Cover-Bild Die Wunder
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 15.08.2022
  • ISBN: 9783518773970
Elena Medel

Die Wunder

Roman | Elegant und feministisch | Das Sensationsdebüt über die jüngere Geschichte Spaniens

Noch nie sind sie sich begegnet: María und Alicia, Großmutter und Enkelin. Die Ältere kommt Ende der Sechziger einer Schande wegen nach Madrid, arbeitet als Kindermädchen, als Hausangestellte, der komplette Lohn fortan bestimmt für die zurückgelassene, fast unbekannte Tochter. Die Jüngere flieht Jahrzehnte später in die Stadt, von einer Tragödie um ihre Herkunft und den Schlaf gebracht. María und Alicia, beide führen sie ein Frauenleben, beiden fehlt das Geld. Und damit die Zuversicht und das Vertrauen. In sich selbst, ihre Männer, dieses Land, in dem sich alles verändert zu haben scheint, bis auf das eigene Elend. Und plötzlich fordert jede auf ihre Weise die hergebrachte Ordnung heraus.

Elena Medel schreibt die jüngere Geschichte Spaniens aus Sicht der vergessenen Hälfte. Die Wunder ist ein eleganter feministischer Bildungsroman über die herrschenden Kräfte, über das Geld, das Begehren, die Mutterliebe, und wie sie als Waffen seit jeher gegen die Frauen verwendet werden.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Lundi in einem Regal.
  • Lundi hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2022

Generation

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Das Buch DIE WUNDER von Elena Medel handelt von Maria und ihrer Enkelin Alicia, die sich nicht kennen, aber vergleichbare Leben führen.

Die Idee zu dem Buch fand ich sehr spannend, allerdings bin ich ...

Das Buch DIE WUNDER von Elena Medel handelt von Maria und ihrer Enkelin Alicia, die sich nicht kennen, aber vergleichbare Leben führen.

Die Idee zu dem Buch fand ich sehr spannend, allerdings bin ich leider von der Umsetzung enttäuscht. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Maria und Alicia berichtet in wechselnden Jahren. Das ist ein wenig verwirrend, da man zu Beginn jedes Abschnitts erstmal wieder innerlich „sortieren“ muss.
Es ist zwar interessant, mehr aus den Leben der beiden zu erfahren und man erkennt auch die Ähnlichkeit in punkto Geldknappheit, pragmatischer Umgang mit Partnerschaften und Gedankenspiele, aber gleichzeitig ist der Schreibstil anstrengend. Denn man hat das Gefühl, die Autorin schreibt atemlos über ihre Figuren. Eine kleine Randbemerkung hier, ein zusätzlicher Nebensatz da. Vermutlich soll dieser Schreibstil ein gewisses Tempo in die Stories bringen, aber ich fand es beim Lesen eher nachteilig.
Darüber hinaus hatte ich die Hoffnung, dass sich die beiden einmal wirklich kennenlernen, aber….

Insgesamt ist das Buch ok, wenn man ein wenig über das ganz normale Leben der kleinen Leute in Spanien in unterschiedlichen Jahren erfahren möchte. Der Schreibstil ist dagegen eine kleine Herausforderung.

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Veröffentlicht am 25.07.2022

Das Schicksal zweier Frauen

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Elena Medels Roman “Die Wunder” folgt den Schicksalen zweier Frauen, María und Alicia, Großmutter und Enkelin. Beide haben mit gesellschaftlichen und patriarchalen Strukturen zu kämpfen und versuchen, ...

Elena Medels Roman “Die Wunder” folgt den Schicksalen zweier Frauen, María und Alicia, Großmutter und Enkelin. Beide haben mit gesellschaftlichen und patriarchalen Strukturen zu kämpfen und versuchen, sich von Klassenzwängen zu befreien.
María muss nach der Geburt ihrer unehelichen Tochter Carmen ihren Heimatort verlassen und beginnt in Madrid zu arbeiten. Ihre Tochter entgleitet ihr immer mehr, bis sie den Kontakt zu ihr völlig verliert.
Alicia muss als junges Mädchen den Selbstmord ihres Vaters verkraften, der der Familie hohe Schulden hinterlässt. Mit ihrer Großmutter verbindet sie zunächst, dass auch sie ihre Mutter, Carmen, verlässt.

Das Leben beider Frauen gestaltet sich im Folgenden als ein Kampf um Freiheit, nicht zuletzt um finanzielle Unabhängigkeit und um eine Loslösung von gesellschaftlichen und patriarchalen Strukturen sowie von Klassenzwängen.

Wir erfahren aus dem Leben dieser Frauen in Rückblenden, in Form einer Aneinanderreihung von Momenten. Die Autorin gewährt tiefe Einblicke in das Innenleben ihrer Charaktere, indem sie fast ungefiltert, stellenweise einem inneren Monolog ähnlich, denken lässt.
Doch diese Form führt dazu, dass man sich nur schwer in die Geschichte hineinfühlen kann und dass man lange in bestimmten Momenten festgehalten wird. Das ist manchmal etwas ermüdend und vermag nicht so zu fesseln, wie man es sich wünschen würde. Dem Roman mangelt es daher an Bewegung und an Dynamik.

Das ist vor allem deshalb schade, weil er sich so wichtiger Themen annimmt, sie durch die Lebenswege zweier Frauen verkörpern lässt und die Strukturen und Funktionsweisen einer Gesellschaft analysiert, die diesen Frauen zahlreiche Steine auf den Weg legt.

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