Tiefgang, der sanft trägt
Das Multiversum der MenschlichkeitVorweg: Ich liebe alles an diesem Buch – aber der Reihe nach.
Schon beim Auspacken war ich positiv überrascht: Die Haptik und das Layout des Buches sind außergewöhnlich hochwertig. Die Rillenstruktur ...
Vorweg: Ich liebe alles an diesem Buch – aber der Reihe nach.
Schon beim Auspacken war ich positiv überrascht: Die Haptik und das Layout des Buches sind außergewöhnlich hochwertig. Die Rillenstruktur der Broschur gefällt mir besonders gut – sie liegt nicht nur angenehm in der Hand, sondern lädt regelrecht dazu ein, öfter darüber zu streichen. Auch das Inhaltsverzeichnis und die gesamte Struktur wirken durchdacht und übersichtlich. Türkisfarbene Akzente schaffen eine klare visuelle Trennung zwischen den Themen.
Das Buch umfasst zehn Kapitel, eine Einleitung und einen Epilog. Was mich sofort gepackt hat, war der herausragende Schreibstil und die kluge Metaphorik: Menschliches Empfinden und Handeln wird mit universellen Prinzipien verknüpft – bildhaft, tiefgründig und zugleich leicht zugänglich.
Die Kapitel widmen sich Themen wie Liebe, Selbstfürsorge, Wut, Mut, Vergebung, Empathie, Hoffnung, Geduld, Dankbarkeit und Authentizität – allem, was den Menschen als Mikrokosmos ausmacht. Jedes dieser Themen wird durch Phänomene aus dem Universum oder der Physik erklärt. Dabei bleibt alles verständlich und einprägsam – auch für Leser*innen ohne naturwissenschaftliche Vorkenntnisse.
Besonders gefallen hat mir, dass jedes Kapitel durch kurze Geschichten ergänzt wird, die ein Gefühl von Optimismus und Mitgefühl wecken – ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Am Ende jedes Abschnitts wird der Inhalt noch einmal „auf den Punkt gebracht“, was das Nachschlagen besonders leicht macht.
Das Buch lässt sich sowohl kapitelweise als auch am Stück lesen – ich selbst habe es in einem Rutsch verschlungen. Doch ich werde es definitiv noch einmal lesen – diesmal mit Notizen zu den schönsten Stellen.
Was ich erst im Nachgang realisiert habe: Dieses Buch hat mich auf einer tieferen Ebene berührt. Ich selbst schreibe an einer Dystopie und steckte zuletzt in einer kreativen Sackgasse. Das Multiversum der Menschlichkeit hat mir geholfen zu erkennen, worüber ich eigentlich schreiben will – nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Haltung. Es hat etwas in mir geklärt, das vorher diffus war. Und allein dafür bin ich sehr dankbar.