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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2021

packender Thriller

Die letzte Karte
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Seine Karriere beim CIA hat Charles Jenkins beendet und führt mit seiner Familie ein ruhiges Leben. Eines Tages wird er jedoch von Matt Lemore einem CIA-Mitarbeiter aufgesucht. Es geht um Charles Flucht ...

Seine Karriere beim CIA hat Charles Jenkins beendet und führt mit seiner Familie ein ruhiges Leben. Eines Tages wird er jedoch von Matt Lemore einem CIA-Mitarbeiter aufgesucht. Es geht um Charles Flucht aus Russland, bei der ihm von Paulina geholfen wurde. Bisher ging Jenkins davon aus, dass sie bei seiner Flucht gestorben ist, jedoch wird nun vermutet dass sie noch leben könnte. Sie soll in einem Gefängnis in Moskau einsitzen und dort auf brutalste Art und Weise verhört worden sein. Paulina hatte ihm bei der Flucht geholfen und ihr leben dafür geopfert. Er fühlt sich daher verpflichtet Paulina zu suchen und sie aus diesem brutalen Gefängnis zu befreien. Seine Rückkehr nach Russland ist jedoch sehr gefährlich, den mit seiner Flucht hat er sich keine Freunde gemacht. Er muss ständig auf der Hut sein, damit er nicht verhaftet oder sogar umgebracht wird. Kann er unter diesen Umständen Paulina finden und gelingt es Jenkins sie aus dem Gefängnis zu befreien und wieder Heil nach Amerika zurückzukommen?

Ein wirklich spannender Thriller der den Leser packt. Durch die ständigen Wendungen während Jenkins Aufenthaltes in Russland, wird der Leser an das Buch gefesselt. Die Einblicke in die Arbeit des CIA und KGB sind sehr spannend und geben dem Leser ein gutes Gefühl davon, wie es ist ständig verfolgt zu werden.

Mit Charles und Paulina leidet man während der ganzen Zeit mit und hofft das alles gut ausgeht. Charles wächst einem nur schon ans Herz, weil man weiss dass er sein Leben auf’s Spiel setzt, obwohl er eine Familie hat. Die russischen KGB-Mitarbeiter sind sehr skrupellos und es scheint wie sie einfach das gesetzte Ziel verfolgen und keinerlei Gefühle zeigen. Macht ist ein wichtiger Faktor in der Geschichte, wer das verfolgte Ziel erreicht geniesst ein höheres Ansehen.

Die Einschübe in russischer Sprache fand ich abwechslungsreich. Gut fand ich auch dass jeweils am Ende des Satzes die deutsche Übersetzung stand. Als Leser hat man so die Möglichkeit die russische Sprache ein bisschen kennenzulernen.

‘Die letzte Karte’ kann jedem eingefleischten Thriller-Fan empfohlen werden. Das Buch packt den Leser bereits bei der ersten Seite und lässt ihn bis zur letzten Seite nicht mehr los.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2021

Spannend bis zur letzten Seite

Enna Andersen und der trauernde Enkel
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In Enna’s drittem Fall, glaub Ben nicht, dass ein Grossvater eines natürlichen Todes gestorben ist. Der Tod ist bereits drei Jahre her, aber ihn ihm wachsen immer mehr Zweifel. Enna und ihr Team nehmen ...

In Enna’s drittem Fall, glaub Ben nicht, dass ein Grossvater eines natürlichen Todes gestorben ist. Der Tod ist bereits drei Jahre her, aber ihn ihm wachsen immer mehr Zweifel. Enna und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf. Der Verdacht erhärtet sich, dass beim Tod von Ben’s Grossvater Curt nachgeholfen wurde. Einiges scheint durch Bedrohungen wichtiger Personen dazumals vertuscht worden zu sein. Und es gibt jemanden der gar keine Freude an der Wiederaufnahme der Ermittlungen hat, den plötzlich werden Enna, ihr Sohn, ihr Au-Pair Mädchen und Pia bedroht. Schnell bringt sie Elias ihren Sohn und Alina das Au-Pair Mädchen in Sicherheit, doch sind sie das wirklich? Immer mehr schmutzige Details kommen ans Licht und es scheint ein weiteres Familiengeheimnis zu geben. Kommen die Ermittler allen Wahrheiten auf die Spur?

