Cover-Bild Federflaum
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16,60
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 420
  • Ersterscheinung: 29.04.2021
  • ISBN: 9783753477572
Christa Eckert

Federflaum

Roman
»Lass dich nicht kriegen, kleine Wilde, lass dich für kein Geld der Welt in ein Büro einsperren, und draußen spielt der Wind in den Bäumen und die Luft ist voller Zwitschern und Summen.« Nathan wischt sich über die Stirn, und der Kienduft des frisch gespaltenen Holzes mischt sich mit seinem süßen Schweißgeruch.

Judith ist mit ihrer kleinen Tochter Amber aufs Land geflohen, um der Verfolgung eines Mannes zu entgehen. Sie hat im Haus der deutlich älteren Bea eine Wohnung gefunden und in Bea eine Freundin. Als sie Beas Aufzeichnungen über deren Erlebnisse in einer Therapiegruppe liest und gebannt verfolgt, wie Bea auf ein altes Trauma stößt und sich Schritt für Schritt daraus erlöst, tritt ihre eigene Geschichte an sie heran: die kleine Wilde, die nicht weiß, wer ihr Vater ist und ihre Mutter deshalb hasst; die durch die Gartensiedlung, in der sie aufwächst, strolcht und ihren väterlichen Freund Nathan besucht. In der Vertrautheit einer Nähe, die Halt gibt und zugleich frei lässt, erwacht die kleine Wilde zur Frau. Sie begegnet dem Schauspieler Alexander, der sie zutiefst liebt. Sie selbst aber kann nicht wirklich lieben, glaubt sie, so wie sie auch nicht wirklich fühlen kann. Als sie Nathan nach mehr als zehn Jahren wiedertrifft, kommt eine Erinnerungen in ihr hoch, die ihr den Atem nimmt.

Einfühlsam zeichnet Christa Eckert einen subtilen Spannungsbogen und lässt ihn anhand der Therapieerfahrungen von Bea, der zweiten Protagonistin, tiefgründig spiegeln. Dabei wird gerade das Unspektakuläre, das ganz alltägliche Leben zur faszinierenden Bühne, auf der ihr poetisches Erzählen Schatten wirft, die das Lichte aufscheinen lassen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2021

Traumabewältigung und Selbstfindung in poetischer Form

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Klappentext:

Judith ist mit ihrer kleinen Tochter Amber aufs Land geflohen, um der Verfolgung eines Mannes zu entgehen. Sie hat im Haus der deutlich älteren Bea eine Wohnung gefunden und in Bea eine Freundin. ...

Klappentext:

Judith ist mit ihrer kleinen Tochter Amber aufs Land geflohen, um der Verfolgung eines Mannes zu entgehen. Sie hat im Haus der deutlich älteren Bea eine Wohnung gefunden und in Bea eine Freundin. Als sie Beas Aufzeichnungen über deren Erlebnisse in einer Therapiegruppe liest und gebannt verfolgt, wie Bea auf ein altes Trauma stößt und sich Schritt für Schritt daraus erlöst, tritt ihre eigene Geschichte an sie heran: die kleine Wilde, die nicht weiß, wer ihr Vater ist und ihre Mutter deshalb hasst; die durch die Gartensiedlung, in der sie aufwächst, strolcht und ihren väterlichen Freund Nathan besucht. In der Vertrautheit einer Nähe, die Halt gibt und zugleich frei lässt, erwacht die kleine Wilde zur Frau. Sie begegnet dem Schauspieler Alexander, der sie zutiefst liebt. Sie selbst aber kann nicht wirklich lieben, glaubt sie, so wie sie auch nicht wirklich fühlen kann. Als sie Nathan nach mehr als zehn Jahren wiedertrifft, kommt eine Erinnerung in ihr hoch, die ihr den Atem nimmt.

Fazit:

Als ich den letzten Satz des Klappentextes gelesen hatte, wollte ich die Erinnerung entschlüsseln, da ich schon einen Verdacht hatte. Ob sich mein Verdacht bestätigt, verrate ich hier nicht.

Natürlich fragte ich mich auch sofort, warum Judith mit ihrer Tochter auf der Flucht ist und vor allen Dingen vor wem. Dies erschließt sich erst nach und nach und ich überlegte am Schluss, ob die Reaktion von Judith wirklich gerechtfertigt war. Doch nachdem ich einige Tage nachgedacht habe, kann ich sie jetzt doch ansatzweise verstehen, denn sie hat noch einen langen Weg vor sich, um alle Verletzungen aus ihrer Kindheit und Jugend zu verarbeiten.

