Cover-Bild Tödliche Wetten
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: edition krimi
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 275
  • Ersterscheinung: 29.09.2025
  • ISBN: 9783949961298
Andreas M. Sturm

Tödliche Wetten

Scheinbar wahllos werden in Dresden mehrere Menschen mit einer Schlinge erwürgt. Durch einen Zufall wird Callcenter-Agentin Zoe Mohn in diese Mordserie verwickelt. Umgehend setzt die Polizei sie ganz oben auf die Liste der Tatverdächtigen.

Um ihre Unschuld zu beweisen, ermittelt Zoe auf eigene Faust. Dabei gerät sie ins Milieu der Glücksspieler und Schutzgelderpresser.

Schon bald wird Zoe mit Schrecken klar, dass nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ihr Leben auf dem Spiel steht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2025

Fesselnd bis zur letzten Seite

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“...Ich rutschte eine Stück nach hinten und nahm ihn genau in Augenschein. Die blutunterlaufenen Streifen an seinem Hals und der starre, glanzlose Blick ließen mich schlucken. Einige Sekunden brauchte ...

“...Ich rutschte eine Stück nach hinten und nahm ihn genau in Augenschein. Die blutunterlaufenen Streifen an seinem Hals und der starre, glanzlose Blick ließen mich schlucken. Einige Sekunden brauchte es, bis ich mich der Wahrheit stellte…“

Zoe wacht in einer fremden Wohnung auf, findet einen Toten neben sich im Bett und hat einen kompletten Filmriss. Jetzt gilt es, Schadensbegrenzung zu betreiben. Dazu gehört, dass sie alles akribisch fotografiert.
Der Autor hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Der Schriftstil sorgt für den hohen Spannungsbogen. Die Geschichte wird von Zoe selbst erzählt. Gleichzeitig gibt es ab und an Rückblenden in die Vergangenheit der Protagonisten.
Zoe beschließt, den Fall selbst in die Hand zu nehmen. Ich mag ihren trockenen Humor.

„...Aber blieb mir denn eine Wahl? Zu Hause sitzen, Däumchen drehen und abwarten bis die Herren in Blau an meiner Tür klingelten, war als Alternative nicht gerade verlockend…“

Sie wendet sich an Marlies, eine ehemalige Freundin und Rechtsmedizinerin. Hier wird sanft angedeutet, dass es in Zoes Leben vor drei Jahren ein Ereignis gegeben haben muss, das sie auf der sozialen Leiter ziemlich nach unten gestoßen hat. Seitdem arbeitet sie in einem Callcenter.
Als es dort ebenfalls zwei Tote gibt, wird es für Zoe eng. Dabei weiß der ermittelnde Kommissar noch gar nicht, dass sie auch in den ersten Fall involviert war.

„...Zwar wusste ich nicht, ob ich bei Fortuna einen Stein im Brett hatte, aber vielleicht gelang es mir, den wahren Täter aufzuspüren, um als Unschuldslamm aus dieser fatalen Angelegenheit hervorzugehen…“

Bei Zoes Ermittlungen lerne ich einige Gegenden von Dresden ziemlich gut kennen. Zoe sucht Angehörige der Toten und stößt dabei auf deren Vergangenheit. Die lässt eine Menge an Fragen offen. Zoe verfügt über ein gutes Gespür beim Umgang mit Menschen. Das führt dazu, dass sich ihr die Interviewpartner schnell öffnen. Auch mit einer Polizistin weiß sie umzugehen.

„...Hätte ich jeden Typ umgelegt, der mich irgendwann mal blöd von der Seite angemacht hat, müssten die im Krematorium Sonderschichten schieben. Ich glaube, Sie haben ähnliche Erfahrungen sammeln müssen…“

Zoe trifft auf die Welt der Glücksspieler und ermittelt zu Schutzgelderpressung. Dabei gerät sie ins Visier von Leuten, denen man tunlichst aus dem Weg gehen sollte. Es wird haarig.
Es dauert seine Zeit, bis Zoe alle Puzzleteile an ihrem Platz hat und erkennt, dass eine bittere Überraschung auf sie wartet.
Der Krimi hat mir ausgezeichnet gefallen. Das liegt nicht zuletzt an der taffen Ermittlerin und versteckten sozialkritischen Aspekten der Geschichte.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Der Schlingenmörder

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Als Zoe Mohn nach einem ereignisreichen Abend in einer fremden Wohnung am nächsten Morgen aufwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern und ihr ist speiübel. Als sie sich im Bett umdreht, fällt ihr Blick ...

Als Zoe Mohn nach einem ereignisreichen Abend in einer fremden Wohnung am nächsten Morgen aufwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern und ihr ist speiübel. Als sie sich im Bett umdreht, fällt ihr Blick auf einen Toten, der mit einer Schlinge ermordet wurde. Doch was geschehen ist, ein kompletter Black-out hat sie getroffen. Deshalb macht sie sich auch umgehend aus dem Staub, um nicht verdächtigt zu werden. Da sie nicht weiß, was mit ihr los ist, nimmt sie Kontakt mit einer alten Freundin auf, die Ärztin ist. Die stellt fest, dass sie KO-Tropfen im Blut hatte. Es wird alles noch viel mysteriöser, als sie zu ihrem Chef ins Büro will und der ebenfalls ermordet wurde, mit einer Schlinge. Hier kommt ihr Aufklärungswille zum Tragen, als ehemalige Staatsanwältin und sie macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Täter.
„Tödliche Wetten“ von Andreas M. Sturm ist ein Dresden Krimi mit einer ehemaligen Staatsanwältin als Ermittlerin. Der Autor baut sehr geschickt die Hauptperson als Ermittlerin auf, da sie ja eigentlich nur noch Callcenter Mitarbeiterin ist. Doch der Autor findet einen Dreh, um diese Ermittlungsarbeit von der Polizei geduldet, am Ende sogar unterstützt wird. Es ist so ein Ding wie „zwei Frauen fangen einen Mörder“, da die Polizistin auch sehr unzufrieden mit ihrer Position bei der Kripo ist und sehr gut Hilfe brauchen kann. Die Story gefällt mir gut, da sie einen gewissen Realitätsbezug hat und auch das Motiv des Täters nachvollziehbar ist. Der Autor erzählt die Story sehr flüssig, aber er hält sich oft mit Details auf. Die Rückblenden, die er einbaut, erklären die Hintergründe der Motivation des Täters und der >Grund für die Ermordung gerade dieser Personen. Den Täter hält er allerdings sehr lang geheim und so kann der Leser gut miträtseln und das trägt natürlich zur Spannungssteigerung bei. Deshalb ist auch der Spannungsbogen gut bis zum Ende aufgebaut, mit einer sehr bildhaften Sprache und natürlich einem überraschende Ende.
Ich finde diese Dresden-Krimi spannend und unterhaltsam und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ein leichter Abstrich sind die undurchsichtigen und unorthodoxen Ermittlungsmethoden von Zoe Mohn. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch empfehlen.

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