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Veröffentlicht am 03.05.2026

Flache Geschichte und Charaktere

Empire of Burning Shadows (Magical Fate 1)
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Meinung:

Als unsere Welt noch jung war und vom großen Schöpfer geformt wurde, füllten die Centrics Länder, Tälker Gewässer und die Lüfte mit ihrer Präsenz.

Das Cover finde ich in Ordnung, es zieht mich ...

Meinung:

Als unsere Welt noch jung war und vom großen Schöpfer geformt wurde, füllten die Centrics Länder, Tälker Gewässer und die Lüfte mit ihrer Präsenz.

Das Cover finde ich in Ordnung, es zieht mich jetzt nicht unbedingt ab, aber die Farbe mag ich, darum habe ich es mir genauer angeschaut.

Der Schreibstil der Autorin ist in Ordnung, dafür, dass es ein Debüt ist, schreibt sie schon gut, wenn auch ausbaufähig. Hin und wieder wurden mir zu viele Metaphern eingebaut und manches war nicht ganz schlüssig, aber ansonsten habe ich nichts am Schreibstil auszusetzen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Joslin.

Zu Beginn lernt man Joslin kennen, deren Dorf angegriffen wird. Sie schafft es zu flüchten und findet Hilfe bei Lanir, der ihr anbietet ihren Bruder zu befreien, der gefangen genommen wurde von den Schattenläufern.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen, ich hatte keine großen Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und war neugierig auf die Geschichte. Der Weltbau und die Erklärungen ließen da noch auf sich warten, aber das konnte noch kommen. Ich kam schnell voran und der Angriff passiert recht bald, somit fängt die Action schnell an.

Joslin konnte ich zuerst gut leiden, aber bis zum Ende hat sie keinerlei Entwicklung durchgemacht und blieb genauso naiv und schwach wie zu Beginn. Zwar glaubt sie selbst, dass sie stärker geworden ist, aber als Leser habe ich davon nichts mitbekommen. Sie jammert viel, ihr Dorf und die Menschen die dort gestorben sind sind ihr egal, zumindest denkt sie nie an sie und obwohl sie immer wieder betont wie ehr sie ihren Bruder finden will, lässt sie sich doch sehr viel Zeit damit. Mir wurde sie immer unsympathischer, obwohl ich sie zuerst gerne mochte. Ich fand ihre Leidenschaft fürs Kochen toll und auch wie bodenständig sie war.

Lanir fand ich zuerst ok, doch je weiter das Buch voran schritt, desto suspekter wurde er mir. Seine Handlungen und sein Gerede wirkten manchmal so, als wolle er Joslin nicht wirklich helfen und das hat dazu geführt, dass ich ihn immer weniger mochte. Außerdem blieb er sehr flach, von ihm kann ich nichts sagen, außer dass er Kommandat ist, anscheinend wichtig und einen Bruder hat, aber sonst blieb sein Charakter wirklich flach.

Gleiches bei Khiran, wobei ich ihn wenigstens mochte. Er kommt nicht oft vor, das Buch hätte ohne ihn genauso funktioniert, aber er war wenigstens irgendwie sympathisch, obwohl er wohl der mysteröse Typ hätte sein sollen. Klar, man weiß auch von ihm nichts und er war sogar noch flacher als Lanir, weil man rein gar nichts über ihn weiß, aber ich mochte ihn trotzdem lieber.

Die Grundidee des Buches war echt gut, aber die Ausführung war nicht so gut. Zuerst bliebt das world building komplett auf der Strecke. Ich habe keine Ahnung, wie die Welt aufgebaut ist, nur dass es Licht- und Schattenläufer gibt und die anscheinend verfeindet sind. Aber sie haben auch eine gemeinsame Regierungsstadt, keine Ahnung wie genau das funktioniert. Jedenfalls leben die Menschen einfach so dahin und wollen nicht in den Krieg gezogen werden. Das Dorf von Joslin liegt auch sehr nahe an der Regierungsstadt, denn sie spaziert da zwischen den einzelnen Orten einfach hin und her, es gibt keine längeren Reisen, also muss alles sehr nah beeinander sein.

