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Veröffentlicht am 27.03.2025

Das Lied der Krähen – Starker Plot, zähe Umsetzung

Das Lied der Krähen
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Das Lied der Krähen – Leigh Bardugo

⭐️⭐️⭐️ 3 von 5 Sternen

Über das Buch:
Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von sechs jungen Außenseitern, alle mit einzigartigen Talenten und dunklen Vergangenheiten, ...

Das Lied der Krähen – Leigh Bardugo

⭐️⭐️⭐️ 3 von 5 Sternen

Über das Buch:
Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von sechs jungen Außenseitern, alle mit einzigartigen Talenten und dunklen Vergangenheiten, wird auf eine nahezu unmögliche Mission geschickt: Sie sollen einen gefährlichen Magier aus einem der bestgesicherten Gefängnisse der Welt befreien. Der Anreiz? Eine gewaltige Belohnung, die ihnen ein neues Leben ermöglichen könnte. Doch die Mission ist nicht nur riskant – sie bringt die Charaktere auch an ihre physischen und emotionalen Grenzen.

Meine Meinung:
Ich bin in diese Geschichte eingetaucht, ohne vorher die Grisha-Trilogie gelesen zu haben – ein Fehler, wie sich herausstellte. Zwar ist „Das Lied der Krähen“ eine eigenständige Geschichte, doch viele Begriffe und Konzepte rund um das Grisha-Universum werden nicht weiter erklärt, was den Einstieg für Neulinge erschwert.
Auch unabhängig davon hatte ich Schwierigkeiten, mich in die Handlung hineinzufinden. Das Buch erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven der Hauptfiguren – eine Erzählweise, die oft zu mehr Nähe und Tiefe führt. Doch hier blieb für mich genau das aus. Trotz der detaillierten Hintergrundgeschichten konnte ich zu keinem der Charaktere eine wirkliche Verbindung aufbauen.
Ein weiteres Problem war für mich das Erzähltempo . Die Handlung entwickelt sich sehr langsam und teilweise schnell zäh. Es hat lange gedauert, bis ich mich in die Welt und die Dynamik der Gruppe eingefunden habe. Erst auf den letzten 100 Seiten war es spannend – da kam endlich die Action, die ich mir von Anfang an gewünscht hätte. Doch dieser späte Wendepunkt reichte nicht aus, um mich wirklich zu fesseln.

Fazit:
„Das Lied der Krähen“ ist eine kreativ aufgebaute Fantasy-Geschichte mit einem interessanten Setting und einer vielschichtigen Charakterriege. Doch für mich persönlich war das Buch zu langatmig, zu distanziert und erzählerisch nicht mitreißend genug , um mich wirklich zu begeistern. Vielleicht hätte es als Film oder Serie besser funktioniert – gelesen hat es mich leider nicht überzeugt. Deshalb vergebe ich drei von fünf Sternen und werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

„Obsidian – Kammer des Bösen“: Viel Familiengeschichte, wenig Spannung

Obsidian – Kammer des Bösen
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Rezension: Obsidian – Kammer des Bösen von Douglas Preston & Lincoln Child
Gehört als Hörbuch, gelesen von Detlef Bierstedt
16. Fall für Special Agent Pendergast
Bewertung: 3 von 5 Sternen

Über das ...

Rezension: Obsidian – Kammer des Bösen von Douglas Preston & Lincoln Child
Gehört als Hörbuch, gelesen von Detlef Bierstedt
16. Fall für Special Agent Pendergast
Bewertung: 3 von 5 Sternen

Über das Buch:
Nachdem Special Agent Aloysius Pendergast nach den dramatischen Ereignissen seines letzten Falls als vermisst und vermutlich tot gilt, verfällt Constance Greene in tiefe Trauer. Sie zieht sich in die weit verzweigten, geheimnisvollen unterirdischen Gänge des Pendergast-Anwesens am Riverside Drive zurück, um dort ihre Einsamkeit zu pflegen. Ihr treuer Begleiter und Beschützer Proctor versucht vergeblich, zu ihr durchzudringen, doch sie bleibt unzugänglich. Doch plötzlich wird ihre Isolation brutal unterbrochen: Ein Fremder dringt in das Haus ein und entführt Constance. Eine wilde, gefährliche Verfolgungsjagd rund um die Welt beginnt, die Proctor an seine Grenzen bringt und dunkle Geheimnisse der Pendergast-Familie ans Licht fördert.

