Cover-Bild Der Modesalon des Glücks
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18,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Kampa Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 11.07.2024
  • ISBN: 9783311705079
Eva Ibbotson

Der Modesalon des Glücks

Liselotte Julius (Übersetzer), Lena Riebl (Übersetzer)

Obwohl sie bislang noch jeden Heiratsantrag abgelehnt hat, wird sie von allen Frau Susanna genannt. Weil der Mann, den sie liebt, schon verheiratet ist, lebt sie allein im glanzvollen Wien der Jahrhundertwende. Am malerischen Madensky-Platz führt sie einen erfolgreichen Modesalon. Die Ideen für ihre wundervollen Kleider fliegen Susanna zu, sobald sie die Augen schließt. Die Menschen am Platz kennt sie wie ihre Westentasche: den alten Antiquitätenhändler Haller, der sich ärgert, wenn ihm jemand ein Buch abkaufen will, das er noch nicht zu Ende gelesen hat, Herrn Starsky, Professor für Reptilienkrankheiten, der gerade die Effekte von Spinat auf das Schildkrötenwachstum erforscht, den Schnauzer Rip, der seinem Frauchen jeden Morgen pünktlich um sieben die Zeitung bringt. Begleitet wird das Leben auf dem Platz vom unermüdlichen Klavierspiel des geheimnis vollen Fremden, der in die Mansarde gegenüber eingezogen ist. Doch obwohl Susanna hier ein Zuhause und eine Familie gefunden hat, lastet auf ihrem sonnigen Gemüt eine große Sehnsucht …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Beschauliches Wien

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Frau Susanna führt einen sehr erfolgreichen Modesalon am Madensky Platz in Wien. Sie ist unverheiratet, aber mit einem verheirateten Mann liiert. Ihr Leben ist reich an Freuden und Bekannten und der Modesalon ...

Frau Susanna führt einen sehr erfolgreichen Modesalon am Madensky Platz in Wien. Sie ist unverheiratet, aber mit einem verheirateten Mann liiert. Ihr Leben ist reich an Freuden und Bekannten und der Modesalon ist ihr Lebenswerk.

Wir begleiten sie vor allem durch das Jahr 1911, als sie beschließt ein Tagebuch zu schreiben. Darin erfahren wir all die Kleinigkeiten, die die Gemeinschaft am Madensky Platz beschäftigen und lernen die Gesellschaft Wiens der damaligen Zeit kennen.

Eva Ibottson schreibt ganz wunderbar und lässt ein beschauliches Wien vor den Augen der Leser entstehen. Nicht alles ist gut, es gibt Intrigen, Armut und Ungerechtigkeit. Und doch hat man das Gefühl sich dort wohlfühlen zu können.

Ich mochte das Buch sehr. Es ist wie ein Spaziergang durch das Wien der Vergangenheit. Die Protagonisten wachsen einem ans Herz und es wird immer wieder spannend, weil man mitfiebert ob die Fäden, die Frau Suanna zieht wirklich den Effekt haben, den sie beabsichtigt hat.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen und werde mir die anderen Bücher der Autorin auch noch genauer anschauen.

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Veröffentlicht am 30.07.2024

allerlei Wiener Geschichten

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Vor ewigen Zeiten habe ich Eva Ibbotson entdeckt und mochte ihre Bücher sehr. Inzwischen gelten sie wohl als Klassiker und werden vom Kampa Verlag neu aufgelegt. Ich war sehr neugierig, wie ich das Lesen ...

Vor ewigen Zeiten habe ich Eva Ibbotson entdeckt und mochte ihre Bücher sehr. Inzwischen gelten sie wohl als Klassiker und werden vom Kampa Verlag neu aufgelegt. Ich war sehr neugierig, wie ich das Lesen jetzt empfinde, wo sich mein Buchgeschmack doch etwas geändert hat.

Schon auf den ersten Seiten wusste ich wieder, was mir damals so gefallen hat. Eva Ibbotson macht alte Zeiten lebendig und zieht einen hinein. Wir sind in Wien 1911 in Susannas Modesalon. Da trifft sich die Wiener Gesellschaft, vielleicht nicht die allerhöchsten Adelskreise, aber schon jeder, der auf sich hält und ein bisschen Geld hat, ein Hauch Boheme, gestandene Bürger und auch die, die mal Geld hatten gehen noch immer zu Susanna. Die Gräfin Metz zum Beispiel zahlt ihre neue Garderobe mit fragwürdigen Antiquitäten und strapaziert Susannas Geduld.

Hier hat jede Figur eine Geschichte und es kommen wirklich viele zu Susanna, die auch selbst einiges durchstehen musste, bevor sie die wurde, die sie jetzt ist. Auch das ist typisch für Ibbotsons Bücher. Sie spinnt viele Geschichten in ihre Geschichte, die alle interessant sind und ein buntes Gesamtbild mit ganz viel Zeitkolorit ergeben.

Vielleicht ist Susanna die Spur zu schön und begabt, die Spur zu gutmütig und einen Hauch zu hilfsbereit. Das sind aber dann tatsächlich die einzigen Plattitüden, die man in diesem Buch findet. Hier geht es um Menschen mit Ecken und Kanten, um Schicksale und Kuriositäten, und um Wien ohne Kitsch oder Praterseligkeit.

Man braucht ein bisschen Geduld für dieses Buch, aber wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen, bekommt man einen wunderbaren historischen Roman, der sich leicht liest, ohne seicht zu werden. Ich habe es sehr gerne gelesen.

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