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Veröffentlicht am 24.07.2020

Spannend bis zum Schluss

After the Fire
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Inhalt: Seit ihrer Kindheit lebt die 17-jährige Moonbeam bei den Legionären Gottes, einer Sekte, am Rande der Wüste.
Doch nach einer Schießerei mit der Polizei und dem schrecklichen Feuer erwacht das Mädchen ...

Inhalt: Seit ihrer Kindheit lebt die 17-jährige Moonbeam bei den Legionären Gottes, einer Sekte, am Rande der Wüste.
Doch nach einer Schießerei mit der Polizei und dem schrecklichen Feuer erwacht das Mädchen an einem ihr völlig fremden Ort. Nun muss sie sich nicht nur in einer ihr fremden Welt zurechtfinden, sondern auch das Geschehene aufarbeiten. Mitsamt allen Erinnerungen und ihrer Schuld.

Meinung: „After the Fire“ von Will Hill ist ein Roman, der bewegt und begeistert. Ein Buch, das einen fesselt und nicht mehr loslässt und das man nur schwer zur Seite legen kann.
Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Moonbeam. Im Laufe der Geschichte habe ich sie immer lieber gewonnen und konnte mich immer mehr in sie und ihre Situation hineinversetzen und mit ihr mitfiebern. Während sie am Anfang noch etwas naiv herüberkommt, stellt sich schnell heraus, dass dieser Eindruck absolut nicht stimmt. Denn Moonbeam ist klug, stark und mitfühlend.
Erzählt wird im „Davor“ und „Danach“, womit der große Brand gemeint ist, der den meisten Mitgliedern der Legion Gottes das Leben kostete. Nur wenige sind noch übrig und diese befinden sich nun in der Kinderpsychiatrie, um alles aufzuarbeiten und dem FBI bei ihren Ermittlungen zu helfen.
Bei Moonbeam sind hierfür Dr. Hernandez, der mitfühlende Leiter dieser Psychiatrie und Agent Carlyle, der sogar als hartgesottener Ermittler von den Schilderungen geschockt ist, zuständig.
Man erfährt viel von dem Leben in der Sekte und von den Bewohnern und den Beziehungen untereinander. Neben Moonbeam treten hierbei vor allem die 14-jährige Honey, der 17-jährige Luke, der hübsche Nate und Father John in den Vordergrund.
Honey ist Moonbeams Freundin. Sie ist sehr mutig und traut sich vieles, was andere nicht einmal zu denken gewagt hätten. Sie war mir von Anfang an sympathisch und ich war von ihrer erwachsenen Art sehr beeindruckt.
Luke ist da schon ein ganz anderer Charakter. Er wirkt fanatisch und aggressiv. Im Laufe des Buches hatte ich allerdings auch oft Mitleid mit ihm.
Nate kommt zwei Jahre vor den Ereignissen in der Legion an. Durch sein ruhiges Wesen und sein gutes Aussehen wird er schnell zu Moonbeams Schwarm. Jedoch ist dem Mädchen auch bewusst, dass selbst, wenn sich der ältere Junge für sie interessieren würde, eine Beziehung schlicht unmöglich wäre. Denn über allem steht Father John.
Dieser ist der Gesandte Gottes auf Erden, der Prophet, dem alle folgen und der seine eigenen Regeln und Gesetze eingeführt hat. Und seine eigenen Strafen.
Die Geschichte ist einfach nur spannend und teilweise schockierend. Man möchte immer wissen, was im „Davor“ geschah, aber auch das „Danach“ ist nicht weniger spannend. Denn Moonbeam und ihr Verhalten sind einfach nur beeindruckend. Und ich wollte ebenso sehr wissen, wie es nun mit ihr weitergeht, als auch was wirklich am Tag des Feuers geschah.
Durch seine Spannung und durch die gut gemachten Charaktere wird „After the Fire“ zu einem sehr lesenswerten und empfehlenswerten Buch, das auf ganzer Linie begeistern kann.

Fazit: Lesenswert und spannend bis zum Schluss. Sehr zu empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2020

Rache oder Gerechtigkeit?

