Die schiere Schönheit seines Schreibens!
Die Frau im weißen KimonoToris Vater liegt im Sterben und erzählt ihr auf dem Sterbebett von seiner großen Liebe, die er in Japan fand, als er bei der Marine war.
Das Buch wechselt zwischen Gegenwart und 1957, das Jahr in dem ...
Toris Vater liegt im Sterben und erzählt ihr auf dem Sterbebett von seiner großen Liebe, die er in Japan fand, als er bei der Marine war.
Das Buch wechselt zwischen Gegenwart und 1957, das Jahr in dem Naoko und Hajime sich lieben lernen. Eine unglaublich gut vermittelte Liebe. Kurze Zeit darauf werden die damaligen Spaltungen angesprochen, Kritik ummantelt in einem wortgewaltigen Geflecht aus zarten Redewendungen und Erlebnissen.
Auch die gute Recherchearbeit- sei es bei den japanischen Orten oder seiner Knigge, noch bei den historische Ereignissen muss lobende Worte finden.
Naoko ist eine Art symbolische Heldin für viele weitere Frauen während und nach den Kriegen geworden. Dazu das Schicksal vieler Familien, die zusammengehören und nicht durften. Ach traurig einfach und schön verpackt.
Mich hat dieses Werk mit seiner schriftlichen Hülle und dem inhaltlichen Kern sehr berührt, bis hierhin mein bestes Buch des Jahres.