannung auf, welche von einer bedrohlichen, dichten Atmosphäre ummantelt wird.
Ahnungen werden geschürt und widerlegt, Verstrickungen neu geknüpft und Puzzleteile fügen sich nach und nach zusammen. Kurz: die Autorin hält konstant Neugier und Interesse aufrecht, wenn auch nicht alles zu 100 % realistisch und nachvollziehbar schien.
Zwar schwang im Stil eine gewisse Distanz mit und der selbsternannten Ermittlerin haftete ein Mix aus Naivität, Unnahbarkeit und Sturheit an, jedoch vergingen die Kapitel durch einen lockeren, leichten Ton rasend schnell, bis zum großen, überraschenden Finale.

Fazit: „Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.“ ist ein Jungend-Krimi, der auch älteren LeserInnen spannende, aufregende Stunden und so manch Gänsehautmoment beschert.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Tolle Fortsetzung, die Überraschungen bereithält und gespannt auf das Finale warten lässt.

Dragon Games - Flügel aus Stahl
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„Fluegel aus Stahl“ ist der langersehnte zweite Band der Fantasy-Serie „Dragon Games“ –
Knapp sieben Monate sind vergangen, seit Victoria Black ihr Geheimnis offenbarte und vornehmlich dazu beitrug, die ...

„Fluegel aus Stahl“ ist der langersehnte zweite Band der Fantasy-Serie „Dragon Games“ –
Knapp sieben Monate sind vergangen, seit Victoria Black ihr Geheimnis offenbarte und vornehmlich dazu beitrug, die Attentäter, die es auf Drachenritter abgesehen hatten, zu stoppen. Zwar ist Callum noch immer flüchtig und das drohende Unheil, welches Robert Moore prophezeite, unvergessen, doch an der Seite von Sir James und als die erste offizielle Drachenritterin lebt Vic in annehmlichen Verhältnissen. Alles könnte so schön sein, wären da nicht die veralteten, patriarchalischen Strukturen, engstirnige reiche Männer und die neuen Aufgaben ihres Geliebten. Denn statt mit Onyx, Vic und Daireann durch die Lüfte zu gleiten, verbringt dieser den Großteil des Tages in den Fabriken, mit Verhandlungen und politischen Debatten. Sein Vorhaben, aktiv für die dringend benötigten Veränderungen in den Minen und Armenvierteln einzutreten, scheint vergessen – im Gegensatz zu Kriegsbesprechungen. Dieser Umstand lastet schwer auf der Beziehung. Und dann verschwinden auch noch immer häufiger Drachen …

Zuerst möchte ich auf die am Beginn zu findende Zusammenfassung inkl. des Personenverzeichnisses hinweisen. Dies erleichtert den Einstieg und ist bei Serien unglaublich hilfreich.
Spielte sich der Auftakt der Trilogie im staubigen Ferridum ab, (ent)führt die Autorin ihre taffe Protagonistin nun hinter das Kulethische Meer, auf den verloren geglaubten Teil der Welt. Látaiea steht im starken Kontrast zu dem, was Victoria kennt – es grünt und blüht. Die Menschen leben minimalistisch, im Einklang mit der Natur und ihresgleichen, sind frei. Genau wie die Drachen. Und doch wird ihr Dasein immer stärker von dem rigorosen, ausbeuterischen Verhalten des Stahlimperiums, der wachsenden Industrie und dem steigenden Kohleabbau beeinflusst: Hitze, Ascheregen und Stürme sind nur einige der Auswirkungen, denen das vergessene Volk ausgesetzt ist. Doch nicht nur die Natur, sondern auch die geflügelten Wesen leiden …
Ein Wandel muss her – wenn auch mit Gewalt.
Mittendrin Vic. Doch auf welcher Seite wird sie kämpfen?

