Cover-Bild Jenseits der Erinnerung
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: tredition
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 28.11.2025
  • ISBN: 9783384754684
Gabriel Schütz

Jenseits der Erinnerung

Ein packender Kriminalroman über Schuld, Wahrheit und zweite Chancen – vor der eindrucksvollen Kulisse der steirischen Berge.

Als Richard nach dem Tod des Fabrikbesitzers Alwin erfährt, dass dieser sein leiblicher Vater war, stürzt sein Leben ins Chaos. Der besonnene Handwerker, der sich längst in seine Werkstatt zurückgezogen und ins Schweigen geflüchtet hat, beginnt zu zweifeln:
War Alwins Tod wirklich ein Selbstmord?
In alten Erzählungen und Träumen tauchen Bruchstücke aus dem Zweiten Weltkrieg auf – und mit ihnen eine Schuld, die niemals gesühnt wurde. Stück für Stück setzt Richard die Bruchstücke zusammen und stößt auf ein Geheimnis, das viel tiefer reicht, als er ahnte. Doch während er die Vergangenheit rekonstruiert, entgleitet ihm die Gegenwart komplett.
Richards Frau Sonja hat die Ehe aufgegeben.
Der Mann, den sie einst für seinen Mut und seine Aufrichtigkeit liebte, ist ihr längst fremd geworden. Da der Kriminalfall den alten Richard wieder wachrüttelt, flammt auch die Leidenschaft neu auf. Doch je näher er der Wahrheit kommt, desto größer wird die Gefahr, dass Sonja ihn wieder verliert – diesmal für immer.

Ein Roman über die Last der Erinnerung, über Liebe, Stolz, Verrat und die Kraft, endlich hinzusehen.

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Der preisgekrönte österreichische Autor mischt eine Melange aus Kriminalroman und Familiensaga. Immer wieder reißt er dabei unerwartet ein Fenster in die Vergangenheit auf, aus der die Zukunft ihre Richtung nimmt – und wie ein feinsinniger Barista, vergisst er dabei das Herz im Milchschaum nicht!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2026

Wenn die Vergangenheit nicht schweigt

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Jenseits der Erinnerung ist ein leiser, atmosphärisch dichter Kriminalroman, der weniger auf Action als auf innere Spannung, psychologische Tiefe und die Macht verdrängter Vergangenheit setzt. Im Mittelpunkt ...

Jenseits der Erinnerung ist ein leiser, atmosphärisch dichter Kriminalroman, der weniger auf Action als auf innere Spannung, psychologische Tiefe und die Macht verdrängter Vergangenheit setzt. Im Mittelpunkt steht Richard, ein Tischler, dessen Leben zunächst geordnet und unspektakulär wirkt. Der Tod seines Onkels Alwin und ein rätselhafter Brief, den Richard in einem alten Schreibtisch findet, bringen dieses fragile Gleichgewicht jedoch ins Wanken. Es folgt keine klassische Ermittlergeschichte, sondern eine zunehmend beklemmende Auseinandersetzung mit Familiengeheimnissen, Schuld und Erinnerung.

Während Richard in der Vergangenheit seiner Familie forscht, verschwimmen die Grenzen zwischen Gegenwart, Erinnerung und Vision. Träume, innere Bilder und reale Nachforschungen greifen ineinander und lassen die Lesenden immer wieder zweifeln, was Wirklichkeit ist und was aus Richards innerem Aufruhr entsteht. Gerade diese Unsicherheit macht einen großen Reiz des Romans aus. Vieles wird angedeutet, nicht alles erklärt, manches bleibt bewusst offen.

Besonders gelungen ist die psychologische Zeichnung der Hauptfigur. Richard ist kein lauter Held, sondern ein stiller, verschlossener Mensch, der die Welt stark über Materialien und handwerkliche Prozesse wahrnimmt. Die Holzarten, die als Kapitelüberschriften dienen, sind dabei mehr als ein formales Mittel: Sie spiegeln Stimmungen, Belastungen und innere Zustände wider und verankern die Geschichte fest in Richards Beruf und Wahrnehmung. Auch das Cover mit dem bearbeiteten Holz und den Blutspritzern greift diese Symbolik stimmig auf.

Neben dem Kriminalfall spielt die Beziehung zu seiner Frau Sonja eine zentrale Rolle. Durch Richards zunehmende Verschlossenheit und seinen inneren Rückzug entsteht eine Kluft, die ebenso schmerzhaft ist wie die aufgedeckten Familiengeheimnisse. Dadurch erhält die Geschichte eine emotionale Tiefe, die den Krimi menschlich und greifbar macht.

Der Autor schreibt in einer ruhigen, präzisen und feinfühligen Sprache. Die Handlung entwickelt sich langsam, aber konsequent und verlangt stellenweise Aufmerksamkeit und Mitdenken. Wer einen schnellen, actionreichen Krimi erwartet, wird hier nicht fündig. Wer sich jedoch auf das ruhige Tempo und die dichte Atmosphäre einlässt, wird mit einer intensiven, nachwirkenden Lektüre belohnt.

„Jenseits der Erinnerung“ ist ein stiller, kluger Kriminalroman über Schuld, Wahrheit und die Frage, wie sehr die Vergangenheit unser Leben bestimmt. Ein Buch, das nicht laut ist, aber lange im Gedächtnis bleibt.

Veröffentlicht am 24.01.2026

Zwischen Realität und Einbildung

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Der Roman beginnt leise und melancholisch, entwickelt sich aber schnell zu einer Auseinandersetzung mit Schuld und verdrängter Vergangenheit.
Verschüttete Geheimnisse und unterdrückte Erinnerungen fließen ...

Der Roman beginnt leise und melancholisch, entwickelt sich aber schnell zu einer Auseinandersetzung mit Schuld und verdrängter Vergangenheit.
Verschüttete Geheimnisse und unterdrückte Erinnerungen fließen ineinander und drängen ungeordnet zurück ins Bewusstsein. Immer wieder fragt man sich als Leser, was Wirklichkeit ist und was der Fantasie des Protagonisten entspringt. Manche Szenen irritieren bewusst, weil sie mehr andeuten, als sie aussprechen. Ein ungelöstes Verbrechen aus der Vergangenheit drängt zurück ins Bewusstsein des Protagonisten. Während er nach Wahrheit sucht, verschwimmen Realität, Erinnerung und Einbildung zunehmend.

In ruhiger, präziser Sprache entfaltet der Autor eine traumähnliche Erzählstruktur, die den Roman in eine schwebende, beinahe entrückte Atmosphäre taucht. Wer sich auf das langsame Tempo einlässt, wird mit einer emotional tiefgehenden Lektüre belohnt.

Insgesamt ist es ein stilles, nachdenkliches Buch – eines, das unbedingt gelesen werden sollte.

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