Was schon der nächste Punkt ist. Zuerst ist Joslin so entsetzt, dass so viele Leute tot sind und sie will ihren Bruder finden, aber verschwendet dann keinen Gedanken mehr an ihr Dorf und die Überlebenden, oder wie es ihren Freunden geht. Wenn die Stadt, in der sie unterkam so nah war, wieso ist sie dann nicht nach Hause gegangen. Das fand ich sehr komisch, denn zuerst denk sie noch sehr viel über das Dorf nach und dann ist es wie ausgelöscht.

Von ihrer Mission ihren Bruder zu finden lässt sie sich ebenfalls schnell ablenken. Sobald Lanir ihr anbietet sie zu trainieren und ihr zu helfen hat sie plötzlich keinen Stress mehr, obwohl sie zuerst unbedingt weiter wollte. Sie verbringt ihre Tage mit Kochen, Training und mit Lanir. Ihr Bruder scheint in dieser Zeit vergessen zu sein. Als es dann heißt er soll hingerichtet werden hat sie immer noch keine Eile, nur Tage vor der Hinrichtung will sie plötzlich los. Das fand ich alles sehr merkwürdig von ihr.

Die Geschichte bewegt sich lange nicht von der Stelle. Man hat das Gefühl, als würden manche Szenen gar nicht zusammen hängen und die Sprünge zwischen diesen fand ich schon verwirrend. Manche Dinge wurden auch erwähnt, so wie ein Alchemielabor, wo sie ihrendwas umgestoßen hat, was dann aber komplett egal war. Wieso schreibt man sowas, wenn es wirklich keinerlei Nutzen hat und dann auch noch den Lesefluss stört? Das hat sich durch das ganze Buch so gezogen. Manchmal hat es gewirkt, als wüsste die Geschichte selbst nicht, wo sie hin will.

Das Ende war dann sehr vorhersehbar und hat mich nur teilweise überrascht. Plötzlich kamen Charaktere dazu, von denen man bis dahin nie gehört hat, obwohl sie eigentlich wichtig sind und alles ging schnell. Ich war froh, als ich durch war, denn die letzten 200 Seiten haben mir immer weniger gefallen. Viele Fragen blieben auch offen und sollen wohl dazu anregen den zweiten Band zu lesen, was ich aber nicht machen werde.

Fazit:

Die Idee des Buches und manche Ansätze waren gut, aber insgesamt konnte es mich gar nicht überzeugen. Der Beginn war noch gut geschrieben, danach hat mich das Buch immer mehr verloren. Joslin wurde immer unsympathischer und ihre Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Das Buch kriegt 2 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2025

Leider zäh und langweilig

The Witch Collector
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Im trüben Licht der Morgendämmerung schleiche ich durch die Hintertür der Bäckerhütte, stibitze zwei frische Brote von einem Abkühlgestell ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Im trüben Licht der Morgendämmerung schleiche ich durch die Hintertür der Bäckerhütte, stibitze zwei frische Brote von einem Abkühlgestell und schlüpfe zurück in den silbrigen Nebel, der durch unser schlafendes Dorf kriecht.

Das Cover finde ich schön gemacht, man kann sich sofort denken, in welche Richtung die Geschichte gehen wird.

Der Schreibstil war für mich bis zum Ende anstrengend zu lesen. Es kamen nicht wirklich Emotionen bei mir an und darum konnte ich auch keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es Kapitel aus Raina’s als auch aus Alexus‘ Sicht gibt.

Zu Beginn lernt man Raina kennen, die den Witch Collector umbringen will. Dieser holt alle Jahre eine Hexe um sie zum Frost King zu bringen. Dieses Jahr allerdings wird das Königreich angegriffen und Alexus versucht die Dörfer zu warnen, was ihm nicht gelingt. Zusammen mit Raina kann er dem Gemetzel entkommen und sie überzeugen, ihn nicht sofort zu töten, denn es ist alles anders als es scheint.

