Cover-Bild Das Heinrich-Problem
8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 27.07.2018
  • ISBN: 9783104906188
Alexandra Holenstein

Das Heinrich-Problem

Roman
Rache üben am Mann – was kann schöner sein? Perfekter Humor für Frauen, die das Leben kennen
Berti Fischer, Frau in den nicht mehr ganz besten Jahren, traut ihren Ohren kaum, als Ehemann Heinrich ihr mitteilt, er habe nicht die Absicht, mit ihr alt zu werden. Bald findet Berti heraus, dass sie nicht die einzige ist, der Heinrich übel mitspielt. Offenbar hat er gleich mehreren Frauen in seinem privaten und beruflichen Umfeld das Gefühl gegeben, nur sie allein sei ihm wichtig.
Berti sinnt auf Rache. Soll sie sich dafür mit den anderen Frauen verbünden? Was, wenn nicht alle dabei mit offenen Karten spielen und plötzlich lange Verheimlichtes an die Oberfläche drängt? Zwischen Zürich und Ascona am Lago Maggiore schmieden die Frauen ihren Plan. Jetzt hat Heinrich wirklich ein Problem…

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Talisha in einem Regal.
  • Talisha hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2019

Beste Unterhaltung

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Vorgestern runtergeladen, heute fertig gelesen. Eine sehr unterhaltsame Geschichte über Täuschung und Rache auf clevere Art.
Mich hat die Geschichte von Berti und ihren Mitstreiterinnen enormen Spaß gemacht. ...

Vorgestern runtergeladen, heute fertig gelesen. Eine sehr unterhaltsame Geschichte über Täuschung und Rache auf clevere Art.
Mich hat die Geschichte von Berti und ihren Mitstreiterinnen enormen Spaß gemacht. Spannend und witzig erzählt. Heinrich ist zwar eine besondere Nummer in Sachen Trickserei, aber irgendwie musste ich doch oft einfach über ihn schmunzeln.
Die Personen sind allesamt sehr gut gezeichnet.

Veröffentlicht am 11.07.2019

Wenn Heinrich wüsste...

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Die Schweizer Autorin Alexandra Holenstein legt mit "Das Heinrich-Problem" ihren ersten Roman vor. Wer aber ist Heinrich und was das Problem?

Heinrich ist Anwalt, er lebt und arbeitet in Zürich. Das Problem ...

Die Schweizer Autorin Alexandra Holenstein legt mit "Das Heinrich-Problem" ihren ersten Roman vor. Wer aber ist Heinrich und was das Problem?

Heinrich ist Anwalt, er lebt und arbeitet in Zürich. Das Problem ist er selbst, nur sieht er es selbst überhaupt nicht so. Probleme verursachen seiner Meinung nach nur Frauen. Sie wollen Kinder, einen auf Familie machen, grössere Wohnungen, und und und.

Berti Fischer, Heinrichs Ehefrau, hat auch bald eins: ein Problem. Mit zwei Sätzen hakt Heinrich während eines Abendessen zuhause ab, dass er bald ausziehen will. Danach sagt er nichts mehr. Wochenlang. Hat sie richtig gehört? Ja, hat sie. Bald findet Berti heraus, dass Heinrich sie betrügt. Betrogen hat. Immer noch. Und abhauen will. Ha, da hat Heinrich aber die Rechnung ohne den Wirt bzw. ohne Berti gemacht!

Nachdem Berti aus ihrem ersten Schock erwacht, findet sie Unglaubliches über ihren Ehemann heraus. Sie ist nämlich längst nicht die einzige Frau, die von ihm betrogen wird. Berti merkt, dass die Tipps, die sie als Beziehungscoach ihren Kunden in ihrer kleinen Praxis gibt, nicht alle so leicht zu befolgen sind.

Nach dem Motto "läck du mir am Tschöppli" plant Berti jetzt Heinrichs Pläne zu sabotieren. Wenn der wüsste! Aber Heinrich ist zu stark damit beschäftigt, sich selbst zu bedauern: er nervt sich, dass er etwas gesagt hat, denn seither kann er zuhause keine warmen Abendessen mehr erwarten.

Überspitzt erzählt die Autorin die witzige Geschichte über eine Frau, die nach vielen Ehejahren aus ihrem Alltagstrott erwacht und die unleidige Sache selbst in die Hand nimmt und aus einem grossen Chaos das Beste macht.

Die Leser sind leicht im Vorteil, denn einige Dinge erahnt man schon lange, bevor Berti sie erfährt. Das sorgt für Spannung, denn man weiss nicht, wie Berti oder andere darauf reagieren.

Der Roman ist nicht nur amüsant zu lesen, sondern auch sehr gut recherchiert. Die Geschichte enthält viel Lokalkolorit, sie ist hauptsächlich in Zürich und zum Teil im Raum Locarno angelegt. Als Zürcher kann man die Wege der Charaktere in der Stadt deshalb sehr gut nachvollziehen.

Gestört haben mich nur zwei Dinge: in einem Roman, der in der Schweiz angesiedelt ist und passenderweise von Helvetismen strotzt, schmerzt es mir in den Ohren, wenn jemand beim Flanieren zwischen den Luxemburgerli an der Bahnhofstrasse und dem Seefeld in "die Tram" anstatt in "das Tram" einsteigt. Auch passt zu einem Schweizer Roman absolut kein deutsches Bushaltestelle-Schild auf dem Cover.

Fazit: Liebhaber von lustigen Romanen, bei denen man lachen muss, kommen voll auf ihre Kosten.
4 Punkte.