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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2019

Poetisch

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
0

Gerade zu Beginn des Romans merkt man, dass die Teilung in zwei Bände von der Autorin nicht vorhergesehen war. Leider gibt es zu dem Beginn des Romans keine kurze Zusammenfassung des ersten Teils. Ich ...

Gerade zu Beginn des Romans merkt man, dass die Teilung in zwei Bände von der Autorin nicht vorhergesehen war. Leider gibt es zu dem Beginn des Romans keine kurze Zusammenfassung des ersten Teils. Ich empfehle daher beide Bücher recht zügig hintereinander zu lesen.

Ich liebe den ruhigen und poetischen Schreibstil der Autorin. Ihr Erzählstil ist einfach besonders und hebt sich von der breiten Masse ab. Der Autorin gelingt es zudem Beziehungen und Gefühle eindringlich, aber nicht zu kitschig, zu beschrieben.

Hass ist diesem Roman eine treibende Kraft und ein zentrales Thema. Die Bewohner von Weep aber auch teilweise die Götterkinder werden von diesem angetrieben.

Auch, wenn es Figuren gibt, die man eher als gut oder böse beschrieben würde, überraschen die Figuren mit neuen und unerwarteten Facetten. Insgesamt wirken die Figuren daher deutlich authentischer.

Gerade die ersten Seiten des Romans wirkten auf mich zu ruhig und waren mir mit zu vielen Beschreibungen bezüglich des Lebens der Götterkinder versehen, dies änderte sich aber zum glück recht schnell und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Zudem fasziniert mich die Ideenvielfalt der Autorin. Ich bin eine absolute Vielleserin und habe schon sehr viele Bücher in diesem Genre gelesen, dennoch haben mich die Ideen der Autorin und auch die Getsaltung der Welt und vor allem die Stadt Weep von Anfang an begeistert. Der Roman ist einfach voller Ideen und absolut kreativ.

Insgesamt konnte mich auch der zweite Teil begeistern. Ein poetisches und dramatisches Abenteuer!

  • Geschichte
  • Fantasie
  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 10.11.2019

Berührend

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
1

Grace wurde nach einer harten Zeit von ihrem Ehemann verlassen. Jackson musste ebenfalls in seiner Kindheit mit großen Verlusten umgehen. Grace ist die Tochter des Pfarrers und Jason der Sohn des Trunkenboldes ...

Grace wurde nach einer harten Zeit von ihrem Ehemann verlassen. Jackson musste ebenfalls in seiner Kindheit mit großen Verlusten umgehen. Grace ist die Tochter des Pfarrers und Jason der Sohn des Trunkenboldes der Stadt. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch harmonieren sie perfekt. Helfen sich gegenseitig die Scherben aufzuheben und etwas Neues daraus zu kreieren.

Ich kann einfach nicht oft genug betonen, wie sehr ich Brittainy C. Cherry und ihre Romane schätze. Sie zählt einfach zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen und bei jedem Roman von ihr bin ich mir sicher, dass er einfach wundervoll traurig, berührend und ergreifend ist. Auch mit „Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt“ ist es der Autorin gelungen mich zu begeistern. Der Roman spielt vor allem in der Kleinstadt Chester, die für mich recht klischeehaft beschrieben wird. So stellt man sich einfach eine typische Kleinstadt in Amerika vor: alle kennen sich, die Pastoren Familie sind immer unter Beobachtung und „kleine Stars“ und natürlich darf auch eine Außenseiter-Familie nicht fehlen.

Die Selbstfindung der beiden Hauptfiguren steht im Vordergrund. Nach der Trennung weiß vor allem Grace nicht, wer sie wirklich ist. Vorher gab es sie immer nur mit ihrem Ehemann, der den Ton angab, im Doppelpack. All die Jahre hatte sie daher nie die Zeit wirklich herauszufinden, wer sie ist und wer sie sein möchte. Die Autorin nimmt uns bei diesem Prozess mit und zeigt uns, wie Grace immer mehr zu sich selbst findet und auch lernt für sich einzutreten. Auch Jackson kann eigentlich nicht sein wahres Selbst zeigen, da er von den Bewohnern der Kleinstadt stark vorverurteilt wird und wirklich niemand hinter die Fassade schaut und alle das Verhalten seines Vaters auf Jackson projizieren.
Ein wichtiges Thema in dem Roman ist zudem die Fehlgeburten von Grace und wie sie damit umgeht. Hier hätte ich mir zu Beginn des Romans eine Triggerwarnung gewünscht, da dies ein absolut emotionales Thema ist und Frauen, die dies durchmachen mussten, emotional sehr belasten kann!

