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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2017

Diesmal ist SIE diejenige die Wünsche gewährt

Ein Kuss aus Sternenstaub
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Ich liebe orientalisch angehauchte Fantasy und so war für mich schnell klar, dass ich diese Adaption des bekannten Märchen aus 1001 Nacht unbedingt lesen wollte.

Ein Kuss aus Sternenstaub greift das allseits ...

Ich liebe orientalisch angehauchte Fantasy und so war für mich schnell klar, dass ich diese Adaption des bekannten Märchen aus 1001 Nacht unbedingt lesen wollte.

Ein Kuss aus Sternenstaub greift das allseits bekannte Märchen von Aladdin und die Wunderlampe auf. Was mich von Anfang an begeistert hat ist, dass diesmal das Mädchen die Dschinny ist. Ich persönlich kenne bisher nur Varianten wo Er der Dschinn ist (z.B. 1001 Kuss, Drei Wünsche hast du frei).
Allgemein finde ich, dass Protagonistin Zhara die ganz große Stärke des Buches ist. Sie ist 4000 Jahre alt und aht schon viel gesehen, ist durch viele Meisterhände gegangen und hat auch schon viel Leid erlebt und das kaufe ich ihr auch ab. Es ist der Autorin wunderbar gelungen dieses Alter, den Schmerz und die gewisse Melancholie von Zhara zu vermitteln, ohne dass diese sich in melodramatische innere Monologe verlieren würde. Auch Prinzessin Caspida war ein Charakter der mir sehr gut gefalle hat denn sie ist eine starke und selbstbewusste Persönlichkeit. Aladdin hingegen konnte mich nicht vollends überzeugen. Er ist ein gewitzter und interessanter Charakter und in vielen anderen Jugendbüchern würde er glänzen, aber hier hat er es mit zwei sehr starke Frauen zu tun und ich persönlich finde, dass er mit den beiden nicht ganz mithalten kann.

Ich denke das war auch mit einer der Gründe, weswegen ich ungefähr 50 Seiten brauchte um so richtig in die Geschichte herein zu kommen und auch kurz nach der Hälfte empfand ich, dass auf einmal die Luft raus ist. Das ändert sich zwar mit dem Finale, aber dass es einige Passagen gab, die ich eher überflogen als interessiert gelesen habe, lässt sich nicht leugnen.
Das lag auch daran, dass die Autorin mir an manchen Stellen sprach zu sehr ausschweifte. Den größten Teil des Buches hat sie eine sehr schöne Sprache die einen einführt und in die Welt von 1001 Nacht zaubert, aber hin und wieder übertreibt sie es dann doch.
Hat man aber den langsamen Start und die wenigen zähen Passagen überwunden wird man mit einem dramatischen und spannenden Finale belohnt, welches die Geschichte zufrieden stellend und rund abschließt.

Fazit
Eine schöne Aladdin Adaption mit wunderbaren starken Frauencharakteren. Trotz eines langsamen Starts und ein paar Längen macht diese Reise in die Welt der Dschinn viel Spaß.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Ein toller Fantasy Auftakt

Die Feuer von Anasoma
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Bei diesen Buch habe ich erst eine Weile überlegen müssen, ob ich es lesen möchte oder nicht. Aber dann dachte ich „Why not?“ und zum Glück, denn mit „Die Feuer von Anasoma gelingt es Hogan einen gelungenen ...

Bei diesen Buch habe ich erst eine Weile überlegen müssen, ob ich es lesen möchte oder nicht. Aber dann dachte ich „Why not?“ und zum Glück, denn mit „Die Feuer von Anasoma gelingt es Hogan einen gelungenen Auftakt hinzulegen.

