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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2025

Ein echter Pageturner, der bis zur letzten Seite fesselt.

One of the Girls
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In One of the Girls entführt Lucy Clarke die Leser:innen auf eine malerische griechische Insel, wo sechs Freundinnen einen Junggesellinnenabschied feiern möchten. Doch hinter der idyllischen Fassade verbergen ...

In One of the Girls entführt Lucy Clarke die Leser:innen auf eine malerische griechische Insel, wo sechs Freundinnen einen Junggesellinnenabschied feiern möchten. Doch hinter der idyllischen Fassade verbergen sich Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen und die Freundschaft der Frauen auf eine harte Probe stellen.

Clarke versteht es meisterhaft, die Dynamik weiblicher Beziehungen zu beleuchten und Spannung aufzubauen. Jede der sechs Frauen hat ihre eigene Perspektive und Geschichte, was den Roman vielschichtig und fesselnd macht. Die wechselnden Erzählperspektiven ermöglichen es den Leser:innen, tief in die Gedanken und Gefühle der Charaktere einzutauchen.

Die idyllische Kulisse der griechischen Insel steht in starkem Kontrast zu den aufkommenden Spannungen innerhalb der Gruppe. Clarke nutzt diese Diskrepanz geschickt, um die Atmosphäre zu verdichten und die Leser:innen bis zum Schluss zu fesseln.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Ein beeindruckendes Debüt, das Lust auf mehr macht.

Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück
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Ulf Kvenslers Debütroman "Der Ausflug – Nur einer kehrt zurück" entführt die Leser:innen in die raue Wildnis Nordschwedens und erzählt die packende Geschichte einer Wanderung, die zum Albtraum wird. Die ...

Ulf Kvenslers Debütroman "Der Ausflug – Nur einer kehrt zurück" entführt die Leser:innen in die raue Wildnis Nordschwedens und erzählt die packende Geschichte einer Wanderung, die zum Albtraum wird. Die Anwältin Anna, ihr Verlobter Henrik und ihre beste Freundin Milena unternehmen jährlich einen Wanderausflug, um dem Alltag zu entfliehen. Dieses Mal schließt sich Milenas neuer Freund Jakob der Gruppe an. Bald wird aber klar, dass dieser Ausflug alles andere als ein harmloses Abenteuer ist.

Kvensler gelingt es meisterhaft, die Spannung kontinuierlich zu steigern, indem er die Dynamik innerhalb der Gruppe und die unbarmherzige Natur eindrucksvoll schildert. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch dargestellt, wodurch ihre persönlichen Konflikte und Geheimnisse die Handlung intensivieren.

Der Ausflug ist ein fesselnder Thriller, der die Abgründe menschlicher Beziehungen in Extremsituationen beleuchtet und zeigt, wie dünn der Schleier der Zivilisation sein kann, wenn das Überleben auf dem Spiel steht.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Atmosphärisch intensives Buch, dass seine Grundidee leider überläd

Flutrache
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Das Buch überzeugt zunächst durch seine atmosphärische Dichte: Die Autorin schafft es, das Setting der von Wasser bedrohten Küstenlandschaft lebendig und beklemmend wirken zu lassen. Die Figuren sind gut ...

Das Buch überzeugt zunächst durch seine atmosphärische Dichte: Die Autorin schafft es, das Setting der von Wasser bedrohten Küstenlandschaft lebendig und beklemmend wirken zu lassen. Die Figuren sind gut gezeichnet, wenn auch manchen Stellen nicht wirklich nachvollziehbar. Auch der Kernkonflikt, eine Mischung aus Naturgewalt, Schuld und Vergeltung, ist schön angelegt

Allerdings ist die Geschichte leider völlig überladen mit Nebenfiguren, Nebenhandlungssträngen und dem Versuch Deutsch mit niederländischen Phrasen zu mischen. Auch wenn ich die Idee nett finde und es ja eigentlich auch zur Authentizität beitragen soll, hat es mich in meinem Lesefluss teils echt gestört, weil ich immer zur Übersetzung ( die es immerhin gibt) nach hinten blättern musste. So konnte ich mich irgendwie gar nicht wirklich auf die Geschichte einlassen, weil ich ständig damit zu tun hatte, die einzelnen Schauplätze, Zeitebenen und persönlichen Verbindungen nicht durcheinander zu werfen. Denn was als kunstvolle Verflechtung einzelner Handlungsstränge gedacht war, hat bei mir leider eher zu Kabelsalat im Hirn geführt.

