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Veröffentlicht am 09.05.2025

Verschenktes Potential

Killer Potential
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3,5 Sterne.
„Killer Potential“ fällt schon durch das intensiv gelbe Cover auf. Das Buch wirkte auf den ersten Blick anders und tatsächlich fand ich die Storyline von der Grundidee her ziemlich erfrischend. ...

3,5 Sterne.
„Killer Potential“ fällt schon durch das intensiv gelbe Cover auf. Das Buch wirkte auf den ersten Blick anders und tatsächlich fand ich die Storyline von der Grundidee her ziemlich erfrischend.
Evie arbeitet als Tutorin. Als sie eines Nachmittags zur Nachhilfestunde erscheint, findet sie die Eltern ihrer Schülerin ermordet vor. Sie hätte die Polizei rufen können, doch von einer Sekunde auf die andere läuft alles aus dem Ruder. Unter der Treppe findet Evie eine gefesselte Frau und durch ein Missverständnis kommt es zu einem Handgemenge mit ihrer Nachhilfeschülerin Selena. Plötzlich befinden sich Evie und die gefesselte Frau auf der Flucht. Eine wilde Fahrt durch sämtliche Bundesstaaten beginnt, denn für die Polizei sind die beiden Mörderinnen.

Der Thriller beginnt sehr skurril und Evie hatte zunächst einen ziemlich sarkastischen Humor, der mich amüsiert hat. Die Geschichte startet direkt mit dem Mord und der Flucht. Da es so spannend begann, hatte ich erwartet, dass es nun immer so rasant weitergeht. Allerdings war die Luft nach einer Weile raus, weil sich die Dinge zu wiederholen beginnen. Die beiden Frauen klauen immer wieder Autos, Boote oder Lebensmittel, brechen irgendwo ein und werden dabei immer mal wieder erwischt.
Auf Dauer wurde es doch ein wenig lahm, zumal mir Evie mit der Zeit immer mehr wie eine naive Idiotin erschien. Das man im ersten Schock etwas Unbedachtes tut, okay, aber irgendwann müssten die Synapsen ja wieder einklicken. Evie hat die Victors nicht ermordet, deswegen ist diese ganze Tour kompletter Irrsinn. Sie steht permanent neben sich und zieht die einfachsten Schlüsse nicht. Für mich lag ziemlich bald auf der Hand, wer die Morde begannen hat, deswegen war die Auflösung keine Überraschung. Für meinen Geschmack ging die Geschichte noch zu lange weiter, nachdem die Flucht beendet war.
Auch die Liebesgeschichte empfand ich ein wenig überflüssig und ohne wirkliche Emotionen. Die befreite Frau spricht im ersten Drittel des Buches nicht und ich war sehr neugierig, mehr über sie zu erfahren. Nachdem sie die Sprache wiedergefunden hat, fand ich ihren Background dann doch nur so mittel interessant.
„Killer Potential“ hatte wirklich Potential. Leider wurde dieses doch ziemlich viel verschenkt.
Das Buch war okay, aber ich würde es nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Schwächster Teil der Reihe

Grenzfall – Ihre Spur in den Flammen
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Wie der Titel „Ihre Spur in den Flammen“ nahelegt, spielen Brände im 5. Grenzfall eine große Rolle. In Alexas Zuständigkeitsbereich geht es Schlag auf Schlag. Erst explodiert ein Auto, es brennt in einer ...

Wie der Titel „Ihre Spur in den Flammen“ nahelegt, spielen Brände im 5. Grenzfall eine große Rolle. In Alexas Zuständigkeitsbereich geht es Schlag auf Schlag. Erst explodiert ein Auto, es brennt in einer Flüchtlingsunterkunft und ein Wohnhaus steht in Flammen.
Auch in Österreich bei Bernhard Krammer stehen Häuser in Brand. Da es zwischen all diesen Vorfällen zunächst einmal keinen roten Faden gibt, geht die Polizei von Einzeltaten aus. Auch von Parallelen jenseits der Grenze merken Krammer und Alexa erstmal nichts, dafür ist der persönliche Kontakt zwischen den beiden so gut wie nie.
Diesmal fand ich es schon hilfreich, wenn man die vorherigen Bücher kennt, da man sonst bei den zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Alexa und ihrem Vater bzw. Konstantin nur schwer mitkommt.
Die privaten Szenen waren in diesem Band tatsächlich meine Lieblingsstellen. Ich kann mit Alexa sehr gut sympathisieren und mich in sie hineinversetzen. Ich hoffe nur, dass sie im weiteren Verlauf der Reihe nicht mit ihrem Kollegen Huber zusammen kommt. Fänd ich irgendwie doof.
Ihr Hund Oskar hat mir diesmal sehr gefehlt, beim nächsten Mal hoffe ich auf mehr tierische Momente.
Der Kriminalfall konnte ich mich leider nicht so gut fesseln, wie ich es sonst von den Grenzfällen gewohnt bin. Es brannte hier, es brannte dort, man wusste lange nicht, um was es eigentlich geht. Ich hatte zwar eine Ahnung, die allerdings falsch war. Die tatsächliche Auflösung fand ich irgendwie random. Auch waren die Leute, bei denen es brannte alle ziemlich unsympathisch. Ob es wirklich einen Grund für diesen Feldzug gab, sei dahingestellt, so wirkliches Mitgefühl wollte sich bei mir nicht einstellen, so dass mich das Buch leider eher kalt gelassen hat.
War okay, aber die anderen Teile der Reihe haben mir deutlich besser gefallen.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Beginnt witzig, endet absurd

Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes
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Da ich seit ein paar Monaten gerne den Podcast „Drinnies“ höre und ich außerdem den Buchtitel „Wenn ich keinen Urlaub mache, macht es jemand anders“ witzig finde, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Zunächst ...

Da ich seit ein paar Monaten gerne den Podcast „Drinnies“ höre und ich außerdem den Buchtitel „Wenn ich keinen Urlaub mache, macht es jemand anders“ witzig finde, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Zunächst konnten mich die Kurzgeschichten gut unterhalten. Giulia Becker erzählt Alltagssituationen, in denen ich mich wiederfinden konnte. Damit, dass es jedes Mal in Absurditäten gipfelt, konnte ich am Anfang leben.
Beim Lesen hörte ich im Kopf Giulia Beckers Stimme und konnte mir richtig gut vorstellen, wie sie die Geschichten erzählt. Ich glaube, an diesem Buch haben insbesondere Fans der Comedian ihre Freude. Wenn man sie nicht kennt, weiß ich nicht, ob man mit den Stories viel anfangen kann, denn es ist schon eine spezielle Art von Humor.
Wie gesagt, mochte ich die überspannte Darstellung von Alltagssituationen. Die kleinen Gedichte zwischen den Geschichten kann man mal drüber lesen, hatten für mich aber keinen Unterhaltungswert.
Leider gingen Giulia Becker scheinbar relativ bald die Ideen aus. Im letzten Drittel ist der Inhalt nur noch komplette Absurdität (z. B. die Geschichte über den Detektiv) und ich konnte überhaupt nicht mehr über darüber lachen, es hat mich mehr genervt als unterhalten.
Insgesamt fand ich diese Sammlung dann doch nur so naja. Schade, ich hatte mehr erwartet. Der „Drinnies“ Podcast ist deutlich lustiger.

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Veröffentlicht am 20.04.2024

Goodbye Sonderdezernat Q

Verraten
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„Verraten“, das Finale der Sonderdezernat Q Reihe, habe ich mit großer Vorfreude und auch etwas traurig erwartet. Nachdem mich diese Serie viele Jahre begleitet hat, ist es nun also an der Zeit, Abschied ...

„Verraten“, das Finale der Sonderdezernat Q Reihe, habe ich mit großer Vorfreude und auch etwas traurig erwartet. Nachdem mich diese Serie viele Jahre begleitet hat, ist es nun also an der Zeit, Abschied von liebgewonnenen Charakteren zu nehmen. Zunächst lagen allerdings 600 Seiten mit einer neuen Geschichte vor mir. Aufgrund der vielen Werbung für das Buch war meine Erwartung wirklich riesig.
Im Gegensatz zu den anderen Teilen gab es diesmal keinen Zeitsprung. „Verraten“ beginnt unmittelbar im Anschluss an „Natrium Chlorid“. Wir befinden uns noch immer Ende 2020, mitten in der Pandemie. Carl wurde verhaftet da auf seinem Dachboden ein Koffer mit Drogen und Geld gefunden wurde. Hat Carl etwa ein kriminelles Doppelleben geführt? Als treuer Leser mag man das nicht glauben und auch seine engsten Mitstreiter wie Assad, Rose, Gordon, Mona, Terje... sind von seiner Unschuld überzeugt. Der Thriller beginnt spannend, denn es geht gleich hoch her. Mehrere Anschläge auf Carls Leben werden verübt.

