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Veröffentlicht am 29.05.2025

Queere Lovestory, die zum Nachdenken anregt

Gestern waren wir unendlich
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Ich habe mich dieses Jahr auf kaum ein Buch so sehr gefreut wie auf "Gestern waren wir unendlich" von Dominik Gaida. Eine queere Lovestory, die Protagonisten gefangen in einer Zeitschleife, und dazu jede ...

Ich habe mich dieses Jahr auf kaum ein Buch so sehr gefreut wie auf "Gestern waren wir unendlich" von Dominik Gaida. Eine queere Lovestory, die Protagonisten gefangen in einer Zeitschleife, und dazu jede Menge Emotionen. Die Taschentücher lagen schon bereit – doch leider kamen sie nicht zum Einsatz. 🥲

Erzählt wird die Story auf zwei Zeitebenen, was mit gut gefallen hat. Während die gegenwärtigen Geschehnisse aus Sicht von Louis erzählt wird, erfahren wir aus der Perspektive von Henry, wie er und Louis sich kennengelernt haben. Ihr erstes Aufeinandertreffen war sehr emotional und ich fand es toll zu sehen, wie die beiden sich näherkommen und das Leben des jeweils Anderen positiv beeinflussen. Einfach schön!

Auch die Story in der Gegenwart hatte so viel emotionales Potenzial, schließlich muss Louis aufgrund der Zeitschleife, in der er festzustecken scheint, den Tod seines geliebten Freundes wieder und wieder miterleben. Die Idee fand ich echt toll. Und auch wenn ich die beiden Protagonisten anfangs echt sehr mochte und ich ihr Kennenlernen total süß fand, war ihre gegenwärtige Beziehung für mich leider nicht wirklich greifbar und ich habe keine wirklichen Gefühle zwischen den beiden gespürt. Denn ihr Streit war für mich total aufgebauscht und ihr gegenwärtiges Verhalten oftmals so kindisch, dass der Funke einfach nicht auf mich überspringen wollte.

Das Ende hat mir wiederum sehr gut gefallen, da es mich überrascht hat. Und auch wenn mich "Gestern waren wir unendlich" emotional nicht wirklich abholen konnte, ist es dennoch ein wunderschön geschriebenes Buch, das wichtige Themen anspricht und zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Unterhaltsamer Thriller

Don't Let Her Stay
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Noch nie hatte ich bei einem Buch fast durchgehend Gänsehaut – bis ich "Don't Let Her Stay" von Nicola Sanders gelesen habe. Dabei ging die Story recht gemächlich und ruhig los, als wir Joanne kennenlernen. ...

Noch nie hatte ich bei einem Buch fast durchgehend Gänsehaut – bis ich "Don't Let Her Stay" von Nicola Sanders gelesen habe. Dabei ging die Story recht gemächlich und ruhig los, als wir Joanne kennenlernen. Diese scheint das perfekte Leben in der Vorstadt zu leben, doch in Wahrheit langweilt sie sich zu Tode.

Als dann Richards Tochter Chloe, die aus dessen erster Ehe hervorgegangen ist, kurzfristig bei ihnen einzieht, kam bei mir ein unbehagliches Gefühl auf, das nicht mehr weggehen wollte. Denn Chloe ist so gruselig und wahnsinnig, dass mir beim Lesen ein Schauer nach dem anderen über den Rücken gelaufen ist. Auch wenn Joanne oftmals etwas naiv war, tat sie mir so leid – vor allem, als sich auch noch Richard die ganze Zeit auf Chloes Seite schlägt und er seiner Frau das Gefühl gibt, verrückt zu werden.

Der Schreibstil war sehr angenehm und atmosphärisch, weshalb ich gut vorangekommen bin und das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Als Leser hat man recht schnell eine Ahnung, wie sich die Story entwickelt. Umso überraschter war ich, als die Autorin dann mit einigen Plot Twists aufgewartet hat und ich nicht mehr wusste, was ich glauben soll. Das war sehr überraschend und hat mir gut gefallen. Allerdings fand ich rückblickend das Verhalten von Chloe und Richard nicht immer nachvollziehbar und plausibel.

Insgesamt war "Don't Let Her Stay" aber dennoch ein unterhaltsamer Thriller, der mir beim Lesen Gänsehaut pur beschert hat. Ich werde definitiv weitere Bücher der Autorin lesen. 😱🙃

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Zwischen Berliner Plattenbau und glitzernden Schauspielwelt

Achtzehnter Stock
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Wanda träumt davon, es als Schauspielerin weit zu bringen. Doch ihre Realität sieht ganz anders aus. Sie erhält keine Rollen und fristet ein tristes Dasein als alleinerziehende Mutter in einem Berliner ...

Wanda träumt davon, es als Schauspielerin weit zu bringen. Doch ihre Realität sieht ganz anders aus. Sie erhält keine Rollen und fristet ein tristes Dasein als alleinerziehende Mutter in einem Berliner Plattenbau. Soweit die Ausgangssituation in "Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer. 🏙

Mir hat die Idee echt sehr gut gefallen und der prägnante und zugleich nüchterne Schreibstil hat perfekt gepasst, sodass ich sofort in die Story hineingekommen bin und nur so durch die Seiten geflogen bin. Ungeschönt und bildhaft erzählt die Autorin Wandas Alltag in der Platte und ihre Bemühungen, es in der Filmwelt weit zu bringen.