Meine Meinung:
Die Ausgangslage des Romans verspricht eine spannende Geschichte voller Rätsel, Action und unerwarteter Wendungen – genau das, was man von der Pendergast-Reihe gewohnt ist. Leider konnte mich dieses Buch jedoch nicht wirklich überzeugen. Trotz der vielversprechenden Prämisse entwickelt sich die Handlung nur schleppend, und die erhoffte Spannung bleibt weitgehend aus.
Ein zentrales Element der Geschichte ist die Familiengeschichte der Pendergasts, die weiter vertieft und um neue Details ergänzt wird. Fans, die sich besonders für diese komplexe Hintergrundgeschichte interessieren, könnten hier auf ihre Kosten kommen. Ich persönlich hätte mir jedoch mehr Fokus auf eine eigenständige, mitreißende Handlung gewünscht. Stattdessen zieht sich die Geschichte in die Länge, und manche Passagen wirken eher wie ein Lückenfüller als wie ein spannendes Abenteuer.
Ein Lichtblick ist wie gewohnt Detlef Bierstedt, der mit seiner markanten Stimme und seinem souveränen Vortrag dem Hörbuch eine angenehme Atmosphäre verleiht. Seine Interpretation macht es leichter, auch durch die langatmigen Passagen hindurchzuhalten. Leider kann selbst seine erstklassige Lesung nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte insgesamt eher unspektakulär bleibt.

Fazit:
Persönlich bevorzuge ich die Bände der Pendergast-Reihe, die abgeschlossene Fälle behandeln und mit einer klaren Krimi- oder Thriller-Handlung überzeugen. Dieser Roman hingegen reiht sich in die Bände ein, die sich stark mit der Pendergast-Familiengeschichte befassen – ein Aspekt, der mich weniger begeistert. Wer allerdings tiefer in die Hintergründe des mysteriösen Special Agents eintauchen möchte, könnte an diesem Buch mehr Gefallen finden als ich. Insgesamt vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Familiengeheimnisse statt Thriller-Spannung – Eine unerwartete Lektüre

Hope's End
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Über das Buch:

Kit beginnt ihren neuen Job als Pflegerin der berüchtigten Lenora Hope auf dem düsteren Anwesen Hope’s End. Die Legende um Lenora ist schaurig: Angeblich soll sie als junges Mädchen ihre ...

Über das Buch:

Kit beginnt ihren neuen Job als Pflegerin der berüchtigten Lenora Hope auf dem düsteren Anwesen Hope’s End. Die Legende um Lenora ist schaurig: Angeblich soll sie als junges Mädchen ihre gesamte Familie ermordet haben. Doch während Kit immer tiefer in die Geheimnisse des Hauses eintaucht, stellt sich die Frage: Ist die Wahrheit vielleicht eine ganz andere?


Meine Meinung:

Wer hier einen klassischen Thriller erwartet, könnte enttäuscht werden – denn statt nervenaufreibender Spannung und Gänsehautmomenten bietet das Buch eher ein dramatisches Familienschicksal mit unterschwelliger Spannung. Der Einstieg fiel mir schwer, da der erste Teil von ausführlichen Beschreibungen des Hauses, der Bediensteten und der Umgebung dominiert wird, wodurch die Handlung nur langsam an Fahrt aufnimmt.
In der zweiten Hälfte wird es zwar fesselnder, doch eher aus Neugier, wie die Puzzleteile der Familiengeschichte zusammenpassen, als durch echte Thriller-Elemente. Der Schluss wiederum war mir persönlich zu überladen – die Twists überschlugen sich, und viele Wendungen wirkten auf mich nicht schlüssig. Ich hatte das Gefühl, dass die Charaktere nicht nachvollziehbar handelten, was mich etwas frustriert zurückließ.


Fazit:

Den Hype um dieses Buch kann ich nicht ganz nachvollziehen. Als Thriller hat es mich nicht überzeugt, da es an echter Spannung fehlt. Wer jedoch düstere Familiengeheimnisse und dramatische Schicksale mag, könnte hier fündig werden.

⭐️⭐️⭐️ (3 von 5 Sternen)

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Der Schatten der Vergangenheit: Ein Krimidinner, das alles verändert

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Über das Buch:
Fünf Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden ihrer Freundin Marie bei einem Festival, treffen sich fünf Freunde, um ihre Verbindung wieder aufleben zu lassen. Sie wählen ein Krimidinner ...

Über das Buch:
Fünf Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden ihrer Freundin Marie bei einem Festival, treffen sich fünf Freunde, um ihre Verbindung wieder aufleben zu lassen. Sie wählen ein Krimidinner in einem abgelegenen Restaurant in der Eifel, das der Vergangenheit eine neue Wendung zu geben scheint. Doch je mehr sie sich in die Geschichte vertiefen, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen der fiktiven Krimidinner-Erzählung und den realen Ereignissen. Könnte Marie tatsächlich tot sein? Und ist der Mörder vielleicht einer der Freunde, der mit am Tisch sitzt?



