Cover-Bild Angst vorm Fliegen
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ecco Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 528
  • Ersterscheinung: 25.06.2024
  • ISBN: 9783753000947
Erica Jong

Angst vorm Fliegen

Roman | Der feministische Klassiker neu übersetzt | Shortlist Preis der Leipziger Buchmesse 2025
Lilian Peter (Übersetzer)

»Bigamie heißt, dass man einen Mann zu viel hat. Monogamie heißt dasselbe.« Anonym (eine Frau)

Mit einem kritischen Nachwort zur Neuübersetzung von Lilian Peter

Isadora Wing, jüdische Lyrikerin und Journalistin aus der Upper West Side von New York City, ist an einem Scheideweg angelangt. Nach fünf Jahren Ehe reizen sie viele Dinge: Männer reizen sie, Einsamkeit reizt sie und Sex reizt sie. Als sie trotz ihrer Flugangst mit ihrem Mann zu einer Psychoanalytiker-Konferenz nach Wien reist, stürzt sie sich dort kurzerhand in eine Affäre mit seinem Kollegen Adrian. Es beginnt eine Reise, die sie im Zickzackkurs durch Europa, zu sexuellen Abenteuern und letztlich zu sich selbst führt.

Furchtlos, erfrischend und mit unwiderstehlichem Witz erzählt Erica Jong in ihrem feministischen Klassiker von Autonomie, weiblicher Lust und den ganz großen Fragen im Leben. Angst vorm Fliegen ist auch 50 Jahre nach Erstveröffentlichung ein literarisches Ereignis und hat nichts an Durchschlagskraft verloren.

»Klug, kühn, mutig und am wichtigsten, sehr lustig.«  Meg Wolitzer  

»Unerschrocken und erfrischend.« John Updike, The New Yorker

»Dieses Buch wird Literaturgeschichte schreiben.« Henry Miller

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2025

Sehr gelungen

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Dieser Roman erzählt die Geschichte einer Frau auf der suche nach Freiheit, nach sich selbst aber auch nach Liebe.

Isadora ist eine Portagonistin die alles andere als eindimensional ist. Aus ihrer Sicht ...

Dieser Roman erzählt die Geschichte einer Frau auf der suche nach Freiheit, nach sich selbst aber auch nach Liebe.

Isadora ist eine Portagonistin die alles andere als eindimensional ist. Aus ihrer Sicht erzählt sie von ihrer Familie, ihren Liebesbeziehungen und dem Versuch sich einen eigenen Weg zu suchen. Bei dieser Suchegerät sie allerdings immer wieder in abhängigkeitsbeziehungen zu Männern die ihr alles andere als gut tun.
Immer wieder merkt man während dem Lesen die selbstzerstörerische Art in der Isadora sich auf Männer einlässt die alles andere als Großherzig und liebevoll sind. Fast scheint es so als könne sie nur lieben wenn sie dabei leiden kann.

Als sie auf einen Analytikerkongress Adrian kennenlernt der auf den ersten Blick unheimlich charmant aber bei genauerem Hinsehen eher überheblich, kontrollierend und alles andere als Liebevoll ist begibt sie sich mit ihm auf eine Reise. Zuerst scheint alles gut zu gehen doch wird immer klarer das nach dieser Reise nichts mehr so ist wie davor.

Die Protagonistin in diesem Buch fand ich sehr authentisch, jedoch immer wieder anstrengend. Sie erzählt von ihren Liebschaften und man fragt sich ob sie eigentlich merkt das dies eine Liste an Psychopathen ist und ob sie das mit Absicht macht oder ob sie einfach zu naiv ist.

Immer wieder kam man beim Lesen nicht umhin sich zu fragen wie man so selbstzerstörerisch sein kann. Nichtsdestotrotz ist das Buch spannend zu lesen und die Geschichte wirklich interessant. Die vielen scheinbar nebenbei erzählten Geschichten aus Isadoras Leben, die Konflikte zwischen den Familienmitgliedern, ihre selbstabalysen und ihr trockener Humor machen das Buch zu einem gelungenen Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Nicht so bewegend

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Am Buch gereizt hat mich die junge Frau, die sich von einem Mann durch Europa treiben lässt. Ich hatte auf eine spannende Liebesgeschichte mit intellektuellem Einschlag gehofft. Leider war es dann nur ...


