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Veröffentlicht am 22.08.2025

häufige Wiederholungen haben Lesevergnügen gedämpft

Mit kalter Hand
1

Da ich die beiden vorherigen Bände auch gelesen habe, habe ich mich gefreut Sabine Yao wiederzutreffen. Diese junge Frau und Stellvertreterin von Prof. Herzfeld finde ich sympathisch. So engagiert, menschenoffen ...

Da ich die beiden vorherigen Bände auch gelesen habe, habe ich mich gefreut Sabine Yao wiederzutreffen. Diese junge Frau und Stellvertreterin von Prof. Herzfeld finde ich sympathisch. So engagiert, menschenoffen trotz der vielen schlimmen Dinge, die sie in ihrem Wunschberuf sehen und verarbeiten muss und dabei noch immer neugierig auf die Arbeit und die Sichtweisen der anderen Fachbereiche ist, muss man einfach mögen. Eines gelingt dem Autor, hier im Buch - die Vielschichtigkeit der Arbeit in der der Rechtsmedizin aufzuzeigen. Erste Eindrücke, die bei näherer Untersuchung auf einen ganz anderen Tathergang schließen lassen sind keine Seltenheit. Das wird beim Lesen dieses 3. Bandes wieder recht deutlich und auch für Laien verständlich zum Ausdruck gebracht.
Leider fand ich den ersten Teil dieses dritten rechtsmedizinischen Thrillers nicht so spannend, da hier zu viele Wiederholungen gleicher Sachverhalte, eingebettet in Dialoge zwischen Yao mit der Polizei wie auch der Kommissaranwärterin Kira Kaplan im Praktikum oder Kollegen vorkommen. Zusätzlich hatte ich den Eindruck in einer Lehrveranstaltung zu sitzen. Spannung brachte mir das nicht. Die baute sich erst auf als Dr. Yao Fortschritte bei der Ermittlung des Pferderippers wie auch bei den Leichenteilfunden im Spandauer Forst verzeichnen konnte. Den Pferdefall nutzte Yao, um ihre Kenntnisse zu erweitern. Denn mit Sektionen von Tieren hatte sie bisher noch nie zu tun. Während es bei den Leichenteilfunden wieder einmal eine absolut psychisch kranke Person zu finden und zu stoppen galt. Das war spannend zu lesen. Insgesamt gebe ich 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

konnte mich mit den Charakteren nicht anfreunden

Das Mädchen, das schwieg
0

Kajsa Coren wohnt in Loswika, einem kleinen Ort auf einer norwegischen Insel. Kajsa ist Journalistin und hat gerade eine Auszeit aus dem Job als Journalistin genommen. Ihr Lebensgefährte Karsten, der bei ...

Kajsa Coren wohnt in Loswika, einem kleinen Ort auf einer norwegischen Insel. Kajsa ist Journalistin und hat gerade eine Auszeit aus dem Job als Journalistin genommen. Ihr Lebensgefährte Karsten, der bei seinem letzten Einsatz als Kripo-Beamter fast ums Leben gekommen wäre, sitzt 2 Jahre danach noch immer im Rollstuhl. Er hat seinen Lebensmut verloren, fühlt sich nutzlos. Trotz Therapie geht seine Genesung nicht weiter voran.
Doch dann wird die 32jährige Sissel Väge von einer Nachbarin tot im Haus aufgefunden. Ermordet und das bereits vor Tagen. Der ganze Ort ist in Aufregung. Kajsa soll für die Zeitung, da sie ja direkt vor Ort ist, einen Artikel schreiben. Sie lässt sich überreden und ich muss sagen, Kajsa macht ihren Job richtig gut. Akribisch durchleuchtet sie den Hintergrund der Toten, findet neue Ansätze, deckt Widersprüche auf und stellt neue Zusammenhänge fest. Alles Dinge, die die örtliche Polizei in Persona Ole Jakob Eggesbo nicht schafft. Überhaupt kommt mir dieser Lensmann recht inkompetent vor. Hat er doch bereits den Mord an Sissels Vater vor einem Jahr nicht aufklären können. Zum Glück scheint er in der jetzigen Situation seine eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen und bittet Karsten ihn zu unterstützen. Karstens Zusage ist für ihn gleichzeitig ein Schritt zurück ins Leben.
Am Anfang des Krimis habe ich gedacht: mein Gott gibt es nur kranke Menschen in dem Ort? Eine völlig isoliert lebende junge Frau, die vor Jahren aufgehört zu sprechen, ein örtlicher Beamter, der durch Unfähigkeit glänzt, ein Ehepaar, das sich zu hassen scheint und dessen Tochter gemobbt wird. Irgendwie war mir das zu viel. Besser dagegen haben mir dagegen die Rückblenden auf eine mehr als grausame Kindheit von zwei Kindern gefallen. Sie haben mich zwar sehr traurig gestimmt, haben aber bei mir das Kopfkino anspringen lassen.
Insgesamt gebe ich dem Krimi 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

am Anfang recht unglaubwürdig

Wer Verderben sät
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Elza arbeitete als Lesehelferin auf dem Weingut der Familie Wagensonner in einem kleinen Ort in Österreich. Sie ist sogar mit Lorenz Wagensonner eine Vernunftsehe eingegangen. Lorenz ist eher wortkarg, ...

