Wenn Zeit zur Währung wird und Liebe trotzdem dazwischenfunkt
Manchmal schlägt ein Buch auf wie eine Zugtür in eine völlig fremde Welt, und genau so hat sich Skipshock für mich angefühlt. Margo steigt ein, alles wirkt noch halbwegs normal, und plötzlich sitzt man ...
Manchmal schlägt ein Buch auf wie eine Zugtür in eine völlig fremde Welt, und genau so hat sich Skipshock für mich angefühlt. Margo steigt ein, alles wirkt noch halbwegs normal, und plötzlich sitzt man mit ihr in einer Kälte, die nicht nur draußen liegt, sondern auch mitten im Herzen dieser neuen Welt.
Gelesen habe ich das Buch als Buddyread mit meiner Tochter, abwechselnd im gleichen Buch, und genau das hat hier so viel Spaß gemacht. Kaum hatte eine von uns ein Kapitel beendet, kam schon dieses typische „Du musst jetzt weiterlesen, ich muss wissen, was mit Moon passiert“. Besonders schön waren diese kleinen Lesepausen, in denen wir versucht haben, die Zeitzonen zu verstehen, über Margos Entscheidungen diskutiert haben und uns beide gefragt haben, ob Liebe überhaupt eine Chance hat, wenn Zeit selbst zur Waffe wird.
Margo mochte ich, weil sie nicht einfach nur mutig ist, sondern auch verloren, wütend und suchend. Moon war für uns beide sofort so eine Figur, bei der man leiser liest, weil man nichts verpassen will. Zwischen den beiden knistert es nicht kitschig, sondern vorsichtig, verletzlich und mit dieser Art Sehnsucht, die perfekt zu einer Time Travel Romance passt.
Die Welt von New Davia ist düster, originell und manchmal richtig beklemmend. Zeit bedeutet Macht, Leben, Kontrolle und Verlust. Genau das macht die Geschichte so besonders. Skipshock ist spannend, romantisch, wild und emotional, aber auch ein Buch, bei dem man aufmerksam bleiben muss. Für uns war es ein Buddyread voller „Warte, was?“ Momente, Herzklopfen und diesem schönen Gefühl, gemeinsam in einer Geschichte festzustecken.