Cover-Bild Blume des Bösen
13,90
inkl. MwSt
  • Verlag: epubli
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 188
  • Ersterscheinung: 19.06.2014
  • ISBN: 9783844298925
Gerd-Rainer Prothmann

Blume des Bösen

Hans Ronstaedt, freier Journalist und Amateursaxofonist, verfällt noch vor der Maueröffnung einer amour fou zur äußerst attraktiven kubanisch-chilenischen Sängerin Laura Canela, die er in einem Ostberliner Jazzkeller kennen gelernt hat.
Seine süchtige Leidenschaft lässt ihn alles aufs Spiel setzen. Ihretwegen kommt er zu spät an die Grenze, wird verhaftet, stundenlang von der Stasi verhört und soll zur Mitarbeit geködert werden. Was er ablehnt. Aber er fährt immer wieder nach Ostberlin, um Laura zu treffen. Verliert darüber Frau und Kinder.
Nach dem Mauerfall ist Laura plötzlich spurlos verschwunden. Ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Jahre später überlässt ihm seine geschiedene Frau zwei Briefe von Laura, die sie abgefangen hatte. Die Briefe sind Liebesbeteuerungen und dringende Hilferufe. Abgeschickt aus einer Pension in Buenos Aires. Obwohl die Briefe längst nicht mehr aktuell sind, entschließt sich er sich sofort, abgesichert durch eine kleine Erbschaft seiner verstorbenen Mutter, in Buenos Aires nach Laura zu suchen.
Südamerika wird für Hans Ronstaedt zu einem abenteuerlichen und gefährlichen Trip.
Auf der Suche nach Laura in Nachtbars, Tangolokalen und im riesigen Erholungsgebiet Tigre-Delta kommt er in Kontakt mit Leuten, die sich als Anwerber für Drogenkuriere entpuppen. Er gerät in Lebensgefahr und flieht nach Chile.
Als Tochter einer chilenischen Mutter könnte sie auch dort sein.
Er beginnt eine Suche, die ihn von Santiago de Chile über Viña del Mar, Valparaiso, bis in der Atacama-Wüste mit dem Valle de la Luna und in verlassenen Geisterstädte führen wird.
Tatsächlich stößt er zufällig auf Lauras Spuren. Findet sie und kann sich sogar ein paar Mal heimlich mit ihr auf einem Landgut treffen. Aber sie ist nicht frei. Sie steht unter Druck von kriminellen und brutalen Leuten und muss wieder untertauchen.
Verzweifelt versucht Hans Ronstaedt, sie wiederzufinden. Aber diese Versuche bringen ihn in lebensbedrohliche Situationen…

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2017

Blume des Bösen

0

Hans lebt in West-Berlin zu einer Zeit noch vor dem Mauerfall. Er ist verheiratet und doch verliebt er sich bei seinen Besuchen im Osten der Stadt in die wunderschöne Sängerin Laura. Doch die damaligen ...

Hans lebt in West-Berlin zu einer Zeit noch vor dem Mauerfall. Er ist verheiratet und doch verliebt er sich bei seinen Besuchen im Osten der Stadt in die wunderschöne Sängerin Laura. Doch die damaligen Verhältnisse erlauben es ihm nicht, so einfach mit ihr zu leben und natürlich hat auch seine Frau was dagegen. Erst viele Jahre später erfährt er durch Briefe von Laura, dass sie immer noch Verbindung halten wollte (oder sollte).

Hans reist nach Südamerika und beginnt eine beinahe aussichtslose und sehr gefährliche Suche nach ihr. Nicht nur die Drogenmafia ist ihm auf den Fersen und sein Leben gerät immer wieder in Gefahr. Wer ist Freund, wer Feind? Er kann Laura wiederfinden, doch gibt es für ein HappyEnd?

Kurze Kapitel und ein rasanter Schreibstil perfektionieren den spannungsgeladenen Thriller quer durch Südamerika. 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Thriller im Romanpelz

0

Obwohl es von der Seitenzahl her nicht mit Romanen von Elizabeth George mithalten kann, bringt der Autor in seinem Buch gefühlt ebenso viel unter. Zwar weiß man, dass viel drin ist, aber die Geschichte ...

Obwohl es von der Seitenzahl her nicht mit Romanen von Elizabeth George mithalten kann, bringt der Autor in seinem Buch gefühlt ebenso viel unter. Zwar weiß man, dass viel drin ist, aber die Geschichte ist so geschrieben, dass es beim Lesen nicht überfordert oder verwirrt.
Die Stirn runzeln muss man bei diesem Roman nur dann, wenn wieder neue unbekannte Zusammenhänge auftauchen oder angedeutet werden. Genauso wie Hans, der Protagonist, bleibt man aber auch als Leser im Dunkeln und kommt selbst ins Grübeln, ob das, was der Berliner als nächstes vorhat, denn so ratsam wäre. Mit ihm, auf der Suche nach der Sängerin Laura, durchlebt man eine Reise, die von West-Berlin nach Südamerika und dort von Argentinien bis nach Chile führt. Was als harmlose Suche beginnt, wird schleichend zu einer nervenaufreibenden Hetzjagd und mehrfachen Versuchen, vor der südamerikanischen Mafia zu fliehen. Ein Thriller im Romanpelz sozusagen.
Schon bevor es richtig eng wird, macht sich beim Leser ein gewisser Verfolgungswahn breit, da man ja selbst keine Hintergründe erfährt. Man versucht, die Seilschaften nachzuvollziehen und ist allmählich, wie Hans, selbst bei jeder neuen Erwähnung einer Person, überzeugt, dass diese schon vorher in der Geschichte eine Rolle gespielt hat. Kann das sein? Deutschland liegt doch so weit entfernt?
Man hofft natürlich, dass es für die gute Seite auch gut ausgeht und ein Happy End ist nicht ausgeschlossen. Immerhin, die Gerechtigkeit schlägt zurück. Trotzdem schafft es der Roman, den Leser mit einem eigenartigen Gefühl zurückzulassen und er regt auch an, noch einmal über die Geschichte nachzugrübeln. Wenn ich Hans wäre, was hätte ich anders gemacht?
Diese Geschichte um besondere Umstände und persönliche Schicksale wird noch eindrucksvoll umrahmt von der sehr lebensnahen und akkuraten Beschreibung der Natur, der Schauplätze, Städte, Straßen, Stimmung und beteiligten Personen. Man wird das Gefühl nicht los, als hätte der Autor schon an all diesen Orten gelebt und mindestens so viele Freundschaften geschlossen wie der "alte Pianist".