Cover-Bild Dancing Queen
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 28.01.2025
  • ISBN: 9783446281820
Camila Fabbri

Dancing Queen

Roman
Susanne Lange (Übersetzer)

So witzig und abgeklärt wie Camila Fabbri hat noch niemand von der Orientierungslosigkeit der Millennials erzählt

Paulina wacht blutend und verwirrt in einem demolierten Auto auf, neben sich ein Mädchen, das sie nicht kennt. Hat sie einen Unfall gebaut? Nur langsam erinnert sie sich: an ihr Leben in Buenos Aires mit ihrem langweiligen Exfreund Felipe, an ihre exaltierte Kollegin Maite, die sie auf einen Roadtrip mitnahm, und an Lara, das junge Mädchen neben ihr, das Paulinas Leben vielleicht in neue Bahnen lenken kann.
Camila Fabbri erzählt lakonisch und rotzig vom Leben und den Sorgen junger Frauen in einer Gesellschaft, die sie mit einem Ablaufdatum versieht. In ihrem Schwanken zwischen Fragilität und Selbstbewusstsein, Desillusioniertheit und Hoffnung verkörpert Paulina das Lebensgefühl der Millennials.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2025

Klug

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In dem Buch „Dancing Queen“ von Camila Fabbri geht es um das Gefühl des Verlorenseins in den 30ern. Die Hauptperson Paulina wacht am Anfang des Buchs nach einem schweren Autounfall auf. In dieser Situation ...

In dem Buch „Dancing Queen“ von Camila Fabbri geht es um das Gefühl des Verlorenseins in den 30ern. Die Hauptperson Paulina wacht am Anfang des Buchs nach einem schweren Autounfall auf. In dieser Situation lässt sie die Geschehnisse der letzten Wochen Revue passieren. Es geht um ihren Exfreund, eine Freundin und ein 15jähriges Mädchen, das auch neben ihr im verunglückten Auto sitzt. Parallel zu den Kapiteln, die in der Vergangenheit spielen, werden die Geschehnisse vom Unfallort beschrieben.
Anhand des Lebens der Protagonistin werden in authentischer Weise Themen wie Kinderwunsch, biologische Uhr und Einsamkeit besprochen.

Mit klugen Beobachtungen beschreibt die Autorin der sich zurückgelassenen fühlenden Protagonistin, sodass man sich gut in sie hineinversetzen und sich mit ihr identifizieren kann.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Autorin nutzt kurze, prägnante Sätze, die das Buch schnell lesen lassen.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Ein Buch von Einsamkeit

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Ich bin begeistert von diesem Debüt-Roman der jungen argentinischen Autorin Camila Fabbri. Sie erzählt von Paulina, einer Mittdreißigerin, genauer: Paulina erzählt dem Leser, was sie sieht. Und was sie ...

Ich bin begeistert von diesem Debüt-Roman der jungen argentinischen Autorin Camila Fabbri. Sie erzählt von Paulina, einer Mittdreißigerin, genauer: Paulina erzählt dem Leser, was sie sieht. Und was sie sieht, ist traurig. Alle ihre Tage, ihre Beobachtungen sind gefärbt von Traurigkeit. Boshaft nennt man sie, aber es gibt eine, die ihre Bosheit meistens mag, und die wird ihre Freundin.
Beide Frauen unternehmen eine Reise zum alten Vater. Dort wendet sich etwas. Ein junges Mädchen braucht ihre Hilfe.
Die Autorin schuf viele wunderbare Sätze, die den Leser verharren und nachdenken und verstehen lassen. Neue Sätze, neue Bilder für Verwirrung und Verzweiflung, für Liebe und Verlust. Ganz stark.
Auch die Rahmenhandlung ist ein literarisches Kunststück. Wie aus der Zersplitterung des Lebens Schutz und Nähe erwachsen kann, das beschreibt dieser Roman.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Millenials

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Als Millennial habe ich mich sofort in Paulina wiedergefunden. Ihr innerer Zwiespalt zwischen Hoffnung und Desillusionierung, ihr Schwanken zwischen Stärke und Zerbrechlichkeit – all das wirkte unglaublich ...

Als Millennial habe ich mich sofort in Paulina wiedergefunden. Ihr innerer Zwiespalt zwischen Hoffnung und Desillusionierung, ihr Schwanken zwischen Stärke und Zerbrechlichkeit – all das wirkte unglaublich authentisch und hat mich sehr berührt. Camila Fabbris Schreibstil ist lakonisch, direkt und manchmal bewusst rotzig, was perfekt zur Geschichte und ihrer Atmosphäre passt.