Insgesamt ein atmosphärisch schönes Werk, das aber leider zu viel wollte.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Nachdenkliches Porträt einer Generation

Schöne Welt, wo bist du
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"Schöne Welt, wo bist du" von Sally Rooney erzählt die Geschichte von vier jungen Menschen – Alice, einer erfolgreichen Schriftstellerin, Felix, einem Lagerarbeiter, sowie Alice’ bester Freundin Eileen ...

"Schöne Welt, wo bist du" von Sally Rooney erzählt die Geschichte von vier jungen Menschen – Alice, einer erfolgreichen Schriftstellerin, Felix, einem Lagerarbeiter, sowie Alice’ bester Freundin Eileen und deren Jugendfreund Simon. Im Mittelpunkt stehen ihre komplexen Beziehungen, die Suche nach Nähe und Vertrauen sowie die Herausforderungen des modernen Lebens zwischen Dublin und der irischen Küste.

Der Roman besticht durch präzise, kluge Dialoge und eine sensible Darstellung von Themen wie Liebe, Freundschaft, Geschlechterungleichheit und gesellschaftlichen Konflikten. Bemängeln würde ich aber trotzdem die gelegentliche Längen und das offene Ende, das nicht alle Erwartungen erfüllt, es bleibt einfach für mich noch zu viel offen.

Insgesamt ist "Schöne Welt, wo bist du" ein kluges, nachdenkliches Porträt der Millennial-Generation, das mit seiner Mischung aus Intimität und gesellschaftlicher Reflexion überzeugt.

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Veröffentlicht am 30.06.2026

Hochaktuelle und dadurch auch eher unbequeme Thematik

Travel is broken
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Dass die Reisebranche in den letzten Jahren immer mehr boomte, dürfte kein Geheimnis mehr sein sein. Immer mehr Menschen reisen immer weiter weg, wollen immer mehr in kürzester Zeit erleben und damit ein ...

Dass die Reisebranche in den letzten Jahren immer mehr boomte, dürfte kein Geheimnis mehr sein sein. Immer mehr Menschen reisen immer weiter weg, wollen immer mehr in kürzester Zeit erleben und damit ein weiteres Puzzlestück ihrer Selbstinszenierung in den sozialen Medien sammeln. Alles in allem handelt es sich also hier um ein Buch, dass den Zahn der Zeit ( vom ersten Einduck her) absolut treffen müsste.

Und dennoch muss ich leider gestehen, dass es mich nicht vollständig mitreißen konnte. Der grundsätzliche Gedanke sich damit auseinanderzusetzen, wie man das Reisen vielleicht nicht komplett aufgeben muss, sondern es wieder bewusster erleben kann, ist mMn. schon gelungen. Nur verstrickt der Autor sich dabei leider in einem Schreibstil, der sich im ersten Moment noch flüssig und interessant anliest, mit zunehmendem Verlauf aber auch etwas anstrengend sein kann. Denn zwischen der Einbettung verschiedenster Anekdoten, wird auch noch auf eine sehr umfangreiche Untermauerung mit wissenschaftlichen Studien und Fakten gesetzt. Das empfinde ich grundsätzlich als echt nicht schlecht, irgendwie hat es aber dann doch den Lesefluss etwas sehr unterbrochen, wenn ständig Aufzählungen von Daten und Fakten auftauchen. Also wer sich wirklich wissenschaftlich und wirtschaftlich mit diesen Thematiken rund um "Overtourism" beschäftigen möchte, hat sicherlich Freude daran, ich hatte mir aber irgendwie etwas Anderes erwartet.

Abschließend lässt sich festhalten, dass dieses Buch so zur Selbstreflexion über das eigene (Reise-) Verhalten ein, zwei ganz interessante ( wenn auch nicht komplett neue) Ansätze bereithält, für mich aber tatsächlich zu viel auf das "Privileg zu Reisen" und zu wenig auf die schädlichen Umweltaspekte eingegangen wird und der Schreibstil mich auch nicht wirklich in einen Sog ziehen konnte, eher musste ich mich teils aktiv dazu auffordern über manche Stellen hinweg zu lesen.

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