Cover-Bild Bullshit mit Blümchenkleid
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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Carl Ueberreuter Verlag
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Soziale und ethische Themen
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Ersterscheinung: 18.02.2026
  • ISBN: 9783800080731
Barbara Haas

Bullshit mit Blümchenkleid

Tradwives & die neue Lust am alten Rollenbild

„Bullshit mit Blümchenkleid“ ist ein kluges, streitbares Buch über Social-Media-Mythen, weibliche Lebensentwürfe und die politische Macht von Bildern. Es ist ein Plädoyer für Freiheit, Selbstbestimmung und realistische Debatten über Care-Arbeit, Familie und Gleichstellung. 

Warum sehnen sich so viele junge Frauen plötzlich wieder nach „traditioneller Weiblichkeit“, und Häuslichkeit und warum sieht das auf Instagram so verführerisch aus?
In ihrem neuen Buch „Bullshit mit Blümchenkleid – Die neue Lust am alten Rollenbild“ nimmt die Journalistin und Autorin Barbara Haas den weltweiten Tradwife-Trend unter die Lupe: von der ästhetischen Social-Media-Idylle bis zu den politischen und religiösen Ideologien dahinter.

Ausgehend von einer sehr persönlichen Beobachtung – Haas’ eigene Mutter lebte als Tradwife „1.0“ am Bauernhof – zeigt die Autorin, wie groß der Unterschied zwischen realer Care- und Hausarbeit und ihrer heutigen Online-Inszenierung ist. Was damals harte, oft unbeachtet gemachte Arbeit war, wird heute als Lifestyle verkauft. Haas’ zentrale These: Die Versprechen der Tradwife-Bewegung – Natur, Erfüllung, Glück durch Rückzug ins Private – sind eine Illusion und historisch wie aktuell „Bullshit“.

„Bullshit mit Blümchenkleid“ verbindet Reportage, gesellschaftspolitische Analyse und Interviews mit Expertinnen. Haas beschreibt, wie Tradwife-Influencerinnen ein wirtschaftlich profitables Modell erschaffen, das auf perfekten Bildern basiert – und wie rechte Bewegungen und fundamentalistische Strömungen dieses Bild aktiv nutzen, um Frauen wieder auf Unterordnung, Mutterschaft und Abhängigkeit festzulegen. Das Buch ist eine Warnung vor einem hochpolitischen Trend, der als harmlose Hausfrauen-Ästhetik getarnt ist.

Gleichzeitig stellt Haas die Frage, warum dieser Trend gerade jetzt so viel Resonanz hat, auch bei progressiven Frauen. Sie zeigt, wie die Enttäuschungen der „Girlboss“-Ära, Pandemie-Erfahrungen und ein diffuses Gefühl von Überforderung eine Rückkehr zu scheinbar einfachen Rollenmodellen attraktiv machen. Doch der Preis ist hoch: ökonomische Abhängigkeit, ein enger „Korridor“ von Wahlfreiheit und ein Rückschritt in Richtung gesellschaftlicher Ungleichheit.

Ein kluges, streitbares Buch über den Tradwife-Trend auf Social Media und darüber, warum die romantisierte Rückkehr zu „Weiblichkeit 1950“ kein harmloser Lifestyle, sondern ein politischer Rückschritt ist.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Tweety1 in einem Regal.
  • Tweety1 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

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Klare Worte über den aktuellen Trends von Tradwives.
Anhand von konkreten Beispielen zeigt die Autorin, wie der Trend funktioniert, warum sich Frauen dieser Bewegung anschließen und was die Gefahren dieser ...

Klare Worte über den aktuellen Trends von Tradwives.
Anhand von konkreten Beispielen zeigt die Autorin, wie der Trend funktioniert, warum sich Frauen dieser Bewegung anschließen und was die Gefahren dieser Bewegung sind. Die Autorin wirft einen Blick hinter die Kulissen der vielen Instagram- und Tiktok-Fassaden und zeigt das reale Leben auf. Dies wird von Interviews unterstützt, die noch einmal die Sichtweise erweitern und neue Aspekte aufzeigen.
Schön finde ich, dass die Frauen, die sich dem Trend anschließen nicht verurteilt werden, sondern die Gründe aufgezeigt werden, warum auch rational denkende Frauen sich diesem Trend anschließen und – vermutlich – zu spät merken, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.
Das Buch zeigt aber auch auf, wie die Social-Media-Welt ein verzerrtes Weltbild vermitteln kann, als wäre es die Wahrheit. Wie Fehlinformationen und mangelnde unabhängige Medien dazu führen können, dass Menschen an eine Welt glauben, die es gar nicht gibt.
Interessant fand ich auch den kurzen Überblick darüber, wie es überhaupt zu Hausfrauen gekommen ist. Das habe ich mich auch schön öfter gefragt, aber nie die Ruhe gehabt, es zu recherchieren. Das Buch gibt auch viele Hinweise auf weiterführende Literatur, wenn man sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte. Dies führt dazu, dass dieses Buch nicht zu ausufernd und langweilig wird, man aber auch nicht mit Halbwissen alleine gelassen wird.

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