Der Einstieg in das Buch ist mir recht schwer gefallen. Ich konnte mir die Welt nicht vorstellen oder auch wieso die Hexen gebraucht werden. Für mich war das recht abstrakt, aber mit der Zeit wurde das besser. Dadurch, dass es keine lange EInführung gibt, beginnt der Kampf sehr schnell und danach wird es etwas ruhiger. Für mich war das leider die falsche Richtung.

Raina war ok, obwohl sie so viele Gefühle wie ein Stein zeigt. Ihr ganzes Dorf wird abgeschlachtet, ihre Mutter vor ihren Augen getötet und sie nimmt das so hin und weint nicht einmal. Allein das fand ich schon mega komisch, sie ist so fixiert auf Alexus und ihre Schwester, dass ihr alles andere egal zu sein scheint. Oft fand ich sie auch unsympathisch, einfach weil sie so kalt wirkt. Hin und wieder kommen Emotionen durch, aber das hält nicht lange an. Raina kann auch nicht sprechen, sie verständigt sich mit Gebärden. Ich fand das gut und es hat ihr ein bisschen Charakter verliehen.

Alexus mochte ich schon mehr, er hat mehr Charakter und benimmt sich auch der Situation entsprechend. Obwohl er als der Witch Collector bekannt ist, steckt mehr in ihm und das merkt man mit der Zeit auch. Ich fand seine Geschichte sehr interessant und auch wie er mit dem Hass von Raina umgeht fand ich gut. Er will ihr diesen nicht absprechen, erklärt ihr aber, was wirklich mit ihrer Schwester und den anderen Hexen geschehen ist und lässt sie ihre eigenen Schlüsse ziehen. Von allen Charakteren mochte ich ihn noch am meisten.

Das Buch klangt wirklich gut und ich habe mich auf die Geschichte gefreut, wurde dann aber doch sehr enttäuscht. Der Beginn war noch in Ordnung, der Kampf mit dem Ostländern und das erste Treffen zwischen Raina und Alexus waren gut gemacht. Man lernt sie ein bisschen kennen und danach geht schon die Reise los. Und ab da spielt sich das gesamt Buch eigentlich im Wald ab. Normalerweise bin ich ein Fan von solchen Geschichten, wenn sie denn gut gemacht sind, aber hier ist einfach gar nichts passiert. Raina und Alexus versuchen durch den Wald zu kommen, schlafen, reisen, streiten, kommen sich näher, laufen weg und dann alles wieder von vorne. Durch den Schreibstil kamen auch da auch keine Emotionen auf und ich habe zu keinem Zeitpunkt mit ihnen mitgefiebert.

Zwischendurch wurde es dann ein bisschen besser, immer wenn Alexus von Colden, dem Frost King, erzählt und man mehr über dessen Geschichte lernt. Wieso er der Frost King ist, was damals passiert ist und wieso Alexus ihm hilft. Das fand ich echt gut, denn man lernt mehr über die Welt, die Charaktere und die Geschichte des Landes, was auch beim aktuellen Konflikt hilfreich ist, denn das hängt untrennbar zusammen. Einzig bei den ganzen Namen und Zusammenhängen bin ich nicht mitgekommen. Es wurden so viele Götter und Menschen erwähnt, dass ich bis zum Ende nicht wirklich gecheckt habe, wer nun wer ist.

Die Liebesgeschichte fand ich nicht gut. Raina hasst Alexus, dann plötzlich nicht mehr und sie sind unsterblich ineinander verliebt. Die Gefühle von beiden Seiten konne ich einfach nicht nachvollziehen und es ging mir alles zu schnell. Für mich passen die beiden auch nicht wirklich zusammen, es war halt sonst niemand mehr da, vielleicht fanden sie deshalb zueinander.

Die letzten 70 Seiten habe ich dann nur noch überflogen, weil es mich nicht mehr packen konnte. Das gesamte Buch über passiert eigentlich nichts und auch am Ende ist es nicht viel.

