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Veröffentlicht am 04.06.2025

Zweite Chance – ohne echte Grundlage

Die Scherben unseres Glücks
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(Brokenville – Teil 1 | New Adult | Second-Chance Romance)
⭐ 2 von 5 Sternen ⭐

Über das Buch:
Rebecca kehrt nach drei Jahren Studium in New York zurück nach Brokenville – der Kleinstadt, die sie verlassen ...

(Brokenville – Teil 1 | New Adult | Second-Chance Romance)
⭐ 2 von 5 Sternen ⭐

Über das Buch:
Rebecca kehrt nach drei Jahren Studium in New York zurück nach Brokenville – der Kleinstadt, die sie verlassen hat, nachdem ihr damaliger Freund Ray sie zutiefst gedemütigt hat. Er hatte ohne ihr Wissen eine Tonbandaufnahme ihres ersten Mals herumgezeigt – ein Vertrauensbruch, der ihre Beziehung und ihr Vertrauen zerstört hat.
Zurück in ihrer Heimat begegnet sie Ray wieder, und trotz der Vergangenheit beginnt es erneut zwischen ihnen zu knistern. Sie geben ihrer Liebe eine zweite Chance – doch ob das genügt?

Meine Meinung:
So gerne ich emotionale, zweite Chancen in New Adult Romanen lese – dieser Auftakt zur Brokenville-Reihe konnte mich leider nicht überzeugen.
Die Ausgangslage ist schwerwiegend: ein massiver Vertrauensbruch durch Ray, der nie richtig erklärt oder reflektiert wird. Warum Ray so handelt und warum Rebecca ihm ohne echte Aussprache oder Auseinandersetzung nach drei Jahren plötzlich wieder verzeiht, blieb für mich völlig unverständlich.
Auch andere Figuren handeln oft sprunghaft oder klischeehaft: Rebecca hat eigentlich gerade eine neue Beziehung oder zumindest Liebschaft, die ohne echte Erklärung beendet wird – und selbst dieser Mann scheint sofort alles zu vergeben. Konflikte mit ihrem Vater flammen kurz auf, verlaufen ohne sinnvolle Dialoge und lösen sich dann einfach im Nichts.
Ray selbst bleibt als Figur enttäuschend: Statt Verantwortung zu übernehmen, versinkt er bei jedem Problem in Selbstmitleid und Alkohol. Sein Verhalten ändert sich kaum, und auch das lässt die Beziehung zwischen ihm und Rebecca flach und unausgereift wirken.
Die Charaktere reagieren oft bockig, trotzig oder unüberlegt, dann kippt die Stimmung plötzlich ins Gegenteil – ohne, dass man als Leserin das nachvollziehen könnte.
Der Schreibstil ist zwar leicht und flüssig zu lesen, doch ständige Wiederholungen – z. B. der wiederkehrende Satz „Mich umfing sein/ihr vertrauter Geruch“ – machten das Leseerlebnis für mich zunehmend anstrengend.

Fazit:
Die Scherben unseres Glücks bietet die Zutaten für eine intensive Second-Chance-Romance, doch die Umsetzung bleibt hinter den Möglichkeiten zurück. Unglaubwürdige Figuren, unausgereifte Konflikte und oberflächliche Lösungen sorgen dafür, dass die Geschichte kaum fesselt.
Für mich leider kein gelungener Reihenauftakt – weder emotional noch erzählerisch überzeugend.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Kein würdiger Nachfolger für Maze Runner

The Maze Cutter - Das Erbe der Auserwählten (The Maze Cutter 1)
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Über das Buch:
The Maze Cutter setzt viele Jahre nach den Ereignissen der ursprünglichen Maze Runner-Trilogie an. Eine Gruppe von Nachfahren der Gladers lebt inzwischen auf einer abgelegenen Insel. Als ...

Über das Buch:
The Maze Cutter setzt viele Jahre nach den Ereignissen der ursprünglichen Maze Runner-Trilogie an. Eine Gruppe von Nachfahren der Gladers lebt inzwischen auf einer abgelegenen Insel. Als sich einige von ihnen auf den Weg zum Festland machen, beginnt eine neue Geschichte – doch wohin diese führen soll, bleibt lange unklar. Gleichzeitig wird die Handlung von verschiedenen Figuren aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: ein rebellierender Waisenjunge, mysteriöse „Gottheiten“ und politische Machtspiele – alles vermischt sich zu einem kryptischen Puzzle, das nur schwer zu greifen ist.