Firewall
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Inhalt: Vor einem Jahr brachte sich ein Schüler in der Schulcafeteria um, nachdem er das Opfer fieser Mobbingattacken wurde. Nun wollen seine Freunde Gerechtigkeit. Eli soll ihnen dabei helfen und ist ...

Inhalt: Vor einem Jahr brachte sich ein Schüler in der Schulcafeteria um, nachdem er das Opfer fieser Mobbingattacken wurde. Nun wollen seine Freunde Gerechtigkeit. Eli soll ihnen dabei helfen und ist auch schnell Feuer und Flamme. Zu verführerisch ist die Aussicht seine Hackerfähigkeiten zu demonstrieren und vielleicht sogar bei einem berühmten Wettbewerb mit ihrem Projekt zu gewinnen. Doch bald wird klar, dass das Ganze weitergeht, als gedacht und Eli muss sich fragen, wo Gerechtigkeit endet und Rache beginnt.

Meinung: „Firewall“ von Erin Jade Lange ist ein spannender Jugendthriller, der sich mit Mobbing und Cybermobbing befasst.
Im Mittelpunkt steht der 16-jährige Eli, ein talentierter Computernerd, der richtig was auf dem Kasten hat. Bisher war sein größtes Problem, dass sein Dad sich eine viel jüngere Freundin angelacht hat und er selbst im Gegenwart seiner Mitschülerin Isabel kein Wort herausbekommt. Zum Glück steht ihm bei allen Sorgen des Alltags sein bester Freund Zach bei, mit dem er plant, eine geldbringende App zu entwickeln.
Eli selbst leidet nicht unter Mobbing, hat jedoch einige Schwierigkeiten mit einem Mitschüler, seit er diesen in einer prekären Situation beobachtet hat.
Allerdings ist Mobbing an der Schule weit verbreitet und gipfelte vor einem Jahr in dem Selbstmord eines Mitschülers.
Dessen Freunde Seth und Mouse wollen nun endlich Gerechtigkeit und holen Eli für ein geheimes Schülerforum mit ins Boot.
Seth war mir nicht sonderlich sympathisch. Er ist zwar klug und ehrgeizig, jedoch auch arrogant und humorlos.
Da hat mir Mouse mit seiner zappeligen und liebenswerten Art schon besser gefallen.
Die Geschichte ist spannend gemacht und man kommt schnell in das Buch hinein. Es gibt zwar auch mehrere computerspezifische Ausdrücke und Szenen, jedoch sind die noch mit wenig Kenntnissen zu verstehen.
Mich konnte Firewall gut unterhalten, da es sich mit dem wichtigen Thema Mobbing beschäftigt und von Seite zu Seite spannender wird.

Fazit: Gut gemachter Jugendthriller über Rache und Gerechtigkeit. Sehr zu empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2020

Vertauscht und verhext

Die Prophezeiung der Hawkweed
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Inhalt: In der Nacht ihrer Geburt werden Ember und Poppy, durch einen mächtigen Zauber, vertauscht. Doch Jahre später begegnen sich die ungleichen Mädchen und schließen Freundschaft. Nach und nach kommen Geheimnisse ans ...

Inhalt: In der Nacht ihrer Geburt werden Ember und Poppy, durch einen mächtigen Zauber, vertauscht. Doch Jahre später begegnen sich die ungleichen Mädchen und schließen Freundschaft. Nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht und die Gewissheit, dass man um sein Glück kämpfen muss.
Aber die Feinde sind nah und bald schweben die beiden Freundinnen in höchster Gefahr.