Fazit:

Für mich war das leider ein Reinfall. Es gab gute Ansätze, aber insgesamt war es einfach nur langweilig. Keiner der Charaktere war besonders liebenswert, sodass man mit ihnen mitgefiebert hätte, einzig Colden fand ich noch m besten gemacht. Von mir gibt es nur zwei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2025

Zu viel Drama

No Cure for Love
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Meinung:

Die Frau auf dem Sitz gegenüber sieht mich schon wieder an.

Das Cover finde ich wirklich schön. Es hat gleich einen Bezug zur Medizin mit der Lunge darauf, aber durch die Blumen sieht es etwas ...

Meinung:

Die Frau auf dem Sitz gegenüber sieht mich schon wieder an.

Das Cover finde ich wirklich schön. Es hat gleich einen Bezug zur Medizin mit der Lunge darauf, aber durch die Blumen sieht es etwas abstrakter und freundlicher aus, mehr wie ein Liebesroman.

Der Schreibstil der Autorin war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Für mich wirkte dieser etwas distanziert und ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt habe. Danach ging es aber gut. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Ellen, wodurch man sie am besten kennen lernt.

Zu Beginn lernt man Ellen kennen, die Praxiserfahrung im Krankenhaus sammeln soll. Sie ist für ein paar Monate nur eingeplant und gerät schon am ersten Tag mit ihrem Kollegen Timo aneinander. Doch schnell schließt sie ihn ins Herz, doch verlieben will sie sich auf keinen Fall.

Der Einstieg in das Buch ist mir generell leicht gefallen, nur der Schreibstil hat es mir etwas schwer gemacht. Ansonsten war ich neugierig auf die Geschichte und es hat sich ein bisschen wie Grey’s Anatomy in Buchform gelesen. Das Setting im Krankenhaus mag ich persönlich sowieso gerne und finde ich auch mega spannend.

Ellen fand ich in Ordnung, obwohl sie mir im Laufe des Buches immer mehr auf die Nerven ging. Zuerst wirkte sie wie eine kompetente und kluge Ärztin, die genau weiß, was sie will. Doch sobald Timo aufgetaucht ist, wurde sie unentschlossen, es gab ein ewiges hin und her bei ihren Gefühlen und irgendwann fand ich sie nur noch nervig. Eigentlich hat sie all ihre Prinzipien für einen Mann über Board geworfen und das obwohl sie ihn erst ein paar Wochen kennt. Ich hätte sie eigentlich anders eingeschätzt.

Timo war mir zu perfekt. Schon von Beginn an wirkte er wie der perfekte Kerl und sowas mag ich nicht. Er war ein guter Arzt und ein netter Kollege, er behandelt Ellen gut und weiß genau, was er in Zukunft will. Durch diese Perfektheit kam aber auch eine Distanz beim mir auf und ich wurde nicht richtig mit ihm warm. Ich fand es dann aber schön, wie er für Ellen da war und sie nicht gedrängt hat.

Den Start der Geschichte fand ich wirklich gut. Es geht viel ums Krankenhaus und die Patienten, wie der Alltag von Ellen aussieht und wie sie die Behandlungen durchführt. Das wurde wirklich sehr gut beschrieben und war auch interessant zu lesen. Sobald dann aber die Liebesgeschichte immer präsenter wird, rückt das alles in den Hintergrund und wird nebensächlich, was ich schade fand, da genau das das Buch so besonders gemacht hat.

Die Liebesgeschichte war nicht mein Fall. Man muss wissen, dass die gesamte Handlung des Buches innerhalb von ein paar Wochen spielt, höchstens zwei Monaten, und dafür ging einfach alles zu schnell. Ellen ist überzeugt davon, dass sie keine Beziehung will, da sie sowieso nur enttäuscht wurde bis jetzt und sich auf ihre Forschung und Arbeit konzentrieren will. Dann kommt ein gutaussehender Kerl daher und schon ist es um sie geschehen. Ganz schrecklich fand ich dann auch eine Sache, ca in der Mitte des Buches. Es wurde angedeutet, dass Ellen vielleicht schwanger sein könnte und da war es vorbei mit mir. Ich hasse diesen Trope in Büchern und hier hat er auch gar nicht gut gepasst. Ab diesem Zeitpunkt wurde alles andere auch unwichtiger und trotzdem hat Ellen Timo immer von sich gestoßen und wollte ihn nicht da haben. Für mich war der Mittelteil nicht gut, zu dramatisch und vorhersehbar, zu wenige Gefühle und alles ging auch viel zu schnell zwischen den beiden Hauptcharakteren.