Meine Meinung:
Das Buch begann sehr vielversprechend. Die Krimidinner-Atmosphäre war hervorragend eingefangen und versetzte mich sofort in die Stimmung zurück, als ich selbst solche Abende mit Freunden verbracht habe. Besonders spannend war die Kombination aus der Gegenwart und Rückblenden in die Vergangenheit, die jeweils aus der Perspektive eines anderen Protagonisten erzählt werden. Auch die fiktiven Passagen des Krimidinners fügte sich gut in die Handlung ein und steigerten die Spannung – ich wollte unbedingt wissen, was passiert ist und wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

Die Protagonisten sind allesamt nicht gerade sympathisch, aber das passt gut zum Verlauf der Geschichte. Sie sind von Schuld und Geheimnissen geprägt, was die Spannung zusätzlich anheizt. Leider zog sich die Handlung in der zweiten Hälfte etwas, und die Perspektivwechsel führten dazu, dass sich einige Szenen wiederholten. Es gab immer wieder die gleichen Gespräche und Handlungen, was etwas langatmig wirkte. An dieser Stelle hätte die Geschichte durchaus kürzer und prägnanter erzählt werden können.

Die Auflösung des Falls hat bei mir eher Entsetzen und Abscheu ausgelöst, aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, um niemanden zu spoilern.



Fazit:
Das Grundprinzip der Geschichte hat viel Potenzial und der Anfang ist wirklich stark. Leider zieht sich die Handlung im Verlauf immer mehr, und die Handlungen der Protagonisten werden zunehmend schwer nachvollziehbar. Insgesamt konnte mich das Buch deshalb nicht ganz überzeugen, und ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Viel Lärm um nichts – warum mich Blinde Rache nicht überzeugen konnte

Blinde Rache
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📘 Über das Buch
Blinde Rache ist der Auftakt der Thrillerreihe um Kommissarin Mara Billinsky von Leo Born.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, gelesen von Sabina Godec.
Tattoos, schwarze Kleidung, ...

📘 Über das Buch
Blinde Rache ist der Auftakt der Thrillerreihe um Kommissarin Mara Billinsky von Leo Born.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, gelesen von Sabina Godec.
Tattoos, schwarze Kleidung, raue Schale: Kommissarin Mara Billinsky hat einen schweren Stand bei den neuen Kollegen der Frankfurter Mordkommission, die sie nur "die Krähe" nennen und erst Ruhe geben, als Mara auf Wohnungseinbrüche angesetzt wird. Doch dann erschüttert eine brutale Mordserie um einen Unterweltkönig die Main-Metropole. Mara wittert ihre Chance, sich zu beweisen, und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei kommt sie dem Täter gefährlich nah.

💭 Meine Meinung
Leider konnte mich Blinde Rache überhaupt nicht abholen. Mara Billinsky wird in meinen Augen viel zu überzogen dargestellt: Ständig wird auf ihrem Äußeren (Tattoos, Piercings, schwarze Kleidung) herumgeritten und sie wird von allen nur abwertend „die Krähe“ genannt. Ihr Vater schämt sich für sie, andere Frauen werden im Gegensatz zu ihr klischeehaft als „schön, schlank, sportlich“ beschrieben – insgesamt eine sehr oberflächliche Darstellung.
Auch ihr Verhalten macht es schwer, Sympathie zu entwickeln: Mara ignoriert alle Anweisungen, handelt grundsätzlich auf eigene Faust und widersetzt sich jedem Befehl, grundsätzlich macht dies oft einen Charakter aus, aber hier wirkt es überzogen und oft einfach nur leichtsinnig und dadurch unrealistisch und wenig nachvollziehbar. Ihr Vorgesetzter wiederum wirkt willkürlich und extrem voreingenommen ihr gegenüber – es scheint, als würden Ermittlungen eher von persönlichen Befindlichkeiten als von Spuren abhängen. Dieses Verhalten entspricht hoffentlich nicht “echten” Ermittlungsarbeiten bei der Polizei.
Die Kriminalfälle selbst empfand ich als langweilig und spannungsarm. Es wollte einfach kein Sog entstehen, ich bin beim Hören immer wieder abgeschweift. Szenen, in denen Spannung hätte aufkommen können, waren schnell vorbei, ohne dass sie Wirkung entfalten konnten. Auch die Sprecherin Sabina Godec hat es mit ihrer sehr monotonen Art nicht geschafft, mich mitzunehmen – im Gegenteil, es hat die Wirkung eher abgeschwächt.
Selbst eine Beinahe-Vergewaltigung lässt Mara scheinbar völlig unbeeindruckt und sie macht einfach weiter, als sei nichts gewesen. Das wirkte auf mich völlig unnatürlich und emotionslos.

📝 Fazit
Für mich war Blinde Rache leider eine Enttäuschung:

überzeichnete, unsympathische Hauptfigur

wenig Spannung

vorhersehbarer und langweiliger Plot

monotone Lesung


Ich vergebe 2 von 5 Sternen ⭐⭐ und werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

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