Die Geschichte rund um das Ermittlerteam und die Ermittlungen ist sehr spannend geschrieben. Es liest sich sehr einfach und die verschiedenen Zusammenhänge sind bis am Schluss nicht ganz klar. Durch das wird der Leser bis am Ende ans Buch gefesselt. Es ist viel Spielraum für eigene Überlegungen und Verdächtigungen vorhanden und ich war am Ende gespannt, ob ich mich durch die verschiedenen Fährten in die Irre führen lies oder ob ich die Zusammenhänge richtig kombiniert habe.

Enna finde ich eine sehr sympathische Frau, welche einiges auf ihre Schulter geladen hat, sich aber nie unterkriegen lässt. Wenn sie arbeitet, steht ganz klar der Job im Vordergrund und nach der Arbeit die Familie. Auch die anderen Ermittler sind spannende Charaktere. Jeder ergänzt auf seine Art das Team und zusammen gelangen sie zum Erfolg. So muss es in einem Team sein. Ein doch eher sonderbarer Charakter finde ich Aaron, einen Freund von Enna. Bei ihm war ich mir während der ganzen Handlung nicht sicher, welche Absichten er verfolgt. Er wirkt teilweise sehr aufdringlich und vieles finde ich auch ein komischer Zufall. Für Enna wäre es schön, wenn er gute Absichten hätte und sie wieder glücklich werden kann.

Für mich war es das erste Buch rund um Enna Andersen, ich kam jedoch sehr gut in die Geschichte rein. Das Buch lässt sich auch gut lesen, ohne dass man die beiden vorherigen Bücher gelesen hat. Relevantes für das Verständnis wird nochmals erwähnt. Für mich eine absolute Leseempfehlung an alle Leser, die gerne Cold Cases lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2021

Emotionales russisches Roulette

Wenn der Glaubenberg schweigt
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Der neue Fall von Cem Cengiz hat es in sich. Viktor Kasakow ist wieder zurück und lässt Cem’s Frau Eva nicht in Ruhe. Nach dem Abbruch der Gerichtsverhandlung von Cem’s Ex-Freundin Lila, wird Eva von Viktor ...

Der neue Fall von Cem Cengiz hat es in sich. Viktor Kasakow ist wieder zurück und lässt Cem’s Frau Eva nicht in Ruhe. Nach dem Abbruch der Gerichtsverhandlung von Cem’s Ex-Freundin Lila, wird Eva von Viktor entführt. Doch nur Stunden später kann sie Viktor überwältigen und ist wieder frei. Doch bei dieser einen Entführung soll es nicht bleiben. Währenddessen erhält Cem Besuch von Ella. Sie hat in ihren Tarotkarten gelesen, dass in der Wolfsschlucht eine Tote liegt. Cem hält dies für ein Hirngespinst, doch Ella lässt einfach nicht locker. Als sie zusammen in die Wolfsschlucht gehen, finden sie dort tatsächlich eine Tote. Doch es ist nicht klar wer die Tote ist und Cem wird beauftragt die Übermittlungen zu übernehmen. Cem und Eva werden anonym diverse Hinweise zugespielt, die sie dazu zwingen, sich intensiv mit den Ermittlungen zu befassen. Schnell stellt sich heraus, dass die Tote von der Wolfsschlucht nicht die einzige ist, den es gibt da noch sechs weitere Frauen, welche ebenfalls ermordet wurden. Und Viktor scheint da irgendwie auch involviert zu sein. Für die Luzerner Polizei werden die Ermittlungen zu gross, so dass die Hilfe vom russischen Geheimdienst anfordern. Doch können sie dem Geheimagenten Wolkow, der sich sehr sonderbar verhält, wirklich trauen? Und ist Viktor wirklich so böse, wie ihn alle einschätzen?

‘Wenn der Glaubenberg schweigt’ ist ein enorm spannender Krimi, der den Leser bis zur letzten Seite ans Buch fesselt. Durch viele verschiedenen Fährten rätselt der Leser selber mit und ist gespannt, welche Fährte am Ende die richtige ist.

Der Ermittler Cem begleitet mich schon seit Beginn der Krimireihe und ist mir sehr ans Herz gewachsen. Auch Eva ist ein sehr sympathischer Charakter. Mit beiden beginnt auch der Leser eine emotionale Berg- und Talfahrt und leidet mit den beiden mit. Ella ist ein neuer Charakter der bei diesem Buch dazukommt. Die ältere Dame kann sich sehr gut durchsetzen und hält Cem so richtig auf Trab. Mir hat dieser Charakter sehr gut gefallen, vermutlich auch, da sie zu Beginn eher ein bisschen speziell und verwirrt rüberkommt. Wäre schön, wenn dieser Charakter auch bei einem nächsten Band einen Platz finden würde. Cem und sie scheinen sich nach Anfangsschwierigkeiten doch noch aneinander zu gewöhnen.

