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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

Viel Drama, wenig Substanz

Strangers Now
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Es sind inzwischen fast zwanzig Jahre vergangen, seit Sophie und Will sich ihre Liebe gestanden haben. Doch trotz allem sind sie nach wie vor kein Paar. Immer wieder treffen sie Entscheidungen, die sie ...

Es sind inzwischen fast zwanzig Jahre vergangen, seit Sophie und Will sich ihre Liebe gestanden haben. Doch trotz allem sind sie nach wie vor kein Paar. Immer wieder treffen sie Entscheidungen, die sie weiter voneinander entfernen. Jeder hat seine eigenen Beziehungen, und doch scheinen sie sich nicht wirklich loslassen zu können.

Den ersten Teil der Dilogie habe ich schon vor einer Weile gelesen und er hatte mir damals recht gut gefallen. Leider kann ich das vom zweiten Teil nicht behaupten. Der Schreibstil wirkt dieses Mal relativ holprig und oft etwas gestellt. Entweder ist es mir damals nicht aufgefallen oder er hat sich tatsächlich verschlechtert. Dazu kommt, dass das Buch vor allem aus mangelnder Kommunikation besteht. Hätten die beiden einfach mal ehrlich miteinander gesprochen, hätte man sich das ganze Hin und Her sparen können. Durch die vielen Wiederholungen zieht sich die Handlung leider ziemlich in die Länge. Auch die ständigen Todesfälle haben mich irritiert – als wollte man die Geschichte zwanghaft noch tragischer machen. Ebenso habe ich nicht verstanden, warum ständig betont werden musste, wie beliebt Will in der Schwulen-Szene ist. Das hatte für mich keinerlei Relevanz für die eigentliche Handlung. Sympathisch wurde mir keiner der beiden. Weder Treue noch Ehrlichkeit scheinen ihnen besonders wichtig zu sein, stattdessen nutzen sie andere Menschen teilweise mehrfach aus. Lediglich Sophies berufliche Entwicklung konnte mich überzeugen, da ich es schön fand, dass sie am Ende ihre Träume verwirklicht hat.

Leider konnte mich dieser Abschlussband nicht überzeugen. Zu viel Wiederholung, zu wenig Entwicklung und Figuren, die mich eher frustriert als berührt haben.

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Starke Nebenfiguren, schwache Hauptcharaktere

Zeilenflüstern (Sweet Lemon Agency, Band 1)
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Immer wenn Klara einen schlechten Tag hat, greift sie zum Hörbuch der Schwingensaga, um auf andere Gedanken zu kommen. Sie weiß zwar nicht wer hinter der angenehmen Stimme steckt, doch der Sprecher Noel ...

Immer wenn Klara einen schlechten Tag hat, greift sie zum Hörbuch der Schwingensaga, um auf andere Gedanken zu kommen. Sie weiß zwar nicht wer hinter der angenehmen Stimme steckt, doch der Sprecher Noel Carter schafft es jedes Mal sie aufzuheitern. Als sie bei ihrem ersten eigenen Job plötzlich auf eben diesen Noel trifft, kann Klara ihr Glück nicht fassen. Ausgerechnet er soll ihre sinnlichen Texte für die neue Werbekampagne einsprechen. Allerdings wird schnell klar, dass der gar nicht begeistert von seinem neuen Job ist. Noel hat eigentlich keine Lust auf diesen Auftrag, denn sein großer Traum ist die Theaterbühne und nicht das Einsprechen von Werbetexten.

Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin gelesen bzw. gehört und war bisher immer ein großer Fan ihrer Geschichten. Dieses Mal jedoch konnte mich die Geschichte leider nicht vollständig überzeuge, denn ich bin mit keinem der beiden Protagonisten wirklich warm geworden. Klara wirkt extrem unsicher, sucht ständig nach der Bestätigung und lässt sich schon von Kleinigkeiten völlig aus der Bahn werfen, wodurch nicht besonders belastbar zu sein scheint. Dass si sich praktisch in Noel verliebt hat, bevor sie ihn zum ersten Mal gesehen hat, macht die ganze Sache noch viel merkwürdiger. In ihren Augen kann er nichts falsch machen, nur weil er die Stimme ist, die sie seit Langem bewundert. Auch Noel selbst konnte keine Sympathiepunkte sammeln. Er ist ein erfolgloser Schauspieler, der jede Rolle ablehnt, weil er sich für „Größeres“ bestimmt hält. Sein Stolz steht ihm im Weg, und statt erste Schritte in Richtung Erfolg zu machen, zieht er lieber wieder zu seinen Eltern. Ohne eigenes Einkommen lebt er auf ihre Kosten, während er im Selbstmitleid badet, wovon sie verständlicherweise wenig begeistert sind. Natürlich kann ich verstehen, dass er sich den Traum vom Schauspielern im Theater erfüllen möchte, aber jeder muss mal klein anfangen.
Positiv hervorheben kann man den gewohnt flüssigen und angenehmen Schreibstil der Autorin, sowie die sympathischen Nebencharaktere, die ich schon aus dem dritten Teil der Reihe kenne. Daher bin ich schon sehr gespannt die Geschichte von Franka und Felix zu lesen und hoffe, dass sie eher dem dritten als dem ersten Teil ähnelt. Außerdem finde ich es sehr wichtig, dass hier die Thematik gehörloser Eltern bzw. von CODAs aufgegriffen wird, da dieser Aspekt in Büchern leider viel zu selten Beachtung findet.

Eine Geschichte mit interessantem Setting und einem wichtigen gesellschaftlichen Thema, die jedoch an zwei unsympathischen, schwer greifbaren Hauptfiguren scheitert. Der angenehme Erzählstil und die charmanten Nebenfiguren reichen leider nicht aus, um das wieder gut zu machen, weswegen ich persönlich nicht mehr als 2 Sterne vergeben kann.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Zwischen Fiktion und Gefühl – ein versprochenes Drama, das ausbleibt

Agnes
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Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet. – Der Einstieg klingt vielversprechend, fast schon unheilvoll. Doch leider kann der Roman dieses Versprechen für mich nicht einlösen.

Die Beziehung zwischen ...

Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet. – Der Einstieg klingt vielversprechend, fast schon unheilvoll. Doch leider kann der Roman dieses Versprechen für mich nicht einlösen.

Die Beziehung zwischen dem Ich-Erzähler und Agnes bleibt über weite Strecken blass und wenig greifbar. Der Erzähler wirkt distanziert und emotionslos und ihre gemeinsamen Gespräche erscheinen künstlich und ohne echte Tiefe. Der nüchterne Stil mag gewollt sein, sorgt aber eher für Langeweile als literarische Intensität. Die Vermischung von Fiktion und Realität hätte spannend sein können, verliert sich jedoch in Vorhersehbarkeit. Viele Szenen wirken austauschbar, es fehlt an echter Dynamik.

Fazit: Kühle Sprache, flache Figuren – Agnes bleibt unter seinen Möglichkeiten.

2 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Konnte mich leider nicht überzeugen

Snø - Ohne jeden Zeugen: Ein Fall für Snø
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Als die junge Polizistin Snø einem Hinweis der Teenagerin Sonja nachgeht, beschleicht sie ein ungutes Gefühl. Doch als sie diese erneut befragen will, ist Sonja plötzlich spurlos verschwunden. Snø beschließt ...

Als die junge Polizistin Snø einem Hinweis der Teenagerin Sonja nachgeht, beschleicht sie ein ungutes Gefühl. Doch als sie diese erneut befragen will, ist Sonja plötzlich spurlos verschwunden. Snø beschließt dem ganzen weiter auf die Spur zu gehen und merkt dabei schnell, dass der Fall viel größer ist als sie zunächst angenommen hat. Je tiefer sie gräbt, desto mehr Wahrheiten kommen ans Licht aber desto mehr gerät auch ihr eigenes Leben in Gefahr.