Als würde es nicht schon genug Drama in Ellens Leben geben, kommt auch noch ihre Freundin und Mitbewohnerin mit ihrem Ex daher, dem sie doch noch vergeben will. Dieser Kerl hat das gesamte Buch über nichts getan, außer zusätzliches Drama zu erzeugen, welches einfach zu viel war. Besonders gegen Ende kommt er immer öfter vor und ich finde, das hätte es einfach nicht gebraucht. Dafür ist das Buch auch zu kurz. Diese Nebengeschichte mit der Freundin und Mark kam immer wieder auf und hat nichts zur eigentlichen Liebesgeschichte beigetraten, das hätte man auch einfach weglassen können.

Wenn ich das Buch beschreiben müsste würde ich sagen es ist eine Mischung aus allem dramatischen Grey’s Anatomy Folgen, denn genau so liest es sich bis zum Ende. Mark, eine mögliche Schwangerschaft und dann kommt im letzten Drittel noch was dazu, was fast genau so in der Fernsehserie auch passiert ist. An sich war das ja spannend und gut geschrieben, aber zu diesem Zeitpunkt gab es schon so viel Drama, dass es einfach zu viel war. Die Liebesgeschichte wurde eine Nebensache und der Leser sollte nur noch mehr schockiert werden. Das kann funktionieren, aber nicht wenn das gesamte Buch so ist, ich empfand es nicht mehr als spannend, sondern als nervig.

Es blieb auch noch etwas Platz für eine Liebesgeschichte, die mich aber nicht überzeugen konnte. Sie kennen sich geschätzte zwei Wochen und schon ist es die große Liebe, wobei man als Leser von den Gefühlen selber nichts mitkriegt. Ich konnte nicht verstehen, wieso sie sich plötzlich so verliebt haben und wieso beide so sehr von ihren Prinzipien abweichen. Außerdem hätte ich mir mehr Professionalität erwartet, denn auch diese lassen sie immer mehr schleifen, was nicht zu ihnen passt.

Das Ende war dann ziemlich schnell da, nachdem das ganze Drama abgehandelt wurde. Was ich allerdings sagen muss ist, dass die Beziehung zwischen Ellen und ihrer Mutter gut dargestellt und behandelt wurde. Ihre Mutter ist eine renomierte Forscherin und Ellen wollte ihr immer gefallen. Die Beziehung zwischen ihnen lässt sich als distanziert beschreiben und dass Ellen als kleinen Kind keine wirkliche Mutter hatte, da diese immer unterwegs war, verarbeitet sie in dem Buch recht gut. Dieser Punkt hat mir wirklich gut gefallen und am Ende kam das nochmals deutlich durch, dass dies ein wichtiger Teil des Buches war.

Fazit:

Das Buch hat mich leider sehr enttäuscht. Es ist vollgepackt mit Drama, was einfach zu viel war, einer Liebesgeschichte, die viel zu schnell geht und die ich nicht nachvollziehen konnte und Protagonisten, die ich nicht unbedingt mochte. Von mir kriegt das Buch leider nur 2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2025

Nicht so gut wie erwartet

Kingdom of the Black Crescent 1: Touch of Perish
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Auf den Gesichtern meiner Lakaien flackert rubinrotes Licht, als sie auf die zerstörte Stadt hinabblicken.

Das Cover finde ich schön, ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Auf den Gesichtern meiner Lakaien flackert rubinrotes Licht, als sie auf die zerstörte Stadt hinabblicken.

Das Cover finde ich schön, aber auch ziemlich generisch. Es hat keinen Wiedererkennungswert für mich und ich habe das Buch oft mit anderen Büchern verwechselt. Dass es so düster ist passt aber gut zum Inhalt des Buches.