Besonders spannend fand ich, wie die Autorin die Unsicherheiten und das Lebensgefühl einer Generation einfängt, die ständig mit gesellschaftlichen Erwartungen und dem Gefühl der eigenen Austauschbarkeit konfrontiert wird. Die Konstellation der Figuren – von der chaotischen Maite bis zur mysteriösen Lara – bringt zusätzlich viel Dynamik und Tiefe in die Erzählung.

Ein kleiner Wermutstropfen: Der Roman ist leider recht kurz geraten. Manche Entwicklungen hätten gerne noch etwas mehr Raum bekommen dürfen, gerade weil die Charaktere so viel Potenzial bieten. Trotzdem bleibt "Dancing Queen" ein intensives und sehr gelungenes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Einblicke in die Empfindungen einer Generation

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Das Buch erzählt etwas über Paulina, die Hauptprotagonistin und die gleichaltrige Maite. Im Grunde geht es im Buch um keine grosse Handlung, sondern eher um eine Momentaufnahme aus dem Leben von Paulina. ...

Das Buch erzählt etwas über Paulina, die Hauptprotagonistin und die gleichaltrige Maite. Im Grunde geht es im Buch um keine grosse Handlung, sondern eher um eine Momentaufnahme aus dem Leben von Paulina. Zwischen den Zeilen kann man aber wunderbar lesen, mit welchen Problemen die jungen Frauen wirklich kämpfen - äusserliche Gleichgültigkeit, innerliche Einsamkeit, Verlust- und Bindungsängste, Überdruss, Orientierungslosigkeit und Unerfülltheit. Auch die Angst vor der ablaufenden biologischen Uhr wird thematisiert.
Der Schreibstil ist passend zur Handlung mit einer "Mir-doch-egal (oder doch nicht)"-Haltung. Die Länge des Buches fand ich ideal.
Ich hatte anfangs etwas Mühe, mich in das Buch hineinzufinden, auch wegen der Zeitsprüngen in den einzelnen Kapiteln. Dennoch war es leichte, angenehme Lesekost für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Im Inneren und außen eine stille Einöde

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Die Mittdreißigerin Paulina kommt erheblich verletzt in ihrem völlig zerstörten Auto wieder zu sich, neben sich ein unbekanntes, etwa 15jähriges Mädchen. Sie ist zunächst völlig orientierungslos und kann ...

Die Mittdreißigerin Paulina kommt erheblich verletzt in ihrem völlig zerstörten Auto wieder zu sich, neben sich ein unbekanntes, etwa 15jähriges Mädchen. Sie ist zunächst völlig orientierungslos und kann sich an nichts erinnern. Dann lesen wir Episoden aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart. Da gibt es den Ex-Freund Felipe, der nie an einer festen Bindung interessiert war, den Mischlingshund Gallardo, den Felipe ihr überlassen hat und ihre Arbeitskollegin Maite, die so etwas wie eine Freundin für sie ist. Auch Maite hat die Liebe ihres Lebens noch nicht gefunden und ist ständig auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten. Eines Tages fahren die beiden Frauen aufs Land, um Maites alten Vater zu besuchen. Bei der Gelegenheit lernen sie bei ihrer Geburtstagsfeier die 15jährige Lara kennen, die Paulina bittet, sie mit nach Buenos Aires zu nehmen. Auf der Rückfahrt passiert der Unfall, mit dem der Roman beginnt.
Das Buch bietet keine zusammenhängend erzählte Geschichte, sondern lediglich zahlreiche Fragmente mit Zeitsprüngen, die dem Leser die Orientierung nicht leichtmachen. Paulina ist eine Frau, die den Bezug zur realen Welt weitgehend verloren hat. In Gesprächen gibt sie wenig von sich preis, beantwortet auch einfache Fragen häufig mit „weder noch“ und ist einsam und traurig. Am Ende könnte die Begegnung mit der jungen Lara einen Neuanfang bedeuten, denn Paulina nimmt an sich das Helfersyndrom wahr und will sich um das Mädchen kümmern.
Mir hat der kurze Roman nach einer gewissen Eingewöhnungszeit auch sprachlich gefallen, und ich habe mich gern auf dieses Experiment eingelassen.