Profilbild von Jecke

Jecke

Lesejury Star
offline

Jecke ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jecke über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2025

✎ Ferdinand Auhser - Bakabu 16 Bakabu und die Kostüm-Party

Bakabu und die Kostüm-Party
0

Wir hatten uns „Bakabu und die Kostüm-Party“ gewünscht, weil wir dachten, uns so schon mal auf die 5. Jahreszeit einstimmen zu können. Doch es kam anders …

Nach der Lektüre habe ich herausgefunden, dass ...

Wir hatten uns „Bakabu und die Kostüm-Party“ gewünscht, weil wir dachten, uns so schon mal auf die 5. Jahreszeit einstimmen zu können. Doch es kam anders …

Nach der Lektüre habe ich herausgefunden, dass Bakabu bereits eine beträchtliche Reihe ist. In Österreich scheint der kleine Ohrwurm sehr bekannt zu sein. Ich hatte bis dato noch nie etwas von ihm gehört.

Da wir mit den Figuren nicht vertraut waren, hätte ich mir eine kurze Vorstellung auf der Umschlagseite gewünscht. Immerhin kommen in der Geschichte 7 Charaktere vor:

- Bakabu, ein Ohrwurm
- Mimi Lou, eine durchgeknallte Knallfröschin mit Sprachproblem
- Charlie Gru, eine ängstliche Tontaube, die stottert und die Wortanfänge manchmal verdreht
- Onkel Kornett, eine Ohrmuschel
- Ukuleila, eine schrille Grille
- Jack Embalo, ein maulender Maulesel
- Camillo, ein Klang-Chamäleon

Die meisten kann man gut erkennen - spätestens dann, wenn gesagt wird, was sie sind.
Onkel Kornett haben wir bis zum Schluss nicht erkannt. Es wird nur in einem Nebensatz gesagt, dass sich die Freund*innen beim Nebelhorn der Ohrmuschel treffen. Wir haben „Ohrmuschel“ jedoch nicht mit „Onkel Kornett“ verbunden. Erst während meiner Recherche wurde uns dies klar.

Hinzu kommt, dass wir noch immer nicht verstehen, was ein Klang-Chamäleon sein soll. Meine Nachforschungen diesbezüglich haben nichts ergeben. Und der Satz „Klang-Chamäleons ändern ihre Farbe, wenn sie pfeifen.“ hat uns ebenso wenig weitergebracht. Vielleicht ist es der Fantasie des Autors entsprungen.

Am meisten hat mein Kind aber die Anleitung zum Pfeifen gestört. Sie selbst kann es bereits. Hat es irgendwann von sich aus gewollt und probiert, bis sie es konnte. Mit der Anleitung im Buch (Lippen wie ein O formen und Zunge an die unteren Zähne) klappt es keinesfalls. Wir haben es mit mehren Personen ausprobiert, aber nach diesem Hinweis ist es niemanden gelungen. (wir haben die Zunge alle an den oberen Zähnen)

Die Bilder sind bunt und platzeinnehmend. Es gibt wenige Details zu entdecken, die zum Verweilen einladen. Die Illustrationen sind sehr klar und fokussiert, um sie auch in einer großen Kinderrunde ansehen zu können.
Lediglich auf den letzten beiden Seiten passen Bild und Text nicht ganz zusammen, denn „es wird schon dunkel“ und trotzdem ist der Himmel noch weiß und hellblau.

Ansonsten fanden wir die Geschichte wirklich süß.
Niemand wird ausgeschlossen. Alle helfen sich gegenseitig. Es gilt das Motto: Probiere es, bis du es kannst.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 14.02.2025

✎ Sophie Schoenwald - Bär 1 Post für dich

Post für dich
0

Ich hatte früher ständig Brieffreund*innen. Ich war sogar in einem Club, in dem man immer wieder neue Leute kennenlernen konnte. Leider hielt das nie lange an, weil die meisten doch nicht so viel Bock ...

Ich hatte früher ständig Brieffreund*innen. Ich war sogar in einem Club, in dem man immer wieder neue Leute kennenlernen konnte. Leider hielt das nie lange an, weil die meisten doch nicht so viel Bock hatten - obwohl in meiner Generation Handys noch nicht so populär waren.

Seit dem Sommer hat auch meine knapp 7 Jährige eine Brieffreundin. Sie schreiben sich zu besonderen Gelegenheiten kleine Zettelchen und malen Bilder. Wenn ein Umschlag mit ihrem Namen im Briefkasten liegt, ist sie sehr glücklich.
Daher war es für uns interessant zu sehen, was der Brief vom Bär auslöst …

Wir haben hier eine Geschichte, in der ein Brief von Tier zu Tier wandert. Das war ursprünglich wahrscheinlich nicht so vorgesehen und ich hatte bei den ersten Malen ein nicht sooo gutes Gefühl. Ich möchte zum Beispiel nicht, dass meine Worte, die ich jemand Bestimmten geschrieben habe, für andere 1:1 verwendet werden.

Die Illustrationen sind wirklich gut gelungen. Allein deshalb haben wir das Buch mehrmals durchgeblättert. Vor allem die Gefühle, die der Brief bei den Tieren auslöst, kommen gut rüber.