Nach einem anfänglichen Prolog aus der Vergangenheit der mich zugeben erst etwas verwirrte, lernen wir schnell den Protagonisten Caldan kennen. Er ist der typische Fantasy Held und dann auch wieder nicht. Auf der einen Seite ist er überdurchschnittlich begabt, entwickelt große Kräfte, ist intelligent und „gut“ trotzdem hatte ich nicht das Gefühl einen überzeichneten oder zu machtvollen Charakter präsentiert bekommen zu haben.
Das liegt zum einem, daran dass man seien Fortschritte genau miterlebt. Steht er vor einem Problem überlegt Caldan hin und her und als Leser ist man direkt dabei wie er überlegt, verwirft und letztendlich zu einer Lösung kommt, oder auch nicht. Da man diese Gedankengänge schlüssig mitliest wirkt Caldan als Figur ausgereifter, da man sehen kann, dass ihm eine Lösung nicht einfach zufällt, sondern dass es intensive gedankliche Auseinandersetzungen und Vorbereitungen bedarf. Eine Prise Zweifel und eine etwas förmliche Steifheit, die ihn in einer „Großstadt“ wie Anasoma seltsame erscheinen lässt taten ihr Übriges, dass ich Caldan schnell ins Herz schloss und ihn als sympathischen und ausgereiften Charakter empfand.
Auch die Nebencharaktere fand ich sehr interessant, auch wenn sich zunächst nicht immer abzeichnete weshalb sie in die Geschichte eingeführt wurde. Einige kommen vielleicht etwas zu kurz, aber die Entwicklungen in der Handlung lassen stark vermuten, dass wir in den Folgebände noch mehr erfahren werden, weshalb ich das nach Beenden des Buches nicht als störend empfand.

Insgesamt gestaltet sich die Handlung spannend und folgt einem guten Tempo. Besonders zum Ende hin wird es dann sehr spannend und das Tempo nimmt deutlich zu. Der Stil der Geschichte erinnerte mich an Trudi Canavan zu ihren besten Zeiten. Obwohl es einen männlichen Protagonisten gibt hatte ich ein ähnliches Gefühl wie beim lesen von „Die Gilde der schwarzen Magier“ Das meine ich auf eine gute Weise. Das Buch wirkt nicht wie eine Kopie, sondern vermittelt einfach ein ähnliches Lesegefühl.
Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen, dass ich schon sehr gespannt auf den 2. Band bin =)

Fazit
Die Geschichte des jungen Magiers Caldan konnte mich auf ganze Linie überzeugen und macht mich sehr neugierig auf den Folgeband. Ich empfehle das Buch vor allem für Fans von Trudi Canavan und ihrer Trilogie „Die Gilde der schwarzen Magier“ (Und ich bin normalerweise sehr vorsichtig bei solchen Vergleichen ;) )

Veröffentlicht am 05.07.2017

Tollpatsch Anna ist wieder herrlich komisch

Plötzlich It-Girl - Wie ich versuchte, die größte Sportskanone der Schule zu werden
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Die Abenteuer unseres Lieblings It-Girl mit nerdigen Tendenzen gehen weiter. Kaum hat Anna sich ein bisschen an den Medienrummel gewöhnt, fällt sie kopfüber in einen Übertopf und wird unfreiwillig zum ...

Die Abenteuer unseres Lieblings It-Girl mit nerdigen Tendenzen gehen weiter. Kaum hat Anna sich ein bisschen an den Medienrummel gewöhnt, fällt sie kopfüber in einen Übertopf und wird unfreiwillig zum Youtube Hit. Hinzu kommt ein fieser Artikel der die Daseinsberechtigung und Vorbildfunktion von It.Girls in Frage stellt (Zugegeben, in der Realität, wäre ein solcher Artikel durchaus berechtigt). Anna fasst also den Plan sich zu beweisen und nicht mehr jedes Fettnäpfen mitzunehmen. Ausgerechnet das Sportfest soll Sportniete Anna dabei zum Erfolg helfen.