Der Schreibstil der Autorin war in Ordnung. Vieles wurde jedoch wiederholt und auch konnte ich die Gefühle von den Figuren nicht immer nachvollziehen. Das hat mein Leseerlebnis schon ein bisschen gestört.

Zu Beginn lernt man Kaythara kennen, die in einem Tempel lebt, weil sie einen Fluch in sich trägt. Um niemanden zu verletzen ist sie in diesem Tempel, doch als der neue Wärter Mordan auftaucht, bricht sie Regeln und findet heraus, dass ihr ganzes Leben eine Lüge war.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, weil mir die Idee gut gefallen hat und ich neugierig war, wie sich das entwickeln würde. Man erfährt, wie Kaythara lebt, welche Hürden sie hat und was ihr bevorsteht, somit ist der Grundstein für die Geschichte gelegt.

Kaythara fand ich in Ordnung, zu Beginn mochte ich sie noch mehr, daber dann ging sie mir immer mehr auf die Nerven. Als sie mit Mordan abhaut wird sie rebellischer, meint vieles besser zu wissen, obwohl sie eigentlich keinen Plan hat, stellt Vorderungen, obwohl sie keine Macht hat und ist dazu auch noch unentschlossen. Ihre Gefühlsschwankungen fand ich einfach nur anstrengend und das wurde bis zum Ende immer noch schlimmer.

Mordan und Danmor sind die beiden wichtigsten Charaktere neben Kaythara. Ich fand beide eigentlich nicht gut, jeder erwartet etwas von Kaythara, keiner von beiden sagt ihr was und beide behandeln sie wie ihren Besitz. Mordan ist da noch schlimmer drauf, weil lügt und Kaytharas Gefühle aussnutzt. Danmor will Kaythara für sich, aber irgendwie ist es ihm auch egal, wenn sie was mit Mordan hätte. Seine gesamte Einstellung fand ich ziemlich komisch.

Insgesamt ist das Buch in Ordnung. Die Geschichte ist nicht neu und zuerst dachte ich wirklich, ich würde ein Büch über Fae lesen, weil die Rede von verschiedenen Höfen und dem Winter-, Sommer- und Sonst-was-Prinzen war. Das kennt man so von den Fae, aber hier geht um Vampire, die aber nicht wie Vampire sind, sondern wieder mehr wie Fae. Diese Mischung hat mir nicht gefallen und man hätte sich einfach für eine Art entscheiden sollen. So entstand eine ganz komische Mischung.

Die Handlung bietet nicht wirklich viele Überraschungen, man kann sich schnell denken, wie es ausgehen wird. Das wäre an sich nicht schlimm, nur konnten mich auch die Charaktere und ihre Handlungen nicht so sehr überzeugen, dass ich wirklich viel Freude an dem Buch hatte. Durch die vielen Wiederholungen las es sich oftmals auch so, als seien die Charaktere vergesslich. Manchmal habe ich schon an mir selbst gezweifelt, weil manche Infos eins zu eins in zwei verschiedenen Kapiteln vorkamen und die Charaktere so reagiert haben, als hätten sie das zuvor noch nicht gehört. Doch auch der Rest war für mich einfach nicht so gut gemacht.

Da gibt es einmal die Liebesgeschichte, die ich gar nicht nachvollziehen konnte. Kaythara wird von Mordan gerettet, trifft seine Brüder und alle haben ein freundschaftliches Verhältnis. Man spürt hier bei niemanden mehr und plötzlich ist sie in zwei Brüder verknallt, die sie auch wollen und woher kam das? Da ist dann die Rede von Liebe, aber die haben nichtmal viel Zeit miteinander verbracht, niemand hat Kaythara wirklich gut behandelt und schon ist sie verknallt? Für mich war das unerklärlich und ich konnte es auch nicht nachvollziehen.