Den Hauptteil des Geschehens verfolgen wir aus der Perspektive der Drachenritterin, die von all den Enthüllungen und Wundern überrumpelt ist, jedoch zusehends stärker an dem, was sie kennt, an den altbackenen Strukturen, zweifelt. War ihre Abscheu gegenüber dem System, in dem sie aufwuchs, von Anfang an greifbar und ihr das Leben, das sie an der Seite von James führt, zuwider, so wird sie nun mit dem Ausmaß der Zerstörung konfrontiert, muss sich mit unleugbaren Tatsachen und dem Wanken ihrer Loyalität auseinandersetzen. Dass dieser Kontinent einige Gefahren zu bieten hat und nur wenige BewohnerInnen von Látaiea einer potenziellen Feindin aufgeschlossen gegenüberstehen, erfährt Vic rasch am eigenen Leib. Wenig hilfreich, bei all dem Chaos, das in ihr tobt, ist ihr widersprüchlicher, ruppiger Entführer. Zwar rettet Kill ihr mehrfach das Leben, weiht sie in Religion und Regeln seiner Heimat, in Geheimnisse und Schlachtpläne ein … doch Victoria zweifelt nicht, dass sich der Krieger ihrer jederzeit entledigen würde, sollte sie den Clans bei ihrem Ziel in die Quere kommen.
In deutlich weniger Kapiteln begleiten wir James, der aus purer Verzweiflung bereit ist, nicht nur auf Schlaf und sein Erbe zu verzichten … Aber wie soll er ohne Unterstützung Lady Victoria finden, wenn die Spur ins Nichts weist und allseits von Krieg geflüstert wird? Wo lauert die wahre Bedrohung?

Mit dem Settingwechsel und den neuen Gegebenheiten überrascht die Autorin ebenso sehr wie mit Twists und der Fülle an frischen Eindrücken und interessanten Entwicklungen. Der Verlauf ist angefüllt mit Humor und viel Gefühl, mit ereignisreichen, bedrohlichen und rasanten Szenen, wenn ich auch weniger Aufregung und Spannung als im Vorgänger empfand. Auch fehlte es mir öfter an Ernsthaftigkeit in Vics Ton und Verhalten – nichtsdestotrotz handelt die Drachenritterin selbstlos, mit dem Ziel, das Richtige zu tun und zu helfen.
Ursas Stil ist wie gewohnt detailliert und verständlich, Wesen und Charaktere wurden lebendig, die Storyline logisch und die Probleme nachvollziehbar gezeichnet. Für Abwechslung sorgen Látaieas Gefahren und der originelle, mystische Glaube, Victorias inneres Straucheln und die Vielzahl realitätsnaher, kritischer Gedanken. Wie Jaumann in ihrem Fantasy-Roman die (unsere) Ausbeutung von Flora und Fauna sowie die verheerenden Auswirkungen aufgriff, hat es mir ebenso angetan wie die wundervollen Drachen und Killian, der eine frische, prickelnde Komponente in die Dynamik des romantischen Strangs, der sich mMn nicht in den Vordergrund drängt, bringt.
Am Ende wartet ein Cliffhanger, der uns atemlos zurück- und das Finale herbeisehnen lässt.

Wärst du bereit, alles zu verraten, was du kennst, woran du glaubst und was du liebst, um zu retten, was wirklich zählt?
Würdest du eine blutige Schneise durch die Welt schlagen – um für das Richtige zu kämpfen?

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Kampf auf Leben und Tod.

Revenant Games – Spiel auf Leben und Tod
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Hexen, Vampire, ein tödlicher Wettkampf – „Revenant Games“ war ein Muss für mich.

Um Emersons Leben zu retten, nicht auch noch die letzte Konstante zu verlieren, tritt Bly bei den gefürchteten »Revenant ...

Hexen, Vampire, ein tödlicher Wettkampf – „Revenant Games“ war ein Muss für mich.

