Cover-Bild Hinter dem Nebel
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Kindler
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 17.04.2026
  • ISBN: 9783463000824
Christoffer Carlsson

Hinter dem Nebel

Ulla Ackermann (Übersetzer)

Der vierte Fall für Vidar Jörgensson: Selbstmord oder Mord?  Als man Johan Oskarsson erhängt auffindet, deuten alle Zeichen auf Selbstmord – der Schriftsteller war eine zerbrechliche Seele. Polizist Vidar will den Fall eigentlich zu den Akten legen, doch es gibt Anzeichen dafür, dass jemand ihn zum Schweigen bringen wollte. Denn die Biografie über die berühmte schwedische Autorin Ingrid Klinga, an der er vor seinem Tod schrieb, führt tief hinein in die dunklen 1950er-Jahre: in die Machenschaften der schwedischen Nachrichtendienste, gefährliche Loyalitäten, in Netzwerke, in denen Menschen ihre Seele verkauften, um sich selbst zu retten oder ihre Ziele zu erreichen. Wie heikel die Themen sind, mit denen sich Oskarsson beschäftigte, muss Vidar bei seinen Ermittlungen am eigenen Leib erfahren.

Zur Halland-Krimireihe:

Band 1 : Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. «Selten sind Menschen, Land und Natur Schwedens so einfühlsam dargestellt worden wie in diesem Kriminalroman über Schuld, Strafe und Versöhnung.» Tobias Gohlis, Deutschlandfunk Kultur

Band 2 : Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. «Der beste schwedische Kriminalroman seit 20 Jahren.» Krimibestenliste, Deutschlandfunk Kultur

Band 3 : Ausgezeichnet mit dem Schwedischen und dem Skandinavischen Krimipreis. «Die Geradlinigkeit des Erzählens und Gewissheit der Umstände und Motive raffiniert verschwimmen zu lassen, das ist die Kunst des Krimi-Autors Christoffer Carlsson.» Frankfurter Rundschau

Band 4 : «Es ist erst April, und ich habe wahrscheinlich schon den besten schwedischen Krimi des Jahres gelesen. Die Erwartungen an Christoffer Carlsson wachsen zweifellos mit jedem Teil der Halland-Krimis, aber irgendwie schafft er es, mit dem Druck umzugehen und sich diesmal sogar selbst zu übertreffen.» Göteborgsposten

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2026

Wenn der Nebel mehr verbirgt als nur die Wahrheit

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Zwischen grauem Himmel, feuchter Erde und diesem schweren Schweigen, das sich wie Nebel über alles legt, hat mich Hinter dem Nebel langsam, aber ziemlich fest gepackt.

Der Tod von Johan Oskarsson wirkt ...

Zwischen grauem Himmel, feuchter Erde und diesem schweren Schweigen, das sich wie Nebel über alles legt, hat mich Hinter dem Nebel langsam, aber ziemlich fest gepackt.

Der Tod von Johan Oskarsson wirkt auf den ersten Blick wie ein trauriger Selbstmord. Ein zerbrechlicher Schriftsteller, ein erhängter Körper, ein Fall, den man vielleicht einfach schließen möchte. Doch genau da beginnt dieses unangenehme Kribbeln. Dieses Gefühl, dass hinter der offensichtlichen Wahrheit noch etwas lauert, das keiner berühren will.

Vidar Jörgensson ermittelt nicht laut, nicht übertrieben heldenhaft, sondern mit dieser stillen Beharrlichkeit, die ich bei skandinavischen Krimis so liebe. Die Geschichte führt tief in die 1950er Jahre, zu Geheimdiensten, Loyalitäten, Verrat und Menschen, die sich selbst verlieren, um irgendwie zu überleben.

Für mich ist das kein Krimi für nebenbei. Die Handlung braucht Aufmerksamkeit, manchmal auch Geduld, aber gerade diese Schwere macht den Reiz aus. Christoffer Carlsson schreibt atmosphärisch dicht, melancholisch und menschlich. Man spürt die Kälte, die Schuld und dieses leise Unbehagen zwischen den Zeilen.

Am Ende blieb bei mir kein lauter Knall zurück, sondern ein stilles Nachhallen. Und genau das passt hier perfekt.

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Veröffentlicht am 19.08.2026

Spione unter sich

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Man findet den Schriftsteller Johan Oskarsson erhängt vor, die Polizei geht von Selbstmord aus. Ein Autorenkollege und früherer Freund glaubt jedoch nicht daran und fängt an, die Arbeit von Oskarsson, ...

Man findet den Schriftsteller Johan Oskarsson erhängt vor, die Polizei geht von Selbstmord aus. Ein Autorenkollege und früherer Freund glaubt jedoch nicht daran und fängt an, die Arbeit von Oskarsson, der zuletzt an einer Biographie über die berühmte schwedische Autorin Ingrid Klinga geschrieben hat, zu überprüfen. Die Recherchen führen in die 1950er Jahre, sie betreffen schwedische Nachrichtendienste und legen Praktiken offen, die bis heute heikel sind. Und sie betreffen Menschen, die gegen ihren Willen beteiligt waren, ihre Seele verkauft haben und dadurch traumatisiert wurden oder sind.

»Hinterher versucht sie, sich einzureden, dass dies der Wendepunkt war, der Augenblick, in dem ihr Entschluss fiel. Aber wann beginnt Verrat? Verrat hat keinen Anfang. Seine Wurzeln lassen sich in die Tiefe verfolgen, doch niemals bis zum Ursprung. Nur tiefer.« (Seite 135)

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um den vierten Teil der Halland-Krimireihe, alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. Diesen Teil empfand ich etwas aus der Reihe gefallen, denn politische Themen interessieren mich nicht beziehungsweise nur, wenn sie für die Geschichte wichtig, aber nicht hauptsächlich sind. Vordergründig sind hier zwar die zwischenmenschlichen Beziehungen, aber die politische und besonders die Seite der Spionage und der Agenten nimmt einen großen Raum ein. Hinzukommt, dass die Sprünge zwischen Personen, Orten und Jahren für mich teilweise verwirrend waren, ich wusste an manchen Stellen nicht, wer gemeint ist und wo ich bin. Diese Geschichte verlangt volle Konzentration, was schwierig ist, wenn ein Thema nicht interessiert.

Der vierte Teil der tollen Halland-Krimireihe lässt mich insgesamt zwiegespalten zurück. Die Art und Weise der Erzählung gefällt mir, die politische Komponente allerdings nicht. Es gab viele Stellen, die mich völlig gefesselt haben, andere wiederum überhaupt nicht. Ich erfreue mich also an den vielen großartigen Zitaten, die ich mir markiert habe, und warte geduldig, bis es weitergeht.

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