Die böse Macht in dem Buch war in Ordnung. Es war nichts, was super spannend war oder irgendwie schlecht, sie war halt da und hat für ein bisschen Wirbel gesorgt. Mich hat es nicht umgehauen, das Ende war halbwegs gut. Es gab noch ein paar Enthüllungen und ein bisschen Action, dann folgte natürlich ein Cliffhanger.

Fazit:

Ich habe mich auf das Buch gefreut, aber je mehr ich drüber nachdenke, desto weniger mochte ich es eigentlich. Die Charaktere waren alle blass und ihre Handlungen nicht nachvollziehbar, die Liebesgeschichte baut eigentlich nur auf Lust auf und man spürt keine wahren Gefühle. Insgesamt ist von der Geschichte nicht viel bei mir hängen geblieben, wobei ich oft das Gefühl hatte, das alles schon einmal gelesen zu haben. Von mir kriegt das Buch 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Hat leider immer mehr nachgelassen

The Stars are Dying
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Meinung:

Seiner Erfahrung nach war Sterben, unabhängig von den Qualen der letzten Atemzüge, nicht annähernd so schmerzhaft wie ein unendliches Leben ohne seine große Liebe.

Das Cover finde ich wirklich ...

Meinung:

Seiner Erfahrung nach war Sterben, unabhängig von den Qualen der letzten Atemzüge, nicht annähernd so schmerzhaft wie ein unendliches Leben ohne seine große Liebe.

Das Cover finde ich wirklich schön. Ich mag dieses verschlungene in der Schrift und auch die Farben harmonieren gut.

Der Schreibstil der Autorin war in Ordnung, zwischendurch etwas zu ausschweifend, aber ich kam gut im Buch voran. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Astraea, wodurch man sie am besten kennen lernt.

Zu Beginn lernt man Astraea kennen, die bei Hektor lebt. Doch sie möchte dieses Leben hinter sich lassen und will mit ihrer besten Freundin Cassia zum Reich in der Mitte reisen, weil Cassia an dem Libertatem teilnehmen will. Unerwartet bekommt Astraea Hilfe von Nyte, wobei sie nichteinmal weiß, wer er überhaupt ist.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, man lernt erstmal Astraea und ihr Leben kennen und bekommt ein bisschen die Welt erklärt. Zugegeben, das war ein großer Infodump, mit allen möglichen Arten von Vampire, wieso niemand die Reiche verlassen darf und anderen Infos, aber danach wurde es dann besser. Alles habe ich nicht sofort verstanden, aber bei einem so dicken Buch kann man das auch nicht erwarten.

Astraea war in Ordnung. Mehr gibt es über sie nicht zu sagen, denn obwohl sie gerne to tut als würde sie alles allein schaffen und sei gut in gewissen Dingen, wäre sie gefühlt schon auf Seite drei gestorben, wenn ihr Nyte nicht immer wieder helfen würde. Ohne ihn bekommt sie nämlich gar nichts auf die Reihe. Das ändert sich leider bis zum Ende nicht, außerdem ist sie sehr unentschlossen. Einmal vertraut sie Nyte, dann hasst sie ihn, dann mag sie ihn wieder und dann hasst sie ihn. Das war irgendwann nur noch sehr nervig.

Nyte selber fand ich als Charakter gut gemacht. Aber seine Art in Rätseln zu sprechen und nichts zu sagen war anstrengend. Seine Stimmungsschwankungen sind auch nicht ohne, zuerst ist er der liebste Kerl auf der Welt und in der nächsten Sekunde möchte er zum Spaß Leute umbringen. Auch gegenüber Astraea ist er nicht immer gleich, was irgendwie sehr komisch war. Ich habe ihn nicht durchblicken können und kann bis jetzt nicht sagen, ob er vieles nur spielt oder wirklich so ist.

Es gab aber Nebencharaktere, die ich wirklich gerne mochte. Zuerst einmal Cassia, sie ist eine so fröhliche Person, man muss sie einfach mögen. Dann Drystan, den ich nicht unbedingt mag, der aber vom Charakter her unglaublich interessant ist. Von ihm hätte ich gerne noch mehr gelesen. Zath mochte ich ebenso, für mich war er einer der besten Charaktere in dem Buch.