Vor allem zu Beginn des Romans herrscht eine eher drückende und traurige Atmosphäre, da Grace Schmerz allgegenwärtig ist. Die Atmosphäre lockert sich jedoch immer weiter auf, da auch Grace immer mehr aufblüht. Oftmals baut Brittainy C. Cherry in ihren Romanen einen großen Knall ein, dieser fehlt hier. Ich empfand dies als absolut passend, da mich der Roman insgesamt eher traurig gestimmt hat und ich mehr Dramatik einfach nicht ertragen hätte. Leider wirkte das Ende des Romans jedoch etwas zu überstürzt und daher auch etwas zu unrealistisch auf mich.

Insgesamt konnte mich Brittainy C. Cherry wieder einmal begeistern! „Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt“ ist ein berührender Roman über die Selbstfindung, über Schmerz und auch über die Liebe, das Glück und die Hoffnung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 11.10.2019

Solide

Mondprinzessin
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Lynn wächst als Waisenkind auf. Sie fühlte sich schon immer fehl am Platz und versteht sich vor allem mit ihrer Betreuerin überhaupt nicht. Nur Jim, der ein Sportstudio besitzt, kann Lynn als Freund bezeichnen. ...

Lynn wächst als Waisenkind auf. Sie fühlte sich schon immer fehl am Platz und versteht sich vor allem mit ihrer Betreuerin überhaupt nicht. Nur Jim, der ein Sportstudio besitzt, kann Lynn als Freund bezeichnen. An Lynns Geburtstag fangen ihre Arme an zu leuchten und dann ihr ganzer Körper… Was passiert da mit ihr und wird sie verfolgt?
Ich habe schon so viel Gutes über Ava Reed gehört und war so neugierig auf ihre Bücher. Mondprinzessin hat mich besonders interessiert, da ich den Mond einfach Liebe und da viel zu wenige Romane diesbezüglich vorahnend sind. Das wunderschöne Cover muss ich erst gar nicht erwähnen.
Lynn ist mir auf der stelle sympathisch und ich kann ihre Gefühle als auch ihr Handeln zu beginn sehr gut verstehen, dies ändert sich jedoch im laufe des Romans. Gerade zum ende hin wirkt sie auf mich sehr naiv, vor allem in Anbetracht ihres schwierigen Lebens. Sie stellt mir einfach zu wenig Fragen und glaubt alles viel zu schnell und sie hinterfragt auch aussagen nicht, die für sie erstmal surreal sein müssten. Auch der Beziehungsaufbau zwischen den Figuren ging mit etwas zu schnell. Lynn hatte zuvor nur eine Bezugsperson und plötzlich baut sie zu anderen in gefühlt zwei Gesprächen eine enge Bindung auf.
Der Schreibstil von Ava Reed ist wundervoll leicht, harmonisch und etwas märchenhaft. Dies passt einfach perfekt zu der etwas verträumten Stimmung des Romans.
Insgesamt hat mir die Idee und er Schreibstil super gut gefallen und der Roman hat auf jeden Fall potenzial. Ich hätte mir nur gewünscht, dass sich die Autorin an manchen stellen einfach etwas mehr Zeit gelassen hätte.

Veröffentlicht am 11.10.2019

Einfach toll!

Cinder & Ella
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Cinder und Ella haben sich online kennen gelernt und chatten oft miteinander. Ella entwickelt Gefühle für ihn. Bis sich das Leben von Ella dramatisch verändert und sie nicht mehr antworten kann. Durch ...

Cinder und Ella haben sich online kennen gelernt und chatten oft miteinander. Ella entwickelt Gefühle für ihn. Bis sich das Leben von Ella dramatisch verändert und sie nicht mehr antworten kann. Durch ein tragisches Unglück muss Ella zu ihrem Vater ziehen und einfach alles verändert sich. Doch Ella kämpft sich zurück und sucht wieder den Kontakt zu Cinder. Doch wer ist Cinder wirklich?

