Profilbild von Sonjalein1985

Sonjalein1985

Lesejury Star
offline

Sonjalein1985 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sonjalein1985 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2019

Plötzlich Superheldin

Alleycat 1
0

Inhalt: Die 17-jährige Rina hat alles, was sie zum Leben braucht. An der idyllischen Eastside lebt sie, gemeinsam mit ihren erfolgreichen Eltern, in einem wunderschönen Haus. Sie hat liebe Freundinnen ...

Inhalt: Die 17-jährige Rina hat alles, was sie zum Leben braucht. An der idyllischen Eastside lebt sie, gemeinsam mit ihren erfolgreichen Eltern, in einem wunderschönen Haus. Sie hat liebe Freundinnen und einen besten Freund, den sie irgendwann einmal heiraten möchte, obwohl sie ihn noch nicht mal geküsst hat. Und sie hat Mason, ihren heißgeliebten Bruder.
Als dann jedoch ihre Welt zusammenbricht und sie auch noch in der gefährlichen Northside in einen Überfall hineingerät, machen die Zeitungen aus ihr „Alleycat“, das Mädchen, das Gangster verprügelt. Rina beschließt etwas zu tun, um die Stadt sicherer zu machen und nimmt ihr Superhelden-Dasein an.
Doch kann ein Doppelleben wirklich gut gehen?

Meinung: Dieses Buch ist nicht nur für Superhelden-Fans geeignet, denn es gibt, neben viel Action, und, wie bereits im Titel erwähnt, einigem an Romantik, auch noch ernste Themen, wie Trauerbewältigung und anderen Schwierigkeiten.
Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Rina. Sie stammt von der gut betuchten Eastside und ist dort recht behütet aufgewachsen. Sie hat alles, was man sich nur wünschen kann, jedoch hat sie deshalb das Gefühl, dass ihr ganzes Leben bereits verplant ist und möchte einfach mal raus. Und das heißt, dass sie sich an die gefährliche Northside wagt, an der Gangster lauern und wo sie sich einfach mal ausprobieren möchte.
Rina hat mir als Charakter gut gefallen. Im Laufe des Buches verändert sie sich sehr stark und muss viel durchmachen. Das macht sie echt und lebensnah. Außerdem mochte ich ihren Gerechtigkeitssinn. Ja, es geht ihr auch um Rache, aber sie möchte die Stadt zusätzlich besser machen.
Der Musiker Brynn, in den sie sich verliebt, nimmt alles locker und fällt durch seinen Humor auf. Und dadurch, wie er Rina behandelt. Vor allem nach den Schicksalsschlägen, die sie durchmacht, ist er für sie da und schafft es, ihr Halt zu geben.
Ash hat mir ebenfalls gut gefallen. Er ist etwas undurchsichtig und geheimnisvoll. Jedoch immer da, wenn Alleycat in Gefahr gerät.
Wer mir als Person weniger gut gefallen hat, ist Rinas Mutter. Bei ihr hatte ich das Gefühl, sie würde ihre Tochter im Stich lassen. Ja, jeder geht mit Trauer anders um, aber ich finde, sie hätte sich trotzdem anders verhalten sollen.
Die Geschichte ist spannend, etwas düster und stellenweise romantisch. Es gibt viel Action und gut gemachte Dialoge. Mir, als großem Superhelden-Fan, hat „Alleycat“ gut gefallen. Allerdings werden sicher auch Leser von romantischer Lektüre auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Tolles Jugendbuch, über Liebe, Heldentum, Rache und Trauer. Bitte mehr davon.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Ein magisches Abenteuer für Groß und Klein

Stella Montgomery und die magischen Bilder von Wakestone Hall
0

Inhalt:
Als Stella von ihren Tanten nach Wakestone Hall geschickt wird, ist sie alles andere als begeistert. Denn in diesem Internat gibt es nur Regeln und Kälte. Man darf sich nicht einmal mit den anderen ...