Das Buch ist wirr. Anders kann ich es nicht beschreiben. Zwischendurch fand ich keinen roten Faden und es wirkte, als würde einfach irgendwas passieren, ohne Grund. Besonders in der Mitte des Buches war es ganz schlimm, so gab es ganz ganz viele Sprünge zwischen den Szenen, sodass man in einem Moment an Ort A und im nächsten drei Tage später an Ort B war. Ich kam da langsam nicht mehr ganz mit und da hat mich das Buch auch ein wenig verloren. Außerdem hat sich die Geschichte lange nicht vom Fleck bewegt. Bis Astraea an den Spielen teilnimmt und bis diese dann beginnen dauerts lange und die Spiele selber sind wirklich schnell abgehandelt. Es gab hier keine Hindernisse und es war auch nicht spannend oder so.

Ohne Nyte hätte sie sowieso gar nichts geschafft, er hat ihr bei jeder Prüfung geholfen. Eine davon ist mir gut in Erinnerung geblieben, denn in dieser sollte Astraea über eine Sünde hinwegkommen, doch sie hat sich komplett ergeben und nichtmal daran gedacht irgendwas zu tun, weil sie so scharf auf Nyte war. Das war wirklich unpassend und zeigte mal wieder, dass sie eigentlich nichts kann.

Als Leser weiß man schnell, was es eigentlich mit Astraea, ihren Sternbildern auf der Haut und auch Nyte auf sich hat. Alle wissen um das Geheimnis von Astraea, nur sie selber weiß es nicht. Das war echt mühsam, besonders weil ihr auch niemand was gesagt hat. Von Nyte ganz zu schweigen. Er ist meist nur in ihren Gedanken, doch es gab eine Szene, da konnte sie seine Erregung spüren. Wie das ging weiß ich nicht, denn es wurde immer wieder betont, dass er eigentlich nichts anfassen kann und auch nicht angefasst werden kann, wenn er nur in Gedanken bei ihr ist. Da gabs ein paar Logikfehler.

Das mag sich alles sehr negativ anhören, aber die grunsätzliche Idee vom Buch fand ich sehr gut. Allerdings ist es einfach zu lang mit zu vielen Wiederholungen. Immer wieder ist Astraea in Situationen, aus denen sie gerettet werden muss und dieses Muster wiederholt sich bis zum Ende. Die letzten 200 Seiten waren dann aber wieder spannend, weil endlich endlich endlich ein paar Fragen beantwortet wurde. Nicht alle, aber wenigstens ein paar.

So ganz verstanden habe ich es aber trotzdem nicht, das Buch war einfach so wirr geschrieben. Bereits zu Beginn wurde die Sternenmaid erwähnt, dann noch Vampire und Celestials, die Zusammenhänge zwischen diesen habe ich bis jetzt nicht verstanden. Ich check es einfach nicht und es wurde auch nur so wischi waschi erklärt. Am Ende kommt noch ein wenig Info dazu, aber auch das hat mir nicht geholfen. Vor allem ging am Ende alles wirklich schnell und das wirkte dann wieder zu überstürzt.

Die Liebesgeschichte fand ich jetzt auch nicht so toll. Es war eigentlich nur Lust und nicht wirklich Liebe. Allerdings sagt Nyte immer wieder, dass sie nicht zusammen sein können, und trotzdem geht er nicht weg. Ich spürte zwischen den beiden wirklich keine Gefühle und da war mehr zwischen Nebencharakteren.

Fazit:

Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, das ist ein großer Vorteil, allerdings ist die Geschichte wirr und nicht immer logisch. Besonders Astraea ging mir auf die Nerven mit ihrem hin und her, Nyte mochte ich da schon etwas mehr, aber auch seine Stimmungsschwankungen fand ich bedenklich. Zuerst war ich wirklich begeistert von dem Buch, aber bis zum Ende hat es mich verloren und je mehr ich drüber nachdenke, desto weniger mochte ich die Geschichte. Von mir gibt es zwei Sterne.

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