Cover-Bild Kneipengrab

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10,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 25.02.2016
  • ISBN: 9783954517886
Christiane Wünsche

Kneipengrab

Nina Bongartz musste in ihrer Jugend zwei Schicksalsschläge verkraften: den Tod ihrer besten Freundin und die Ermordung ihres geliebten Bruders Alex. Jetzt, viele Jahre später, steht die Entlassung des Täters bevor – und bei den Abrissarbeiten der Dorfkneipe kommt das alte Fahrrad ihrer toten Jugendfreundin zum Vorschein. Der und stellt alles auf den Kopf, was Nina bislang geglaubt hat – auch die Liebe zu ihrem Bruder. Wer war Alex wirklich? Ein tiefgründiges Psychodrama um Schuld und Vergebung, eindringlich und feinfühlig erzählt.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei solveig in einem Regal.
  • solveig hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2017

"Kein anderer fühlt mit deinem Herzen..."

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… heißt es in einem Vers, der recht gut Nina Bongartz´ großes Problem beschreibt. Sie selbst empfindet sich als eine ganz normale Frau in den mittleren Jahren, die ihrem Beruf in der Kleinstadt Kaarst ...


… heißt es in einem Vers, der recht gut Nina Bongartz´ großes Problem beschreibt. Sie selbst empfindet sich als eine ganz normale Frau in den mittleren Jahren, die ihrem Beruf in der Kleinstadt Kaarst nachgeht. Doch ihre Umwelt sieht sie in einem anderen Licht; ihr Verhalten ist noch immer beeinflusst vom gewaltsamen Tod ihres Bruders. Als Andreas, der Mörder ihres Bruders, nach fünfunddreißig Jahren aus der Haft entlassen wird, scheint Nina völlig am Boden zerstört; sie kann dem ehemaligen Freund die Tat nicht verzeihen. Zeitgleich wird ein ebenso alter Fall wieder aufgerollt: Ninas beste Freundin war kurz vor dem Mord an Alex verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Während Nina versucht, ihre Erinnerungen mit neuen Erkenntnissen in Einklang zu bringen, geschieht ein neuer Mord…
Psychologisch sehr geschickt schildert die Autorin aus der Rückschau zwei schicksalsträchtige Ereignisse, die Ninas Leben beeinflussen. Stück für Stück trägt sie die Puzzleteile zusammen, die schließlich ein klares Bild des einstigen Geschehens ergeben.
Gut nachvollziehbar und „echt“ erscheinen die einzelnen Charaktere. Die lebendige Beschreibung des Handlungsortes und seiner Eigenschaften sorgt ebenfalls für Authentizität. Spannend geschrieben und mit viel Lokalkolorit - ein rundum gelungener Krimi!

Veröffentlicht am 29.12.2016

Was damals wirklich geschah

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Ninas ganzes Leben wird von zwei furchtbaren Ereignissen aus ihrer Jugend überschattet. Ihr geliebter älterer Bruder Alex wird ermordet und ihre beste Freundin Silvia fällt kurz danach dem „Lolitamörder“ ...

Ninas ganzes Leben wird von zwei furchtbaren Ereignissen aus ihrer Jugend überschattet. Ihr geliebter älterer Bruder Alex wird ermordet und ihre beste Freundin Silvia fällt kurz danach dem „Lolitamörder“ zum Opfer. Diese Verluste haben sie geprägt, auch wenn sie nach vielen Jahren ihren Frieden damit gemacht hat. Nun soll der Mörder des Bruders nach 35 Jahren Haft entlassen werden und die alten Verletzungen brechen wieder auf. Als die Stammkneipe der Jugendclique abgerissen wird, taucht auch Silvias Fahrrad auf und die damaligen Ermittlungen erscheinen plötzlich in einem anderen Licht.
Ich hatte mir aus der Beschreibung einen spannenden regionalen Krimi erwartet, aber der Roman nimmt eine ganz andere Wende. Es ist ein Psychogramm einer traumatisierten Frau, die sich der Wahrheit stellen muss und deren ganzes Weltbild erschüttert wird. Das wird durchaus spannend und nachvollziehbar erzählt, auch die Ausschnitte aus dem alten Tagebuch der Freundinnen Nina und Silvia tragen dazu bei.
Da mir der Plot aber zu leicht durchschaubar war, konnte mich das Buch nicht durchgehend fesseln. Es lag vielleicht auch am spröden Ton der Ich-Erzählerin, dass mir die Personen anfangs nicht richtig nahe kamen. Allerdings sind die grundsätzlichen Fragen nach Schuld und Sühne, Verzeihen und Neuanfang sehr menschlich und nachvollziehbar erzählt. Sicher waren meine Erwartungen an einen Regionalkrimi schuld, dass ich Zeit brauchte, mich richtig auf den Roman einzulassen