Inhalt:
Als Stella von ihren Tanten nach Wakestone Hall geschickt wird, ist sie alles andere als begeistert. Denn in diesem Internat gibt es nur Regeln und Kälte. Man darf sich nicht einmal mit den anderen Schülern unterhalten. Trotzdem findet Stella in Amaryllis und Ottilie schnell zwei neue Freundinnen. Als Ottilie dann nach einem Besuch bei der Direktorin plötzlich verschwindet, machen sich Stella und Amaryllis auf die Suche nach ihr. Und geraten in ein großes und magisches Abenteuer.

Meinung: „Stella Montgomery und die magischen Bilder von Wakestone Hall“ ist der dritte Roman über Stella Montgomerys Abenteuer.
Natürlich steht das aufgeweckte und liebenswerte Mädchen hier wieder im Mittelpunkt. Dieses Mal muss sie das Geheimnis des Internats ergründen, auf das sie von ihren Tanten geschickt wurde.
Außerdem verschwindet ihre neue Freundin Ottilie, was Stella selbstverständlich nicht einfach hinnehmen kann.
Das Buch ist spannend und hat einige magische Elemente, die sehr ungewöhnlich sind und deswegen begeistern können.
Nebenbei hat das Buch natürlich sehr viel von einem Krimi ohne Leiche, da Stella Ermittlungen anstellen muss.
Von den neuen Charakteren haben mir Joe und seine blinde Schwester Liza am besten gefallen. Joe ist ein Müllsammler und fliegender Händler. Er tut alles, um sich und seine Geschwister einigermaßen über Wasser zu halten. Und Lizas ruhige und besonnene Art muss man einfach mögen. Ich fand es super, dass sie sofort bereit waren Stella zu helfen, obwohl sie das fremde Mädchen ja eigentlich gar nicht kannten.
Das Buch hat mir auf jeden Fall gut gefallen und ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Aber auch ältere Leser werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

Meinung: Ein magisches Abenteuer für Groß und Klein, das mir sehr gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Magische Fantasywelt

Kristallblau - Magisches Blut
0

Inhalt: Über dem Himmel wohnen die Cerulean in einer wunderschönen Stadt. Ihr Blut ist magisch und alles ist voll von Frieden und Harmonie. Als die neugierige und aufgeweckte Sera auserwählt wird, sich ...

Inhalt: Über dem Himmel wohnen die Cerulean in einer wunderschönen Stadt. Ihr Blut ist magisch und alles ist voll von Frieden und Harmonie. Als die neugierige und aufgeweckte Sera auserwählt wird, sich für ihr Volk zu opfern, fügt sich das Mädchen in ihr Schicksal. Jedoch stirbt sie nicht, sondern landet in einer ihr völlig fremden Welt, die ihr bislang unbekannte Gefahren bereithält.

