Cover-Bild Lese gefährlich
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Gesellschaft und Kultur, allgemein
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 11.10.2023
  • ISBN: 9783442773916
Azar Nafisi

Lese gefährlich

Die subversive Kraft von Literatur in unruhigen Zeiten
Cornelius Reiber (Übersetzer)

Ein kämpferischer Appell für Literatur als Mittel des Widerstands und Empowerment: New-York-Times-Bestsellerautorin Azar Nafisi (»Lolita lesen in Teheran«) mit einem aufrüttelnden Text über die Macht der Bücher.

In Form von Briefen an ihren verstorbenen Vater (früherer Bürgermeister von Teheran und politischer Gefangener des Schah-Regimes), der ihr in ihrer Kindheit die Augen dafür öffnete, wie Literatur uns in Zeiten der Krise retten kann, stellt Nafisi die brennenden Fragen unserer Zeit – mit ihrer Lektüreliste bewaffnet Nafisi die Leser*Innen für den Widerstand. Sie greift dabei auf ihre persönlichen Erfahrungen als Frau, als Leser*in und Lehrende in Teheran zurück, die von der Universität verwiesen wurde, als sie sich weigerte, den Schleier zu tragen, und schließlich in die USA emigrierte, wo sie als Professorin Literatur unterrichtete. Nafisi ist überzeugt: Für das Überleben der Demokratie weltweit ist das Lesen unabdingbar. Ob James Baldwin oder Margret Atwood, ob Platon oder Salman Rushdie, Lektüre ist immer ein Weg in Richtung Freiheit: persönlich und politisch.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2024

Eine großartige Liebeserklärung an die Literatur

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In Gilead sind religiöse Minderheiten [...] die von der extremen Bibelauslegung durch die Herrscher abweichen der Verfolgung ausgesetzt. Ganz ähnlich sieht es in der Islamischen Republik aus. [...]In beiden ...

In Gilead sind religiöse Minderheiten [...] die von der extremen Bibelauslegung durch die Herrscher abweichen der Verfolgung ausgesetzt. Ganz ähnlich sieht es in der Islamischen Republik aus. [...]In beiden Republiken werden Frauen und Minderheiten verfolgt. Beide betrachten Frauen als geistig Minderbemittelt, den Männern untergeordnet, ihre Körper als Sündig, warum sie auh vom Kof bis Fuß verschleiert sind" Azar Nafisi über "Der Report der Magd

Azar Nafisis Buch "Lolita lesen in Teheran" hat mich schon ungemein beeindruckt. Ihre Einstellung zur Literatur als Subversive Kraft und als Mittel um diktatorische Regime zu stürzen und gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen, ihre Fähigkeit identifikationsfiguren aufzuspüren, die im ersten Moment alles andere als Offensichtlich sind und anhand derer gesellschaftliche Missstände aufzuzeigen ist grandios.
In diesem Buch beschäftigt sie sich mit der Frage wie und warum Regime bestimmte Literatur verbieten und zu unterdrücken versuchen und ob nicht gerade das uns dazu bringen muss eben jene Autoren umso wehementer lesen zu wollen.
Angefangen bei Platon und Ray Bradburry über Toni Morrison, Zora Neale Hurston bis hin zu Margaret Atwood und James Baldwin liefert sie hier eine Ansammlung an Literaten und Werken die auf gesellschaftlichen Wandel und das aufzeigen von Missständen hinweisen und schriebt wie eben jene Werke uns zeigen wie wichtig Empathie, Rückgrat, Mut und Altruismus ist und wie wir uns mithilfe von Literatur mit Missständen, Utopien und gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen können und wie uns diese Werke verändern können.

Azar Nafisi die selbst als Literaturprofessorin in Teheran tätig war bis das Regime sie dazu zwang ihre Arbeit niederzulegen nachdem sie sich weigerte sich zu verschleiern sprüht nur so vor Leidenschaft für Literatur. Das ist sowohl in "Lolita lesen in Teheran" als auch in "Lese Gefährlich" mit jedem Satz deutlich spürbar. Welche Bedeutung es für sie hat selbstständiges Denken zu fördern und wie sie die Literatur als Mittel zur Förderung dessen und der Empathie und Fantasie ansieht ist wirklich beeindruckend und ich hoffe das sie noch ein paar Bücher schreibt.

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Veröffentlicht am 02.01.2024

Ein humanistischer Aufruf aus der literarischen Perspektive

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„Leserinnen und Leser der Welt, vereinigt euch!“ (S. 284)
Azar Nafisi ist iranische Literaturprofessorin, die 1981 ein Unterrichtsverbot an der Universität Teheran bekam, weil sie sich weigerten einen ...

„Leserinnen und Leser der Welt, vereinigt euch!“ (S. 284)
Azar Nafisi ist iranische Literaturprofessorin, die 1981 ein Unterrichtsverbot an der Universität Teheran bekam, weil sie sich weigerten einen Schleier zu tragen. Seit 1997 lebt sie in den USA und ist weiterhin eine wichtige und laute Stimme des Widerstandes.
Sie wurde mit ihrem Buch „Lolita lesen in Teheran“ bekannt, in dem sie über ihren Lesekreis in Teheran schrieb in dem verbotenen westlichen Klassiker gelesen wurden. Dieses Buch kenne ich noch nicht. Aber diese Frau machte mich neugierig. Daher griff ich zu „Lese gefährlich“ in dem sie ihrem Baba, ihrem verstorbenen Vater Briefe schreibt über Romane, die er nicht mehr lesen konnte und stellt diese in den Kontext der aktuellen politischen Situation Ein kluger Kniff, macht sie damit schon auf das aufmerksam was Literatur besonders gut kann: Gedanklich eine grüne Wiese zu haben ohne in vorgegebenen Schubladen zu stecken und der Fantasie freien lauf lassen. In der Literatur ist selbst der Tod eine veränderbare Variable. Und das ist die subversive Kraft auf die im Untertitel angespielt wird. Das lösen von einfachen Denkmustern, das aufbrechen von gesetzten Glaubensätzen, die eine Welt in Gute und Böse teilt.
Nichts mehr fürchten totalitäre System als Menschen die Fantasie haben und Fragen stellen um den Status Quo zu überwinden. Wer weiterdenkt hat eben die Möglichkeit nicht nur eine Wahrheit anzuerkennen und das ist für Macht bedrohlich in eng gestrickten Systemen.
Das Buch ist leicht lesbar und bringt tolle Perspektiven auf verschiedenste Autor:innen die Azar Nafisi hier unter die Lupe nimmt. Es kommen viele Große der Weltliteratur vor: Salman Rushdie, David Grossman, Toni Morrison und viele andere.
Fazit: Seine Sie offen und lesen sie. Erweitern Sie ihren Horizont und nutzen Sie das gemeinsame Wissen um eine bessere Welt aktiv in der Gestaltung!

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