Cover-Bild Desolation Hill
Band der Reihe "Ein Constable-Hirschhausen-Roman"
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Unionsverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 20.02.2025
  • ISBN: 9783293005990
Garry Disher

Desolation Hill

Kriminalroman. Ein Constable-Hirschhausen-Roman (4)
Peter Torberg (Übersetzer)

Stundenlang patrouilliert Constable Hirschhausen über Highways und ausgewaschene Schotterstraßen durchs australische Hinterland. Nervosität liegt in der Luft, die Pandemie zehrt an den Nerven und an Hirschs Toleranzlevel. Verkehrsdelikte, ein erschossener Merinobock, Hassparolen am Kulturzentrum – bei jedem Vergehen droht die Lage zu eskalieren.

Auf der Suche nach einem vermissten Backpacker sieht sich Hirsch starrsinnigen Farmern gegenüber, als er zu einem vermeintlichen Brand gerufen wird: ein dilettantisch angezündeter Koffer im Straßengraben. Keine große Sache – bis Hirsch die Leiche darin entdeckt.

Ein neuer Fall für Constable Hirschhausen im Land von Wolle, Weizen und Staub.

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2025

Ein spannender Krimi mit einem interessanten Setting

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Constable Hirschhausen ist auf der Suche nach verschwundenen Backpackern. Ihre Spur verliert sich und die Farmer sind nicht kooperationsbereit. Seine Nachforschungen im australischen Hinterland sind deshalb ...

Constable Hirschhausen ist auf der Suche nach verschwundenen Backpackern. Ihre Spur verliert sich und die Farmer sind nicht kooperationsbereit. Seine Nachforschungen im australischen Hinterland sind deshalb nicht sehr ausgiebig. Als wäre dies nicht schon genug, wird ein brennender Koffer gefunden, in dem eine Leiche liegt. Wie ist dieser brennende Koffer in den Strassengraben gekommen? Hirschhausen tabt nun schon im zweiten Fall komplett im Dunkeln. Und dann scheint auch die Tochter seiner Freundin Wendy grössere Probleme zu haben, doch sie will partout nicht darüber sprechen. Als sie sich dann doch überwindet, sind Wendy und Hirschhausen schockiert. Im vermeintlich kleinen Dorf ist vieles los und es scheint auch einiges zusammenzuhängen, je weiter die Ermittlungen vorstossen. Doch was ist in diesem Dorf los und spielen alle mit den richtigen Karten?

‘Desolation Hill’ ist der vierte Fall für Constable Hirschhausen. Für mich war es das erste Buch von diesem Autor und dieser Reihe. Es ist ein spannender Krimi der im australischen Hinterland spielt. Eine interessante Umgebung, welche dem Krimi ein gutes Setting gibt. Man kann sich gut in die Szenen hineinversetzen wenn die Autos über die Schotterstrassen zu den abgelegenen Farmen fahren. Eine herausfordernde Reise, in der man immer mit einem Hinterhalt rechnen muss.

Constable Hirschhausen ist für alle da und lässt nicht locker bis er die Wahrheit kennt. Doch er hadert auch immer wieder mit der Situation. Manchmal kam es mir vor, als schaue er viel mehr für die anderen Leute als zu sich selber. Die vielen weiteren Protagonisten sind teilweise verwirrend, doch findet man sich im Laufe des Buches immer besser zurecht.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Unterwegs mit Hirsch

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3,5 (aufgerundet)

In „Desolation Hill“, dem vierten Band der Hirschhausen Reihe, sitzen wir einmal mehr auf dem Beifahrersitz des klapprigen Hilux und begleiten „Hirsch“ auf den Patrouillenfahrten durch ...

3,5 (aufgerundet)

In „Desolation Hill“, dem vierten Band der Hirschhausen Reihe, sitzen wir einmal mehr auf dem Beifahrersitz des klapprigen Hilux und begleiten „Hirsch“ auf den Patrouillenfahrten durch seinen dünnbesiedelten Zuständigkeitsbereich im australischen Weizen- und Wollland. Die Fälle, um die sich der in Ungnade gefallene Senior Constable kümmern muss, sind üblicherweise auf den ersten Blick unspektakulär. Ein erschossener Schafbock, Online Mobbing, gefakte Sperrmüllsammlungen, das in den Boden gefräste Symbol der Ureinwohner, die schießwütige Frau eines Großgrundbesitzers und freilaufende Hunde. Doch dann ist da noch das verschwundene Backpackerpärchen und die Leiche mit ungeklärter Identität im Koffer. Wie wir es von Disher kennen, werden sich im Lauf der Story Zusammenhänge ergeben, Verbindungen sichtbar werden.

So weit, so gut und so erwartet. Zwei Dinge haben mich diesmal allerdings massiv gestört. Da ist der erhobene Zeigefinger, der immer wieder zwischen den Zeilen zum 1.) Thema Corona aufgetaucht ist. Desolation Hill (= Originaltitel Day’s End) ist 2023 erschienen, also zu einem Zeitpunkt, in dem das Thema Corona in aller Munde war. Und dass die Australier besonders rigide mit Lockdowns sowie Masken- und Impfpflicht waren, drang auch bis zu uns durch. Disher war wohl von den Maßnahmen überzeugt, lässt Hirsch zum Sprachrohr der offiziellen Linie werden und bezeichnet diejenigen, die den offiziellen Verlautbarungen misstrauen, als Covidioten. Zur Handlung tragen diese Bemerkung allerdings überhaupt nichts bei. 2.) Ähnlich ist es mit diesem Adlersymbol. Natürlich gilt es die Kultur der Ureinwohner zu respektieren, in diesem Punkt sind wir uns alle einig, aber muss die Thematik der kulturellen Aneignung hier auch untergebracht werden? Und 3.) war es wirklich notwendig, die Story mit diesem Showdown abzuschließen, der eher an eine amerikanische Actionserie erinnert und so überhaupt nicht zur Stimmung des Buches passt?

Der zweite Punkt ist die Übersetzung, die stark von dem abweicht, was man von Peter Torberg üblicherweise gewohnt ist. Beispiele gefällig? Was ist „ein besiegt wirkendes schmiedeisernes Tor“? Was sind „Schrumpffolienschenkel“? Und wie „installiert“ man sich auf den Rücksitz? Tut mir leid, aber das klingt noch nicht einmal wörtlich übersetzt, sondern wirkt einfach nur unpassend und schludrig.

Es kann nur besser werden, denn auch wenn das Buch mit Sicherheit auf den vorderen Plätzen der Krimibestenliste auftauchen wird, fällt es meiner Meinung nach im Vergleich mit den Vorgängern deutlich ab, wirkt zumindest im letzten Drittel lieblos zusammengeschustert, eher so, als hätte sich der Autor mangels eigenen Ideen an Schlagzeilen entlang gehangelt. Schade.