Meinung: „Kristallblau – magisches Blut“ ist der erste Band einer neuen Reihe von Amy Ewing, der Autorin der „Das Juwel“-Reihe.
Hier hat sie eine komplexe Fantasywelt geschaffen, die andersartig und doch irgendwie vertraut erscheint.
Da sind zum einen die Cerulean, die in einer Stadt über dem Himmel wohnen. Hier gibt es keinen Hass und alles ist friedlich. Geheiratet wird immer zu dritt und die Zeiten für Hochzeiten und Geburten werden von Mutter Sonne bestimmt. Hierbei spielt die Hohepriesterin eine große Rolle, die den Willen der Göttin für ihr Volk übersetzt. Die Hohepriesterin ist schon mehrere Jahrhunderte alt und wird von allen sehr geschätzt.
Bei den Cerulean hat jeder seine Aufgabe. Dabei durchlaufen die jungen Mädchen (es gibt keine männlichen Wesen) eine Art Praktikum in jedem möglichen Beruf. Nur Sera kann sich nicht entscheiden, ganz im Gegensatz zu den anderen in ihrem Alter.
Aber Sera ist ohnehin nicht wie andere Cerulean. Sie ist neugieriger, lauter und lebenshungriger. Sie klettert auf den Tempel und erkundet ihre Welt, wann immer sie kann. Und gerade das macht sie sympathisch. Ebenso wie ihre Liebe zu ihren drei Müttern und ihrer besten Freundin Leela.
Auch Leela mochte ich sehr, da sie nicht einfach weitermachen kann, nachdem ihre Freundin geopfert wurde, sondern sehr stark trauert und auch anfängt Fragen zu stellen.
Die Stadt über dem Himmel muss an Planeten ankern, um Nährstoffe über ein langes Band zu beziehen. In diesem Fall ist es eine Welt, die aus dem wilderen Pilago und dem geordneten Kaolin besteht. Kaolin erinnert etwas an eine englische Gesellschaft des vorherigen Jahrhunderts. Hier sind die Regeln streng und die Frauen haben nicht viel zu melden.
Ausgerechnet hier lebt die kluge Agnes, die wissenschaftliche Interessen verfolgt und nicht an Männern interessiert ist. Sie ist sehr mutig und steht für das ein, was ihr wichtig ist. Leider hat sie einen strengen Vater, der nicht nur macht- und geldgierig, sondern auch grausam ist.
Ihr Zwillingsbruder Leo unterscheidet sich sehr von ihr. Er liebt Reichtum und Kleidung. Außerdem will er stets seinen Vater beeindrucken. Aber er fürchtet diesen ebenfalls.
Erzählt wird die Geschichte aus den verschiedenen Blickwinkeln von Sera, Leela, Leo und Agnes. Dabei lernt man die Figuren kennen und erfährt zusätzlich, was nach Seras Opferung bei den Cerulean geschieht. Während das Mädchen auf der Erde um ihr Leben bangen muss, forscht Leela bei der Hohepriesterin nach, warum gerade ihre beste Freundin auserwählt wurde. Hier fühlt man sich wie in einem guten Krimi, während Seras Leidensweg eher einem Abenteuerroman gleicht.
Beide Seiten haben mir gut gefallen. Es gibt in dieser magischen Fantasywelt so viel zu entdecken, denn außer den andersartigen Cerulean existieren noch allerlei weiterer magischer Geschöpfe.
Mich konnte „Kristallblau“ zumindest gut unterhalten und ich bin gespannt auf die nächsten Bücher der Reihe.

Fazit: Magische Fantasywelt, die fesseln kann. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Spannend und geheimnisvoll

Secret Keepers 1: Zeit der Späher
0

Inhalt: Ruben lebt, gemeinsam mit seiner Mutter, im Armenvierteln von New Umbra. Als er auf einem Streifzug eine geheimnisvolle Uhr findet und herausfindet, was diese kann, gerät er in große Gefahr. Denn ...

Inhalt: Ruben lebt, gemeinsam mit seiner Mutter, im Armenvierteln von New Umbra. Als er auf einem Streifzug eine geheimnisvolle Uhr findet und herausfindet, was diese kann, gerät er in große Gefahr. Denn der gefährlichste Mann der Stadt, der sogenannte Schatten, ist ebenfalls auf der Jagd nach dem außergewöhnlichen Schmuckstück. Ehe sich Ruben versieht, gerät er in das Abenteuer seines Lebens, denn die Uhr umgibt noch weitere Rätsel und der Feind kommt immer näher.

Meinung: „Secret Keepers 1: Zeit der Späher“ ist der Auftakt einer neuen Reihe des Autors Trenton Lee Stewart.
Hier geht es um Freundschaft und Abenteuer. Und natürlich um eine geheimnisvolle Uhr, die seinen Träger unsichtbar machen kann. Diese Gabe ist jedoch mit viel Übung und einigen Schwierigkeiten verbunden. Und sie wird von einem großen Rätsel begleitet, dass Ruben erst nach und nach aufdeckt.
Dieser hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Er ist aufgeweckt und mitfühlend. Durch sein Herumstreunen in der Stadt hat er gelernt auf sich selbst aufzupassen und auch Hindernisse zu meistern. Mit seiner Mutter, die zwei Jobs hat, um für ihn und sich selbst zu sorgen, versteht er sich ausgesprochen gut. Wenn sie unter sich sind gibt es jede Menge lustige Momente und die Chemie stimmt einfach. Von seinen Ausflügen weiß sie jedoch nichts.
Penny hat mir ebenfalls gut gefallen, ebenso wie ihre herrlich laute und sehr liebevolle Familie.
Dann gibt es noch die Späher. Sie sind eine Art Geldeintreiber und arbeiten für den Botschafter, der wiederum für den Schatten arbeitet. Die Späher sind immer zu viert unterwegs und beobachten so alles, was um sie herum geschieht. Niemand wagt es sich ihnen entgegenzustellen und sogar die Polizei geht ihnen lieber aus dem Weg. Denn niemand möchte am Ende mit dem Schatten zu tun haben. Er gilt als kompromisslos und gefährlich.
Die Geschichte ist flüssig geschrieben und voller Spannung und Geheimnissen. Ich habe die ganze Zeit mit Ruben mitgefiebert und bin nun total gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht.