Tja, was soll ich sagen? Grobmotorikerin Anna läuft auch in diesem Band wieder zur unfreiwilligen Höchstform auf und beschert dem Leser eine urkomische Situation nach der anderen. Hinzu kommen natürlich der treudoofe Labrador Hund, ihre sarkastischen Freunde und Helena die in wahnwitzige Hochzeitspläne versinkt und Eulen und Pferde für eine prima Idee hält. Alles in allem geht es also genauso aberwitzig weiter wie im Vorgänger. Wobei ich sagen muss, dass es an manchen Stellen sogar schon etwas zu überspitzt war. So unkoordiniert wie Anna kann kein Mensch sein. Was nicht heißt dass es mir nicht ein Lächeln entlockte, als Anna mal wieder ihren Ruf als Tollpatsch alle Ehre macht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich der Anfang des Buches. Annas Selbstvertrauen und ihre Fixierung auf „Kein Looser sein“ erinnerten mich doch stark an den Beginn des Vorgängers und ich hatte das Gefühl Anna hat wieder bei null angefangen, was ich sehr ärgerlich fand. Glücklicherweise macht sie eine recht positive Entwicklung in diesem Band durch, sodass ich wieder zufrieden gestimmt war. Ich hoffe bloß, dass Anna im 3. Band dann nicht wieder von vorne beginnt. Mir ist durchaus bewusst, dass ich für manche von Annas Problemen einfach aus dem Alter raus bin, um sie wirklich nachzuvollziehen und dass jüngere Leser sich sich sehr gut mit Anna identifizieren können, aber eine gewisse weitere Entwicklung wäre dennoch wünschenswert.
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch fabelhaft unterhalten und meine Lachmuskeln ordentlich in Anspruch genommen.

Fazit
Auch der 2. Band beansprucht mit liebevollen Charakteren, urkomsichen Situationen und witzigen Dialogen wieder die Lachmuskeln im höchsten Maße. Allerdings hätte ich mir bei Anna noch etwas mehr Charakterentwicklung gewünscht, damit es 5 Sterne geworden wären.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Spannend udn mitreißend

Soul Beach – Frostiges Paradies
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Meine Meinung
Es gibt wohl kaum etwas schlimmeres als den Verlust eines nahe stehenden Menschen. Diese bittere Erfahrung muss auch Protagonistin Alice machen, als ihre große Schwester Meggie, die ein aufstrebender ...

Meine Meinung
Es gibt wohl kaum etwas schlimmeres als den Verlust eines nahe stehenden Menschen. Diese bittere Erfahrung muss auch Protagonistin Alice machen, als ihre große Schwester Meggie, die ein aufstrebender Star im britischen Fernsehen war eines Abends plötzlich tot in ihrem Studentenzimmer aufgefunden wird. Ermordet. Alice kommt nur schwer mit dem Verlust der geliebten Schwester klar. Bis sie auf einmal eine E-Mail von eben dieser bekommt, die sie ins geheimnisvolle Soul Beach einlädt.Sie loggt sich in diese traumhaft schöne tropische Welt ein und trifft endlich wieder auf ihre Schwester.

Das erste was mir positiv aufgefallen ist, ist die gute Darstellung von Alice Gefühlswelt. Ihre Trauer, das nagende Ungewissen wer Meggie umgebracht hat und den zunehmenden Realitätsverlust, als sie sich immer weiter in Soul Beach verliert sind sehr anschaulich beschrieben. Als Leser gefällt einem zwar nicht immer dieser Verlauf und Alice Entscheidungen, aber sie waren gut nachzuvollziehen.

Das Buch baut dabei zwei Spannungsbögen gleichzeitig auf: Zum einem die Frage was hinter Soul Beach steckt und zum anderen die Frage nach Meggies Mörder. Beide Spannungsbögen hielten mich gleichermaßen gepackt. Dass es sogar einzelne Seiten aus der Sichtweise des Mörders gab heizte mich noch mehr an. Vielleicht sogar etwas zu sehr? Ich war so neugierig auf die Geheimnisse, dass ich mich etwas gehetzt fühlte und sogar den einen oder anderen Absatz überflogen habe. Ähnlich wie Alice haben mich recht schnell die Ereignisse in der Realen Welt kaum noch interessiert. Ich wartete nur noch darauf, dass Alice endlich wieder nach Hause geht und sich in Soul Beach einloggt, oder im späteren Verlauf auf „Ermittlungen“ geht.
Hier hätte man vielleicht etwas Spannung herausnehmen können um sich intensiver mit den zwischenmenschlichen Beziehungen auseinanderzusetzen. Denn sowohl die Beziehung von Alice zu ihrer besten Freundin, als auch zu ihren Eltern und der plötzlichen Liebe empfand ich als zu unausgereift. Ich habe aber die Hoffnung, dass es in den Folgebänden ausgebaut wird.

