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Veröffentlicht am 18.04.2025

Neues von der italienischen Nonna

La Paloma
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Mamma Charlotta ist wieder einmal zu Besuch bei ihrem Schwiegersohn und seiner Familie auf Sylt. Kaum ist sie angekommen, passiert ein Mord, dem kurz darauf ein zweiter folgen soll. Sehr zum Missfallen ...

Mamma Charlotta ist wieder einmal zu Besuch bei ihrem Schwiegersohn und seiner Familie auf Sylt. Kaum ist sie angekommen, passiert ein Mord, dem kurz darauf ein zweiter folgen soll. Sehr zum Missfallen ihres Schwiegersohns Erik, der mit den Ermittlungen betraut ist, lässt es sich Mamma Carlotta nicht nehmen, ihre Nase in alles hineinzustecken. Daneben findet sie natürlich auch noch Zeit sich um ihre Enkel,deren berufliche Belange und ihr Liebesleben zu kümmern.Woher nimmt die Frau nur ihre Energie? Gilt es ja auch noch, ihre Familie und diverse Gäste jeden Tag auf die aufwändigste Art zu bekochen. Bei der Vorstellung der Gerichte , lief mir mehr als einmal das Wasser im Mund zusammen.Allerdings war mir die Beschreibung der Zubereitung, mit den einzelnen Arbeitsschritten, die sich oft wiederholten, manchmal etwas zu viel.
Natürlich wurde auch wieder die wunderschöne Insel Sylt mit den verschiedenen Facetten,gebührend gewürdigt.Dank Carlottas guter nachbarschaftlicher Kontakte ,die sie sehr intensiv pflegt,bezieht sie noch einige Leute in den Kreis der Hobbydetektive mit ein, der an manchen Stellen bedenkliche Ausmaße annimmt und die ein oder andere brenzlige Situation beinhaltet.
Ich habe schon einige Bücher dieser Reihe gelesen, es ist aber mein erstes Hörbuch um Mamma Carlotta.Die Sprecherin Julia Fischer hat die einzelnen Personen sehr gut in Szene gesetzt und Ihnen individuelle Merkmale gegeben. ich habe jede Minute meine Zeit auf Sylt genossen und empfehle das Buch sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Fast hundert Jahre pralles Leben

Das Licht in den Wellen
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Kurz vor ihrem 100.Geburtstag, für den schon eine große Feier auf Föhr geplant ist, macht sich die Protagonistin Inge Martensen ,zusammen mit ihrer Urenkelin Swantje ,auf den Weg nach New York, um noch ...

Kurz vor ihrem 100.Geburtstag, für den schon eine große Feier auf Föhr geplant ist, macht sich die Protagonistin Inge Martensen ,zusammen mit ihrer Urenkelin Swantje ,auf den Weg nach New York, um noch einmal die Plätze aufzusuchen, an denen sie vor vielen Jahren gelebt hat.Außerdem möchte sie ihrer Urenkelin die beruflichen Vorzüge von Amerika schmackhaft machen.
Die Bauerstochter hat die Nordseeinsel Anfang der 40 er Jahre ,Hals über Kopf in Richtung New York verlassen, zusammen mit einem Geheimnis, was erst am Ende des Buches gelüftet wird
Die zielstrebige und sehr sympathische Protagonistin ,hat sich von einer einfachen Verkäuferin in einem Feinkostladen,zur angesehenen Chefin eines Nobelrestaurants hoch gearbeitet, wobei ihr „magic potato salad“, eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Bei ihr gibt sich die große Prominenz, unter anderem John F. Kennedy, die Klinke in die Hand Außerdem ist sie dort ihrer großen Liebe begegnet.
Während der Reise von Föhr nach New York, erzählt Inge ihrer Urenkelin aus ihrem ereignisreichen Leben, mit vielen Hochs und Tiefs und lüftet dabei am Schluss ein großes Geheimnis.
Die Geschichte wechselt ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wobei die Vergangenheit ,völlig zu Recht ,einen größeren Rahmen einnimmt.
Dem Autor ist es hervorragend gelungen, die verschiedenen Schauplätze so zu schildern, dass man sich immer am Ort des Geschehens wähnt.Die Beschaulichkeit der Insel Föhr( kenne ich aus eigener Anschauung), kann man sich ebenso gut vorstellen, wie das schillernde Leben in Amerika.
Natürlich lebt das Buch von der wunderbaren Protagonistin (ihr möchte man im wahren Leben begegnen), die ich von Beginn an ganz fest in mein Herz geschlossen habe. Ich habe Inges Leben sehr gerne verfolgt, nur das Ende fand ich ein bisschen zu kurz. Ein kleiner Trost ist, dass es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben wird, auf die ich mich schon sehr freue. Von mir vier Sterne, verbunden mit einer Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Lebenswege

Verheiratete Frauen
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Gabriela, eine der Protagonistinnen dieses Buchs, liegt in den Armen ihres Liebhabers Pablo, einem renommierten Schriftsteller, denkt darüber nach, die Affäre zu beenden. Sie möchte nicht länger ein Leben, ...