Meine Meinung:
Als großer Fan der Maze Runner-Reihe hatte ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut – umso enttäuschender war die Lektüre von The Maze Cutter. Die Grundidee mag Potenzial haben, doch die Umsetzung konnte mich in keiner Weise überzeugen.
Die Geschichte wird aus zu vielen Blickwinkeln erzählt, was mich immer wieder aus dem Lesefluss riss. Ich habe schnell den Überblick verloren und konnte zu keiner der Figuren eine echte Verbindung aufbauen. Statt Spannung und Atmosphäre herrschte Verwirrung – ich wusste oft nicht, worum es gerade ging oder warum bestimmte Dinge überhaupt passieren.
Besonders irritierend war die Einführung der drei „Gottheiten“, deren Rolle und Bedeutung mir bis zum Ende unklar blieben. Vielleicht hätte es geholfen, wenn ich alle Details aus den früheren Bänden noch präsent gehabt hätte, aber selbst dann fehlte mir schlicht die erzählerische Klarheit.
Obwohl das Buch vergleichsweise kurz ist, zog sich die Handlung enorm. Zwischenzeitlich habe ich es sogar zur Seite gelegt und ein anderes Buch dazwischengeschoben – das passiert mir bei spannenden Geschichten sonst nie.

Fazit:
Leider keine gelungene Fortsetzung der beliebten Maze Runner-Reihe. Die Geschichte wirkt überladen, ziellos und verliert sich in zu vielen Perspektiven und Andeutungen. Wer mit großen Erwartungen an The Maze Cutter herangeht, könnte enttäuscht werden – mir persönlich fehlten klare Motive, Spannung und nachvollziehbare Figuren.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

„Haut“ von Mo Hayder – Der 4. Fall für Jack Caffery

Haut
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Bewertung: ★★☆☆☆ (2 von 5 Sternen)

Über das Buch:
Ein scheinbarer Selbstmord bringt Ermittler Jack Caffery ins Grübeln – schnell zeigt sich, dass mehr dahintersteckt. Kurz darauf wird eine weitere Leiche ...

Bewertung: ★★☆☆☆ (2 von 5 Sternen)

Über das Buch:
Ein scheinbarer Selbstmord bringt Ermittler Jack Caffery ins Grübeln – schnell zeigt sich, dass mehr dahintersteckt. Kurz darauf wird eine weitere Leiche gefunden. Während Caffery sich zunehmend mit mysteriösen Geschehnissen und übernatürlichen Elementen konfrontiert sieht – etwa mit der afrikanischen Sagengestalt Tokoloshe – kämpft Polizeitaucherin Flea Marley mit einer moralisch brisanten privaten Situation, die sie in einen gefährlichen Strudel zieht.

Meine Meinung:
Nachdem mich der erste Band der Reihe, Der Vogelmann, regelrecht begeistert hat und auch Die Behandlung noch überzeugend war, hat Haut mich leider sehr enttäuscht. Der Spannungsbogen flachte für meinen Geschmack von Anfang an ab. Weder Cafferys noch Marleys Handlungsstränge konnten echte Spannung aufbauen. Die Ermittlungen wirkten langatmig, die übernatürlichen Elemente fehl am Platz und wenig überzeugend eingebunden – sie passten nicht zum Ton der Geschichte und wirkten eher aufgesetzt. Die Auflösung ließ mich unbefriedigt zurück und fühlte sich wenig spektakulär an.

Fazit:
Leider ein schwacher vierter Teil einer ansonsten starken Reihe. Wer Mo Hayder kennenlernen möchte, sollte lieber zu den ersten beiden Bänden greifen. Haut wirkte auf mich wie eine verpasste Chance – trotz des gewohnt flüssigen Schreibstils der Autorin, der zumindest ein zügiges Lesen ermöglicht. Eine Leseempfehlung kann ich hierfür nicht aussprechen.

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