Meinung: „Die Prophezeiung der Hawkweed“ ist ein spannender Jugendroman über Freundschaft, Familie und erste Liebe. Und mit einer gehörigen Prise Magie.
Im Mittelpunkt stehen die beiden ungleichen Mädchen Ember und Poppy, dir nach ihrer Geburt vertauscht wurden.
Poppy, die Hexe, lebt in der menschlichen Welt und ständig geschehen ihr seltsame Dinge. Deswegen ist sie bereits von mehreren Schulen geflogen. Ihre Mutter ist in der Psychiatrie und so lebt sie bei ihrem Vater, der jedoch ständig unterwegs ist.
Ember lebt bei den Hexen im Wald und ist ebenfalls eine Außenseiterin. Denn sie verfügt über keinerlei magisches Talent und ist so dem Spott ihrer Schwestern ausgeliefert.
Erst als sich die beiden begegnen, fühlen sie sich verstanden und werden Freundinnen.
Aber dann wäre da noch Leo, ein obdachloser Junge, der das Herz beider Mädchen erobert. Leo ist ein lieber Kerl, der in seiner Vergangenheit schon viel Schlimmes erleben musste. Durch ihn kommt das Herzklopfen in die Geschichte und auch der Liebeskummer.
Besonders interessant sind die Lebensgewohnheiten der Hexen und ihre magischen Talente. Dabei wird vor allem von drei Hexen berichtet. Charlock ist die leibliche Mutter von Poppy, die Ember als ihre Tochter ansieht. Sie ist liebevoll und gutherzig. Ganz anders als ihre ehrgeizige Schwester Raven, die jedoch eine sehr mächtige Hexe ist. Sorrel ist Ravens Tochter und ich konnte mich das ganze Buch über nicht entscheiden, ob ich sie mag oder nicht. Denn einerseits ist sie sehr gemein zu ihrer vermeidlichen Cousine, aber andererseits hat sie stark unter ihrer Mutter zu leiden und steht unter hohem Leistungsdruck.
Die Geschichte ist spannend und magisch. Dabei noch voller Herzschmerz, Herzklopfen und Freundschaft. Und über allem steht die alte Prophezeiung, die ein Kind der Hawkweeds auf dem Hexenthron sieht.
Nur mit dem Ende konnte ich mich nicht zu 100 Prozent anfreunden. Es endet mir etwas zu offen.
Trotzdem fand ich dieses Buch sehr unterhaltsam und habe es gerne gelesen. „Die Prophezeiung der Hawkweed“ ist eine gute Geschichte für Fans von Hexen und solchen, die es werden wollen.

Fazit: Spannendes Buch über Freundschaft und Magie. Sehr zu empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2020

Gelungener Reihenstart

Stolen 1: Verwoben in Liebe
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Inhalt: Für die 17-jährige Abby ist das Internat von Darkenhall ihre letzte Chance. Zu oft schon hat sie gegen Regeln und Gesetze verstoßen und nun droht ihr der Jugendstrafvollzug.
Doch in Darkenhall ...

Inhalt: Für die 17-jährige Abby ist das Internat von Darkenhall ihre letzte Chance. Zu oft schon hat sie gegen Regeln und Gesetze verstoßen und nun droht ihr der Jugendstrafvollzug.
Doch in Darkenhall ist nicht alles so wie es scheint. Und als das Mädchen den ungleichen Brüdern Tristan und Bastian näher kommt, gerät sie in große Gefahr.

Meinung: „Stolen 1: Verwoben in Liebe“ ist der Auftakt einer neuen Reihe der Autorin Emily Bold, die bereits mit mehreren anderen Büchern überzeugen konnte.
Hier hat sie wieder eine tolle Geschichte erschaffen, die von der ersten Seite an überzeugen kann.
Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Abby, die in ihrem Leben bereits viel erleiden musste. Seit dem Tod ihrer Eltern wird sie von einer Pflegefamilie in die nächste abgeschoben. Bei ihrer neusten Pflegemutter fühlt sie sich allerdings wohl und hat auch ihre Leidenschaft fürs Zeichnen wiederentdeckt. Leider hat sie aber noch ein anderes „Hobby“, das sie immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Denn sie stiehlt, wenn auch nicht für sich selbst. Und so ist Darkenhall die letzte Chance noch einen Abschluss zu machen und nicht in den Jugendstrafvollzug zu müssen. Und diese Chance will Abby unbedingt wahrnehmen.
Abby ist tough, klug und nachdenklich. Sie möchte eigentlich nur endlich irgendwo dazugehören, jedoch blieb ihr dies bisher verwehrt. Dadurch, dass man die Geschichte aus ihrer Sicht erleben darf, ist sie einem sofort sympathisch und man kann wunderbar mit ihr mitfiebern.
Die anderen beiden Hauptcharaktere in diesem Buch sind die ungleichen Brüder Bastian und Tristan.
Tristan ist ein Frauenschwarm und flirtet gerne. Er nimmt das Leben leicht und ist sehr charmant. Bastian hingegen ist dunkel und geheimnisvoll. Er hat ein schweres Erbe zu tragen (über das ich hier allerdings nicht zu viel verraten möchte) und zu ihm fühlt Abby bald eine seltsame Verbindung.
Neben Fantasy-Elementen und sympathischen Charakteren gibt es in „Stolen“ noch eine wunderschöne Liebesgeschichte mit Herzklopfgarantie.
Mir hat dieser Reihenstart auf jeden Fall gut gefallen und ich freue mich schon auf das nächste Buch dieser spannenden Trilogie.