Was mich jedoch gestört hat, war, dass immer wieder die Rede von „Worten“ ist.
Beim Absender heißt es zudem:

»Die erste Hälfte des Morgens verbrachte der Bär mit sorgfältigen Überlegungen,
die zweite Hälfte damit, die Überlegungen in Schönschrift aufzuschreiben.«

Als wir den Inhalt am Ende endlich auch zu Gesicht bekamen, waren sowohl mein Kind als auch ich erstaunt, dass es gar nichts zu lesen gab.
Und noch erstaunter fragte mich meine Tochter: „Erkennt Bär seinen eigenen Brief nicht wieder?!?“

Die Idee hinter der Erzählung ist herzallerliebst. Wir haben dadurch wirklich schöne Gespräche führen können, da ich mittlerweile auch immer mal wieder kleine Zettelchen mit lieben Worten bekomme.

Die Kollision von Wort und Bild fanden wir hingegen nicht so toll.
Kleinen Kindern fällt das vielleicht nicht auf. Doch da ich mir dieses Buch auch gut im Grundschulunterricht vorstellen kann, weil die Kinder da eben selbst anfangen zu schreiben und mächtig stolz darauf sind, war uns zumindest das Detail ins Auge gefallen.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 27.01.2025

✎ Sarah Mlynowski - Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten

Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten
0

Ein typisches Buch für zwischendurch..
Nichts Tiefgründiges, nichts Spektakuläres, nichts Besonderes..
Ich finde einige Charaktere auch ziemlich naiv (den Vater zum Beispiel) und Handlungen manchmal nicht ...

Ein typisches Buch für zwischendurch..
Nichts Tiefgründiges, nichts Spektakuläres, nichts Besonderes..
Ich finde einige Charaktere auch ziemlich naiv (den Vater zum Beispiel) und Handlungen manchmal nicht nachvollziehbar..
Ein Buch, was man lesen kann, aber nicht muss..

©2014 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 27.01.2025

✎ Patricia Cornwell - Kay Scarpetta 6 Die Tote ohne Namen

Die Tote ohne Namen
0

Leider fand ich erst hinterher heraus, dass dies der 6. Teil (von mittlerweile 20) einer Reihe ist. Ich weiß nicht, ob man alle Teile nacheinander lesen sollte / muss, aber irgendwie fand ich manche Charaktere ...

Leider fand ich erst hinterher heraus, dass dies der 6. Teil (von mittlerweile 20) einer Reihe ist. Ich weiß nicht, ob man alle Teile nacheinander lesen sollte / muss, aber irgendwie fand ich manche Charaktere nicht so gut verarbeitet, was vielleicht daran liegt, dass ich halt vorher keinen der anderen Bände gelesen habe.
Interessant fand ich die Aspekte der Pathologie.

©2014 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 27.01.2025

✎ Regina Feldmann & Martina Stuhlberger - 9 kleine Menschen

9 kleine Menschen
0

Ich „kenne“ Regina Feldmann aus dem Internet. Ihre Mission, Diversität in Kinderzimmer zu bringen, befürworte ich sehr. Ob sie das mit „9 kleine Menschen“ schafft, bin ich mir nicht so sicher …

Als ich ...

Ich „kenne“ Regina Feldmann aus dem Internet. Ihre Mission, Diversität in Kinderzimmer zu bringen, befürworte ich sehr. Ob sie das mit „9 kleine Menschen“ schafft, bin ich mir nicht so sicher …

Als ich das Cover sah und las, von wem es geschrieben wurde, hatte ich direkt eine Vorstellung vom Inhalt. Ich erhoffte mir eine tiefgehende Message und viel Diversität.

Die Autorin erklärt im Nachwort, was sie zum vorliegenden Bilderbuch inspiriert hat. Bei den Abzählreimen „10 kleine (Zappelfinger)“ »hatte ich das Gefühl, dass nicht jedes Kind mitgedacht wurde.«
Ich verstehe ihre Intension, aber ich denke auch, nicht jedes Buch kann jedes Kind mitdenken. Man kann versuchen, so viel Diversität wie möglich hineinzubringen, doch es wird niemals gelingen, ALLE Kinder anzusprechen - auch in Büchern von Regina Feldmann nicht.

Es werden Gemeinsamkeiten von den Kindern aufgezählt:
- alle 9 kleinen Menschen kommen aus einer Stadt (Kinder aus Dörfern sind nicht mitgedacht)
- alle 9 kleinen Menschen sind satt(keins muss Hunger leiden oder hat zu wenig zu Essen)
- alle 9 kleinen Menschen werden in Familien groß(keins wächst in einem Heim auf)

Dann werden noch Unterschiede aufgezeigt:
- 1 Kind mit Sehbehinderung (Blindenstock, aber Brille)
- 1 Kind mit Prothese
- 1Kind mit Brille
- manche Kinder mit Haustieren

Ja, die Kinder werden mit verschiedenen Hautfarben dargestellt.
Ja, es gibt verschiedene Familienkonstellationen. (aber ich sehe zum Beispiel keine 2 Männer, die ein Kind großziehen)
Ja, die Kinder sind gleich und doch unterschiedlich.

Und trotzdem kann dieses Buch nicht den Anspruch erheben, alle Kinder mitzudenken. Auch, weil es einfach unmöglich ist.
Daher hat das Buch für mich - vor allem aufgrund des Nachwortes - einen bitteren Beigeschmack.

Mein Kind hat es übrigens nach dem ersten Lesen freiwillig abgegeben. Es durfte direkt weiter in den Kindergarten ziehen.

©2025 Mademoiselle Cake