Cover-Bild Thron in Flammen

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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 976
  • Ersterscheinung: 09.11.2015
  • ISBN: 9783453316768
Brian Staveley

Thron in Flammen

Roman
Michael Siefener (Übersetzer)

Seit sie herausgefunden hat, wer ihren Vater ermordet hat, ist Adare – die Tochter des annurischen Kaisers Sanlitun – auf der Flucht, der Unbehauene Thron ist ihren Feinden in die Hände gefallen. Gleichzeitig verfolgen Adares Brüder, Valyn und Kaden, ihre eigenen Pläne: Valyn geht ein Bündnis mit den verfeindeten Barbarenhorden aus dem Norden ein, und Kaden wandelt auf uralten magischen Pfaden, um das Geheimnis zu ergründen, das Annur seit Jahrhunderten vor dem Bösen beschützt. Ein Geheimnis, von dem das Schicksal der gesamten Menschheit abhängt ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mitreißend

1 0

Nach dem Tod des annurischen Kaisers herrscht Chaos, denn jeder trachtete nach der Macht des unbehauenen Throns und möchte das Land nach eigenen Vorstellungen regieren und lenken.
Adare hat herausgefunden, ...

Nach dem Tod des annurischen Kaisers herrscht Chaos, denn jeder trachtete nach der Macht des unbehauenen Throns und möchte das Land nach eigenen Vorstellungen regieren und lenken.
Adare hat herausgefunden, wer ihren Vater ermordet hat und kann voran nur noch an Flucht und Rache denken. Sie will ihr Land unbedingt retten. Auch Ihre Brüder Valyn und Kaden, der Thronerbe versuchen das Land vor dem sicheren Untergang zu bewahren. Um sein Land zu retten wagt sich Kaden auf gefährlichen und Uralten Magischen Pfaden, denn er ist auf der Suche nach Informationen, die ihm helfen können die Welt vor schrecklichem zu bewahren.

Schon der erste Roman der Thron Serie, “Der verlorene Thron“ konnte mich überzeugen und es ist Brian Staveley tatsächlich gelungen mich mit „Thron in Flammen“ noch mehr zu begeistern und mitzureißen. Der zweite Band knöpft, wie so oft nahtlos, an den Vorgänger an, sodass man sich direkt wieder im Geschehen der Geschichte befindet.
Wurde im ersten Band auf die möglichen Konflikte und auf die verschiedenen zentralen Figuren eingegangen. Wird im zweiten Teil vor allem auf die Früchte der im ersten Band stattfindenden Intrigen eingegangen. Dabei deckt der Autor jedoch noch nicht alle Früchte auf baut absolut überraschende Wendungen ein, sodass ich stellenweise wirklich geschockt war und einfach nicht aufhören konnte mit dem Lesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Situation und der Konflikt entwickelt. Die Ideen die der Autor nach und nach in die Geschichte einbettet sind einfach absolut kreativ und haben mir des Öfteren positiv überrascht. „Thron in Flammen“ ist deutlich spanender als der Auftaktband und auch die Handlung nimmt deutlich an Fahrt auf und so flogen die fast 1000 Seiten einfach nur so dahin. Trotz der hohen Seiten zahlen konnte ich also absolut keine Längen in der Geschichte feststellen und dem Autor ist es gelungen die Spannung bis zum Ende hin konstant zu halten. Ich war mir einfach nie sicher wer wirklich Freund und wer Feind von dem Geschwistern ist und so habe ich einfach allen Figuren misstraut und ihnen etwas Böses unterstellt.

Trotz meinem absolut schlechten Namensgedächtnis konnte ich alle Namen auch im zweiten Band noch super auseinanderhalten und sie mir auch merken. Zwar sind die Namen alle sehr exotisch angehaucht, doch sind sie nicht all zu kompliziert und zum Glück ähneln sich die Namen auch nicht. Durch die bildgewaltige Sprache und die kurzen und prägnanten Sätze gelingt es dem Autor weiter Spannung aufzubauen und so kam ich einfach nicht umhin mit zu fiebern. Ich bin nie über einzelne Wörter gestolpert, denn es gelingt Staveley perfekt die phantastischen Begriffe in die Geschichte einzubetten.

Spielten im ersten Band vor allem Valyn und Kaden eine zentrale Rolle erhält auch Adare in „Thron in Flammen“ deutlich mehr Platz in der Geschichte, sodass ein gewisses Gleichgewicht zwischen den Geschwistern herrscht und man nie das Gefühl erhält, dass ein Geschwisterteil wichtiger als die anderen Geschwister ist. Alle drei verfolgen das gleiche Ziel. Jedoch besitzen alle unterschiedliche Mittel und Methoden, sodass sich die Geschwister teilweise selbst im Weg stehen und sich das Leben ungewollt und nicht bewusst schwer machen. Ich konnte die verschiedenen Vorgehensweisen der Geschwister absolut nachvollziehen und empfand keine als unpassend oder absurd.
Des Weiteren konnte mich die Charakterentwicklung überzeugen, denn es gelingt dem Auto die inneren Konflikte der Geschwister authentisch darzustellen. Sie wollen dem Reich gerecht werden und stehen daher oft vor einem inneren Konflikt, da sie bei jedem Schritt ihre Entscheidungen Abwegen müssen und auch das ein oder andere Mal Entscheidungen treffen müssen, die sie eigentlich zu tiefst verabscheuen. Alle Figuren müssen ihre Ängste aber auch ihre Eitelkeit überwinden und mit sich kämpfen.

Alles in allem ist „Thron in Flammen“ ein grandioser zweiter Band, der durch Spannung und überraschenden Wendungen besticht. Auch die Entwicklungen der Figuren konnten mich überzeugen und ich kann es gar nicht mehr abwarten den dritten Teil der Reihe zu lesen.