Um Emersons Leben zu retten, nicht auch noch die letzte Konstante zu verlieren, tritt Bly bei den gefürchteten »Revenant Games« an. Ein Spiel auf Leben und Tod. Bly will siegen, koste es, was es wolle.
Doch trotz ihrer Entschlossenheit, aller Kälte, trotz des Kampfes, der auf sie wartet, ist es gerade ein Vampir, ein Gegner, der Bly aus dem Konzept bringt und zur größten Herausforderung wird …

Margie Fustons Idee ist nicht komplett neu, jedoch bringt die Autorin frische Elemente und interessante Facetten mit. Zum einen wären da zwei Gruppierungen übernatürlicher Wesen, die beide als Ganzes bösartig sind, die Menschen ausbeuten, über sie herrschen und die einzig ein fragiles, halbgares Abkommen daran hindert, sich gegenseitig abzuschlachten.
Ein wankelmütiger Frieden.
Zum anderen zieht die Autorin eine junge Frau in den Fokus, die weit weg von „strahlend“ und „heldenhaft“ ist. Dafür umso verzweifelter, einsam und von quälender Schuld zerfressen.

War die Entwicklung, die die Freundschaft von Emerson und Bly nimmt, bereits im ersten Kapitel vorhersehbar, kam mit Kerrigan und allem, was er auslöst, was er preisgibt, ein aufgeregtes Kribbeln in die Story. Nicht gänzlich durchschaubar, dafür umso spannender.
Dass sich dem Zweiergespann zuvor neben einer Hexe auch ein skrupelloses Geschwisterpaar anschließt, gab dem Ganzen weitere unberechenbare Komponenten. Denn ist einer Hexe und ausgehungerten, gnadenlosen TeilnehmerInnen wirklich zu trauen? Wer hält sich letztlich an Pläne und Abmachungen und wer spielt ein eigenes Spiel?
Während sich die Truppe erst nach Vagaris und dann nach Havenwhile durchschlägt, werden die einen oder anderen Geheimnisse und Zusammenhänge offenbart, manche so überraschend, dass der Verlauf eine neue Richtung einschlägt.

Ergreifenden, malerischen Schilderungen von Gefühlen und Empfindungen zum Trotz bewegen wir uns stilistisch auf einer recht einfachen und leicht verständlichen Ebene, der ein wenig mehr Anspruch und Raffinesse nicht geschadet hätte, um den Ernst zu unterstreichen und die Dramatik passend(er) zu inszenieren. Inhaltliche Wiederholungen, etliche Längen sowie ausschweifende, sich um sich selbst drehende Überlegungen kamen diesem Ton auch nicht zugute.
Bly wirkt sensibel und gewissermaßen selbstlos, begibt sie sich doch auf dieses perfide Spielfeld, um die Menschen zu retten, die sie liebt, doch im Verlauf lernen wir eine Seite kennen, die, beachtet man ihre Welt, viel besser passt: manipulativ, trickreich und bereit, andere zu opfern. Hier und da fehlte es mir jedoch an ausreichend Tiefe und Raum, um Beweggründe und Reaktionen nachvollziehen zu können, sodass der Eindruck von „Sprunghaftigkeit“ und spröder Entschlossenheit entsteht. Die drohenden Gefahren, die zu erwarten wären, die eigentliche „Mission“, rücken mehrfach in den Hintergrund, denn selbst in brenzligen Situationen kreisten ihre Gedanken um Irrelevantes. Ebenso blieb das Worldbuilding auf der Strecke, wenn auch eine vorsichtsheischende Atmosphäre das Geschehen begleitete. Dafür wurden einige der Vampire und Hexen, denen wir begegnen, mit charakterlichen Zügen bestückt, die (teilweise) vom Bekannten und Vermuteten abweichen. Es war definitiv schwer, hinter aufgesetzte Freundlichkeit und herablassende Überlegenheit zu blicken.
Bis zum Schluss war Emerson für mich übrigens niemand, dem ich sonderlich viel Respekt oder Anerkennung entgegenbringen konnte. Hoffen wir mal, dass er noch eine Chance bekommt, seinen Mann zu stehen.