Gabriela, eine der Protagonistinnen dieses Buchs, liegt in den Armen ihres Liebhabers Pablo, einem renommierten Schriftsteller, denkt darüber nach, die Affäre zu beenden. Sie möchte nicht länger ein Leben, als Geliebte führen, sondern seine Frau werden,er möchte das nicht.
So beginnt das Buch, um dann in die Vergangenheit zu wechseln.Gabriela,Cósima und Silvia lernen sich über ihre Tätigkeit bei der Frauenzeitschrift La Femme kennen und sind. schon bald miteinander befreundet. alle drei Frauen stehen mitten im Leben, finden Erfüllung in ihrem Beruf und sind auf unterschiedliche Weise nicht glücklich in ihrer Partnerschaft.

Meine Meinung:
In schonungsloser Offenheit nimmt die Autorin ihre Leserinnen mit in das Leben der unterschiedlichen Frauen. Sie beschreibt ihre Wünsche, ihre Sehnsüchte, ihre geheimen Gedanken und vieles mehr.Als Leserin begleitet man die unterschiedlichen Frauen über einen langen Zeitraum, durchlebt mit Ihnen viele Facetten ihres Lebens, Schicksalsschläge, Umbrüche, Zweifel, Hilfsbereitschaft und einiges mehr. Obwohl es sehr viel um Liebe geht, kann man es nicht als reinen Liebesroman ansehen. Das Buch ist an keiner Stelle übertrieben kitschig, sondern geht in die Tiefe der menschlichen Seele und ist dabei sehr direkt. Natürlich spielt auch die Sexualität eine Rolle, was mir persönlich an einigen Stellen etwas zu viel war.Mich hat das Buch sehr bewegt ,es läßt mich nachdenklich zurück.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Der Kampf der Frauen

Im Wind der Freiheit
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In ihrem neusten Werk entführt uns Tanja Kinkel in die Jahre 1848/1849, eine Zeit der politischen Revolution und großer Umbrüche. Im Mittelpunkt stehen zwei starke Frauen, zum einen die Schriftstellerin ...

In ihrem neusten Werk entführt uns Tanja Kinkel in die Jahre 1848/1849, eine Zeit der politischen Revolution und großer Umbrüche. Im Mittelpunkt stehen zwei starke Frauen, zum einen die Schriftstellerin Louise Otto und die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Susanne Grabasch. beide haben sich den Kampf für die Rechte der Frauen auf die Fahne geschrieben. Das ist in der damaligen Zeit fast ein unmögliches Vorhaben, da den Frauen die geistige Fähigkeit für größere Aufgaben völlig abgesprochen wird und das ist nur ein Stolperstein, auf ihrem Weg.
Während für Louise schon sehr früh klar war, dass sie sich uneingeschränkt ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, widmen möchte und auf keinen Fall eine Ehe anstrebt.
Susanne hingegen, hat ihre Arbeit verloren und ist gezwungen, um sich und ihre kranke Mutter versorgen zu können, ihren Körper zu verkaufen.Dabei geht sie,auf Anraten eines Freiers,ein großes Risiko ein.

Die Autorin hat es gut verstanden, die Kämpfe der beiden ungleichen Frauen, ihre Hoffnungen, aber auch die Niederlagen, welche sie immer wieder erlebt haben, eindringlich zu schildern. Auch wenn ich mir manchmal etwas mehr aus dem Privatleben der Protagonistinnen gewünscht hätte, habe ich ihre Geschichte mit großem Interesse verfolgt. Wieder einmal wird einem bewusst, welche Kämpfe die Frauen in der Gesellschaft auszustehen hatten und es teilweise immer noch tun. Ich spreche eine Leseempfehlung aus und vergebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Schwere Zeiten für große Gefühle

Nur ein kurzer Sommer
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Während in der Bretagne schwere Panzer durch die Küstenstadt Vannes rollen, liegt die junge Anne – Marie stundenlang in den Wehen,der junge deutsche Arzt Helmut hilft ihr durch die schwere Geburt.Als die ...

Während in der Bretagne schwere Panzer durch die Küstenstadt Vannes rollen, liegt die junge Anne – Marie stundenlang in den Wehen,der junge deutsche Arzt Helmut hilft ihr durch die schwere Geburt.Als die ledige Mutter, der Vater ist verheiratet und kümmert sich nicht um das Kind, von ihren Eltern verstoßen wird,findet sie Unterschlupf bei einer Freundin. Helmut unterstützt die junge Mutter nach Kräften, und nach und nach verlieben sich die beiden ineinander. Als seine Einheit versetzt wird, verspricht er ihr, sie nach Ende des Krieges zu heiraten.

In einem zweiten Erzählstrang geht es um Emil, den jüngeren Bruder von Helmut und seine Familie, die im Schwarzwald leben.



Im vorliegenden Buch hat die Autorin ihre eigene Familiengeschichte verarbeitet und dabei geschickt fiktive Elemente eingebaut. Schon der titel lässt vermuten, dass es sich nicht um eine Liebesgeschichte im üblichen Sinne handelt.

Das Denken und Fühlen der Menschen in der damaligen Zeit, die engen gesellschaftlichen Zwänge und der Umgang mit Moral und Sitte, welche damals eine übergeordnete Rolle spielten, wurde sehr gut transportiert. Daneben geht es auch im kleineren Rahmen um das Weltgeschehen. Ich habe die Geschichte, welche sich über einen großen Zeitraum bewegt,sehr gerne gelesen und vergebe vier Sterne.

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