eher Kurzgeschichte als Roman
Der Tag, an dem ich meinen toten Mann trafDer Roman wurde von einem Schriftstellerduo geschrieben, allerdings so einheitlich im Textfluss, dass man dies beim Lesen nicht bemerkt. Inhaltlich kommen einige interessante Gedankengänge vor, indem sich ...
Der Roman wurde von einem Schriftstellerduo geschrieben, allerdings so einheitlich im Textfluss, dass man dies beim Lesen nicht bemerkt. Inhaltlich kommen einige interessante Gedankengänge vor, indem sich Helene über den mysteriösen Tod ihres Mannes, über ihre Vergangenheit, Zukunft und das Stemmen des Alltages mit Beruf und drei Kindern in der aktuellen Lage macht. Manchmal schweift mir Helene gedanklich zu sprunghaft ab in ihre Anfangszeit mit Robert oder auch Situationen mit Michael waren mir zu ausführlich, dafür aktuellere Geschehnisse wieder zu kurz gegriffen. Der Roman ist mit 160 Seiten etwas kurz, sodass man sich schnell einfinden und mit den Charakteren vertraut werden muss, das Aufbauen einer tiefgreifenden Geschichte ist kaum möglich. Der Roman ist auch abrupt zu Ende und lässt die Hauptfrage komplett offen. Ich hätte mich über eine ausführlichere Behandlung des Themas gefreut, mit tiefgreifenderen Fragen, aber in diesem Fall wirkt der Roman eher wie eine Kurzgeschichte.