Cover-Bild Giovanni, du stinkst
Band der Reihe "K&S Kremi"
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kremayr & Scheriau
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 200
  • Ersterscheinung: 04.03.2026
  • ISBN: 9783218014953
Christian Klinger

Giovanni, du stinkst

Tod am See - Sinovats ermittelt - Antikrimi
Und am Ende der Straße stehen Häuser am See

Es könnte ein schönes, ruhiges Leben sein. Hier am verträumten Badesee im kleinen Paradies, wie es von den Menschen im Dorf liebevoll genannt wird. Wäre da nicht dieser sonderbare Badeunfall, mit dessen Aufklärung Abteilungsinspektor Giovanni Sinovats betraut wird. Und der nicht nur die Idylle, sondern auch die vermeintliche Harmonie der nur auf den ersten Blick eingeschworenen Dorfgemeinschaft gehörig aus dem Gleichgewicht bringt.

Schon bald bleibt kein Stein auf dem anderen im kleinen Paradies am See. Sogar Erdbeben sowie ein profitgeiler Grundbesitzer werden da zur absoluten Nebensache.

Zu allem Überfluss treibt auch noch Mama Sinovats mit ihrem Italienfaible alle in den Wahnsinn. Allen voran Giovanni selbst…

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2026

Ein lockerer und leichter Antikrimi

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Ein kleines, traumhaftes Badegewässer wird zum Schauplatz, als dort eine Leiche entdeckt wird. Giovanni Sinovats leitet die Ermittlungen. Neben seinen Schwierigkeiten mit dem Fall hat er auch mit seiner ...

Ein kleines, traumhaftes Badegewässer wird zum Schauplatz, als dort eine Leiche entdeckt wird. Giovanni Sinovats leitet die Ermittlungen. Neben seinen Schwierigkeiten mit dem Fall hat er auch mit seiner Mutter zu kämpfen, die eine Vorliebe für alles Italienische hat. Die Dorfbewohner sind nicht nur wegen der Leiche aus der Ruhe gebracht, sondern auch aufgrund eines Erdbebens und eines geldgierigen Pächters.

Dieser Roman ist kein typischer Krimi, wie bereits der Untertitel „Antikrimi“ verdeutlicht. Im Mittelpunkt stehen nicht die Ermittlungen, sondern vielmehr die Charaktere und ihr Leben in einer scheinbar perfekten Welt. Diese Idylle wird früh gestört, zuerst durch ein Erdbeben und anschließend durch eine Leiche im Wasser. Giovanni lebt noch bei seiner Mutter und wird oft an seine Grenzen gebracht. Gerade diese Beziehung bietet viel Unterhaltung. Die Einwohner des Dorfes sind alles andere als gewöhnlich und haben ihre eigenen Macken und Eigenheiten.
Hinter der schönen Fassade verbirgt sich jedoch mehr, als es zunächst den Anschein hat. Einige tragen Geheimnisse mit sich herum, die nach und nach sichtbar werden. Zudem sorgt ein Pächter für Unruhe innerhalb der Gemeinschaft, denn er sieht in der Situation eine Chance, viel Geld zu verdienen.

Fazit: Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die Geschichte lebt weniger von Spannung im klassischen Sinne, sondern von ihren Charakteren und den kleinen Abgründen, die sich hinter ihrem Alltag offenbaren.
Das überraschende Ende hat mich verblüfft.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein schräger Krimi am Badesee

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In der kleinen Stadt, wo sich die Menschen noch in den Straßen begegnen und über den Gartenzaun Geschichten austauschen, lebt der Abteilungsinspektor Giovanni Sinovats vom LKA in Eisenstadt. Mit seiner ...

In der kleinen Stadt, wo sich die Menschen noch in den Straßen begegnen und über den Gartenzaun Geschichten austauschen, lebt der Abteilungsinspektor Giovanni Sinovats vom LKA in Eisenstadt. Mit seiner Energie und seinem unerschütterlichen Optimismus ist er der besonnene Pol der Polizei. Doch nicht zum ersten Mal hört er seine Mutter rufen: »Giovanni, du stinkst. Geh duschen!«. Er kann es nicht mehr hören. In diesem Artikel nehme ich euch mit an den verträumten Badesee im kleinen Paradies, zwischen all den Grundstückspächtern. Der Fall der am Ufer gefundenen Leiche muss aufgeklärt werden und Giovanni Sinovats ermittelt. Lasst uns eintauchen in die Welt von Giovanni und entdecken, dass wahre Stärke oft aus den unerwartetsten Situationen entsteht.