Kerrigan, ein wichtiger Bestandteil der Storyline, ist für die LeserInnen genauso interessant und undurchsichtig, dadurch so reizvoll wie für Bly. Es machte Spaß, sorgte hier und da für Abwechslung und Funken, die beiden zusammen zu erleben. Jedoch sollten wir niemandem vertrauen… Ein Fehler und alles wäre vorbei …

„Revenant Games“ hält die eine oder andere Wendung, leise Spannung und ein ausgewogenes Tempo bereit, zudem unberechenbare Situationen, Blut und emotionale Augenblicke. Ich wäre bereit für Band zwei.

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Veröffentlicht am 14.12.2024

Guter Auftakt.

Der Fluch der Goldenen Fee
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Eigentlich will Nola nur übers Wochenende ihre Familie besuchen, doch recht schnell entwickelt sich dieser Ausflug zu einem spektakulären und alles verändernden Abenteuer.
Um ihre Liebe vor dem König zu ...

Eigentlich will Nola nur übers Wochenende ihre Familie besuchen, doch recht schnell entwickelt sich dieser Ausflug zu einem spektakulären und alles verändernden Abenteuer.
Um ihre Liebe vor dem König zu beweisen, tritt Mevia mit ihrem adeligen Auserwählten über die Grenze. Hinein nach Eldasien, jenem Reich, aus dem die Elfen vor fünf Jahrzehnten flohen, als ihnen ein Fluch ihre magischen Kräfte samt ihrer Flügel nahm. Heute lauern dort Bestien – von Mantikoren über Sirenen bis hin zu Zyklopen und Augengeiern – und nur ausgebildete Krieger der königlichen Garde wagen sich in die einstige Heimat, um die Goldene Fee zu finden.
Egal welche Bedrohungen hinter der Grenze lauern, Nola ist fest entschlossen, ihre Schwester zu retten – selbst wenn sie nur den Dolch ihrer Großmutter als Waffe bei sich trägt. Doch zuerst muss die junge Frau, die ihren Wohnort nach Rom, weit weg von ihrer Vergangenheit, verlegt hat, selbst gerettet werden. Leider eilt ihr gerade Tiago zur Hilfe. Der Mann, den sie nie wieder in ihrer Nähe haben wollte; so lange Zeit vehement gemieden hat, um den Schmerz zu vergessen. Doch um zu überleben, bleibt ihr keine andere Wahl. ...

Karola Löwenstein schuf mit „𝐃𝐞𝐫 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐫 𝐆𝐨𝐥𝐝𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐅𝐞𝐞“ eine magische Geschichte, die uns nicht nur in eine gleichermaßen gefährliche wie aufregende Welt entführt, sondern auch mit aufgeworfenen Fragen das Interesse oben hält. Denn was brachte eine erhabene Fee dazu, die Elfischen mit solch grausamen Fluch zu belegen? Und warum hat es in 50 Jahren keiner der Krieger jemals in ihr Schloss geschafft? Was verschweigt der König – hat Eldasien doch weitaus mehr zu bieten als nur hungrige Monster?

