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Veröffentlicht am 01.03.2025

Das Schweigen brechen

Vor hundert Sommern
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Es ist das Jahr 2024 ,als Lena,Studentin an der Kunsthochschule in Berlin,gemeinsam mit ihrer Mutter Anja,die Wohnung der Mutter/Großmutter Elisabeth ausräumt.Dabei werden die beiden Frauen mit vielen ...

Es ist das Jahr 2024 ,als Lena,Studentin an der Kunsthochschule in Berlin,gemeinsam mit ihrer Mutter Anja,die Wohnung der Mutter/Großmutter Elisabeth ausräumt.Dabei werden die beiden Frauen mit vielen Relikten aus der Vergangenheit konfrontiert,über die Elisabeth,welche seit kurzer Zeit in einer Seniorenresidenz wohnt,bis heute geschwiegen hat.
Neben Briefen und Fotos der Großtante Clara,deren Leben ein dunkles Geheimnis umgibt,geht es auch um eine Pistole,welche auf dem Dachboden gefunden wird.Hauptsächlich der Hartnäckigkeit von Lena ,ist es zu verdanken,dass ihre Großmutter endlich ihr Schweigen bricht und eine Geschichte,von unglaublichen Ausmaßen enthüllt.

Erneut ist es ,der von mir sehr geschätzten Autorin gelungen,eine Familiengeschichte zu schreiben,die mich von der ersten Seite an,in ihren Bann gezogen hat.
Im Mittelpunkt stehen mehrere Frauen aus verschiedenen Generationen, aus deren Sicht die verschiedenen Abschnitte erzählt werden,dabei wechselt die Zeit zwischen der Gegenwart und Vergangenheit beginnend vor hundert Jahren.
Weil die Vergangenheit den größten Raum einnimmt, geht es neben der Familiengeschichte um das politische Geschehen vor und während der Nazizeit. Gerade wegen der aktuellen politischen Lage , welche bei uns und an vielen Orten der Welt gerade herrscht, ist es besonders bedrückend, diese Ereignisse wieder vor Augen geführt zu bekommen.
Der Teil, welcher sich mit der Gegenwart beschäftigt, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Neben familiären Problemen verschiedenster Art, aber auch einem tollen Familienzusammenhalt, wird hier auch die aktuelle Politik einbezogen.
Wie jedes Mal, wenn ich solche Bücher lese, frage ich mich, warum die Menschen aus der Vergangenheit so scheinbar gar nichts gelernt haben.
Dass es sich bei der Protagonistin Clara um die Großtante der Autorin handelt, wertet das Buch zusätzlich auf. Die fiktiven Personen wurden geschickt eingefügt und zu einem beeindruckenden Roman verwoben,den ich mit sehr großer Begeisterung gelesen habe.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Ein besonderes Diner

Tod der Autorin
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Anläßlich ihres 70. Geburtstags hat die von mir sehr geschätzte Autorin, zu einem literarischen Dinner der besonderen Art eingeladen. Ihre Gäste sind die Protagonisten/Protagonistinnen all ihrer Bücher, ...

Anläßlich ihres 70. Geburtstags hat die von mir sehr geschätzte Autorin, zu einem literarischen Dinner der besonderen Art eingeladen. Ihre Gäste sind die Protagonisten/Protagonistinnen all ihrer Bücher, die sie an sechs Tischen platziert hat.Zu jedem Tisch gibt es neben einer Gästeliste, kulinarische Köstlichkeiten vom Feinsten.Die Autorin widmet sich jeder Gästegruppe im Einzelnen, lässt die Ereignisse ihrer Bücher Revue passieren und verknüpft sie mit aktuellen Themen.Obwohl eine große Vielfalt unterschiedlicher Themen wie z. Bsp.Feminismus,Mutterschaft ,optimierte Fortpflanzung,Gentechnologie,politische Gewalt ,behandelt werden,war das Buch an keiner Stelle überladen.Ein verbindendes Element war die Liebe in all ihren Facetten.

Dass die Autorin ihr Handwerk versteht,wird auf jeder Seite deutlich.Realismus gepaart mit Emotionalität ,sowie Humor mit einer Prise Ironie , machen dieses Buch zu einem wirklichen Highlight, was ich sehr gerne gelesen habe und weiterempfehle. Von mir gibt es hierfür fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Altersruhesitz oder nicht?

Spröde Sprotten schwimmen schlecht
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In der Seniorenresidenz Beningaburg,sind gerade die ersten Bewohner eingezogen,um in einem feudalen und stilvollen Rahmen,ihren Lebensabend zu genießen,als die Ehefrau des reichen Unternehmers Beninga ...

In der Seniorenresidenz Beningaburg,sind gerade die ersten Bewohner eingezogen,um in einem feudalen und stilvollen Rahmen,ihren Lebensabend zu genießen,als die Ehefrau des reichen Unternehmers Beninga als Leiche im See schwimmt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um Mord handelt und so ist die Kripo im Einsatz. Rudi Bakker wird von dem bewährten Team Henner und Rosa tatkräftig unterstützt.Da die Tote ca,vierzig Jahre jünger ist war als ihr Ehemann, brodelt die Gerüchteküche auf Hochtouren.