Zwar ist zunächst zu klären, ob es sich bei der Leiche um einen Badeunfall handelt, aber schon bald wird klar, dass die vermeintliche Idylle im Paradies gar nicht so idyllisch ist. Den Grundstückspächtern soll erneut die Pacht erghöht werden, was die vermeintliche Harmonie der nur auf den ersten Blick eingeschworenen Dorfgemeinschaft gehörig aus dem Gleichgewicht bringt. Außerdem schein ein Pächter zu sehr auf die Ehefrau des Nachbarn zu schauen, wie auch seine eigene Frau auf den Nachbarn selbst schaut.

Christian Klinger hat für »Giovanni, du stinkst« ein kleines Dorf geschaffen, wo die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen, leben skurrile Figuren, die den Roman lebendig werden lassen. Da ist der Schamane, der den Ausstieg aus der hektischen Welt sucht und tief in die Geheimnisse von Pilzen und Kräutern eintaucht. Die Nachbarn, gefangen in einer unglücklichen Ehe, kämpfen gegen die Stille ihrer Beziehungen, während der Anwalt der Pächter gleichzeitig im Schatten des Grundstückseigentümers agiert. Und nicht zu vergessen der Regierungsbeamte, der mit einem schelmischen Grinsen plant, sich ein Stück vom Kuchen abzuschneiden, was die Dynamik des Dorfes nur weiter aufheizt.

In einer Welt, in der Geschichten oft wie aus einem Lehrbuch erscheinen, wagt es der Autor, die Leser direkt anzusprechen, als wären sie alte Freunde am Lagerfeuer. „Doch bevor wir uns diesem bald die Idylle störenden Objekt zuwenden …“, beginnt er, und sofort wird die Grenze zwischen Erzählung und Realität durchbrochen. Durch diesen ungewöhnlichen Erzählstil wird der Leser nicht nur zum passiven Zuhörer, sondern zu einem aktiven Mitgestalter der Geschichte, der die Abenteuer und Wendungen hautnah miterlebt. So wird jede Seite zu einem gemeinsamen Erlebnis, das zum Nachdenken und Schmunzeln anregt.

In dem kleinen Paradies, wo sich die Geheimnisse wie Schatten um die Ecken schlingen, entfaltet sich die Spannung in verschiedenen Strängen. Während die Ermittler fieberhaft nach dem Tod der Leiche suchen, sind die intriganten Machenschaften des Verpächters ebenso fesselnd – seine verborgenen Absichten scheinen mehr zu verbergen, als man zunächst ahnt. Doch auch das heimliche Turteln der nachbarlichen Ehepaare trägt zur elektrisierenden Atmosphäre bei, während sie in ihrer scheinbar perfekten Welt ein Spiel aus Eifersucht und Geheimnissen spielen. Und nicht zu vergessen der Assistent des Landeshauptmanns, dessen undurchsichtige Pläne und Ambitionen die Geschichte weiter anheizen und das Netz der Spannung immer dichter verweben.

In »Giovanni, du stinkst« von Christian Klinger begegnen wir einer ungewöhnlichen Erzählung, die auf mehreren Ebenen Spannung aufbaut. Die skurrilen Figuren ziehen den Leser sofort in ihren Bann und verleihen der Geschichte eine unverwechselbare Note. Klingers direkte Ansprache an die Leser schafft eine intime Verbindung, die das Gefühl verstärkt, Teil der Handlung zu sein. Jeder Charakter bringt seine eigene Farbe in die Erzählung, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Diese Geschichte ist ein wahres Lesevergnügen für alle, die das Besondere im Alltäglichen schätzen. Ein Muss für Liebhaber von kreativen Erzählungen!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026