Berliner Platte vs. glitzernde Schauspielwelt
Achtzehnter StockWanda träumt davon, es als Schauspielerin weit zu bringen. Doch ihre Realität sieht ganz anders aus. Sie erhält keine Rollen und fristet ein tristes Dasein als alleinerziehende Mutter in einem Berliner ...
Wanda träumt davon, es als Schauspielerin weit zu bringen. Doch ihre Realität sieht ganz anders aus. Sie erhält keine Rollen und fristet ein tristes Dasein als alleinerziehende Mutter in einem Berliner Plattenbau. Soweit die Ausgangssituation in "Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer. 🏙
Mir hat die Idee echt sehr gut gefallen und der prägnante und zugleich nüchterne Schreibstil hat perfekt gepasst, sodass ich sofort in die Story hineingekommen bin und nur so durch die Seiten geflogen bin. Ungeschönt und bildhaft erzählt die Autorin Wandas Alltag in der Platte und ihre Bemühungen, es in der Filmwelt weit zu bringen.
Wanda ist dabei alles andere als eine Sympathieträgerin. Auch wenn sie kaum Geld hat, um über die Runden zu kommen, fühlt sie sich den anderen Bewohnern der Platte überlegen. Während sich alle anderen mit ihrem trostlosen Leben abgefunden zu haben scheinen, hat Wanda Träume und strebt nach mehr und würde sich nie mit einem einfach Job zufrieden geben. Dies lässt sie oftmals recht arrogant wirken. Dennoch habe ich mit Wanda mitgefiebert und gehofft, dass sie den Sprung ins Rampenlicht schafft.
Insgesamt ist "Achtzehnter Stock" ein Debüt, das mich mit seinem rauen Schreibstil von Anfang an in den Bann gezogen hat. Auch wenn der Mittelteil für mich ein paar Längen hatte, habe ich die Story sehr gerne gelesen und mir hat besonders der Kontrast zwischen dem Leben im Plattenbau und der glitzernden Schauspielwelt gefallen. ✨️ Ich freue mich schon darauf, mehr von der Autorin zu lesen.