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21,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 20.08.2025
  • ISBN: 9783518783566
Angela Steidele

Ins Dunkel

Roman | Greta Garbo und Marlene Dietrich – zwei Leinwandikonen | »Ein brillanter Roman« Denis Scheck

»Voller Intrigen, Liebe, Leidenschaft, voller Neid und Bosheit und Sehnsucht ... Großartig!« Elke Heidenreich

Ins Dunkel ist Screwball-Komödie und Melodram, Tragödie und Romanze in einem: ein Roman als Film, glamourös und hochpolitisch. In raffinierten Rückblenden, mit Tempo und Timing verhandelt er das Verhältnis von Literatur, Film und Macht in Zeiten inszenierter Wirklichkeiten.

Eine Liebeserklärung an das Kino

Wir sitzen im Dunkeln. Auf der Leinwand treffen sich Greta Garbo und Erika Mann 1969 in den Schweizer Bergen und erinnern sich. Wie war das noch mit Marlene Dietrich und der gemeinsamen Geliebten? Als der Film den Nerv der Zeit traf und die Deutschen Hollywood und ganz Amerika durcheinanderwirbelten. Mit Erika Manns antifaschistischem Kabarett Die Pfeffermühle , während die ganze Welt ins Dunkel glitt? Mit der Zensur nach 1933 auch in den USA? Ach – und wie gut kannten sich eigentlich Greta Garbo und Marlene Dietrich? Wer traute sich mehr auf der Leinwand? Und im Leben?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2025

Großartige Frauen

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Zwei große Diven und eine Schauspielerin, die heute eigentlich hauptsächlich als Tochter von bekannt ist. Die Rede ist von Greta Garbo, Marlene Dietrich und Erika Mann. Diese Drei sind die Hauptakteure ...

Zwei große Diven und eine Schauspielerin, die heute eigentlich hauptsächlich als Tochter von bekannt ist. Die Rede ist von Greta Garbo, Marlene Dietrich und Erika Mann. Diese Drei sind die Hauptakteure in diesem besonderen Buch. Es ist aufgebaut wie ein Drehbuch und schon bei den ersten Seiten hatte ich Bilder im Kopf.
Der Roman beginnt 1966 in der Schweiz wo Erika und von ihrem Leben berichtet. In Rückblicken wird die Geschichte von ihr Greta und Marlene in den dreißiger Jahren erzählt. Der Schreibstil ist so mitreißend das ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und die Erzählungen so lebendig als würde man einen Film schauen.
Die Handlung wechselt genauso zwischen Los Angeles und Berlin wie zwischen den Zeiten. Natürlich wird über den Film erzählt. Schließlich haben wir es mit zwei fanz großen Frauen der Zeit zu tun, aber wir erfahren auch viel über das Privatleben der Frauen, über komplizierte und leidenschaftliche Beziehungen, auch und vor allen zwischen den Frauen. Einfach großartig erzählt.
Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Jede Diva braucht Scheinwerfer

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Ja, eine Screwball-Komödie ist dieser Roman auf jeden Fall, aber für einen Oscar, den manche Rezensenten schon vorgeschlagen haben, reicht es aus meiner Sicht nicht. Zu Beginn war ich vom Schreibstil, ...

Ja, eine Screwball-Komödie ist dieser Roman auf jeden Fall, aber für einen Oscar, den manche Rezensenten schon vorgeschlagen haben, reicht es aus meiner Sicht nicht. Zu Beginn war ich vom Schreibstil, der an ein Drehbuch erinnern soll, etwas verwirrt, aber habe mich dann schnell eingelesen. Von Beginn an hatte ich im Hinterkopf beim Lesen Kehlmanns genialen Roman Lichtspiel, dieser Gedanke ließ sich nicht verdrängen, aber miteinander vergleichen kann und will ich die beiden Romane nicht.
Bei Angela Steidele, die übrigens heimlich auch selbst auftaucht im Buch, sind die Hauptpersonen die berühmtesten Diven der Kinowelt der 1920er Jahre. Die Namen flimmern einem regelrecht vor den Augen: Greta Garbo und Marlene Dietrich muss man einfach anhimmeln, auch wenn sie zu merkwürdigem Verhalten oder zu abartigen Marotten neigen, jede über alles und jeden tratscht und klatscht. Es gesellen sich zur Runde die Tochter von Thomas Mann, Erika, mit ihre auch ihre Geliebte Salka, vom Bruder Klaus ist die Rede, Mercedes de Acosta gehört zum inneren Circle, auch von Ernst Lubitsch oder GW Pabst liest man oder von MGM etc.
Man trifft sich, man kennt sich, man liebt sich, man hasst sich, man verachtet sich und immer wieder trifft man sich.
Die Zeiten wechseln, die 1920er Jahre vergehen, man kommt in die 1930er und dann das Wiedersehen Ende der 1960er Jahre. Da sieht man dann schon graue Haare, gut retuschierte Fältchen und von Erika Mann weiß man von Anfang an, dass ihre Kopfschmerzen tödlich enden. So weit, so gut, so traurig.
Aber mich hat dieses Buch trotz der Berühmtheiten nicht gefesselt. Eher abstoßend fand ich das Verhältnis von Marlene Dietrich und ihrer Tochter, obwohl ich auch darüber schon gelesen hatte. In diesem Roman war mir die Distanz einfach zu klein.
Der Autorin gelang es aber trotzdem, mich bis zum letzten Kapitel "Zürich" festzuhalten, weil eben dieser "Screwball"-Effekt ihr ausgesprochen gut gelungen ist. Auch wenn die Damen (vorwiegend sind es ja nur Damen, die sich treffen) schwatzen, als gäbe es kein Morgen, dann ist das schon etwas anstrengend.
Fazit: Jede Diva braucht Scheinwerfer - egal ob von oben oder von anderer Seite.

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