Zunächst muss ich sagen, dass ich die Geschichte als Hörbuch gehört habe und das vermutlich einen großen Einfluss auf meine Bewertung hat. Leider konnte mich die Sprecherin nämlich nicht wirklich überzeugen. Ihre Stimme war die komplette Geschichte über relativ monoton, wodurch bei mir keine echte Spannung aufkam. Dazu kommt der Fakt, dass alle Charaktere bzw. Perspektiven mit der exakt gleichen Stimme gelesen wurden. Als Hörer hat man so schnell den Überblick verloren, da es generell in dieser Geschichte viele unterschiedliche Personen gibt. Außerdem bin ich mit der Protagonistin einfach nicht warm geworden. Snø war mir einfach furchtbar unsympathisch. Die meiste Zeit hat sie ihre Kollegin total herablassend behandelt und sich gleichzeitig an einen anderen, verheirateten Kollegen rangeworfen. Weder wusste ich was sie damit bezwecken sollte noch was das ganze mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Ständig hat sie auf eigene Faust ermittelt und einfach Beweisstücke eingepackt. Dann war da noch diese skurrile Nebengeschichte rund um ihren Bruder, die für mich einfach total an den Haaren herbeigezogen wirkte. Der Fall selbst hätte einigermaßen interessant sein können, aber durch das viele Hin und Her ging mir im Hörbuch leider einiges verloren. 

Alles in allem konnte mich das Hörbuch leider überhaupt nicht überzeugen und daher kann ich auch nicht mehr als zwei Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Eine nette Idee mit viel Luft nach oben

Beauty must die
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Nachdem sie Mist gebaut hat, muss Mae als Disziplinarmaßnahme zu ihren Großeltern in die Südstaaten ziehen und dort Sozialstunden ableisten sowie ihren Highschool-Abschluss nachholen. Kaum ist sie in dem ...

Nachdem sie Mist gebaut hat, muss Mae als Disziplinarmaßnahme zu ihren Großeltern in die Südstaaten ziehen und dort Sozialstunden ableisten sowie ihren Highschool-Abschluss nachholen. Kaum ist sie in dem kleinen Örtchen Tallahawney angekommen, verschwindet ihre Freundin Shirley spurlos und wird kurz darauf tot in den Sümpfen gefunden. Da Mae das Gefühl hat, dass die Polizei sich nicht genug bemüht den Schuldigen zu finden, beschließt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Schnell merkt sie dabei, dass jeder im Dorf sein eigenes Geheimnis und somit auch ein Motiv für die grausame Tat hat. Unterstützung erhält sie bei ihrer Suche nach der Wahrheit ausgerechnet von dem charmanten Nathan, der dabei auch auf das ein oder andere Geheimnis in seiner eigenen Familie stößt.

Seit langem ist das Mal wieder ein Buch bei dem ich mir mit der Rezension richtig schwer tue. Von Anfang an bin ich mit dem Schreibstil nicht warm geworden, da Maes Art zu Sprechen überhaupt nicht zu ihrem Charakter passt. Eigentlich soll sie ein 17-jähriger Teenager aus einem problematischen Umfeld sein, aber ihre Sprache erinnert eher an eine erwachsene, gebildete Frau. Sie mag zwar Wörter und Ausdrücke verwenden, die so nicht zu einem Teenager passen, aber ihr Verhalten ist das genaue Gegenteil. Mae ist furchtbar naiv und glaubt wirklich, dass sie alleine den Mörder ihrer Freundin finden kann. Dazu kommt ihre stümperhafte Detektivarbeit, die allen Beteiligten die Arbeit nur schwerer macht. Ständig zieht sie Schlussfolgerungen aus Vermutungen und hält diese dann für die Wahrheit ohne einen Beweis dafür zu haben. Dagegen war mir Nathan von Anfang an irgendwie sympathisch. Ich mochte seine zurückhaltende Art und wie bodenständig er trotz des Reichtums seiner Familie ist. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hätte in meinen Augen viel Potenzial gehabt, kam aber aufgrund der ganzen Detektivarbeit leider eher zu kurz. Den Kriminalfall selbst fand ich zu Beginn noch recht spannend, aber dann hat er irgendwie seinen Reiz verloren. Die Auflösung am Ende wirkte auf mich auch nicht wirklich logisch, sondern eher etwas erzwungen.

Ich mochte die Idee der Geschichte und auch Nathan war mir als Charakter sympathisch. Sonst konnte ich der Geschichte aber leider nicht viel abgewinnen und mehr als zwei gut gemeinte Sterne kann ich daher auch nicht vergeben.

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