Fazit: Gelungener Reihenauftakt. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 08.08.2019

Tolle Sommerlektüre

Wunder & so - Falls ich dich küsse
0

Inhalt: Als Lou mit ihren Großeltern und ihrer besten Freundin Amy eine Nostalgie-Kreuzfahrt antritt, ist sie begeistert. Nicht nur, dass das Schiff aussieht wie eine weiße Titanic, das Flair und die Kleiderordnung ...

Inhalt: Als Lou mit ihren Großeltern und ihrer besten Freundin Amy eine Nostalgie-Kreuzfahrt antritt, ist sie begeistert. Nicht nur, dass das Schiff aussieht wie eine weiße Titanic, das Flair und die Kleiderordnung lassen sich die Gäste ebenfalls fühlen, wie in einer längst vergangenen Zeit.
Und dann wäre da noch Sam, der Junge, der ihr Herz schneller schlagen lässt, obwohl sie ihn nicht kennt. Doch es gibt eine geheimnisvolle Verbindung zwischen den beiden. Aber der Junge mit den grauen Augen scheint etwas zu verbergen. Und Lou möchte unbedingt hinter sein Geheimnis kommen.

Meinung: „Wunder & so – Falls ich dich küsse: Band 1“ ist ein stimmungsvoller Jugendroman, der richtig Lust auf eine Kreuzfahrt macht. Am liebsten natürlich auf so einem Schiff wie der Galatea, denn dieses Schiff ist wunderschön und nostalgisch. Es gibt Kronleuchter, Bälle und wunderschöne Kleider. Alle Gäste halten sich an herrschende Benimmregeln und werden von Butlern verwöhnt.
Im Mittelpunkt steht die 15-jährige Lou. Sie ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, jedoch hat sie schon immer Déjà-vus und Vorahnungen. Sie liebt ihre Familie und ihre beste Freundin Amy, die ihre engste Vertraute ist, über alles.
Amy scheint sie ohne Worte zu verstehen und ist die Art von Freundin, die man selbst gerne hätte.
Die ruhige Cleo, die ebenfalls Gast auf dem Schiff ist, wird zu einer weiteren Freundin. Ebenso wie die unterschiedlichen Drillinge William, Arthur und Phillip, die aus einer angesehenen Familie stammen und bei den Mädchen für etwas zusätzliches Herzklopfen sorgen.
Und dann wäre da natürlich noch Sam. Er ist undurchsichtig, mal lieb, mal abweisend. Man kommt ihm erst im Laufe des Buches, zusammen mit Lou, etwas näher. Doch auch er scheint die Anziehung und die Verbundenheit zu spüren, die zwischen den beiden herrscht.
Am besten gefallen haben mir allerdings Lous zauberhafte Großeltern. Die beiden scheinen immer noch so verliebt, wie eh und jeh und genauso lieben sie natürlich auch ihre Enkelin. Während Oma Momo eine taffe Ärztin ist, die so leicht nichts aus dem Konzept bringen kann, ist Großvater Julius ein angesehener Professor, der viel Herz und Einfühlungsvermögen zeigt.
Auch Butler Mortimer fällt durch sein herzliches und sympathisches Wesen auf.
Ganz anders als die zickige Calissa, die sich für etwas Besseres hält.
Das Schiff und das ganze Setting sind toll beschrieben und machen Lust auf mehr. Die Geschichte ist spannend und etwas geheimnisvoll, was mir sehr gut gefallen hat.
Ohnehin konnte mich dieses Buch auf ganzer Linie überzeugen, denn es liest sich flüssig und man kann gut mit den sympathischen Charakteren mitfiebern.

Fazit: Eine tolle Sommerlektüre, die Lust aufs Meer macht. Sehr zu empfehlen.