Wanda ist dabei alles andere als eine Sympathieträgerin. Auch wenn sie kaum Geld hat, um über die Runden zu kommen, fühlt sie sich den anderen Bewohnern der Platte überlegen. Während sich alle anderen mit ihrem trostlosen Leben abgefunden zu haben scheinen, hat Wanda Träume und strebt nach mehr und würde sich nie mit einem einfach Job zufrieden geben. Dies lässt sie oftmals recht arrogant wirken. Dennoch habe ich mit Wanda mitgefiebert und gehofft, dass sie den Sprung ins Rampenlicht schafft.

Insgesamt ist "Achtzehnter Stock" ein Debüt, das mich mit seinem rauen Schreibstil von Anfang an in den Bann gezogen hat. Auch wenn der Mittelteil für mich ein paar Längen hatte, habe ich die Story sehr gerne gelesen und mir hat besonders der Kontrast zwischen dem Leben im Plattenbau und der glitzernden Schauspielwelt gefallen. ✨️ Ich freue mich schon darauf, mehr von der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Berliner Platte vs. glitzernde Schauspielwelt

Achtzehnter Stock
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Wanda träumt davon, es als Schauspielerin weit zu bringen. Doch ihre Realität sieht ganz anders aus. Sie erhält keine Rollen und fristet ein tristes Dasein als alleinerziehende Mutter in einem Berliner ...

Wanda träumt davon, es als Schauspielerin weit zu bringen. Doch ihre Realität sieht ganz anders aus. Sie erhält keine Rollen und fristet ein tristes Dasein als alleinerziehende Mutter in einem Berliner Plattenbau. Soweit die Ausgangssituation in "Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer. 🏙

Mir hat die Idee echt sehr gut gefallen und der prägnante und zugleich nüchterne Schreibstil hat perfekt gepasst, sodass ich sofort in die Story hineingekommen bin und nur so durch die Seiten geflogen bin. Ungeschönt und bildhaft erzählt die Autorin Wandas Alltag in der Platte und ihre Bemühungen, es in der Filmwelt weit zu bringen.

Wanda ist dabei alles andere als eine Sympathieträgerin. Auch wenn sie kaum Geld hat, um über die Runden zu kommen, fühlt sie sich den anderen Bewohnern der Platte überlegen. Während sich alle anderen mit ihrem trostlosen Leben abgefunden zu haben scheinen, hat Wanda Träume und strebt nach mehr und würde sich nie mit einem einfach Job zufrieden geben. Dies lässt sie oftmals recht arrogant wirken. Dennoch habe ich mit Wanda mitgefiebert und gehofft, dass sie den Sprung ins Rampenlicht schafft.

Insgesamt ist "Achtzehnter Stock" ein Debüt, das mich mit seinem rauen Schreibstil von Anfang an in den Bann gezogen hat. Auch wenn der Mittelteil für mich ein paar Längen hatte, habe ich die Story sehr gerne gelesen und mir hat besonders der Kontrast zwischen dem Leben im Plattenbau und der glitzernden Schauspielwelt gefallen. ✨️ Ich freue mich schon darauf, mehr von der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Schöner Abschluss der Dilogie

Between Your Memories
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Nachdem mich "Between My Worlds" emotional auseinandergenommen hat, konnte ich es kaum erwarten, mit "Between Your Memories" den Abschluss der Dilogie von Basma Hallak zu lesen – nicht zuletzt, weil Band ...

Nachdem mich "Between My Worlds" emotional auseinandergenommen hat, konnte ich es kaum erwarten, mit "Between Your Memories" den Abschluss der Dilogie von Basma Hallak zu lesen – nicht zuletzt, weil Band 1 mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat.

"Between Your Memories" setzt einige Wochen nach Kalimas Flucht aus Island an, aber die Nachwehen des Vorfalls im Einkaufszentrum sind noch immer spürbar. Zwar versucht Lima wie gewohnt ihren Schmerz und ihre Unsicherheit mit Humor und Schlagfertigkeit zu überspielen, allerdings wird schnell deutlich, dass der Vorfall alte Wunden aufgerissen hat.

Der Schreibstil ist wie auch bereits im Auftakt flüssig und mitreißend, weshalb ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Das Setting in Berlin hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn die anonyme Großstadt mit ihren Plattenbauten das komplette Gegenteil des isländischen Örtchens Vallarheiði mit seiner rauen Natur aus Band 1 darstellt.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Kalima und Nói, die beide so sympathisch sind und so eine unfassbar tolle Chemie miteinander haben. Durch den Double POV taucht man als Leser in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten ein und lernt, sie besser zu verstehen – was für mich besonders bei Lima sehr hilfreich war, da ich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen konnte.

Es hat mir das Herz gebrochen zu sehen, wie sehr sie unter dem Alltagsrassismus leidet und wie sehr sie sich die ganze Zeit selbst für etwas bestraft, wofür sie nichts kann. Entsprechend froh war ich, als sie sich dann endlich mit ihren Traumata auseinandersetzt. Leider hat der Weg dahin etwas lange gedauert, wodurch die Geschichte die ein oder andere Länge hatte. Dennoch war es toll zu sehen, wie Lima sich im Laufe der Story weiterentwickelt und lernt, sich selbst zu lieben. 🩷

Insgesamt ist "Between Your Memories" ein sehr emotionales und tiefgründiges Buch und ein gelungener Abschluss der Dilogie. Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher der Autorin. 😊😍

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