Cover-Bild Toward Eternity
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 25.06.2025
  • ISBN: 9783104921730
Anton Hur

Toward Eternity

Roman
Cornelius Reiber (Übersetzer)

In einer nahen Zukunft sorgt eine experimentelle Therapie dafür, dass Krebs geheilt werden kann: Menschliche Körperzellen werden vollständig durch Naniten ersetzt – Roboterzellen, die die Erkrankten unsterblich machen. Als der Literaturwissenschaftler Yonghun – eines der ersten Testsubjekte – auf mysteriöse Weise verschwindet, wirft das Fragen auf. Vor allem für Dr. Beeko, der das Projekt um Patient 1 überwacht. Was ist mit Yonghun geschehen? Ist es wirklich er selbst, der zurückgekommen ist? Und was hat sein Verschwinden mit der von ihm erschaffenen KI zu tun, der er beigebracht hat, Gedichte zu verstehen, und die nach seinem Mann Panit, was der Geliebte bedeutet, benannt ist?
Der preisgekrönte Übersetzer Anton Hur erforscht in seinem spektakulären Debüt »Toward Eternity«, was passiert, wenn die Technologie die Biologie überholt, was Emily Dickinson mit unserem Menschsein zu tun hat und wie die Liebe selbst das Ende der Menschlichkeit überlebt.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Naraya in einem Regal.
  • Naraya hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2025

Was macht den Menschen aus?

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In einer nahen Zukunft ist es Forschern gelungen, mit einer experimentellen Therapie Krebs zu heilen. Dabei werden menschlichen Zellen durch so genannte Naniten, also Roboterzellen, ersetzt. Überwacht ...

In einer nahen Zukunft ist es Forschern gelungen, mit einer experimentellen Therapie Krebs zu heilen. Dabei werden menschlichen Zellen durch so genannte Naniten, also Roboterzellen, ersetzt. Überwacht wird dieses Projekt in Kapstadt von Dr. Mali Beeko, die sich jedoch gerade einem Problem gegenüber sieht: Der Literaturwissenschaftler Dr. Yonghun Han – ihr Patient Eins – ist verschwunden. Hat die neue Nanitentechnologie etwas damit zu tun?

„Toward Eternity“ ist der erste Roman des preisgekrönten Übersetzers Anton Hur, der zum Beispiel die Texte von Bora Chung oder Park Seolyeon ins Englische übertrug. Hurs eigenes Werk übersetzte Cornelius Reiber, wobei der Autor selbst sich dafür einsetzte, dass dessen Name auf dem Cover genannt wird. (Wie es, ehrlich gesagt, ja auch sein sollte!) Erzählt wird die Handlung aus der Perspektive der verschiedensten Figuren, mal in der Vergangenheits-, mal in der Gegenwartsform, aber immer aus der Ich-Perspektive. Das lässt uns die Geschichte sehr unmittelbar erleben.

Neben Dr. Beeko und Dr. Han spielen noch weitere wichtige Charaktere eine Rolle. Da ist zum Beispiel Ellen van der Merwe, eine Cellistin und Patientin Zwei, die nach der Nanitenbehandlung mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Oder Pandit, ein Computerprogramm für die Analyse literarischer Texte, das von Dr. Han erschaffen wurde und ein eigenes Bewusstsein zu besitzen scheint. Und schließlich sind da noch die Evas, eine Armee von Soldatinnen, die alle aus demselben Prototyp eines Nanodroiden erschaffen wurden – doch auch in ihnen regt sich ein eigener Wille. Verbunden werden die einzelnen Kapitel durch ein Notizbuch, in welchem die Figuren ihre Gedanken festhalten.

„Toward Eternity“ spricht eine Vielzahl von interessanten Themen an: Wenn alle Zellen des eigenen Körpers ersetzt werden, ist man selbst dann überhaupt noch ein Mensch? Und was macht einen Menschen aus? Existiert die Seele? Und ist die Unsterblichkeit, die mit der Behandlung einhergeht, Fluch oder Segen? Anton Hur ist hier ein grandioser Roman gelungen – nur hätte ich gerne bei manchen Figuren länger verweilt.

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