Am Buch gereizt hat mich die junge Frau, die sich von einem Mann durch Europa treiben lässt. Ich hatte auf eine spannende Liebesgeschichte mit intellektuellem Einschlag gehofft. Leider war es dann nur eine Selbstfindungsgeschichte, wie man sie heutzutage häufig hat.

Worum geht es?

Isadora ist zum zweiten Mal verheiratet, ihr erster Mann kam wegen einer Schizophrenie in die Psychartrie, und führt ein Leben zwischen Schreiben und Ehefrau. Sie geht zu Psychoanalytikern, die sie ständig wechselt, und hat ein problematisches Verhältnis zur perfektionistischen Mutter und den Schwestern, die um die Zuneigung der Mutter buhlen. Auf einer Konferenz begleitet sie ihren Mann und lernt dort Adrian kennen. Mit dem Lebenmann fährt sie durch Europa, stellt jedoch fest, dass er sich nicht an sie binden will. Schließlich gibt sie ihre Ideale an sich selbst auf und beginnt, mit der Ungewissheit des Lebens klarzukommen.

Wie hat mir das Buch gefallen?

Ich konnte mich an manchen Stellen gut mit dem Text identifizieren und die Reise, die die Hauptfigur machten, müssen wohl viele Menschen Anfang Zwanzig machen. Es ist ein schmerzhafter Prozess, aber wichtig für die eigene Entwicklung. Isadora findet in Adrian eine Mentor, muss aber feststellen, dass er eher als Antrieb denn als Heimat dient. Er ist eher intellektuell fordernd, körperich weniger erfüllend. Adrian weiß das und versucht, ihre Selbsterkenntnis zu fördern. Isadora tut am Ende genau das. Trotzdem empfand ich Adrian als eine Figur, die Isadora benutzt und lenken will. Weil er sich über sie stellt und denkt, er wisse es besser. Wahrscheinlich war sie nicht die erste und wird nicht die letzte sein.

Isadora wiederum hadert mit sich, findet in Adrian eine Ersatzmutter, um dessen Aufmerksamkeit sie kämpfen kann. Ihrem Mann ist das ein Stück egal, eine Arbeit an der Beziehung findet nicht statt.

Allerdings gibt es im Buch einige Referenzen, ein intellektueller Strom durchzieht das Werk. Man kann vieles darin finden.

Eine Bewertung des Textes fällt mir schwer, weil er in den 70er Jahren ein Bespiel für eine neue Form der Weiblichkeit galt. Frauen nicht als Opfer der Umstände, die versuchen, klarzukommen. Sondern Frauen als Menschen, die selbst entscheiden, was sie tun. Selbst wenn das bedeutet, erst einmal gründlich hinzufallen. Auch die expliziten Stellen haben damals viele Menschen verwundert. Aus heutiger Sicht ist all das ein alter Hut. Frauen, die übere ihre Lebenswege schreiben, das Sich-Finden als Frau und als Mensch wurde sehr oft in der Literatur thematisiert. Auch die "erotischen" Stellen sind deutlich, aber sehr kurz. Verglichen mit einem New-Adult-Roman wirkt der Roman fast bieder.

Besondere Probleme hatte ich mit dem "zippless fuck", der als "Nix-wie-Vögeln" übersetzt wird. Ich fand das Wort, verglichen mit dem Original, rhythmisch sehr holprig und nichts-sagend. Allerdings erklärt die Übersetzerin daran im Nachtwort gut, auf welche Aspekte es bei dieser Arbeit ankommt.

Ziemlich schade finde ich auch das deutsche Cover. Während das englische Cover sehr bunt ist und in mehrerlei Hinsicht knallig, wirkt das deutsche ziemlich bieder. Das englische betont das Thema Steigen, das deutsche eher Fallen. Im Englischen kann man sich überlegen, ob das Titelmotiv einen Heißluftballon oder sogar eine Vagina zeigt. Das deutsche wirkt nicht so aussagekräftig, eher einfallslos. Wäre der Titel nicht so interessant gewesen, hätte ich es nicht angefordert.

Fazit

Ich verstehe, dass das Buch damals revolutionär war und es bietet einige intellektuelle Ansätze. Für mich war's aber nicht so bewegend.

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