Das Ende kam dann dementsprechend ziemlich schnell und ist auch ziemlich offen, wobei es noch geht und kein absolut hundsgemeiner Cliffhanger ist. Aber ich bins chons ehr gesapnnt auf den 2. Band.

Fazit
Der Jugendthriller Soul Beach ist definitiv sehr spannend und packend. An manchen Stellen wären aber eine intensivere Auseinandersetzung mit den Charakteren vom Vorteil gewesen.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Gaz nett

Wir zwei in fremden Galaxien
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Jeder Mensch sucht auf irgendeine Art und Weise nach dem Sinn des Lebens. Manche finden Erfüllung in ihren Job, andere in ihrer großen Liebe und wieder andere in Familie und Freunde. Doch was ist, wenn ...

Jeder Mensch sucht auf irgendeine Art und Weise nach dem Sinn des Lebens. Manche finden Erfüllung in ihren Job, andere in ihrer großen Liebe und wieder andere in Familie und Freunde. Doch was ist, wenn der einzige Sinn deines Lebens darin besteht ein Raumschiff am laufen zu halten, dessen Heimatplaneten man nie gesehen hat und dessen Ziel man ebenfalls nie sehen wird?. Wenn der einzig Zweck der Eigenen Existenz der ist, für genügen Nachkommen zu sorgen, damit irgendeine spätere Generation den Bestimmungsort erreicht?

Ziemlich deprimierend und das findet auch Protagonistin Seren. Zu allem Überfluss bekommt sie auch noch den größten Macho des Jahrgangs als Lebenspartner (um Insistenz zu vermeiden gibt es strenge Regeln was die Zuweisung des Lebenspartners angeht). Trister könnte das Leben nichts ein und der Autorin gelingt es ziemlich gut diese trübe Stimmung und die Sinnlosigkeit zu vermitteln. Selbst ohne all zu viel von der Innengestaltung des Raumschiffes preis zu geben hatte ich einen tristen grauen Stahlklops vor Augen. Der angenehme und flüssige Schreibstil vermittelt anschaulich die Tristesse ohne auf zu viele Beschreibungen oder Metaphern herumzureiten.

Ich war neugierig wie es die Menschen schaffte nicht verrückt zu werden. Wie ihr Alltag funktionierte und was es mit dem ominösen Signal zu tun hatte, dem die Ventura stur entgegen schwebt. Leider habe ich davon weniger erfahren, als ich mir gewünscht hätte. Denn als Seren auf Domingo trifft ändert sich schlagartig alles für sie. Alles ist nun auf Dom gerichtet, inklusive der Fokus des Buches.
Was nicht heißt, dass Seren und Dom nicht ein süßes Pärchen sind. Das sind sie. Beide waren mir recht sympathisch, aber sowohl die beiden, als auch ihre Liebesgeschichte ist nichts, was mir langfristig im Kopf bleiben würde. Sie sind süß. Punkt. Nichts weiter. Ihre Beziehung und ab ihrem Zusammentreffen auch die gesamte Handlung des Buches sind nett zu lesen aber auch ziemlich vorhersagbar. Nicht so schlimm, dass es langweilig wäre, aber eben auch nichts, was im Gedächtnis bleibt.
Ich denke ich werde auch den zweiten Band lesen, da ich hoffe, dass die neue Situation mehr Stoff für Geheimnisse und Entdeckungen bietet, aber ich platze nicht vor Neugierde, dass ich es gleich beim erscheinen haben müsste.

Fazit
Das Buch ist was nette für Zwischendurch. Es hat mich ganz gut unterhalten, aber man verpasst auch nicht wahnsinnig viel, wenn man es nicht liest.