Nach dem packenden Start hat das Buch im Mittelteil leider sehr stark nachgelassen. Ich hatte ein krasse Verschwörung erwartet aber während ich las, kristallisierte sich heraus, dass die Ursache, warum Carl auf der Abschussliste gelandet ist, doch weit weniger komplex ist, als ich es mir selbst ausgemalt hatte.
Die Anzahl der Personen wurde mir teilweise etwas zu unübersichtlich, vor allem die Kapitel aus Sicht von Mitgliedern einer Drogenbande haben mich mit der Zeit immer weniger interessiert.
Trotz meiner zeitweiligen Ernüchterung und der leichten Langeweile, die sich manchmal einstellte, gab ich die Hoffnung nicht auf und auf den letzten 150 Seiten wurde die Handlung dann wirklich richtig actiongeladen und zum mitfiebern.

„Verraten“ ist ein solider Thriller, das Ende ist ganz süß gemacht, der Kreis schließt sich. Irgendwie hätte ich mir aber doch einen bewegenderen Abschluss gewünscht. Mir hat das komödiantische gefehlt, was die Serie immer so speziell gemacht hat. Selbst Assad hielt sich mit seinen Kamelwitzen zurück. Und Rose kam nur selten mal zu Wort.
Während ich die Bücher 1 bis 8 alle mit 4 bis 5 Sternen bewertet habe, finde ich, dass „Verraten“ nach „Natrium Chlorid“ leider der zweitschwächste Teil war.
Trotzdem werde ich die Ermittler des Sonderdezernats vermissen. Es war eine schöne Zeit mit euch.

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Veröffentlicht am 24.02.2024

Nimmt nur langsam Fahrt auf

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen (Hafenärztin 4)
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„Ein Leben für die Hoffnung der Menschen“ ist der finale Band von Henrike Engels „Hafenärztin Saga“. Da ich Teil 1 bis 3 gerne gelesen habe und es noch ein paar lose Enden gab, habe ich gespannt zu diesem ...

„Ein Leben für die Hoffnung der Menschen“ ist der finale Band von Henrike Engels „Hafenärztin Saga“. Da ich Teil 1 bis 3 gerne gelesen habe und es noch ein paar lose Enden gab, habe ich gespannt zu diesem Buch gegriffen.
Leider hat es diesmal sehr lange gedauert, bis der Funke übergesprungen ist.
Die Autorin greift zwar die offenen Fragen auf, aber die erste Hälfte des Buches ist sehr zäh, da alles sehr langsam vorangeht und es mir manchmal wie künstlich aufgebauschtes Drama vorkam.
Manche Sachen wurden für meinen Geschmack auch zu oft wiederholt wie zum Beispiel Bertholds Unbehagen beim Durchqueren des Elbtunnels.

Die Protagonisten Anne, Helene und Berthold verbindet die zentrale Frage, wie es im Leben (privat und beruflich) weitergehen soll. Während Berthold seine Beförderung am liebsten ablehnen würde, sehnen sich die beiden Frauen nach beruflichem Fortkommen. Für Anne ergibt sich die Möglichkeit in der Suchthilfe aktiv zu werden und Helene möchte Psychologie studieren.

Helene war bisher immer meine Lieblingsperson der Reihe, aber in „Ein Leben für die Hoffnung der Menschen“ entwickelte sie sich teilweise zur Nervensäge. Obwohl sie mit Berthold einen sehr modernen Mann an der Seite hat, der ihr jegliche Freiheiten bietet, kann sie es nicht lassen, aus ungelegten Eiern Probleme zu schaffen und macht dem armen Berthold das Leben manchmal ganz schön schwer.

In der zweiten Hälfte nimmt die Handlung glücklicherweise ordentlich an Fahrt auf und endlich gelang es mir, in die Geschichte einzutauchen. An mehreren Fronten geht es um Leben und Tod, plötzlich ist mal wieder jeder in Verbrechen verwickelt und es wurde zum großen Finale nochmal richtig spannend und blutig. Berthold bekam ein paar unerwartet sarkastische / humorige Züge und ich stellte fest, dass ich ihn irgendwie doch liebgewonnen habe.
Interessant und belustigend fand ich auch die Erklärungen, dass sowohl Heroin als auch Strychnin früher von Ärzten als Medikamente verschrieben wurden.

Am Schluss ist dann alles Friede-Freude-Eierkuchen, wodurch das Ende der Reihe einen runden, positiven Abschluss bekommt. Man hat eine ungefähre Ahnung, wie es für die Charaktere weitergehen könnte und hofft, dass ihr Leben nun etwas ruhiger wird und sie nicht mehr so oft von Verbrechern heimgesucht werden.

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