Rudis Chef Helmut Schnepel ,ein Wichtigtuer vor dem Herrn, vertritt umgehend die Meinung, dass Rudis Exfrau Denise, die mit der Pflegedienstleitung beauftragt ist, die Täterin ist.Um sie zu entlasten, legt sich Rudi mächtig ins Zeug. Zeitgleich gibt es in der vornehmen Einrichtung, mehrere Schmuckdiebstähle und es stellt sich die Frage, ob da ein Zusammenhang möglich ist und als wäre das nicht genug,gibt es bald eine weitere Leiche…

Da ich einige der vorhergehenden Bücher gelesen habe, ist mir das bewährte Team bestens bekannt. Gerne habe ich die Ermittlungen, welche spannend und außerdem sehr humorvoll verliefen,begleitet.Neben dem Kriminalfall gibt es auch wieder einige Einblicke in das Privatleben der Protagonisten. Eine wichtige Rolle spielt dabei der tägliche Mittagstisch bei Rudis Mutter, wo sich immer wieder eine hungrige Truppe versammelt, um das gute Essen zu genießen.

Selbstverständlich wird am Schluss alles aufgeklärt, so dass ich das Buch zufrieden zur Seite legen konnte.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Die Liebe zu Büchern

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Die 55 jährige Journalistin Anna betreibt schon seit längerer Zeit einen sehr erfolgreichen Podcast,in welchem Bücher eine dominante Rolle spielen.Gemeinsam mit ihrer Verlegerin wurde der Plan entwickelt,die ...

Die 55 jährige Journalistin Anna betreibt schon seit längerer Zeit einen sehr erfolgreichen Podcast,in welchem Bücher eine dominante Rolle spielen.Gemeinsam mit ihrer Verlegerin wurde der Plan entwickelt,die Biografie der 85 jährigen Sylter Bücherfrau Fenja Lorenzen zu schreiben.So reist Anna zu einem Interview an die äußerste Spitze Sylts. Bei ihrer Ankunft trifft sie in ihrem Haus nur die Tochter Elisa an,von Fenja fehlt jede Spur.Gleich in der ersten Nacht wird die Insel von einem schweren Unwetter heimgesucht und der Dachboden, auf welchem viele Bücherschätze lagern, ist stark betroffen.Bei der Aufräumaktion,wo Anna Elisa und ihren Bruder unterstützt,werden einige alte Schätze entdeckt ,Annas Neugier ist geweckt….

Die Geschichte wechselt nun ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart,dabei kommt eine außergewöhnliche Liebes- und Familiengeschichte nach und nach ans Tageslicht.Daneben geht es auch um das Leben auf der wunderschönen Insel ,damals und heute,sowie die Einflüsse des Weltgeschehens.Am Ende hat sich das Leben der Protagonisten verändert und größtenteils zum Besseren gewendet.Da aber noch einige Pläne im Raum stehen,sehe ich der Fortsetzung mit Vorfreude entgegen.

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Die unbewältigten Traumata des Krieges

Portrait meiner Mutter mit Geistern
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Im Mittelpunkt des beeindruckenden Familienromans stehen starke Frauen aus verschiedenen Generationen.Als die junge Raisa ,die alleine mit ihrer Mutter lebt,beginnt Fragen zu ihrer Herkunft zu stellen,stößt ...

Im Mittelpunkt des beeindruckenden Familienromans stehen starke Frauen aus verschiedenen Generationen.Als die junge Raisa ,die alleine mit ihrer Mutter lebt,beginnt Fragen zu ihrer Herkunft zu stellen,stößt sie bei ihrer Mutter auf wenig Gegenliebe.Doch ihre Hartnäckigkeit führt letztendlich zum Erfolg und ihre Mutter Martha beginnt zu reden.Es geht um die Liebe ihres Lebens ,aber auch um viele Lügen,welche aus den unterschiedlichsten Gründen ausgesprochen wurden.Neben der ganz persönlichen Familiengeschichte spielen die Schrecken der Nazizeit,inklusive der Geschichte der Juden eine größere Rolle.Der Roman hat stark autobiographische Züge, weil es sich um die Familiengeschichte der Autorin,beziehungsweise die ihrer Mutter,handelt.

Schon zu Beginn des Buches wird klar ,dass es nichts zum schnellen Nebenbeilesen ist.Es erfordert äußerste Konzentration,weil die Zeiten und Personen im stetigen Wechsel sind.Hier erweist sich der vorangestellte Familienstammbaum als sehr hilfreich.Der Schreibstil ist sehr besonders,teilweise schnörkellos,teilweise poetisch.Manch wichtige Details sind in lapidaren Nebensätzen versteckt,vieles bleibt unausgesprochen.Es gibt etliche Leerstellen,die den LeserInnen Raum für eigene Überlegungen gewähren.

Öfter habe ich innegehalten,um über das gelesene nachzudenken,manchmal zurückgeblättert,um etwas besser zu verstehen,und immer wieder den Stammbaum bemüht.Die beeindruckende Intensität hat mich durchgehend begeistert.

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen,was zu einigen neuen Erkenntnissen führte und sehr bereichernd war.Gerne spreche ich eine Leseempfehlung ,verbunden mit fünf Sternen aus.

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