Wieder einmal mehr wird Luzern und seine Umgebung perfekt in Szene gesetzt. Auch als ortskundige Leserin konnte ich noch einige Plätze in diesem Buch entdecken, welche ich noch nicht kannte. Immer wieder schön, in einem spannenden Krimi in die wohlbekannte Umgebung abzutauchen.

Ich kann das Buch jedem Krimi-Fan empfehlen. Dadurch dass immer wieder neue Fährten gelegt werden, wird es nie langweilig und fiebert bis am Schluss mit. Diejenigen, welche Cem, Eva und das Ermittlerteam noch nicht kennen, können das Buch auch unabhängig von den vorherigen Büchern davon lesen. Wichtige Informationen werden nochmals erwähnt und helfen dem Leser für das Verständnis.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.07.2021

fesselnder Krimi mit überraschender Wendung

No Way Out - Es gibt kein Entkommen
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Mitten in der Nacht brennt das Haus der Familie Esmond. Beim Eintreffen der Rettungskräfte ist klar, dass sich noch Personen im Gebäude befinden. Der jüngste Sohn, der dreijährige Zachary, kann nur noch ...

Mitten in der Nacht brennt das Haus der Familie Esmond. Beim Eintreffen der Rettungskräfte ist klar, dass sich noch Personen im Gebäude befinden. Der jüngste Sohn, der dreijährige Zachary, kann nur noch Tod geborgen werden. Sein älterer Bruder wird schwer verletzt ins Spital gebracht. Doch von den Eltern fehlt jede Spur. Detective Inspector Fawley und sein Team nehmen ihre Ermittlungen auf und suchen nach den Eltern. Wenig später wird in den Trümmern die Leiche von Samantha Esmond, die Mutter der Kinder, gefunden. Weiterhin gibt es jedoch keine Spur von Michael Esmond. In London, wo er einen Vortrag halten sollte, ist er nicht aufzufinden und auch sonst gelingt es Fawley und seinen Team nicht, ihn zu finden. Der ältere Sohn erliegt im Spital seinen schweren Verletzungen. Die Befragungen in der Familie und der Nachbarschaft ergeben ein seltsames Familienbild. Vor allem seit letztem Sommer verhält sich die Familie sonderbar. Im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass es sich um Brandstiftung handelt und da der Vater nach wie vor nicht auffindbar ist, erhärtet sich der Verdacht dass er was damit zu tun haben könnte. Doch was für ein Motiv würde dahinter stecken?

Die Erzählung in ‘No Way Out’ erfolgt mehrheitlich aus Sicht von Fawley. Es gibt jedoch auch immer wieder Rückblenden, wo aus Sicht der Familie Esmond erzählt wird. Diese Rückblenden geben dem Leser einen guten Eindruck, was in der Familie los war und mit welchen Themen sie sich gerade beschäftigt haben. Die Passagen die aus Sicht von Fawley erzählt werden, ermöglichen dem Leser mehr von seiner Persönlichkeit zu erfahren. Auch er hat Privat mit Problemen zu kämpfen, welche ihn bei diesem Fall noch mehr beschäftigen. Ihn lernt man so nicht nur als Ermittler kennen, sondern auch als Privatperson, was ihn und seine Gedanken authentisch rüberbringen.

Die Charakteren im Ermittlungsteam sind alle sehr daran interessiert diesen grausamen Fall aufzuklären und stürzen sich in die Ermittlungen. Dem Leser kommt dieses Team sympathisch rüber und es war interessant ihren verschiedenen Gedanken zu folgen und zu sehen, wie sich das Puzzle langsam zusammensetzt. Die Erzählungen werden mit Zeitungsberichten, Verhörprotokollen oder Kurzmeldungen ergänzt. Dadurch bekommt der Leser das Gefühl, Teil der Ermittlungen zu sein und kann sich ein eigenes Bild machen. Dieses muss jedoch durch die vielen Wendungen und überraschenden Ermittlungsergebnisse mehrmals über den Haufen geworfen und neu gebildet werden. Auch wenn die Erzählungen teilweise ein bisschen langatmig sind, bringt dies immer wieder neue Spannung in die Geschichte.