Fazit: Gelungener Reihenstart. Sehr zu empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2020

Mitreißende Dystopie

Elbendunkel 1: Kein Weg zurück
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Inhalt: San Francisco 2044: Nachdem die Elben aus ihrer Welt fliehen mussten, leben sie nun mit in der unseren. Jedoch haben sie es hier alles andere als einfach.
Davon bekommt die privilegierte Luz aber ...

Inhalt: San Francisco 2044: Nachdem die Elben aus ihrer Welt fliehen mussten, leben sie nun mit in der unseren. Jedoch haben sie es hier alles andere als einfach.
Davon bekommt die privilegierte Luz aber wenig mit, denn sie ist die Tochter des zweitmächtigsten Mannes des Landes. Zumindest bis ein Ausflug ins Elben-Ghetto alles verändert und Luz gezwungen ist zu fliehen. Ihr zur Seite ist nicht nur ihr Schwarm Niall, sondern auch Darel, der jedoch seine ganz eigenen Absichten verfolgt.

Meinung: „Elbendunkel 1: Kein Weg zurück“ von Rena Fischer ist der Auftakt einer spannenden und mitreißenden Dystopie, die mich auf ganzer Linie begeistern konnte.
Die Besonderheit dabei ist auf jeden Fall, dass hier Elben mitspielen. Sie sind von Armut betroffen, werden ausgenutzt und für alles hart bestraft. Bei den Dunkelelben sorgt sogar ein Chip für einen schnellen Tod, wenn sie ihre Wut nicht mehr kontrollieren können und somit eine Gefahr für ihre Umgebung werden.
Elbenkinder und Mischlinge mit einem gewissen Prozent Elbenblut werden den Eltern weggenommen und anderorts aufgezogen.
Außerdem haben Dunkelelben und Lichtelben noch einen Disput untereinander, nachdem ein Lichtelbenwissenschaftler bei der Unterdrückung geholfen hat.
Die Welt ist komplex und gut gemacht. Ebenso wie alle Charaktere.
Im Mittelpunkt steht Luz. Sie ist ein ganz normales Mädchen aus privilegierten Verhältnissen und hat eigentlich alles, was sie sich nur wünschen kann. Als sich dann alles ändert, wächst sie über sich selbst hinaus und hat mich und wohl auch sich selbst, immer wieder überrascht.
Darel, der ihr zur Seite steht, hat jedoch seine eigenen Ziele und nur nach und nach kommen seine wahren Motive heraus. Ebenso wie sein Hintergrund.
Zwischen den beiden fliegen von Anfang an die Fetzen, jedoch kommen auch gut gemachte, andersartige Gefühle durch.
Niall ist ein ganz anderer Charakter. Er geht auf Luz Schule und ist ein Lichtelbenmischling. Niall ist ruhig und beherrscht. Und ein wirklich lieber Kerl.
Das Buch ist durchgehend spannend und ereignisreich. Jeder, der Dystopien mag, wird auch „Elbendunkel“ gerne lesen. Bei mir zumindest war es so. Also bekommt dieses tolle Buch seine wohlverdienten 5 Sterne.

Fazit: Mitreißende Dystopie, die begeistern konnte. Sehr zu empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere