Cover-Bild Nenn mich einfach Superheld
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 10.09.2013
  • ISBN: 9783462044621
Alina Bronsky

Nenn mich einfach Superheld

Roman

Alina Bronsky erzählt vom Aufbruch aus der Isolation, von der Hoffnung auf Verständnis, von der Sehnsucht, als der erkannt zu werden, der man wirklich ist – und damit von allem, was das Erwachsenwerden ausmacht. Rasend komisch und herzzerreißend traurig, niemals weinerlich, aber immer wieder herrlich böse.

Marek traut seinen Augen nicht, als er den Gruppenraum im Familienbildungszentrum betritt: ein Stuhlkreis mit sechs versehrten Jugendlichen, geleitet von einem unrasierten Guru mit sanfter Stimme und langem Haar. Ausgerechnet eine Selbsthilfegruppe! Marek dachte, er würde eine Lerngruppe fürs externe Abitur besuchen, und will mit der »Krüppeltruppe« nichts zu tun haben – doch schon ist er mittendrin und sein Leben steht Kopf.

In Alina Bronskys drittem Roman geht es erneut so rasant zu, dass man nicht weiß, ob man gerade lachen oder weinen soll. Ihr jugendlicher Held hat eine Kampfhund-Attacke auf sein Gesicht hinter sich, will mit dem Leben nichts mehr zu tun haben und das Leben nichts mehr mit ihm. Die Nummer seiner Freundin hat Marek auf immer und ewig gelöscht. Auf die Straße traut er sich nur im Dunkeln, und auch dann nur mit Sonnenbrille.

Was als ultimative Demütigung beginnt – von seiner alleinerziehenden Mutter in die falsche Gruppe gelockt worden zu sein –, erweist sich bald als große Chance. Eine zickige Schönheit im Rollstuhl, eine zarte Liebe, eine gemeinsame Gruppenfreizeit und ein plötzlicher Todesfall lassen Marek seinen Weltschmerz für immer vergessen.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei GAIA_SE in einem Regal.
  • GAIA_SE hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2025

Dieses Buch ist alles andere als ein Superbuch

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Alina Bronsky ist in den vergangenen Jahren durch ihre witzig-bösen Romane bekannt geworden. Dieses etwas ältere Werk von 2013 ist davon meilenweit entfernt. In der abstrusen Geschichte hangelt sich der ...

Alina Bronsky ist in den vergangenen Jahren durch ihre witzig-bösen Romane bekannt geworden. Dieses etwas ältere Werk von 2013 ist davon meilenweit entfernt. In der abstrusen Geschichte hangelt sich der jugendliche Protagonist, dessen Gesicht von einem Rottweiler, ein Jahr bevor die Handlung einsetzt, zerfetzt wurde, von einer Pseudo-Selbsthilfegruppe für behinderte Jugendliche, zu Gruppenausflug, zu Beerdigung. Viel besser lässt sich die Handlung nicht zusammenfassen, denn es hat den Anschein, als ob sich gar nicht erst die Mühe gemacht wurde, einen anständigen Plot zu entwerfen. Da ich niemandem das "Lesevergnügen" spoilern möchte, bleibt es bei dieser skizzenhaften Handlungsbeschreibung. Aber keine Angst, viel mehr gibt es auch gar nicht zu berichten.

Dem Buch mangeltes es an Vielem und das hinten und vorne. Der Plot ist, wie gesagt, nicht existent bzw. ergibt keinen Sinn, die Figuren sind flach bis gar nicht entworfen, die Beziehungen untereinander entbehren jeder Tiefe. Keine der Figuren und deren Verhalten nehme ich der Autorin ab. Keine der Beschreibungen im Klappentext trifft auf dieses Buch zu: "Rasend komisch und herzzerreißend, traurig, niemals weinerlich, aber immer wieder herrlich böse." Böse ist allenfalls das Cover des Buches. Auf den ersten Blick weckt es das Interesse, auf den zweiten und mit Blick auf die Geschichte, in der mehrfach ein Rottweiler als "Übeltäter" erwähnt wird, entpuppt sich selbst das Cover als Pfusch. Auf selbigen sieht man nämlich einen American Staffordshire Terrier in der Silhouette. Und nicht nur dort, auch am Anfang jedes Kapitels. Problem: 1. Es ist kein Rottweiler, 2. Es bedient das Klischee des gefährlichen Kampfhundes "Staff". Schade.

Insgesamt fragt man sich bei der Lektüre, ob die Autorin einfach nur auf den "The Fault in Our Stars"-Zug ein Jahr nach dessen Veröffentlichung in 2012 mit einem humoristischen, deutschsprachigen Pendant aufspringen wollte. Als einzigen Pluspunkt für das Buch ist mir nach längerem Überlegen lediglichzusammenaddiert die beiden "Halbpunkte" eingefallen, dass ich bei der Lektüre nicht eingeschlafen bin (immerhin) und innerhalb von einem Tag durch war (ebenso immerhin).

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