Es war unterhaltsam und oft auch spannend, das verlorene Land zu erkunden, verschwunden geglaubten Gestalten zu begegnen und überrascht zu werden. Der Stil der Autorin ist recht einfach gehalten, manches Mal gab es Wortwiederholungen, während ich hier und da Dialoge als etwas zu gestellt, jedoch durchweg locker empfand. Nichtsdestotrotz war die Storyline bildlich ausgearbeitet und gut zu verfolgen, Nolas Gedanken sowie ihre Reaktionen durchdacht. Ihr Durchsetzungsvermögen zeugt von einer starken Persönlichkeit, wenn sich diese auch später durch romantische Empfindungen abschwächt.
Neben Tiago, der aufgrund seiner bevormundenden Art für mich kein optimaler Loveinterest ist, ist Neregir ein wichtiger – amüsanter – Bestandteil der Handlung – zwar definitiv kein neues, aber ein originelles Element –, trägt er doch mit Know-how und hilfreichen Ratschlägen zum Zurechtfinden und Überleben in Eldasien bei. Außerdem präsent integriert und essenziell für die nachfolgende Mission, wenn man der Prophezeiung der Sirenen Glauben schenken kann, sind Mevia, Lirion und Eron. Letzteren haftete bis zum Schluss eine unnahbare Note an.

Insgesamt spart Karola weder an fantastischen Wesen – bekannt sowie frisch erdacht – noch an Geheimnissen, Gefühl oder Tempo, bis Band 1 der Trilogie „𝐃𝐞𝐫 𝐙𝐚𝐮𝐛𝐞𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐥𝐝𝐚𝐬𝐢𝐞𝐧“ mit einer packenden Wendung und einer unglaublichen Offenbarung endet. Doch kann Nola mit ihrer Entdeckung etwas ändern oder sind das wundersame Land, Tiago und all die Magie verloren?

Anm.: Die Hardcover-Ausgabe ist wunderschön anzusehen und auch im Inneren sorgfältig aufgemacht.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Nicht nur für Fans von Romeo & Julia.

Rosaline
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Wer kennt sie nicht? „Romeo und Julia“: Eine der bekanntesten und größten Tragödien aller Zeiten.

Natasha Solomon gibt dieser vermeintlich aufopferungsvollen Liebesgeschichte nun durch Rosaline, der ...

Wer kennt sie nicht? „Romeo und Julia“: Eine der bekanntesten und größten Tragödien aller Zeiten.

Natasha Solomon gibt dieser vermeintlich aufopferungsvollen Liebesgeschichte nun durch Rosaline, der untergegangenen Geliebten, einen neuen, frischen und kritischeren Blickwinkel. Diese Interpretation spielt sich in zwei Wochen ab, und hält trotz der Kürze interessante, überraschende und starke Entwicklungen bereit.

Obwohl Ton und Ausdruck passend für die Zeit der Renaissance sind, ursprüngliche Elemente erhalten blieben, gewissermaßen ein warmes, italienisches Flair die Storyline begleitet, war der Stil der Autorin leicht(er) und modern(er) zu lesen und zu verstehen, die Atmosphäre vorsichtheischend, melancholisch und schwer. Gerade Rosalines Wesen, die kämpferisch wirkt, weder in das patriarchalische System passt noch passen will und sich nicht in den gesponnenen Intrigen oder der Falschheit von Romeo verstricken lässt, gibt dem Verlauf rege Auftrieb. Es war leicht, sich in die Protagonistin zu versetzen, ihre Gedanken, Ängste und Intentionen zu verstehen, mitzufühlen. Das damals vorherrschende Rollenbild der Frau, Konventionen und gesellschaftliche Erwartungen bis hin zu Hierarchien wurden kraftvoll herausgearbeitet. Solomon gibt zudem den bekannteren Figuren neue Züge: So wirken weder Julia noch Romeo unschuldig und sanft. Dies verleiht der Handlung eine unterschwellige Spannung, während Rosalines zerbröselnde Hoffnung, durch ihren Romeo Autonomie zu erlangen, für Dramatik sorgt. Anfallende Entscheidungen und Reaktionen? Nicht vorhersehbar. Und doch findet dieser Roman ein passendes Ende.

Außerdem gelang es Natasha Solomon mit dieser Neuerzählung eine ungesunde, toxische Liebe zu entklären – und damit einen angemessenen Roman für die heutige, kritische Zeit zu kreieren, in der immer mehr Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Partnerschaften auf Augenhöhe vorherrschen.

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