‘No Way Out’ ist der dritte Band der Reihe rund um Detective Inspector Fawley. Die beiden vorherigen Bücher sind mir nicht bekannt und ich hatte keine Mühe direkt mit dem dritten Band zu starten. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir Informationen gefehlt hätten, welche für die Geschehnisse relevant gewesen wären.

Ich kann dieses Buch jedem eingefleischten Krimi-Fan herzlichst zu empfehlen. Durch die vielen Wendungen und überraschenden Zusammenhänge geht die Spannung nie verloren und kann den Leser bis zur letzten Seite an das Buch fesseln.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2021

Viele Verdächtige, doch wer war es wirklich?

Die Fremde - Du darfst nicht leben
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Völlig verwirrt in einem Krankenhaus aufzuwachen, sich nur Bruchstückhaft daran zu erinnern was passiert ist und dann die Nachricht zu bekommen, das die Eltern erschossen wurden. Eine Horrorvorstellung ...

Völlig verwirrt in einem Krankenhaus aufzuwachen, sich nur Bruchstückhaft daran zu erinnern was passiert ist und dann die Nachricht zu bekommen, das die Eltern erschossen wurden. Eine Horrorvorstellung für uns alle. Aber Klara Kallenbach ist genau dies passiert. Als sie nach einem Familienessen zu ihrem Elternhaus zurückkehren, werden ihre Eltern erschossen und sie, so wie auch ihre Schwester Louisa angeschossen. Doch wer ist daran interessiert ihre ganze Familie auszulöschen? Klara kann sich einfach nicht vorstellen, wer das getan haben könnte. Im Spital wird sie von der Aussenwelt abgeschottet, sie darf keinen Besuch empfangen und ihr Handy wurde auch eingezogen. Durch die beiden zuständigen Ermittler wird sie mehrmals befragt und Klara beschleicht das ungute Gefühl, dass sie selbst in Verdacht steht etwas damit zu tun zu haben. Als dann auch noch Louisa beginnt einige Vorkommnisse zu verdrehen, steht Klara in einem schlechten Licht da. Zu Beginn scheint die Familie Kallenbach eine Bilderbuchfamilie zu sein, die beiden Schwestern kommen gut miteinander aus und sind unzertrennlich. Doch Louisa zeigt plötzlich ein anderes Gesicht. Auf einmal hat Klara das Gefühl dass auch im Krankenhaus nicht alles mit rechten Dingen zu geht. Schwester Sybille verhält sich ihr gegenüber merkwürdig und auch Schwester Laura und der Bewacher Quirin verhalten sich komisch. Ist sie im Krankenhaus überhaupt sicher und versucht der Täter sein Vorhaben zu Ende zu bringen und die ganze Familie Kallenbach auszulöschen?

In ‘Die Fremde- du darfst nicht leben’ kann der Leser sich sehr gut in Klara hineinversetzen. Es wird in der Ich-Form geschrieben, was die Ängste und Überlegungen von Klara für den Leser sehr greifbar macht. Durch die Autorin werden viele Fährten gelegt und die eigene Verdächtigenliste wird immer länger. So beginnt man als Leser bis zum Ende mitzufiebern und kann das Buch nur schwer zur Seite legen.

Sowohl Klara, wie auch Louisa kommen sympathisch rüber. Doch Louisa wurde mir, durch das Verdrehen von Vorkommnissen, immer unsympathischer. In diesem Charakter habe ich mir sehr getäuscht. Mit David, dem Ehemann von Klara, wurde ich nie ganz warm. Er hat eine sonderbare Ausstrahlung und war für mich einer der ersten auf der Verdächtigenliste. Von den beiden Ermittlern, konnte ich nur mit Mittmann was anfangen, Schrade war mir persönlich zu oberflächlich und hat alles nur belächelt. Die Charakteren sind sehr gut ausgearbeitet, denn die vermeintlich Bösen werden plötzlich zu Guten und umgekehrt. Für den Leser war bis zum Schluss nicht zu durchschauen, wer den nun hinter der Tat steckt.

Die Handlung spielt grösstenteils im Spital, was jedoch keine Auswirkung auf den immer vorhanden Spannungsbogen hat und für eine solche Geschichte genau der richtige Handlungsort ist. Die Rückblenden zu Situationen in der Vergangenheit haben zur Abwechslung beigetragen und dem Leser notwendige Informationen aus vergangenen Zeiten gegeben.

Das Buch ist aus meiner Ansicht sehr lesenswert. Jedem Leser der gerne Thriller liest, fühlt sich in diesem Buch gut aufgehoben.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung