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18,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Fischer Sauerländer
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 11.03.2026
  • ISBN: 9783737374996
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Eva Kranenburg

Freunde

Bewegender Antikriegsroman ab 14 Jahren über Freundschaft und Menschlichkeit

Du hast alles verloren. Aber du bist nicht allein.

Tarek, Nata , Ren und der kleine, verwilderte Tuk lernen sich kennen, als sie in den letzten Kriegstagen in die bereits völlig desolate Armee eingezogen werden. Als sie nur mit ein paar Spaten bewaffnet aufs Schlachtfeld ziehen sollen, desertieren sie. Sie alle haben Geheimnisse, über die sie nicht sprechen. Jeder hat Unerträgliches erlebt, tief sitzen Scham und Schrecken. So zusammengeschweißt werden sie einander zur Familie. Bis ein Dilemma ihre Verbundenheit in Frage stellt.

Kann man den Hass auf ein Volk überwinden, mit dem man im Krieg ist? Kann man lieben, wenn man schlimmste Gewalt erlebt hat? Kann man moralisch bleiben in einer zerstörerischen Welt? Diese Fragen verwebt Eva Kranenburg auf einfühlsame Weise zu einer soghaften Geschichte. Sie erzählt ehrlich bis an die Schmerzgrenze, setzt der Brutalität der Nachkriegswelt jedoch immer auch Licht entgegen: Figuren, die sich einem tief ins Herz schreiben – und ihre unerschütterliche Freundschaft zueinander.


  • Ein zeitloses und universelles Plädoyer für Menschlichkeit
  • Ein eindrücklicher und bewegender Antikriegsroman für junge Lesende ab 13 Jahren und auch für Erwachsene
  • Ein Debütroman mit der durchschlagenden Kraft von Janne Teller
  • Ausgzeichnet mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2025

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Begeisternder und sehr berührender Antikriegsroman für Jugendliche ab etwa vierzehn Jahren

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In einem unbenannten Land, zu einer unbenannten Zeit, begegnen sich nach dem Ende eines Krieges vier Jugendliche. Dies ist die Prämisse des Romans „Freunde“ von Eva Kranenburg. Die Autorin hat zuvor mit ...

In einem unbenannten Land, zu einer unbenannten Zeit, begegnen sich nach dem Ende eines Krieges vier Jugendliche. Dies ist die Prämisse des Romans „Freunde“ von Eva Kranenburg. Die Autorin hat zuvor mit Kindern von Geflüchteten aus unterschiedlichen Ländern gearbeitet. Die Jugendlichen im Buch stehen stellvertretend für alle jene, die nach einem Krieg mit dem Sieg des Gegners, der die Regierungsmacht vor Ort übernommen hat, zurechtfinden müssen. Viele haben ihre Eltern oder sogar alle nahen Verwandten verloren. Hatten sie bereits während Kriegszeiten Entbehrungen erlebt, so sind sie nun auf die Gunst der Sieger angewiesen, die über Nahrung und Schutz bestimmen. Obwohl Frieden herrscht, der eigentlich nur bedeutet, dass nun eine Zeit zwischen zwei Kriegen begonnen hat, bleiben ihre Ängste groß.

Die Geschichte wird von dem 15-jährigen Ren aus der Ich-Perspektive erzählt. Seine Freunde lernt er kennen, als er sich für ein letztes Aufgebot zum Kriegsdienst melden musste. Nata, die in seinem Alter ist, und Tuk, der kindlich Kind wirkt, sind die letzten, die sich am Versammlungsplatz einfinden. In dem kaum älteren Tarek findet die kleine Gruppe einen Kommandanten, der sie wenig später auf eigenen Befehl hin desertieren lässt und ihnen dabei aus dem Herzen spricht. Dadurch widersetzen sie sich aktiv und scheuen nicht die Bestrafung, die ihnen droht, wenn sie entdeckt werden. In einem Unterschlupf unterstützen sie einander beim Überleben.

Zu Beginn verbergen alle ein Geheimnis. Ren trägt eine schreckliche Erinnerung mit sich. Nata hat bisher in den Bergen gelebt, trägt eine tief gezogene Kapuze und versucht, ihr Hinken zu verbergen. Tareks auffälligstes Merkmal ist eine lange Narbe im Gesicht, die ihn an furchtbare Erlebnisse erinnert. Auch Tuk trägt Wunden am Körper, weswegen er seine Kleidung nicht ablegt, um seinen Rücken nicht zu zeigen. Sowohl die sichtbaren körperlichen als auch die psychischen Verletzungen der Jugendlichen zeugen von einer kaum fassbaren, leidvollen Zeit. Erst allmählich beginnen die Freunde einander zu vertrauen. Für den Lesenden entfaltet sich dadurch erst, welche Schrecken der Krieg verursacht. Und dennoch lässt dies nur erahnen, welches Leid kriegerische Konflikte mit sich bringen können.

Eva Kranenburg hat mit großem Feingefühl ihre Erfahrungen mit Geflüchteten in die Geschichte einfließen lassen und zeigt, welche Möglichkeiten helfen können, den Kummer der Kinder zu lindern. Die Methode des Kreiserzählens wirkt unterstützend dabei, erfahrene Unmenschlichkeiten zu verarbeiten. Ren, Nata, Tuk und Tarek spielen Schule, nicht nur, um Wissensrückstände aufzuholen, sondern ebenfalls, um ihre individuellen Stärken zu entdecken und zu erfahren, wie einzigartig und wertvoll sie sind. Die Autorin macht zudem deutlich, dass manchmal auch Ironie helfen kann, schwierige Situationen leichter zu nehmen, jedoch ohne einen gewissen Respekt für andere Ansichten nicht abzulegen.

Der Roman „Freunde“ von Eva Kranenburg ist begeisternder und sehr berührender Roman für Jugendliche ab etwa vierzehn Jahren über die Schrecken eines Krieges und die starke Kraft der Freundschaft und des Zusammenhalts, bietet facettenreiche Figuren und eine fordernde sowie zugleich fesselnde Handlung. Sehr gerne empfehle ich das Buch uneingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Freundschaft, die stärker ist als der Krieg

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Der Krieg liegt in diesem Buch nicht nur im Hintergrund, er durchzieht jede Seite. Zerstörte Landschaften, erschöpfte Menschen und eine Welt, in der Moral plötzlich keine einfachen Antworten mehr kennt. ...

Der Krieg liegt in diesem Buch nicht nur im Hintergrund, er durchzieht jede Seite. Zerstörte Landschaften, erschöpfte Menschen und eine Welt, in der Moral plötzlich keine einfachen Antworten mehr kennt. Und mitten darin vier junge Menschen, die sich eigentlich nie hätten begegnen sollen und trotzdem alles füreinander werden.

Tarek, Nata, Ren und der kleine Tuk treffen sich in den letzten Tagen eines Krieges, der ihnen längst alles genommen hat. Als sie mit Spaten bewaffnet aufs Schlachtfeld geschickt werden sollen, entscheiden sie sich für etwas, das mehr Mut braucht als jeder Angriff. Sie laufen weg. Beim Lesen dieser Szene blieb plötzlich eine Seite länger offen. Neben mir kam nur ein leises Das kann doch nicht gut gehen. Wir haben beide kurz innegehalten und weitergelesen, als müssten wir selbst wissen, ob sie es schaffen.

Was dieses Buch so besonders macht, ist nicht nur die Geschichte selbst, sondern die Nähe zu den Figuren. Ihre Angst, ihre Scham, ihre Erinnerungen fühlen sich erschreckend echt an. An einer Stelle haben wir gleichzeitig aufgeschaut, weil eine Szene so brutal ehrlich war. Ein leises Das ist schlimm kam von der Seite des Sofas, und ich konnte nur nicken. Genau solche Momente haben unser gemeinsames Lesen begleitet.

Und dann gibt es diese stillen Augenblicke zwischen den vier Freunden. Kleine Gesten, vorsichtige Gespräche, ein vorsichtiges Vertrauen, das langsam wächst. Während ich eine Passage laut vorgelesen habe, kam plötzlich ein überraschtes Aber sie beschützen sich ja wirklich. Genau in solchen Momenten merkt man, wie stark diese Geschichte von Freundschaft getragen wird.

Eva Kranenburg schreibt intensiv, ehrlich und mit einer Wärme, die selbst durch die dunkelsten Szenen hindurchscheint. Am Ende haben wir das Buch zugeklappt und noch einen Moment still dagesessen. Dann kam nur der leise Satz Das war ein richtig starkes Buch. Mehr musste eigentlich gar nicht gesagt werden.

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