Freiheit für das Grüne Glück
Ich finde es absolut befreiend, wie Dr. Antoje Arnold in „Let's go wild!“ mit dem Klischee vom perfekt gestutzten Rasen aufräumt. Beim Lesen habe ich richtig Lust bekommen, die Gartenhandschuhe wegzuwerfen ...
Ich finde es absolut befreiend, wie Dr. Antoje Arnold in „Let's go wild!“ mit dem Klischee vom perfekt gestutzten Rasen aufräumt. Beim Lesen habe ich richtig Lust bekommen, die Gartenhandschuhe wegzuwerfen und der Natur einfach mal wieder das Kommando zu überlassen. Es ist herrlich erfrischend zu sehen, dass ein wilder Garten nicht nach Vernachlässigung aussieht, sondern eine lebendige Oase voller Überraschungen ist, die uns als Menschen auch noch eine Menge Stress abnimmt.
Was mich an diesem Buch besonders begeistert hat, ist die Erkenntnis, dass Unkraut oft nur eine Frage der Perspektive ist und das Chaos im Beet eigentlich ein riesiges Geschenk für die Artenvielfalt darstellt. Es fühlt sich einfach gut an, beim Gärtnern weniger zu kontrollieren und dafür mehr zu beobachten, wie sich Vögel, Insekten und wilde Pflanzen ihren Raum zurückerobern. Für mich war das Buch wie eine Erlaubnis, endlich mal lockerzulassen und die eigene Scholle nicht mehr als Baustelle, sondern als echten Rückzugsort zu begreifen.
Die Mischung aus praktischen Tipps und dieser positiven Lebenseinstellung hat bei mir dazu geführt, dass ich meinen Garten jetzt mit ganz anderen Augen sehe. Es geht nicht um Perfektion, sondern um das Glück, das entsteht, wenn man das Wilde einfach mal zulässt und merkt, wie viel Leben dadurch einkehrt. Es ist ein Plädoyer für mehr Gelassenheit unter freiem Himmel, das einen mit einem richtig guten Gefühl und einer Handvoll wilder Ideen zurücklässt.