Gegensätze ziehen sich an
Inhalt: Alles, was der Halbdämon Damien will, ist seinen dämonischen Vater aus der Verbannung zu holen und damit endlich die Prophezeiung zu erfüllen, die auf ihm lastet. Doch ausgerechnet das Artefakt, ...
Inhalt: Alles, was der Halbdämon Damien will, ist seinen dämonischen Vater aus der Verbannung zu holen und damit endlich die Prophezeiung zu erfüllen, die auf ihm lastet. Doch ausgerechnet das Artefakt, das er mit viel Mühe erschaffen hat, verbindet sich mit der Diebin Amma. Und sie könnte kaum unterschiedlicher sein als er. Mit ihrer warmherzigen, mitfühlenden Art bringt sie alles ins Wanken, woran Damien glaubt. Unfreiwillig aneinander gebunden, machen sich die beiden gemeinsam mit dem mürrischen Teufelchen Kaz auf eine gefährliche Reise, die eigentlich einem düsteren Ziel dienen soll. Doch zwischen Bedrohungen, Chaos und ständigen Wortgefechten geschieht etwas, womit Damien am wenigsten gerechnet hat. Amma berührt eine Seite in ihm, die er längst vergessen glaubte.
Meinung: „Throne in the Dark – Die Flamme des Bösen“ ist ein unterhaltsamer Auftakt, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat.
Im Zentrum stehen Damien und Amma, die wirklich gegensätzlicher kaum sein könnten. Damien ist ernst, verschlossen und oft schlecht gelaunt. Als mächtiger Blutmagier und Sohn eines gefürchteten Herrschers ist er es gewohnt, dass man ihm mit Respekt begegnet. Seine Welt ist düster und voller tödlicher Kreaturen, was sich auch in seiner Persönlichkeit widerspiegelt.
Amma hingegen bringt Licht in diese Dunkelheit. Sie ist lebendig, mitfühlend und redet, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Ihre Beweggründe bleiben zunächst im Verborgenen, entfalten sich aber nach und nach und geben ihrer Figur zusätzliche Tiefe. Gerade die Entwicklung zwischen ihr und Damien macht einen großen Reiz der Geschichte aus. Mein persönliches Highlight war jedoch das kleine, herrlich garstige Teufelchen Kaz. Seine bissigen Kommentare und seine unverblümte Abneigung gegenüber Amma sorgen immer wieder für amüsante Momente. Gleichzeitig zeigt auch er im Laufe der Geschichte überraschend neue Facetten.
Die Welt ist atmosphärisch dicht gestaltet und wirkt lebendig, ebenso wie die Vielzahl an Kreaturen. Der humorvolle Schreibstil lockert die düstere Grundstimmung angenehm auf und macht das Lesen zu einem echten Vergnügen. Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt und kann das Buch definitiv weiterempfehlen.
Fazit: Ein gelungener, atmosphärischer und humorvoller Auftakt, der Lust auf mehr macht.