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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: KATAPULT Verlag
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Soziologie und Anthropologie
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 203
  • Ersterscheinung: 25.09.2020
  • ISBN: 9783948923006

100 Karten über Sprache

In Japan sagen Verliebte »Eierkopf« zueinander, in Norddeutschland gäbs dafür ne Schelle. Dafür haben die Norddeutschen aber den Knallerballerweg und natürlich auch den Flötenhalterweg. In Finnland machen Hunde »Hau! Hau! Hau!« und Papa heißt auf Georgisch Mama. Welche deutsche Straßennamen sind eigentlich noch immer nach Nazis benannt und wie können 25 Blauwale einmal um die gesamte Welt miteinander kommunizieren?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2022

Sprache ist mehr als nur Worte

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Nachdem mich bereits 55 kuriose Grenzen und 5 bescheuerte Nachbarn schwer begeistert hat, wollte ich unbedingt wissen, was der Katapult Verlag noch zu bieten hat und als Literaturbegeisterte und eine damit ...

Nachdem mich bereits 55 kuriose Grenzen und 5 bescheuerte Nachbarn schwer begeistert hat, wollte ich unbedingt wissen, was der Katapult Verlag noch zu bieten hat und als Literaturbegeisterte und eine damit fast schon unweigerlich einhergehende Faszination für Sprache war schnell klar, welches Buch des Verlages ich mir als nächstes vornehmen wollte. Gesagt, Getan.

Vom Sinn und Unsinn der menschlichen Sprache
Ein Atlas, der sich mit den lustigen, kuriosen und interessanten Blüten menschlicher Sprache befasst. Das kommt heraus, wenn der Cheflayouter des größten (und besten 😛) Magazins für spannende Karten und Grafiken (sorry Katapult, ich nenn euch jetzt mal so) ein Sprachwissenschaftler ist. Aber ich glaube, auch ohne den Einfluss von Tim Ehlers, wäre Katapult irgendwann auf diese Idee gekommen, denn sind wir doch ehrlich: Allein die deutsche Sprache hat genug Kuriositäten, um ganze Buchreihen zu füllen. Und tatsächlich gibt es auch schon etliche Bücher auf dem Markt, die allerhand Witziges und Informatives zu Sprache erzählen. Aber das ist eben der Knackpunkt: sie erzählen. Nicht so die Kartenexperten von Katapult. Sie zeigen es uns. Katapult wäre auch nicht Katapult, wenn das Buch nicht voller Karten und Grafiken stecken würde.

Die Karten sind dabei wieder sehr anschaulich und auf den ersten Blick leicht verständlich gestaltet. Wobei es tatsächlich nicht nur Karten, sondern auch einige Grafiken und Diagramme gibt. Thematisch haben natürlich alle etwas mit Sprache zu tun, setzten aber unterschiedliche Schwerpunkte. Ein Großteil des Buches enthält Karten/Grafiken, die ich einfach als interessant einordnen würde. Kurioses, Bemerkenswertes und Spannendes rund um das gesprochene und geschriebene Wort. Es sind diese Art von Dinge, über die man selten großartig nachgedacht hat, die aber jetzt so präsentiert zum Staunen einladen und mit denen man im Smalltalk auf Partys sicher prima punkten kann.
Dann gibt es noch die, naja etwas flachen Grafiken. Oft sind das Teekesselchen bez. ähnlich klingende Wörter wie “Lärche/Lerche” oder “Kiefer” einmal als Baum, einmal als Gebiss. So wirklich Lachen oder Schmunzeln konnte ich darüber nicht, dazu waren sie mir doch zu flach. Gleiches gilt für Karten mit “Indien” und “Outien”. Sorry, aber diese Flachwitze hätte man sich sparen können.
Sehr informativ und spannend hingegen fand ich jene Karten, die gesellschaftsrelevante und politische Themen aufgreifen. Sei es die Alphabetisierungsraten Jugendlicher in der Welt, der durchaus kritische Einfluss mancher Sprach- und Kulturinstitute oder die Statistik über die Häufigkeit mancher Wörter in Redebeiträgen des deutschen Bundestages. Hier wurden komplexe und brisante Themen anschaulich und leicht verständlich rübergebracht und regen zum Nachdenken an.

Was mir ein bisschen gefehlt hat, sind die aktuellen Debatten über Sprache im Sinne von Gendern oder die Überbleibsel kolonialer Begriffe und Sprache. Das ist umso bedauerlicher, als dass im Vorwort zumindest ersteres auch erwähnt wurde. Dann jedoch keine einzige Grafik/Karte zu diesen Themen zu finden, fand ich sehr schade.
Ein weitere (kleiner) Kritikpunkt, sind für mich die Quellenangaben. Nur allzu oft steht dort “eigene Recherche”. Das ist mir ehrlich gesagt zu schwammig. Was soll ich mir darunter vorstellen? Entstammen die Infos aus dem persönlichen Wissen der Mitarbeiter oder haben sie irgendwo nachgeschaut? Und wenn ja, warum dann nicht das angeben? Oder sind damit Gespräche mit Experten gemeint? Aber auch da frage ich nicht, warum das nicht so angeben, sprich “Gespräch mit XXX”, oder falls die Person nicht genannt werden möchte “Gespräch mit Musterfach Experte”. Wie ihr seht, kann ich mit dieser Angabe “eigene Recherche” nicht viel anfangen und finde sie schlecht nachvollziehbar.

Fazit:


Zwar konnte mich dieser Sprachen Atlas nicht ganz zu überzeugen, wie das Grenzen-Buch aus dem Katapult Verlag, nichtsdestotrotz haben wir hier wieder ein sehr informatives und anschaulich gestaltetes Buch, in dem man gerne immer wieder blättert und Freunde und Bekannte dann mit (un)nützen Fakten zum Staunen bringen kann. Sicherlich nicht mein letztes Katapult Buch.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Bilder sagen mehr als Worte!

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Das hat sich wohl der Katapult-Verlag auf die Fahnen geschrieben, als er auf die Idee zu der 100 Karten-Reihe kam. Bereits "102 grüne Karten zur Rettung der Welt" konnte mich überzeugen und ich habe einige ...

Das hat sich wohl der Katapult-Verlag auf die Fahnen geschrieben, als er auf die Idee zu der 100 Karten-Reihe kam. Bereits "102 grüne Karten zur Rettung der Welt" konnte mich überzeugen und ich habe einige Fakten auf ganz einfachem Wege lernen können. Mit "100 Karten über Sprache" ging es mir ähnlich. Hier erfährt man viele Dinge über Sprachen. Nicht nur das Deutsche, auch viele Fremdsprachen und sogar die Braille-Schrift werden thematisiert. Ein kleines Mysterium (Rechen und Harke) wurde so auch für mich gelöst.

Inhalt:
„Ey du Eierkopp!
In Japan sagen Verliebte »Eierkopf« zueinander – in Norddeutschland gäbs dafür ne Schelle. Dafür haben die Norddeutschen aber den Knallerballerweg und natürlich auch den Flötenhalterweg. In Finnland machen Hunde »Hau! Hau!« und Papa heißt auf Georgisch Mama. Welche deutschen Straßennamen sind eigentlich noch immer nach Nazis benannt und wie können 25 Blauwale einmal um die gesamte Welt miteinander kommunizieren?“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
In leuchtendem Orange fällt einem dieses Buch sofort ins Auge. Ansonsten ist das Cover in weiß und schwarz gestaltet, mit der gewohnten Weltkarte, die einige Infos beinhaltet und einen Eindruck vermitteln, welche Grafiken uns im Innern des Buches erwarten werden.

Pro Doppelseite gibt es immer wieder eine neue Grafik zum Thema Sprache zu entdecken. Manche erstrecken sich auch über mehrere Doppelseiten und vermitteln so spielerisch leicht und gut verständlich einige Dinge, die man schon immer mal über Sprache wissen wollte, oder auch ganz skurrile unerwartete Dinge, auf die man bei normalen Versand wohl nie bekommen wäre. Das Katapult Team muss hier wieder großen Spaß gehabt und sich gegenseitig überboten haben.

Die vielen Karten und Grafiken zu entdecken machte mir großen Spaß. Sie werden auch hin und wieder von erklärenden kurzen Texten näher erläutert und bieten somit einige Informationen. Wie vom Verlag bereits bekannt, wird hier auch gerne mal der ein oder andere aufs Korn genommen und es gibt zwischendurch auch lustige und bizarre Fakten.

Der Verlag bemüht sich stets um richtige Fakten, sicherlich ist nicht überall die Sachlage immer ganz eindeutig. Dennoch glaube ich, dass man hier viel lernen kann und einige Dinge erfährt, über die man sich bisher gar keine Gedanken gemacht hat. Hin und wieder konnte ich mit der ein oder anderen Karte mal nicht ganz so viel anfangen, oder etwas wirkte für mich ein wenig weit hergeholt, aber im Großen und Ganzen erfährt man viele interessante Fakten zum Thema Sprachen.

"100 Karten über Sprache" bietet viele Informationen über die verschiedenen Sprachen, die weltweit gesprochen werden, wiederbelebt werden sollen, oder auch ausgestorben sind. Mit Humor und fundierten Hintergrundrecherchen bietet der Verlag tolle Grafiken, die es einem leicht machen, Dinge zu verstehen. Schade dass nicht in der Lehre viel mehr mit solchen bildlichen Darstellungen gearbeitet wird, anstatt mit schnöden langatmigen Texten.

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