Lebensgeschichte eines Dichters
Der 650. Todestag von Giovanni Boccaccio war für Franziska Meier ein guter Grund, eine neue Biographie über den Dichter des Decameron zu veröffentlichen. Berühmt ist er vordergründig für dieses Werk mit ...
Der 650. Todestag von Giovanni Boccaccio war für Franziska Meier ein guter Grund, eine neue Biographie über den Dichter des Decameron zu veröffentlichen. Berühmt ist er vordergründig für dieses Werk mit 100 Novellen. Aber natürlich hat er auch andere Bücher veröffentlicht. Sein Hauptaugenmerk lag darin, die facettenreiche Gesellschaft seiner Zeit zu porträtieren. Zusammen mit seinem Freund Petrarca hat er die damalige Zeit mit seinen Werken geprägt und sich für das Lebenswerk Dantes begeistert.
Die anspruchsvolle Lektüre hat mir gut gefallen. Die Sprache ist angenehm zu lesen, trotz der mitunter schwierigen Formulierungen. Einige Wörter musste ich dann doch nachschlagen Man erfährt interessante Episoden nicht nur aus seinem Leben, auch seine Zeitgenossen finden Eingang in diese Biographie. Die im Untertitel festgehaltenen schwarzen Zeiten äußerten sich in Kriegen und Kämpfen, keine einfache Zeit für einen Dichter, der sich gerne und hauptsächlich mit der Gesellschaft in den Orten seiner Aufenthalte beschäftigt hat. Wer eine umfassende Lebensgeschichte des bedeutenden Vertreters des beginnenden Renaissance-Humanismus erleben möchte, ist bei dem ausführlichen Werk von Franziska Meier bestens aufgehoben.