Bea war mir in ihrer mütterlichen und verständnisvollen Art schnell sympathisch. Auch sie hat einige Verletzungen bezüglich ihrer Weiblichkeit erlitten und eine entsprechende Therapie gemacht. Ihre Aufzeichnungen der Therapieerfahrungen stellt sie Judith zur Verfügung und reißt unbewusst bei Judith alte Wunden auf.

Mit einer sehr poetischen und bildgewaltigen Sprache wurden von der Autorin sensible Themen aufgegriffen, die unter die Haut gehen und für viele Menschen auch heute noch tabu sind. Beide Frauen müssen sich mit ihren Traumata auseinandersetzen und erfahren dabei, wie schmerzhaft es ist, sich diesen Wunden erneut zu stellen. Gerade Judith hat damit ihre Probleme und lernt erst durch Beas Hilfe über ihre schmerzhaften Erfahrungen zu reden und sich zu öffnen.

Dieses Buch ist sehr tiefgründig und lässt sich sehr gut lesen. Es gibt Einblicke in menschliche Abgründe und deren Bewältigung, ohne Anspruch auf den einzigen richtigen Weg. Ich konnte tief in Judiths Gedankenwelt und Psyche eintauchen, auch wenn ich sie nicht immer verstehen konnte.

Dieses besondere Buch sucht besondere Leser, die sich auf eher leise, poetisch-literarische Texte einlassen können und Sprache und Bilder genießen wollen, ohne sich von der eher schweren Kost abschrecken zu lassen. Ich habe mich ganz bewusst auf dieses Buch eingelassen und bin jetzt froh, dass ich es entdeckt habe und lesen konnte. Mich hat es bereichert und nachdenklich zurückgelassen. Dieser Roman ist geeignet für Leser, die den Mut haben in menschliche Abgründe zu schauen und mit sich selbst auseinanderzusetzen.

Da mich das Buch tief berühren konnte, vergebe ich eine Leseempfehlung an mutige Menschen.

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Tiefgründige Gedankenwelt

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In dem Buch „Federflaum“ von Christa Eckert geht es um Judith, die vor ihrem Partner und Vater ihrer kleinen Tochter Amber, Alexander, flüchtet. Sie zieht zu Bea aufs Land und findet in ihr eine Freundin. ...

In dem Buch „Federflaum“ von Christa Eckert geht es um Judith, die vor ihrem Partner und Vater ihrer kleinen Tochter Amber, Alexander, flüchtet. Sie zieht zu Bea aufs Land und findet in ihr eine Freundin. Eines Tages liest sie alte Aufzeichnungen von Bea, eine Art Tagebuch. Sie lassen sie in ihre eigene Geschichte blicken und sie bemerkt, dass es da doch Ähnlichkeiten gibt. Aus diesen Aufzeichnungen von Bea lernt sie viel und sie fängt an, über sich nachzudenken. Vielleicht ist es doch nicht richtig, Amber ihren Vater vorzuenthalten? Sie beschließt, Alexander zu schreiben.


Das Buch ist sehr tiefgründig und spricht Themen an, die eher nicht so oft angerührt werden. Das ist schön, aber mir war es manchmal zu viel, es war zu intim. Ich konnte mich mit dem Schreibstil anfreunden und fand es sehr angenehm zu lesen. Manchmal war der Inhalt sehr fesselnd und ich wollte gerne weiterlesen. Aber manchmal war es eher langweilig und langatmig erzählt, sodass es mir schwerfiel weiterzulesen. Es ist manchmal berührend, manchmal möchte ich es lieber gar nicht wissen. Ich habe die Emotionen mitgefühlt mit Judith, konnte sie aber nicht verstehen. Denn mit der Hauptperson konnte ich mich gar nicht identifizieren. Es war manchmal ein bisschen seltsam. Ich finde, der größte Teil des Buches besteht nicht aus Handlung, sondern aus Gedanken. Es passiert nicht viel. Der Leser liest meist über Judiths Gedanken und zwischendurch kommen dann Beas Seiten dazu. Dann denkt sie wieder nach.


Ich geben dem Buch 3,5 Sterne, mache hier aber drei draus. Ich habe gemerkt, dass der Autorin der Inhalt sehr wichtig ist und dass hinter diesem Buch sehr viel Geduld und Mühe gesteckt haben müssen.

Ich kann nicht sagen, ob ich das Buch empfehlen würde, das kommt darauf an. Es ist meines Erachtens etwas speziell, aber schon lesenswert. Ich denke nur, dass es nicht jedem gefällt.


Trotzdem danke, dass ich diese Leseerfahrung machen durfte!

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