Elza arbeitete als Lesehelferin auf dem Weingut der Familie Wagensonner in einem kleinen Ort in Österreich. Sie ist sogar mit Lorenz Wagensonner eine Vernunftsehe eingegangen. Lorenz ist eher wortkarg, überschüttet sie zwar nicht mit überbordender Liebe, aber er behandelt sie gut. Doch eines Morgens erwacht sie und Lorenz liegt mit Schaum vorm Mund leblos neben ihr im Bett. Elza ist voller Angst, dass die ihr gegenüber misstrauischem Dorfbewohner, die jeglichen Kontakt mit ihr meiden und nur schlecht über sie reden, in ihr seine Mörderin sehen würden. Sie trifft nach Stunden des Grübelns eine Entscheidung….
Das Buch liest sich recht flüssig. Jedoch habe ich Elzas Entscheidungen als nicht ganz nachvollziehbar empfunden. Gleiches trifft auch auf die Arbeit sowohl der österreichischen als auch der ungarischen Polizei zu. Mit welch nichtigen Erklärungen die sich zufriedengegeben haben, empfand ich als unrealistisch.
Natürlich war es spannend sich selbst Gedanken zu den immer wieder bei Elza eintreffenden Zetteln mit „Ich weiß, was du getan hast.“ zu machen. Einige sind als offene Drohung verfasst. Elzas einziger Verbündeter, denn sonst kann sie sich niemandem anvertrauen, ist der nach einem Unfall querschnittsgelähmte Nachbarsohn Rupert. Aber auch er scheint nach einiger Zeit von den Ereignissen überfordert zu sein. Erst im letzten Drittel nimmt die Spannung im Buch so richtig an Fahrt auf. Was unter anderem auch an der unerwarteten Auflösung der Todesfälle liegt. Insgesamt gebe ich 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

gab schon spannendere Fälle mit Jan und Lisa

Der Fädenzieher
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Ich muss zugeben, dass ich die Bände mit Jan und Lisa nicht der Reihe nach gelesen habe. Sie ließen sich auch problemlos ohne die vorherigen Teile lesen. Der Zuschauer und der unbekannte Künstler haben ...

Ich muss zugeben, dass ich die Bände mit Jan und Lisa nicht der Reihe nach gelesen habe. Sie ließen sich auch problemlos ohne die vorherigen Teile lesen. Der Zuschauer und der unbekannte Künstler haben mir ausgesprochen gut gefallen.
Doch in diesem Thriller waren mir die Ermordung der ehemaligen Mitglieder der BKA-MEK-Einheit zu sehr ausgeweitet bis es dann zur Erkenntnis kam, dass jemand alle aus dem Team auslöschen will. Nur warum, ist die zentrale Frage.
Erst ab der Mitte des Thrillers habe ich so richtige Spannung gespürt. Da kam dann das Können des Autors, nämlich mit unerwarteten Wendungen den Leser zu überraschen und zu verblüffen, so richtig zum Tragen.
Als auch noch auf den Direktor der Berliner Polizei, Boris Wolff, ein Anschlag verübt wird, ist es nur noch Jan Theurer aus der ehemaligen Einheit, der unverletzt ist. Somit Jan gerät in den Fokus der internen polizeilichen Ermittlungen. Lisa, seine engste Mitarbeiterin, ist verunsichert und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Ihre noch so frische Partnerschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Ja es wird noch spannend, jedoch hat sich mein Gesamturteil für diesen 3. Teil nur unwesentlich verbessert. Insgesamt gebe ich 3, 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

weniger Hinweise auf Band 1 hätte mir besser gefallen

Aschesommer
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Gruppe 4 wird die neu gegründete Sondereinheit zur Aufklärung von Straftaten mit Serienmuster genannt. Diesmal haben die Ermittler um Mila Weiss und Jakob Krogh einen besonders skurrilen Fall - zwei erfrorene ...

Gruppe 4 wird die neu gegründete Sondereinheit zur Aufklärung von Straftaten mit Serienmuster genannt. Diesmal haben die Ermittler um Mila Weiss und Jakob Krogh einen besonders skurrilen Fall - zwei erfrorene Leichen in einem Kühlraum unter einer Scheune. Gefunden wurden die beiden nur so schnell, weil in der Zeitung eine Todesanzeige für Daniel Wissmer erschien. Todesdatum der Vortag. Doch das sollen nicht die einzigen Morde bleiben. Für das Team beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Auch wenn der Drahtzieher zu diesen Morden recht bald bekannt wird, hat es mir Spaß gemacht zu lesen, wie geschickt er mit seinem Verhalten die Ermittler auflaufen lässt, wie manipulativ er in seinem Verhalten und seinen Äußerungen ist. An manchen Stellen bin ich auch wütend auf ihn geworden, weil er einfach nichts Greifbares von sich gibt. Jedoch kann er die Taten nicht selbst begangen haben. Zentrale Frage für die Ermittler ist also, wer hilft ihm?
Es hat mir gefallen, wie der Autor die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe 4 schildert. Auch wenn sie so unterschiedlich gestrickt sind, hat doch jeder seine Stärken, die es zu nutzen gilt. Ich mochte sie alle, wobei mir die lautstarke und nicht immer rechtskonform handelnde Lucie am besten gefällt. Was mir in diesem 2. Band nicht so gefallen hat ist, dass viel zu oft auf die Handlung aus Teil 1, Krähentage, hingewiesen wurde. Das hat mit dem aktuellen Fall nichts zu tun, hat nicht zu zusätzlicher Spannung geführt und auch den aktuellen Teil nicht aufgewertet. Insgesamt gebe ich 3,5 Lese-Sterne.

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