Große Leseempfehlung für diesen emotionalen Roman
Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der SeeschwalbenAnna steht mitten im Leben, ist Journalistin und reist für ein wichtiges Interview nach Sylt, muss dort jedoch feststellen, dass ihre Interviewpartnerin verschollen ist. Nur deren Tochter Elisa ist da, ...
Anna steht mitten im Leben, ist Journalistin und reist für ein wichtiges Interview nach Sylt, muss dort jedoch feststellen, dass ihre Interviewpartnerin verschollen ist. Nur deren Tochter Elisa ist da, aber auch sie weiß nicht, wo sich ihre Mutter Fenja aufhält. Während die beiden ungleichen Frauen sich immer mehr fragen, wo Fenja sein könnte, kommen sie auf Grund eines Unwetters einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur. Ein Geheimnis, dass Glück zerstört hat und Leben zerbrechen ließ.
Zwei Geschichten in einer, zwei Zeitebenen, unfassbar tragische Geheimnisse, viele Leben, die im Damals und Heute miteinander verwoben sind.
Gabriella Engelmanns neues Buch hat mich in den letzten Stunden begleitet und lässt mich sicher eine lange Weile nicht mehr los, denn Annas und Lenes Geschichten sind schlicht und ergreifend einfach faszinierend und voller Gefühl.
Mit einer wundervollen Leichtigkeit, geradezu poetischen Beschreibungen und gleichzeitig mit so viel Intensität kommen die Protagonistinnen einem Geheimnis auf die Spur, dass die Leben von Fenja und ihren Kindern vollständig verändern wird. Ein Geheimnis, dass während des Nationalsozialismus mit Lene begann und bis Anna heute kam, eines geblieben ist.
Diese Geschichte ist voller Liebe, Schmerz, Verrat und natürlich Missverständnisse, die der Zeit geschuldet sind. Einer Zeit, die die Autorin in diesem Roman so authentisch dargestellt hat, dass ich beim Lesen immer wieder Gänsehaut bekam.
Und das Ende lässt mich hoffen, dass die Geschichte weitergeht, dass alle Geheimnisse, alle Beweggründe offengelegt werden. Dieses Ende ist zwar ein sehr würdiges für Anna und Fenja, aber gleichzeitig ist es eben auch Hoffnung auf mehr. Und auf dieses Mehr freue ich mich jetzt schon sehr.
Große Leseempfehlung für diesen emotionalen Roman.