Eine spannende Welt unter der Erde Londons
Verlorene Städte (Die Lichter unter London 1)Mit „Verlorene Städte“ ist Band 1 der neuen Dilogie „Lichter unter London“ von Anne Herzel erschienen. Beide Bände bauen aufeinander auf und sind nicht unabhängig voneinander lesbar.
Unter den Straßen ...
Mit „Verlorene Städte“ ist Band 1 der neuen Dilogie „Lichter unter London“ von Anne Herzel erschienen. Beide Bände bauen aufeinander auf und sind nicht unabhängig voneinander lesbar.
Unter den Straßen Londons erstreckt sich die weitverzweigte Kanalisation. Hier findet man den Eingang in die Unterwelt, ein Höhlensystem jenseits der U-Bahn-Tunnel, das Tausende Meter in die Tiefe reicht.
Maeve O´Sullivan studiert an der Universität, um später einmal Mudlark zu werden – eine Tiefenschürferin, die nach den Schätzen und Geheimnissen in den Tiefen unter der Erde Londons sucht. Aufgrund einer Wette wagt sie sich jedoch bereits vor ihrem offiziellen Abschluss hinab in die Tunnel und verirrt sich. Verfolgt von skurrilen Wesen und ohne Chance zu überleben, wird sie von Blaise gerettet. Gemeinsam müssen sie vor dem Wächter fliehen – einem Wesen, welches die Mudlarks fürchten und das Tunnelsystem fest im Griff hat. Doch Maeve wird bei einer Auseinandersetzung vom Wächter gezeichnet und dazu verdammt, nie wieder an die Oberfläche zurückkehren zu können. Gemeinsam mit Blaise versucht sie, einen Weg zur Heilung zu finden, doch diese scheint nur in den unendlichen Tiefen der Unterwelt zu finden zu sein.
Bereits das Cover des Romans ist mysteriös und magisch aufgebaut. Es hat mich sofort auf dieses Buch aufmerksam werden lassen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildhaft. Ich war sofort mit Maeve in den unheimlichen Katakomben, habe mir die verschiedensten fantasievollen Pflanzen und Kreaturen vorstellen können und war über die Ausgestaltung der verschiedenen Ebenen immer wieder begeistert. Was mir besonders gefallen hat, war, dass es nicht nur gefährliche Kreaturen gab, sondern auch sehr liebenswürdige Wesen und man immer wieder wunderbare Momente miterleben durfte.
Die Story war sehr schnelllebig, man hatte kaum Atempausen und es ist immer wieder etwas Neues passiert.
Im Roman werden Neopronomen verwendet. Was mir in anderen Büchern oft den Lesefluss zerstört, war hier nicht der Fall, da es der Autorin sehr gut gelungen ist, den Hintergrund von deren Verwendung in die Storyline zu integrieren und somit für den Leser greifbar zu machen.
Alles in allem war es ein spannender Auftakt für diese Dilogie und ich bin sehr froh, dass Band 2 nicht lange auf sich warten lässt.