Cover-Bild Die Avenues
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Unionsverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 20.03.2026
  • ISBN: 9783293006386
Farai Mudzingwa

Die Avenues

Roman
Jan Schönherr (Übersetzer)

In Miner’s Drift ist nicht viel los, aber immerhin hat Jedza zwei beste Freunde und ein neues Fahrrad. Ein rotes natürlich, die sind schneller als blaue. Die Jungs brausen durch die Straßen, bis ein Wettrennen ein tragisches Ende nimmt. Jedza ist fortan überzeugt, verflucht zu sein.

Getrieben von seinen Dämonen, zieht er als junger Mann nach Harare, eine vor Korruption triefende Großstadt, in der Scharlatane mit Ahnengeistern konkurrieren. Eine Stadt, die alle in die Knie zwingt – doch unterkriegen lässt sich davon niemand. In den Avenues, dem hippen Viertel der Schönen und Gescheiterten, sucht Jedza nach Antworten und wird mitgerissen vom Strudel des alltäglichen Wahnsinns.

Ein rasanter Stadtroman und eine Geschichte von Lasten der Vergangenheit, von Hoffnung, Geistern und Gefahren.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Alrik in einem Regal.
  • Alrik hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2026

Die Stadt Harare lebt und atmet

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Ein komplexes Stück afrikanischer Literatur.
Die Erzählweise ist so, dass viel in den Zeiten vor- und zurückgesprungen wird. Es entsteht eine Art Rhythmus.
Es erzählt die Geschichte eines Jungen bzw. ...

Ein komplexes Stück afrikanischer Literatur.
Die Erzählweise ist so, dass viel in den Zeiten vor- und zurückgesprungen wird. Es entsteht eine Art Rhythmus.
Es erzählt die Geschichte eines Jungen bzw. später Mannes. So lebhaft wie er ist auch die Sprache. Und auch die Sprache wandelt sich im Buch immer wieder.
Farai Mudzingwa vermittelt einen Blick auf Simbabwe, wie es der westliche Leser nicht kennt.

Veröffentlicht am 15.04.2026

Zwischen Fluch und Freiheit in den Straßen von Harare

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Mitten rein ins Chaos, kein sanftes Ankommen, sondern direkt Kopf voraus in eine Welt, die gleichzeitig fremd und erschreckend nah wirkt. Miner’s Drift fühlt sich an wie dieser eine Ort aus der Kindheit, ...

Mitten rein ins Chaos, kein sanftes Ankommen, sondern direkt Kopf voraus in eine Welt, die gleichzeitig fremd und erschreckend nah wirkt. Miner’s Drift fühlt sich an wie dieser eine Ort aus der Kindheit, der harmlos beginnt und dann plötzlich kippt. Und genau da packt einen die Geschichte schon.

Jedza ist keiner, den man sofort durchschaut. Eher so ein Typ, bei dem man merkt, dass da was brodelt. Schuld, Angst, dieser nagende Gedanke verflucht zu sein. Das sitzt tief. Und während man noch denkt, okay, das wird jetzt eine klassische Coming of Age Nummer, zieht einem das Buch in Harare komplett den Boden weg.

Diese Stadt lebt. Und zwar laut, dreckig und gnadenlos ehrlich. Korruption, Aberglaube, Hoffnungsschimmer zwischen all dem Wahnsinn. Die Avenues wirken wie ein schillernder Rausch, irgendwo zwischen Party und Absturz. Man merkt beim Lesen richtig, wie alles an einem zerrt.

Was hängen bleibt, ist dieses Gefühl von Rastlosigkeit. Figuren, die kämpfen, stolpern, wieder aufstehen. Kein Held, kein perfekter Weg, sondern einfach Leben pur. Und genau das macht es so stark.

Klar, manchmal verliert sich die Geschichte ein bisschen in ihrem eigenen Tempo. Aber ganz ehrlich, das gehört fast dazu. Weil sich auch das echte Leben nicht immer sauber erzählen lässt.

Am Ende sitzt man da, leicht erschöpft, aber irgendwie auch beeindruckt. So ein Buch, das nicht geschniegelt sein will, sondern lieber echt ist.

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