Ich habe so viel Gutes über das Buch gehört, dass ich es endlich lesen musste. Zumal auch bald der zweite Teil erscheint (mittlerweile erschienen). Ich kann nur sagen: WoW! Das Buch ist ein wirklicher Pageturner. Innerhalb eines Tages hatte ich das Buch durch und war für meine Umwelt praktisch nicht ansprechbar. Die Autorin erzählt die Geschichte und die einzelnen Konflikte der beiden Figuren einfach so fesselnd, authentisch und gleichzeitig so unrealistisch. Ich liebe die Mischung einfach und wie die Autorin dies alles gekonnt ausbalanciert.
Auch die Figurenkonstellationen sind gut durchdacht und wirken auf mich harmonisch. Vor allem die Beschreibungen, wie Ella sich fühlt, als sie zu der Familie ihres Vaters kommt und sich alle fremd sind, haben mir sehr gut gefallen. Vor allem, dass die Autorin auf die Gefühle aller Familienmitglieder eingegangen ist und diese beachtet verleiht der Geschichte doch mehr tiefe als erwartet. Die Harmonie zwischen Ella und Cinder ist einfach so greifbar und ich habe mit jeder Seite mehr gewünscht, dass sie es irgendwie schaffen zueinander zu finden und ein Hollywood reifes happy End bekommen.
Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt liest sich der Roman einfach flüssig und harmonisch. Die Sprache der Figuren wirkt zudem absolut realistisch und nicht zu aufgesetzt.
Ich kann es also kaum erwarten endlich den zweiten Teil zu lesen!

Veröffentlicht am 22.09.2018

Grandios

Nevernight - Das Spiel
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Mia denkt nach wie vor nur an Rache und hat auch schon den nächsten Plan geschmiedet, um eben diese endlich zu bekommen. Noch immer gilt es Kardinal Duomo und Konsul Scaeva umzubringen.

Mir hat schon ...

Mia denkt nach wie vor nur an Rache und hat auch schon den nächsten Plan geschmiedet, um eben diese endlich zu bekommen. Noch immer gilt es Kardinal Duomo und Konsul Scaeva umzubringen.

Mir hat schon der erste Teil sehr gut gefalle und ich war schon auf die Fortsetzung gespannt. Die Trilogie hat definitiv Lieblingsreihenpotenzial. Auch im zweiten Band wird sich nicht mit langen Einleitungen aufgehalten und die Figuren stürzen sich gleich in das Getümmel.
Ich hatte leider am Anfang durch die vielen Zeitsprünge etwas Probleme mich in der Geschichte zu orientieren und war das ein oder andere mal wirklich irritiert, dies legte sich zum Glück jedoch wieder. Nach wie vor bin ich ein absoluter Fan von Jay Kristoff schwarzen Humor und die Fußnote sind einfach nur grandios, nachdem man sich an sie gewöhnt hat. Zudem gelingt es dem Autor einfach immer wieder überraschende Wendungen einzubauen, die mich oft einfach nur mit offenem Mund zurückgelassen haben.
Die Figuren entwickeln sich allesamt weiter und vor allem Mia macht einen riesen Sprung. Natürlich bestimmt nach wie vor der Rachegedanken ihr Handeln. Sie selbst definiert sich praktisch über ihre Rache. Ihre ganze Existenz zielt nur noch darauf, dennoch fängt sie an nach links und recht zu gucken und auch andere Menschen wahrzunehmen und auch zu unterstützen. Mia wird nicht sofort der strahlende Engel, sondern hinterfragt ihre Handlung öfter und genau dies wirkt einfach so authentisch.
Auch im zweiten Teil ist der Schreibstil des Autors sehr bildhaft und schon fast poetisch. Es gibt viele brutale Szenen und ich würde zartbesaiteten Menschen definitiv von der Reihe abraten. Vor allem die Arenenszenen werden sehr ausgeschmückt und authentisch beschrieben.
Ich kann mit Cliffhangern eigentlich ziemlich gut umgehen aber diese Ende hat mich wirklich fertig gemacht! Meine armen Nerven und ich hoffe so sehr, dass ich nicht so lange auf den dritten Teil warten muss!