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Veröffentlicht am 19.03.2025

Was geschah vor 100 Jahren? Sehr bewegend

Vor hundert Sommern
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Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen. Eine junge Frau, die anscheinend in einem Buch ihre eigene Familiengeschichte liest, die in diesem Buch Vor hundert Sommern im Jahr 1924 beginnt ...

Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen. Eine junge Frau, die anscheinend in einem Buch ihre eigene Familiengeschichte liest, die in diesem Buch Vor hundert Sommern im Jahr 1924 beginnt und 2024 erstmals von der Familie thematisiert wird.

Sie beschreibt das Leben von mehreren Frauen in einer Familie, die sich jeweils mit den Schwierigkeiten ihrer Zeit und persönlichen Hindernissen auseinandersetzen müssen.

Als die 94 jährige Elisabeth nicht mehr allein in ihrer Wohnung in Berlin Charlottenburg leben kann und in ein Seniorenheim nach Hamburg in nächster Nähe zu ihrer Tochter Anja ziehen muss, bleibt Anja und ihrer Tochter Lena nichts anderes übrig, als die Wohnung aufzulösen. Dabei finden sie Relikte und Unterlagen aus längst vergangenen Zeiten, vornehmlich von Elisabeths Tante Clara, der die Wohnung vorher gehört hatte.

Ganz behutsam bringen Anja und Lena Elisabeth dazu, die Familiengeschichte zu erzählen. Sehr zögerlich lässt sich Elisabeth darauf ein, denn es gibt Geheimnisse, vor denen sie sich noch immer scheut, sie preiszugeben.

Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen und die Rückblenden in das Jahr 1924 und die folgenden Jahre werden stückchenweise von Elisabeth aufgearbeitet. Hier wird dann aus der Sicht von Clara erzählt. Mit ihrem unvergleichlich angenehmen und flüssigen Schreibstil nimmt die Autorin die Leser*innen mit auf eine Reise in die Vergangenheit mit den Widrigkeiten, mit denen die Familienmitglieder damals konfrontiert waren und beleuchtet parallel die Themen und Probleme unserer heutigen Zeit. Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mich gut in Anja hineinversetzen, die als berufstätige Mutter, Tochter und Ehefrau sehr gefordert ist. Auch Clara war eine starke Persönlichkeit ihrer Zeit. Sehr authentisch. Gut recherchiert.

An der einen oder anderen Stelle hätten die Ausführungen tatsächlich etwas kürzer sein können, doch nichtsdestotrotz hat mich der Roman sehr gut unterhalten. Absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Das Leben geht weiter

Von hier aus weiter
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Für mich war es das erste Buch der Autorin Susann Pásztor und wohl auch nicht das Letzte.

Marlene, die nach dem Tod von Rolf nicht mehr in den Alltag zurückfindet, keine Telefonanrufe oder Nachrichten ...

Für mich war es das erste Buch der Autorin Susann Pásztor und wohl auch nicht das Letzte.

Marlene, die nach dem Tod von Rolf nicht mehr in den Alltag zurückfindet, keine Telefonanrufe oder Nachrichten beantwortet, möchte nichts weniger, als dem eigenen Leben ein Ende setzen. Sie kann nicht trauern sondern ist einfach nur wütend. Wütend auf Rolf. In diese Gefühlswelt tritt durch Zufall der Klempner Jack ein zweites Mal in ihr Leben. Er entpuppt sich als ihr ehemaliger Schüler. Da er derzeit wohnungslos ist, darf Jack bei Marlene einziehen. Dies gibt Marlenes Leben ganz neue Impulse, doch sie hält noch immer an ihrem eigenen Ableben fest.

Trauer und Trauerbewältigung sind ein ernstes Thema und der Autorin ist es hier sehr gut gelungen, eine gewisse Leichtigkeit in die Handlung zu transportieren. Mit Humor und viel Empathie für die Protagonisten lässt sie hier im Laufe der Geschichte eine tolle Gemeinschaft entstehen. Geprägt von Veränderung, Verständnis, Rücksicht, Freundschaft, Liebe und über sich hinauswachsen. Das ist doch das, was jemand braucht, der anscheinend ausweglos an einem Tiefpunkt angelangt ist. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und wurden bei mir auch gleich Sympathieträger.

Das schön gestaltete Cover zeigt eine minimale Veränderung in der harmonischen Farbgebung und der Perspektive zwischen den beiden Bildern. Hier wird dem Betrachter vermittelt, das Leben geht weiter. Wunderbar passend zum Inhalt.

Eine schön erzählte Geschichte, die auch durch den flüssigen Schreibstil bei mir absolut punkten konnte.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Es ist nicht alles Gold, was glänzt - Spannend und atmosphärisch

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Die Autorin hat für ihren neuen Krimi als Schauplatz ein abgelegenes hypermodernes Hotel auf einem Lavafeld in Westisland gewählt. Hier trifft sich die superreiche Familie Snæberg über das Wochenende, ...

Die Autorin hat für ihren neuen Krimi als Schauplatz ein abgelegenes hypermodernes Hotel auf einem Lavafeld in Westisland gewählt. Hier trifft sich die superreiche Familie Snæberg über das Wochenende, um den 100. Geburtstag eines längst verstorbenen Familienmitgliedes zu feiern. Neben den Feierlichkeiten, bei denen auch eine erhebliche Menge an Alkohol fließt, sind auch gemeinsame Unternehmungen geplant. Und schon bereits hier sieht man, dass mehr Schein als Sein vorherrscht.

Ich habe bereits die Vorgängerbände gelesen, doch dieser Band setzt sich in der Erzählweise erheblich von den anderen ab. Anfänglich steht nicht die Ermittlung im Vordergrund, sondern die einzelnen Familienmitglieder, aus deren Sicht, Gedanken- und Gefühlswelt wechselweise erzählt wird. Um eine bessere verwandtschaftliche Übersicht der einzelnen Personen zu bekommen, ist der Stammbaum sehr hilfreich.

Die Kapitel sind kurz und durch die ständigen Personen- und Zeitwechsel, im Jetzt und der vorangegangenen Tage, braucht der Leser eine gewisse Zeit, um sich ganz auf diese Familie und ihre Geheimnisse einzulassen und die Zusammenhänge zu ergründen. Doch je mehr man in diese Geschichte eintaucht, desto spannender werden die Auflösungen, die sich natürlich erst nach und nach ergeben. Dies hält den Spannungsbogen ab dem zweiten Drittel sehr hoch.

Die Beschreibungen sowohl von der Landschaft wie auch von den Witterungsverhältnissen waren sehr szenisch, so dass dieser Hintergrund und die Stimmung innerhalb der Familie mit den einzelnen gut ausgearbeiteten Charakteren eine ganz eigene Atmosphäre gebildet haben.

Die Ermittlungsarbeit ist hier eher zur Nebensache geworden, was ich sehr schade fand. Dieser Band müsste eigentlich der erste sein, da am Ende erst von Elma gesprochen wird und die wiederum erst in Verschwiegen das erste Mal zum Einsatz kommt.

Nichtsdestotrotz hat mich der Krimi gut unterhalten und für Island- und Krimifans ist es wieder eine spannende Lektüre.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Gesunde Ernährung für ein strahlendes Lächeln

AL Dente
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Dieses Kochbuch zeigt auf, wie sich die Zahngesundheit durch sechs Prinzipien einer ausgewogenen und gesunden Ernährung ganz einfach realisieren lässt. Dies wird anschaulich im ersten Kapitel erklärt. ...

Dieses Kochbuch zeigt auf, wie sich die Zahngesundheit durch sechs Prinzipien einer ausgewogenen und gesunden Ernährung ganz einfach realisieren lässt. Dies wird anschaulich im ersten Kapitel erklärt. So gerüstet kann man sich durch den Tag schlemmen. Angefangen beim Frühstück, über den kleinen Snack für zwischendurch oder unterwegs, Salate, Bowls und Vorspeisen, warme Gerichte und Hauptspeisen bis hin zu Desserts und süßen Gerichten.
Die jeweiligen Rezepte sind immer mit einem sehr ansprechenden Bild dargestellt. Das Auge isst ja schließlich mit. Unter dem Rezept findet man eine Aufstellung, welcher der sechs Prinzipien das Gericht entspricht.
Zwischendurch kommen immer wieder Ernährungsmediziner, Wissenschaftler, Zahnärzte und Köche etc. zu Wort, die sich ausgiebig mit der zahngesunden Ernährung beschäftigt haben. Aufgelockert wird das Kochbuch noch durch kleine Artikel, sogenannte Wissenshappen. Die Kennzeichnung vegetarisch/vegan ist hier auch noch positiv zu bewerten.
Das Cover mit dem perfekt gewählten Titel zeigt ganz offensichtlich, dass Zahngesundheit und Ernährung hier im Vordergrund stehen.
Alles im allem ist es ein gutes Kochbuch mit teils interessanten Gerichten. Dabei haben es mir die Bowls, die ich bereits zubereitet habe, sehr angetan. Ich finde es immer wichtig, dass die Zutaten gut zu besorgen sind und für jeden Geldbeutel etwas dabei ist (außer dem Trüffel).

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Entwurzelung des samischen Volkes

Als wir im Schnee Blumen pflückten
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Bereits das schön gestaltete Cover mit dem eindrücklichen Titel und der Klappentext lassen eine berührende Geschichte von Máriddja und Biera Rijá, die am Rande des Fjälls in einer zerfallenen Hütte leben, ...

Bereits das schön gestaltete Cover mit dem eindrücklichen Titel und der Klappentext lassen eine berührende Geschichte von Máriddja und Biera Rijá, die am Rande des Fjälls in einer zerfallenen Hütte leben, erahnen.

Mariddja ist schwer erkrankt und Biera leidet an Altersdemenz. Bevor Máriddja stirbt, hat sie noch einen einzigen Wunsch, sie möchte ihren Neffen noch einmal wiedersehen. So macht sie sich auf ihre ganz spezielle eigensinnige Art auf eine ungewöhnliche Suche.

Die Charaktere, so unterschiedlich und speziell sie auch sind, wurden sehr gut ausgearbeitet. Neben den Hauptpersonen, gibt es noch verschiedene Bewohner des Ortes, die einen geeigneten Hintergrund darstellen. Der Text ist fließend und die Kapitellängen sind gut dosiert und fügen sich harmonisch ineinander. Die Autorin hat ihren ganz eigenen Schreibstil und man trifft hier auf humorvolle und etwas skurrile Passagen. Auch wer Metaphern mag, wird hier gut bedient.

Die Handlung hat zwei Erzählstränge, die sich wie Puzzlestücke gut ineinanderfügen und zum Schluss die Geschichte harmonisch abrunden.
Von der Zwangsumsiedlung der Samen aus dem hohen Norden in den Süden des Landes habe ich vorher noch nicht gehört und so hat auch dieses Buch mein Wissen erweitert.

Der Autorin ist es wichtig, mit diesem Buch auf das Leben, die Kultur und die alten Traditionen der Samen hinzuweisen und den Lesern näherzubringen. Ich hätte mir noch einen kleinen Anhang mit der Übersetzung der samischen Wörter gewünscht. Vor der fantastischen Kulisse der schwedischen Landschaft ist hier ein bewegender und lesenswerter Roman entstanden.

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